Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs

Der beliebteste Hebel den Antiveganer gegen Veganismus verwenden ist, von Überfällen eines Sondereinsatzkommandos mal abgesehen, die Konstruktion der veganen Ernährung als eine gefährliche Sache. Das sitzt. Kaum ein Neuveganer der sich nicht irgendwann mit hypochondrischer Panik in einem Forum meldet (“Ich hab so ein Stechen im linken, kleinen Zeh, Mangel??!). Die Hebel basieren teils auf veralteten Information (“Proteine müssen bewußt kombiniert werden”), teils auf Desinformation durch Weglassen bestimmter Fakten (“Risiko Vitamin D Mangel” – betrifft alle, auch Nichtveganer). Teils auf Diskreditierung bestimmter Rohstoffe, die der veganen Ernährung zugewiesen werden, die bei genauerer Überprüfung aber gerade nicht die vegane, sondern die unvegane Ernährung belastet (“Soja zerstört den Regenwald” – ja, das Futtermittelsoja für die “Viehzucht”). Ganz perfide ist die Methode, bei der wirklich radikale Kostformen, die mit veganer Ernährung eigentlich nichts zu tun haben unter veganer Ernährung subsumiert werden. Natürlich auch in Kombination oder absurd gemischt, da sind der Phantasie des fanatischen, antiveganen Sektierers keine Grenzen gesetzt.

Merke: Wer im Jahr 2010 noch pauschal vor veganer Ernährung warnt, der ist entweder dumm oder bösartig.

Jede Kritik schlechter Ernährung betrifft aber meist auch automatisch die unvegane Alltagsraxis, das wird gerne unterschlagen. Die Krankenreparaturindustrie ist nicht deshalb milliardenschwer, weil unsere nichtveganen Freunde sich so gesund ernähren. Dennoch gibt es bei der veganen Ernährung Grundprinzipien die sie von der unveganen Ernährung unterscheidet. Wer diese nicht kennt oder nicht wahrnimmt spielt Antiveganern in die Hände, sei es aus Naivität, Natürlichkeitsglauben oder was auch immer. Tatsache ist: Alle möglichen Faux Pas der veganen Ernährung sind leicht und komplett vermeidbar. Zur vollständigen Emanzipation reichen bereits 10 Punkte.

Hier also die harten Fakten zu veganer Ernährung bezüglich der Nährstoffe, auf die man achten sollte, das Grundgerüst. Rot markierte müssen beachtet werden, alle anderen erledigen sich bei einer vollwertigen veganen Ernährung von selbst, quasi nebenher. Was man danach anstellt ist vollkommen egal und kann man bei http://www.rezeptefuchs.de nachlesen, im http://tierrechtskochbuch.de/ oder anderen Rezepteseiten im Netz. Manche Punkte betreffen Veganer und teilweise Nichtveganer, manche betreffen Alle.

Reinhaun cc-by-nc-2.0:cproppe

1.) Vitamin B12

Betrifft vor allem Veganer und unvegan lebende Senioren aus anderen Gründen. Vitamin B12 ist bakterienbasiert, das heißt, überall wo B12 drin ist, waren vorher Bakterien am Werk die das gebildet haben. Obwohl eine Methode besteht die B12 in veganen Lebensmitteln fermentieren kann, erwähnt hier im Blog, konnte die sich nie durchsetzen weil B12 in Reinform, also das was auch in Supplementen vorhanden ist, in großen Mengen günstig hergestellt wird und dann Lebensmitteln beigefügt werden kann, als Anreicherung. Auch die Reinform basiert auf besonderen Bakterien oder als Ausnahme auf speziell für diesen Zweck gezüchtete Hefen. Bis sich eine Interessengruppe wie eine Kooperative oder kleine Unternehmer finden, die Professor Bärwalds Methode anwendet, muss B12 in Reinform, sprich Supplementen zugeführt werden. Am praktischsten ist die Supplementierung einmal pro Woche mit 2000 Mikrogramm, die Autorin nimmt hierfür Solgar B12 mit 250 “Nuggets” mit 1000 Mikrogramm pro Nugget, also zwei Nuggets pro Woche. Beziehbar hier. Vorrat mit 250 Nuggets reicht 125 Wochen und kostet ca. 30 Euro, also grob etwa ein Euro pro Monat. Wer eine billigere Quelle kennt soll sie als Kommentar eintragen. Solgar verwendet nach eigenen Angaben keine gentechnisch veränderten Bakterien. Alternative: Dr. Ankermann B12 Tropfen. Diese täglich dem Essen hinzufügen, 10mcg. Ältere Nichtveganer sollten wie gesagt genau so vorgehen, deswegen. Vegane Raucher brauchen eventuell eine Extrastrategie und sollten sich diesen Teil der Kommentarlinie ansehen, ggfs Fragen einstellen.

