Der beliebteste Hebel den Antiveganer gegen Veganismus verwenden ist, von Überfällen eines Sondereinsatzkommandos mal abgesehen, die Konstruktion der veganen Ernährung als eine gefährliche Sache. Das sitzt. Kaum ein Neuveganer der sich nicht irgendwann mit hypochondrischer Panik in einem Forum meldet (“Ich hab so ein Stechen im linken, kleinen Zeh, Mangel??!). Die Hebel basieren teils auf veralteten Information (“Proteine müssen bewußt kombiniert werden”), teils auf Desinformation durch Weglassen bestimmter Fakten (“Risiko Vitamin D Mangel” – betrifft alle, auch Nichtveganer). Teils auf Diskreditierung bestimmter Rohstoffe, die der veganen Ernährung zugewiesen werden, die bei genauerer Überprüfung aber gerade nicht die vegane, sondern die unvegane Ernährung belastet (“Soja zerstört den Regenwald” – ja, das Futtermittelsoja für die “Viehzucht”). Ganz perfide ist die Methode, bei der wirklich radikale Kostformen, die mit veganer Ernährung eigentlich nichts zu tun haben unter veganer Ernährung subsumiert werden. Natürlich auch in Kombination oder absurd gemischt, da sind der Phantasie des fanatischen, antiveganen Sektierers keine Grenzen gesetzt.
Merke: Wer im Jahr 2010 noch pauschal vor veganer Ernährung warnt, der ist entweder dumm oder bösartig.
Jede Kritik schlechter Ernährung betrifft aber meist auch automatisch die unvegane Alltagsraxis, das wird gerne unterschlagen. Die Krankenreparaturindustrie ist nicht deshalb milliardenschwer, weil unsere nichtveganen Freunde sich so gesund ernähren. Dennoch gibt es bei der veganen Ernährung Grundprinzipien die sie von der unveganen Ernährung unterscheidet. Wer diese nicht kennt oder nicht wahrnimmt spielt Antiveganern in die Hände, sei es aus Naivität, Natürlichkeitsglauben oder was auch immer. Tatsache ist: Alle möglichen Faux Pas der veganen Ernährung sind leicht und komplett vermeidbar. Zur vollständigen Emanzipation reichen bereits 10 Punkte.
Hier also die harten Fakten zu veganer Ernährung bezüglich der Nährstoffe, auf die man achten sollte, das Grundgerüst. Rot markierte müssen beachtet werden, alle anderen erledigen sich bei einer vollwertigen veganen Ernährung von selbst, quasi nebenher. Was man danach anstellt ist vollkommen egal und kann man bei http://www.rezeptefuchs.de nachlesen, im http://tierrechtskochbuch.de/ oder anderen Rezepteseiten im Netz. Manche Punkte betreffen Veganer und teilweise Nichtveganer, manche betreffen Alle.
1.) Vitamin B12
Betrifft vor allem Veganer und unvegan lebende Senioren aus anderen Gründen. Vitamin B12 ist bakterienbasiert, das heißt, überall wo B12 drin ist, waren vorher Bakterien am Werk die das gebildet haben. Obwohl eine Methode besteht die B12 in veganen Lebensmitteln fermentieren kann, erwähnt hier im Blog, konnte die sich nie durchsetzen weil B12 in Reinform, also das was auch in Supplementen vorhanden ist, in großen Mengen günstig hergestellt wird und dann Lebensmitteln beigefügt werden kann, als Anreicherung. Auch die Reinform basiert auf besonderen Bakterien oder als Ausnahme auf speziell für diesen Zweck gezüchtete Hefen. Bis sich eine Interessengruppe wie eine Kooperative oder kleine Unternehmer finden, die Professor Bärwalds Methode anwendet, muss B12 in Reinform, sprich Supplementen zugeführt werden. Am praktischsten ist die Supplementierung einmal pro Woche mit 2000 Mikrogramm, die Autorin nimmt hierfür Solgar B12 mit 250 “Nuggets” mit 1000 Mikrogramm pro Nugget, also zwei Nuggets pro Woche. Beziehbar hier. Vorrat mit 250 Nuggets reicht 125 Wochen und kostet ca. 30 Euro, also grob etwa ein Euro pro Monat. Wer eine billigere Quelle kennt soll sie als Kommentar eintragen. Solgar verwendet nach eigenen Angaben keine gentechnisch veränderten Bakterien. Alternative: Dr. Ankermann B12 Tropfen. Diese täglich dem Essen hinzufügen, 10mcg. Ältere Nichtveganer sollten wie gesagt genau so vorgehen, deswegen. Vegane Raucher brauchen eventuell eine Extrastrategie und sollten sich diesen Teil der Kommentarlinie ansehen, ggfs Fragen einstellen.