Es gibt auch andere Methoden der Integration, keine jedoch so unaufwändig wie die wöchentliche. Wer Probleme mit Supplementierung hat, weil das ja irgendwie grauslich unnatürlich ist und die Chakren verschiebt oder so, wende sich bitte an Professor Bärwald und vereinbart einen Beratungstermin. Bitte durchgeben, wann und wo ein natürliches B12-Fermentgetränk o.ä. erhältlich ist:-)

Wird gerne vergessen oder geleugnet: Einer der größten Einzelabnehmer für B12 und andere Nahrungsergänzungsmittel ist die Futtermittelindustrie.

2.) Vitamin D

Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen. Behandelt wird das Thema ausführlich im Extra-Artikel zu Vitamin D. Zu Vitamin D gibt es sehr viele neue Informationen, inzwischen geht man sogar davon aus, dass bei allen Menschen selbst eine ganzjährige Supplementierung angemessen sein kann. Mindestens aber im UVB-Winter, der Ende September bis März dauert, sollte Vitamin D zugeführt werden, nicht nur bei Veganern. Das einzige sinnvolle und günstige, vegane Vitamin D2 Produkt welches durch die Vorarbeit von Veganes Auge nun auch ohne Umschweife erhältlich ist, ist Sterogyl 2.000.000, mit 400 IE pro Tropfen und selbstverständlich auch für Nichtveganer geeignet, da hier sehr günstig dosiert werden kann. Kostet um die 2,50 pro Tropffläschchen und reicht 100 Tage bei einer Dosierung von 10 Tropfen / 4.000IE. Bestellbar hier. (Quelle versiegt, neue wird organisiert…) EDIT: Die Bezugsquelle ist nach Klärung wieder offen hier kann bestellt werden, rezeptfrei für 2,50. Email mit Betreff Sterogyl-Bestellung und Adresse reicht, wird gegen Rechnung verschickt. Siehe auch Blogeintrag zu Sterogyl, mit vielen guten Kommentaren.

Alternative: Im Sommer Pilze auf Stroh züchten lernen (gibt Sets im Netz) und in der Sommersonne trocknen, als Wintervorrat. Der Vitamin D Gehalt in unbelichteten Pilzen ist vernachlässigbar, diese Alternative gilt also nur in Kombo mit der Sonnentrocknung. Wer im Sommer nicht supplementieren will, sollte so oft wie möglich 10 bis 20 Minuten in der Mittagssonne verbringen. Wird die Haut großflächig belichtet, so generiert sie innerhalb dieser kurzen Zeit 10.000 bis 20.000 IE Vitamin D3. Dicke Menschen sollten jedoch auf jeden Fall ganzjährig supplementieren, das im Sonnenlicht gebildete D3 lagert sich nämlich im Fettgewebe ein, gelangt nicht an die Blutbahn und zerfällt ohne Nutzung.

(Hinweis: Veganes Auge bekommt keine Kommission, Klickgeld oder sonstige Vergütungen durch Links auf kommerzielle Angebote. Sollte das irgendwann in der Zukunft der Fall sein, wird dies deutlich angezeigt.)