Es gibt auch andere Methoden der Integration, keine jedoch so unaufwändig wie die wöchentliche. Wer Probleme mit Supplementierung hat, weil das ja irgendwie grauslich unnatürlich ist und die Chakren verschiebt oder so, wende sich bitte an Professor Bärwald und vereinbart einen Beratungstermin. Bitte durchgeben, wann und wo ein natürliches B12-Fermentgetränk o.ä. erhältlich ist:-)
Wird gerne vergessen oder geleugnet: Einer der größten Einzelabnehmer für B12 und andere Nahrungsergänzungsmittel ist die Futtermittelindustrie.
2.) Vitamin D
Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen. Behandelt wird das Thema ausführlich im Extra-Artikel zu Vitamin D. Zu Vitamin D gibt es sehr viele neue Informationen, inzwischen geht man sogar davon aus, dass bei allen Menschen selbst eine ganzjährige Supplementierung angemessen sein kann. Mindestens aber im UVB-Winter, der Ende September bis März dauert, sollte Vitamin D zugeführt werden, nicht nur bei Veganern. Das einzige sinnvolle und günstige, vegane Vitamin D2 Produkt welches durch die Vorarbeit von Veganes Auge nun auch ohne Umschweife erhältlich ist, ist Sterogyl 2.000.000, mit 400 IE pro Tropfen und selbstverständlich auch für Nichtveganer geeignet, da hier sehr günstig dosiert werden kann. Kostet um die 2,50 pro Tropffläschchen und reicht 100 Tage bei einer Dosierung von 10 Tropfen / 4.000IE. Bestellbar hier. (Quelle versiegt, neue wird organisiert…) EDIT: Die Bezugsquelle ist nach Klärung wieder offen hier kann bestellt werden, rezeptfrei für 2,50. Email mit Betreff Sterogyl-Bestellung und Adresse reicht, wird gegen Rechnung verschickt. Siehe auch Blogeintrag zu Sterogyl, mit vielen guten Kommentaren.
Alternative: Im Sommer Pilze auf Stroh züchten lernen (gibt Sets im Netz) und in der Sommersonne trocknen, als Wintervorrat. Der Vitamin D Gehalt in unbelichteten Pilzen ist vernachlässigbar, diese Alternative gilt also nur in Kombo mit der Sonnentrocknung. Wer im Sommer nicht supplementieren will, sollte so oft wie möglich 10 bis 20 Minuten in der Mittagssonne verbringen. Wird die Haut großflächig belichtet, so generiert sie innerhalb dieser kurzen Zeit 10.000 bis 20.000 IE Vitamin D3. Dicke Menschen sollten jedoch auf jeden Fall ganzjährig supplementieren, das im Sonnenlicht gebildete D3 lagert sich nämlich im Fettgewebe ein, gelangt nicht an die Blutbahn und zerfällt ohne Nutzung.
(Hinweis: Veganes Auge bekommt keine Kommission, Klickgeld oder sonstige Vergütungen durch Links auf kommerzielle Angebote. Sollte das irgendwann in der Zukunft der Fall sein, wird dies deutlich angezeigt.)