3.) Calcium

Bei Calcium ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Es gibt Thesen die davon ausgehen, dass Veganer wesentlich weniger Calcium benötigen wegen der besseren Calcium-Balance veganer Ernährung. Tofu der mit Calcium Sulfat (“Lebensmittelgips”) geronnen wurde, dunkelgrüne Blattgemüse wie Mangold, Weisskohl, Broccoli, zu denen auch Salate wie Feldsalat, Löwenzahn gehören; natürlich angereicherte Sojamilch, aber auch Mohn im Gebäck oder Orangen leisten ihren Beitrag in der Calciumversorgung, genauso wie Zuckerrübensirup. Mineralwässer wie im Kommentar angemerkt sind auch eine gute Quelle, vielleicht sollte man sich bei Stadtverwaltung informieren inwiefern das eigene Leitungswasser dazu beiträgt. Bei Mineralwasser ist darauf zu achten, dass der Natriumgehalt nicht so hoch ist wenn man viel davon trinkt.

4. ) Vitamin K

Nichtveganer betroffen. Vitamin K wird hier nur gelistet weil für die Knochengesundheit Vitamin D, K und Calcium zusammenwirken, es nützen keine Megamengen an Calcium wenn die Kost nicht auch Vitamin K enthält. Da  es in großen Mengen in dunkelgrünen Blattgemüsen vorkommt, in der Form K1, sind Nichtveganer die wenig davon verzehren nicht gut damit versorgt.  Vitamin K2, wie B12 ein Bakterienvitamin und das angeblich bessere Vitamin K, findet sich in Sauerkraut, Sojajoghurt, Miso und Natto. (Achtung: Saucentütchen bei Natto enthält meist Fischleiche als Grundstoff.) Allerdings ist auch in vielen Gemüsen der Vitamin K(1)-Gehalt so hoch, dass auch – sollte es denn tatsächlich stimmen dass diese Variante weniger potent ist – immer noch genug drin wäre. 100 Gramm getrockneter Basilikum z. B. hat 1715 mcg oder 2143% des Tagesbedarfs.

Und wie immer ist höhere Potenz auch nicht gleichzeitig besser und es ist sowieso noch umstritten inwiefern K2 eigentlich besser sein soll.  Z. B. wird zuviel Eisen schnell giftig. Und manchen Herzpatienten mit speziellen Medikamenten sollten keinen Joghurt essen (egal ob vegan oder unvegan), weil Vitamin K mit dem Wirkstoff in dem Medikamet kollidiert. Natürlich wird versucht über den Unterschied, vegane Ernährung zu diskreditieren. Ist aber ein politisches Thema, kein ernährungsphysiologisches.

5.) Jod

Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen.
Jodierung in Jodsalz ist ausgerichtet auf Menschen die bis 9-15 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen. Diese Menge Salz ist nicht gesund, und Veganer verzehren weitaus weniger Fertiggerichte oder gastronomisch aufbereitete Nahrung, wer Salz also zuhause konsumiert, so 1-3 Gramm, für den ist diese Jodierung nicht ausreichend. Besser: Unjodiertes Salz kaufen und die Feinkostalge Arame (Bioladen, Reformhaus) als Jodlieferant nutzen. Eine Tüte Arame reicht knapp ein Jahr! Ist wie ein Gewürz, ein paar Zweigerl zum Hauptgang dazutun oder auch in die Salatsauce, ist in der kleinen Menge auch geschmacklich nicht zu erkennen. Kombu ist nicht geeignet da hier Jod in erheblichen Mengen vorhanden ist und vermutlich der Grund warum die DGE vor Algen als Jodlieferant warnt. Der Körper gewöhnt sich an das natürliche Jod und im Laufe der Zeit kann es dann auch in höheren Mengen konsumiert werden ohne negative Effekte. Aber warum extra Geld ausgeben? Arame ist perfekt. Bei Nori (die Papierartige) kann man mehr nehmen, da hier ein niedrigerer Jodgehalt vorhanden ist, verfischt das Gericht aber stark im Geschmack.