3.) Calcium
Bei Calcium ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Es gibt Thesen die davon ausgehen, dass Veganer wesentlich weniger Calcium benötigen wegen der besseren Calcium-Balance veganer Ernährung. Tofu der mit Calcium Sulfat (“Lebensmittelgips”) geronnen wurde, dunkelgrüne Blattgemüse wie Mangold, Weisskohl, Broccoli, zu denen auch Salate wie Feldsalat, Löwenzahn gehören; natürlich angereicherte Sojamilch, aber auch Mohn im Gebäck oder Orangen leisten ihren Beitrag in der Calciumversorgung, genauso wie Zuckerrübensirup. Mineralwässer wie im Kommentar angemerkt sind auch eine gute Quelle, vielleicht sollte man sich bei Stadtverwaltung informieren inwiefern das eigene Leitungswasser dazu beiträgt. Bei Mineralwasser ist darauf zu achten, dass der Natriumgehalt nicht so hoch ist wenn man viel davon trinkt.
4. ) Vitamin K
Nichtveganer betroffen. Vitamin K wird hier nur gelistet weil für die Knochengesundheit Vitamin D, K und Calcium zusammenwirken, es nützen keine Megamengen an Calcium wenn die Kost nicht auch Vitamin K enthält. Da es in großen Mengen in dunkelgrünen Blattgemüsen vorkommt, in der Form K1, sind Nichtveganer die wenig davon verzehren nicht gut damit versorgt. Vitamin K2, wie B12 ein Bakterienvitamin und das angeblich bessere Vitamin K, findet sich in Sauerkraut, Sojajoghurt, Miso und Natto. (Achtung: Saucentütchen bei Natto enthält meist Fischleiche als Grundstoff.) Allerdings ist auch in vielen Gemüsen der Vitamin K(1)-Gehalt so hoch, dass auch – sollte es denn tatsächlich stimmen dass diese Variante weniger potent ist – immer noch genug drin wäre. 100 Gramm getrockneter Basilikum z. B. hat 1715 mcg oder 2143% des Tagesbedarfs.
Und wie immer ist höhere Potenz auch nicht gleichzeitig besser und es ist sowieso noch umstritten inwiefern K2 eigentlich besser sein soll. Z. B. wird zuviel Eisen schnell giftig. Und manchen Herzpatienten mit speziellen Medikamenten sollten keinen Joghurt essen (egal ob vegan oder unvegan), weil Vitamin K mit dem Wirkstoff in dem Medikamet kollidiert. Natürlich wird versucht über den Unterschied, vegane Ernährung zu diskreditieren. Ist aber ein politisches Thema, kein ernährungsphysiologisches.
5.) Jod
Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen.
Jodierung in Jodsalz ist ausgerichtet auf Menschen die bis 9-15 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen. Diese Menge Salz ist nicht gesund, und Veganer verzehren weitaus weniger Fertiggerichte oder gastronomisch aufbereitete Nahrung, wer Salz also zuhause konsumiert, so 1-3 Gramm, für den ist diese Jodierung nicht ausreichend. Besser: Unjodiertes Salz kaufen und die Feinkostalge Arame (Bioladen, Reformhaus) als Jodlieferant nutzen. Eine Tüte Arame reicht knapp ein Jahr! Ist wie ein Gewürz, ein paar Zweigerl zum Hauptgang dazutun oder auch in die Salatsauce, ist in der kleinen Menge auch geschmacklich nicht zu erkennen. Kombu ist nicht geeignet da hier Jod in erheblichen Mengen vorhanden ist und vermutlich der Grund warum die DGE vor Algen als Jodlieferant warnt. Der Körper gewöhnt sich an das natürliche Jod und im Laufe der Zeit kann es dann auch in höheren Mengen konsumiert werden ohne negative Effekte. Aber warum extra Geld ausgeben? Arame ist perfekt. Bei Nori (die Papierartige) kann man mehr nehmen, da hier ein niedrigerer Jodgehalt vorhanden ist, verfischt das Gericht aber stark im Geschmack.
6.) Selen
Betrifft Alle. In Vollkorngetreide vorhanden, zu schwankenden Mengen. Besser: Täglich eine Para (Brazil) Nuss. Wie bei Jod, mehr ist nicht besser, denn eine Nuss enthält bereits den täglichen Bedarf an Selen. Die Autorin bevorzugt Bio-Paranüsse. Konventionelle Paranüsse haben öfter mal ein, zwei Nüsse in der Tüte deren Fett gekippt ist, nicht besonders lecker.