6.) Selen

Betrifft Alle. In Vollkorngetreide vorhanden, zu schwankenden Mengen. Besser: Täglich eine Para (Brazil) Nuss. Wie bei Jod, mehr ist nicht besser, denn eine Nuss enthält bereits den täglichen Bedarf an Selen. Die Autorin bevorzugt Bio-Paranüsse. Konventionelle Paranüsse haben öfter mal ein, zwei Nüsse in der Tüte deren Fett gekippt ist, nicht besonders lecker.

7.) B2

Betrifft Veganer mehr als Nichtveganer. Stinknormale Backhefe ist eine günstige, unbekannte Nährwertbombe, unter anderem reichhaltig an B2 und Zink. Selbst Weissbrot wird mit zwei bis vier Würfeln Backhefe zum sehr gesunden Nahrungsmittel, besonders wenn man es mit dem Trester und Saft der Karotte und etwas Rapsöl macht. Die Karotte bringt dann auch noch gleich die nötigen Zucker mit, sodass man keinen anderen Zucker beifügen muss. Auch eine gute Zugabe, Zuckerrübendicksaft, auch eine Nährwertbombe. Und durch die Fermentierung mit Hefe geht der Nachteil des Zuckergehaltes verloren. Also, einfach ein paar Würfel mehr nehmen, dann klappts auch mit dem Nachbarn oder so:-)

8.) Eisen

Soll Veganer mehr betreffen, das letzte Wort ist auch hier noch nicht gefallen. Sehr viel veraltete Info im Netz zu Eisen. Generell: Nur Frauen die auch in unveganen Zeiten zu Eisenmangel neigten, tun das auch zu veganen Zeiten. Das Thema ist eigentlich vernachlässigbar. Vitamin C im Essen erhöht die Resorption, z. B. durch Gemüsepaprika oder Petersilie (extrem viel Vitamin C), oder Apfelsaftschorle.

9.) Omega3-Fettsäuren

Wer behauptet, Veganer hätten zu wenig davon liegt falsch. Gerade ein Hype, der glücklicherweise am abflauen ist. Omega3-Fettsäuren kann der Körper nämlich selbst synthetisieren, wenn die Fett-Balance stimmt. Wer also tonnenweise Algenpresslinge mampft, bei dem stimmt die Fettbalance wahrscheinlich eher nicht. Auch wieder so ein unvermuteter Nährwertstar: Rapsöl. Es muss sogar noch nicht einmal das kalt gepresste sein. Vorteil: Während andere Öle mit guter Fettsäurenverteilung allgemein und Omega3 im Besonderen kalt verarbeitet werden müssen, kann man Rapsöl bis 180°C auch zum braten nehmen. Nur frittieren sollte man damit nicht. Dafür nimmt man dann Palm, oder Kokosöl, die sind selbst bei hohen Temperaturen stabil. Vermeiden sollte man umgeesterte Fette, “gehärtet”, wobei die Transfettpanik eher angebracht war bei den Methoden der Umesterung die in den USA verwendet wird. Auch mal probieren: Statt Margarine natives Rapsöl aufs Brot. Lecker! Wer lieber mit Olivenöl kocht sollte dies mit kaltem Leinsamenöl ergänzen, mit einem Teelöffel. Auch Nüsse sind Lieferanten gesunden Fettes, aber der Star unter den Fetten ist das Hanföl aus Speisehanfsamen. Diese Hanfnüsse sind auch so zu bekommen, geschält und sehr lecker, 5 Esslöffel Hanfsamen sind eine gute Quelle für Omega 3 Fettsäuren. Weitere gute Lieferanten: Mandeln, Macademia, Cashews, Haselnüsse und Avocados.

10.) Zink

Wird gerne erwähnt als kritischer Nährwert der veganen Ernährung, der Autorin ist niemand Veganes bekannt bei dem je ein Zinkmangel festgestellt wurde. Backhefe und damit fermentiertes Getreide (Brot), Kürbiskerne, Okra-Gemüse, Mungbohnen mit mehr als 20mg pro 1000 Kcal, dann Vollkornweizen, Hafer, Erdnüsse, Sojabohnen, Schwarze-Augen-Bohnen (beim Türken/Asiaten/online?) mit mehr als 10mg pro 1000 Kcal. Zuviel Calcium blockiert die Zinkaufnahme, also Haferflocken mit angereicherter Sojamilch eher ungeeignet, vor allem wenn man die Phytinsäure bedenkt die bei nicht fermentiertem Getreide auch die Zinkaufnahme blockiert. Durch Keimen von Saaten (wie man das bei Mungbohnen macht, auch “Sprossen” genannt), wird Phytinsäure erheblich reduziert. Keimlinge als Salatbeilage sind immer eine gute Idee. (Gekaufte Sprossen blanchieren.)

Und was ist mit Eiweiss?

Vergessen, abhaken, ignorieren. Alle Befürchtungen betreffend Protein gelten inzwischen als veraltet, was im Netz kreist stammt noch aus der Urzeit der Ernährungsphysiologie, heute weiss man dass der Körper in der Lage ist, Eiweiss aus verschiedener Nahrung zu kombinieren, sogar “zwischenzulagern”. Einzig bei Kindern sollte die Ernährung Fett und Proteinreicher sein als bei Erwachsenen. Nüsse, Hülsenfrüchte, Pilze, Hefen, Getreideprodukte und Sojazubereitungen. Wir ertrinken im Protein. Das gleiche gilt für alle anderen Mikronährwerte wie z. B. Folsäure und Vitamin C. Was in real praktizierter, unveganer Ernährung aller nicht genannten Mikronährstoffe oft viel zu wenig vorhanden, ist bei einer halbwegs verünftigen Ernährung kein Thema.

Die Informationen basieren zum größten Teil auf Plant based Nutrition and Health ISBN 0-907337-26-0 von Dr. Stephen Walsh, den wissenschaftlichen Koordinator der International Vegetarian Union, der auch im Beirat der ältesten “Vegan Society” in Großbritannien ist. Informationen zu Vitamin D aus aktuelleren Quellen.



Creative Commons License
Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)

 

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463 Antworten to “Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs”

  1. Lady Says:

    Wenn du es genauer haben willst:

    Alles was über 7 µg an b12 eingenommen wird pro Tag wird ja sowieso ausgepieselt. ..
    Beispiel: Mit der Pipettenmethode (1ml) erhälst du jeden Tag 55 µg pro Tag, also eigentlich 2,05 µg.

    “We absorb 1.5 mcg plus 1% of the original dose and everything else is urinated out. If we took a 500 mcg dose, this is the math that follows.”
    In unserem Beispiel:
    1.5 + .01(55) = 2,05 mcg total absorbed.”

    Alles über 7 mügramm täglich an b12 ist “expensive pee” =)

    Hier: http://nutritionfacts.org/video/cheapest-source-of-vitamin-b12/

  2. Lady Says:

    Upsi: “If we took a 500 mcg dose, this is the math that follows.”

    müßte man umändern auf 55 mcg (µg.)
    wollte ja mit der “Ava`s Pipetten-Methode” rechnen als Beispiel.

  3. Naturseminare Says:

    […] davon, dass man als Veganer_in Mangelerscheinungen bekommt, da wichtige Nährstoffe fehlen. Diese Seite informiert […]

  4. Veganes Analogkäsebrot mit Marmelade ist lecker Says:

    Hallo. Also ich bin bezüglich Vitamin D und auch sonst etwas verwirrt.
    Ich habe jetzt ungefähr ein Jahr lang mit 5000 I.E. Sterogyl supplementiert, werde jetzt aber mal meines Status testen lassen und dann wohl auf 1200 bis 800 I.E. herunterfahren.
    Es gibt doch einige wissenschaftliche kritische Stimmen, dass man eher vorsichtig mit dem supplementieren sein soll:

    http://www.consumerreports.org/cro/2012/04/the-vitamin-d-dilemma/index.htm

    http://www.newswise.com/articles/view/584410/?sc=dwhp

    Auch Jack Norris empfiehlt nur 600 bis 1000 I.E (wenn die Sonne nicht reicht).
    Dr. McDougall ist generell gegen Supplemente ( http://www.youtube.com/watch?v=q1GSd5AhmO8 ), außer B12, wobei er aber auch nur 5µg pro tag oder 500µg Methylcobalamin (!) pro Woche empfiehlt. Unseriös kam mir McDougall bis dahin nicht vor.
    Im großen und ganzen sind sich ja die PlantBased-Ernährungsexperten (Norris, Messina, Fuhrman, Greger, McDougal, Novick, Klaper, …) einig. Aber wenn es um Supplemente geht, gibt es schon extreme Abweichungen. Eben Vitamin D 600 IE bis 5000 IE. DHA-Algenpresslinge gar nicht (McDougall) bis 100-300mg täglich (Norris). Jod 75µg alle paar Tage (Norris) 150µg täglich (Fuhrman).
    Joel Fuhrman (Gary Franciones Lieblingsdoktor) empfiehlt ja recht viele Supplemente, welche er auch auf seiner Website verkauft. Wenn man alles kauft was er (für Männer) empfiehlt kommt man auf über 800 Dollar pro Jahr. Naja Francione kann sich diesen Wucher wohl leisten, ich nicht.
    Werde wohl bei meinen 2000µg B12 und ein bisschen Sterogyl bleiben und sonst eher auf ausgewogene Ernährung achten.

    • Ava Odoémena Says:

      Dein Fazit ist gut so. Die 2000µg Cyano-B12 wöchentlich? Was für einen 25(OH)D-Wert hattest du denn?

      • veganes Analogkäsebrot Says:

        Ja 2 mal 2 Cyanopresslinge a 1000mcg pro Woche nehme ich derzeit. 25(OH)D hatte ich vor 1 1/2 Jahren etwa 17ng. Hab dann erstmal pro Tag 10.000ie genommen und seit einem Jahr etwa 5000ie.

      • Ava Odoémena Says:

        Danke für die Info, sehr interessant. 17 ng also 42,5 nmol ist noch “Insuffizienz”. Mindestens 30 ng / 75 nmol sollte der Wert sein, und das ist die konservative Linie. Hast du halbiert weil dir 10.000 IE zu hoch erschien?

        Ich hab grad überlegt welche Richtlinie man ausgeben könnte, neben den Dosierungshinweisen, für Erwachsene.

        Der erste Test kann eigentlich wegfallen, weil bei allen die ich kenne, Nichtveganer und Veganer, war der 25(OH)D-Wert im extremen Mangelbereich. Da hatte keiner über 20nmol! Den ersten Test kann man sich also echt schenken, es sei denn man arbeitet in einer Baumschule oder als Bademeister oder bekommt sonstwie über den gesamten Sommer Sonne ab.

        Die Frage ist ja immer das Austarieren des eigenen Bedarfs, das schwankt ja echt erheblich. Bei manchen reichen 4.000 IE, und andere müssen 20.000 IE nehmen.

        Im Prinzip wäre diese Kombination am sinnvollsten:

        1. Woche Aufsättigung, ein Fläschchen Sterogyl verteilt auf zwei Tage, Montag halbe und nächsten Montag den Rest. 300.000 IE ist die sichere Obergrenze in 24h. Von daher ist man bei 8 Tagen Abstand mit den 400.000 IE von einem Fläschchen auf der sicheren Seite.

        Ab der zweiten Woche dann für 6 Monate 10.000 IE täglich, und dann testen lassen und nach oben oder unten anpassen.

        Diese Richtlinie gilt natürlich nur für Gesunde. Patienten mit Schilddrüsen- o. sonstigen immunologischen Geschichten, Allergiker, Morbus Crohn / Bechterew / Basedow; Hashidingsbums usw. müssen gucken, ob sie keine Überempfindlichkeitsreaktion haben und mit ihrem Endo/Internisten 25(OH)D und Calcium überwachen.

  5. Nick Says:

    Darauf habe ich schon lange gewartet, die Gegenbewegung zu Vitamin D:-)

    Zu jedem Hype gibt es irgendwann eine Gegenbewegung, die das Gegenteil behauptet. Nun ist wohl beides eine eher Meinungsmacherei, denn beweisen kann bei der Ernährung irgendwie kaum einer was 100%tiges.

    Meine “Wahrheit” bezieht sich auf die getesteten Werte bei mir, um stabil auf einem Vitamin D Spiegel durch den Winter zu kommen, muss ich 10.000 i.E. zuführen, meine Frau 5.000 i.E. und mein Sohn knapp 2.500 i.E. Wir alle liegen bei einem getesteten Wert von knapp 50 ng/ml. Die Minimalwerte und Maximalwerte werden von Labor zu Labor, Arzt zu Arzt und Buch zu Buch unterschiedlich angegeben. Kaum hat man sich auf einen Wert persönlich geeinigt, kommt eine neue Studie und beweist was Neues. Und nun?

    Naja, grundsätzlich haben wir alle unterschiedliche Bedürfnisse, nicht nur vom Leben, sondern auch an Nährstoffen. Da wir aber kein eingebautes Display haben, können wir diese nicht ablesen und müssen uns auf uns selber verlassen. Ich traue mir allerdings nicht zu ein Gefühl zu entwickeln, meinen Vitamin D Bedarf zu fühlen….

    Ich finde 10.000 i.E. echt zu viel, aber was tun? Weniger nehmen? Mit Ärzten philosophieren? Weiter machen? Ich weiß, das ich individuell sicherlich einen höheren Bedarf habe (Krankheit), die Leber muckt ein wenig (Umwandlung von D2 zu D3 geringer?) und somit ist erstmal gut.

    Die höchsten natürlichen Werte hat man wohl bei Bademeistern in Florida gemessen und die liegen bei 120 ng/ml (Quelle Buch) und die leben wohl ganz gut:-) Die generelle Unterversorgung mit Vitamin D ist in unseren Breitengraden auch bewiesen und damit sollte der Wert individuell irgendwo zwischen 30-120 ng/ml liegen. Und so erreich werden, dass wir uns persönlich wohl fühlen…!

    Bis einer das Gegenteil beweist…..und los geht´s;-) Ich lerne gerne!

    • Ava Odoémena Says:

      Nein du machst das genau richtig, Aussagekraft über die richtige Dosis hat nur der 25(OH)D-Wert, weswegen bei Vitamin D im Gegensatz zu B12 eine Überprüfung Sinn macht, bis man eben die eigene Menge ausgependelt hat, die nötig ist.

      • Jonas Says:

        Wieso macht eine B12 Überprüfung keinen Sinn?

      • Ava Odoémena Says:

        Weil, entweder man hat B12 vernachlässigt und muss dann sowieso aufsättigen, oder man hat es von Anfang an integriert und dann ist eh alles in Margarine:-)

  6. Reen Says:

    Eiweiß – Soja

    Ich habe mal eine Frage zum Soja, man liest ja immer wieder das in Soja große Mengen an Phytoöstrogenen enthalten sein sollen. Auch Herr Dahlke warnt davor, das “Buben” damit vorsichtig sein sollten. Wie sehen da die Empfehlungen Ihrerseits für den veganen Mann aus ?

    • Ava Odoémena Says:

      Aloha Reen,

      Es handelt sich um eine besonders üble Form der schwarzen Propaganda, bei der Männer bei den Eiern gepackt werden im sprichwörtllichen Sinne an ihrer empfindlichsten Stelle. Die in Soja enthaltenen Phytoöstrogene (weniger als in Bier) sind erstens nicht einmal direkt vergleichbar mit menschlichen Hormonen, und außerdem in einer Menge bei der sie keine negativen Auswirkungen auf den Organismus haben. Wir essen viel Tofu in unserer WG, und mein Mann, der als Fitnesstrainer arbeitet und auch schon lange vegan lebt hat noch nichts von seiner Männlichkeit eingebüßt. Im Gegenteil, der richtige Muskelaufbau begann erst als er schon lange vegan gelebt hat. Er ist also eine lebende Gegenthese.

      Er wird in seinem Fitnessstudio aber sehr oft auf Soja angesprochen, weil ja auch in vielen Proteindrinks Soja ist, diese schwarze Propaganda ist extrem effektiv. Interessanterweise kommt niemand auf die Idee, das auf Fleisch zu beziehen, obwohl 70-90% des Sojaanbaus als Futtermittel in den Mägen der Schlachttiere enden…

  7. Reen Says:

    Vielen Dank für die Info,

    hatte mir das schon so halb gedacht, war nur etwas irritiert das Rüdiker Dahlke auch davor gewarnt hatte.

    Das heißt also, das die in Soja ( und Bier ) enthaltenen Phytoöstrogene keinen oder geringen Einfluss auf den menschlichen Organismus haben da sie eben nicht mit den menschlichen Hormonen vergleichbar sind ? Demnach könnte
    man Bier auch unbedenklich trinken ?

    Liegen ihnen Informationen vor, das in der der Bierherstellung
    Schweineblasen verwendet werden ? Das hatte mir mal ein
    Chemiker gesagt, dachte bis dato allerdings das es wegen dem
    Rheinheitsgebot nicht zulässig ist.

    • Ava Odoémena Says:

      Dahlke ist bekannter Esoteriker, in dem Kontext sind auch seine Aussagen zu bewerten. Beratende Esoteriker agieren oft auch einen Dominanztrieb aus, wollen kontrollieren und da sind Mittel wie Schreckensnachrichten “super” geeignet. Manipulation, Dominanz und narzistisches Kontrollbedürfnis ist ein roter Faden, den man bei fast allen bekannten Esoterikern findet. (Lustiger Weise auch oft bei deren Kritikern.) Allerdings sind bei der Sojawarnung alle Antiveganer vereint, auch die, die zumindest vorgeben im naturwissenschaftlichen Rahmen zu agieren, wie Udo Pollmer. Auch Pollmer bedient sich der schwarzen Propaganda als Stilmittel, ich hatte dazu ein schon ein Artikel geschrieben. (Märchenstunde mit Udo Pollmer).

      Tierliche Bestandteile in der Bierproduktion sind sehr selten geworden, in Konflikt mit dem Reinheitsgebot stehen diese nicht, da produktionsunterstützende Prozesse mit Stoffen, die nicht vom Reinheitsgebot gedeckt sind keine “Grundrohstoffe” sind, sondern nur unterstützend eingebracht werden. Das Lebensmittelrecht wandelt auf verschlungenen Pfaden:-) Ähnliches wie die Klärung (Schönung, also Filterung von Trübstoffen mit Gelatinearten hat man auch bei Erfischungsgetränken, wo Gelatine als Trägerstoff verwendet wird, zum Beispiel um Vitamine oder Farbstoffe einzuschwemmen. Genannt werden in der Liste der Inhaltsstoffe muss da nicht, leider. Aber wie gesagt, mit den mechanischen Filtermethoden sind Gelatinearten bei der Bierherstellung sehr selten geworden.

  8. Vegane Ernährung in 10 Punkten | Patrick Weber Says:

    […] http://veganesauge.wordpress.com/2009/12/02/vegane-ernahrung-in-10-punkten-ein-crashkurs/ […]

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