7.) B2
Betrifft Veganer mehr als Nichtveganer. Stinknormale Backhefe ist eine günstige, unbekannte Nährwertbombe, unter anderem reichhaltig an B2 und Zink. Selbst Weissbrot wird mit zwei bis vier Würfeln Backhefe zum sehr gesunden Nahrungsmittel, besonders wenn man es mit dem Trester und Saft der Karotte und etwas Rapsöl macht. Die Karotte bringt dann auch noch gleich die nötigen Zucker mit, sodass man keinen anderen Zucker beifügen muss. Auch eine gute Zugabe, Zuckerrübendicksaft, auch eine Nährwertbombe. Und durch die Fermentierung mit Hefe geht der Nachteil des Zuckergehaltes verloren. Also, einfach ein paar Würfel mehr nehmen, dann klappts auch mit dem Nachbarn oder so:-)
8.) Eisen
Soll Veganer mehr betreffen, das letzte Wort ist auch hier noch nicht gefallen. Sehr viel veraltete Info im Netz zu Eisen. Generell: Nur Frauen die auch in unveganen Zeiten zu Eisenmangel neigten, tun das auch zu veganen Zeiten. Das Thema ist eigentlich vernachlässigbar. Vitamin C im Essen erhöht die Resorption, z. B. durch Gemüsepaprika oder Petersilie (extrem viel Vitamin C), oder Apfelsaftschorle.
9.) Omega3-Fettsäuren
Wer behauptet, Veganer hätten zu wenig davon liegt falsch. Gerade ein Hype, der glücklicherweise am abflauen ist. Omega3-Fettsäuren kann der Körper nämlich selbst synthetisieren, wenn die Fett-Balance stimmt. Wer also tonnenweise Algenpresslinge mampft, bei dem stimmt die Fettbalance wahrscheinlich eher nicht. Auch wieder so ein unvermuteter Nährwertstar: Rapsöl. Es muss sogar noch nicht einmal das kalt gepresste sein. Vorteil: Während andere Öle mit guter Fettsäurenverteilung allgemein und Omega3 im Besonderen kalt verarbeitet werden müssen, kann man Rapsöl bis 180°C auch zum braten nehmen. Nur frittieren sollte man damit nicht. Dafür nimmt man dann Palm, oder Kokosöl, die sind selbst bei hohen Temperaturen stabil. Vermeiden sollte man umgeesterte Fette, “gehärtet”, wobei die Transfettpanik eher angebracht war bei den Methoden der Umesterung die in den USA verwendet wird. Auch mal probieren: Statt Margarine natives Rapsöl aufs Brot. Lecker! Wer lieber mit Olivenöl kocht sollte dies mit kaltem Leinsamenöl ergänzen, mit einem Teelöffel. Auch Nüsse sind Lieferanten gesunden Fettes, aber der Star unter den Fetten ist das Hanföl aus Speisehanfsamen. Diese Hanfnüsse sind auch so zu bekommen, geschält und sehr lecker, 5 Esslöffel Hanfsamen sind eine gute Quelle für Omega 3 Fettsäuren. Weitere gute Lieferanten: Mandeln, Macademia, Cashews, Haselnüsse und Avocados.
10.) Zink
Wird gerne erwähnt als kritischer Nährwert der veganen Ernährung, der Autorin ist niemand Veganes bekannt bei dem je ein Zinkmangel festgestellt wurde. Backhefe und damit fermentiertes Getreide (Brot), Kürbiskerne, Okra-Gemüse, Mungbohnen mit mehr als 20mg pro 1000 Kcal, dann Vollkornweizen, Hafer, Erdnüsse, Sojabohnen, Schwarze-Augen-Bohnen (beim Türken/Asiaten/online?) mit mehr als 10mg pro 1000 Kcal. Zuviel Calcium blockiert die Zinkaufnahme, also Haferflocken mit angereicherter Sojamilch eher ungeeignet, vor allem wenn man die Phytinsäure bedenkt die bei nicht fermentiertem Getreide auch die Zinkaufnahme blockiert. Durch Keimen von Saaten (wie man das bei Mungbohnen macht, auch “Sprossen” genannt), wird Phytinsäure erheblich reduziert. Keimlinge als Salatbeilage sind immer eine gute Idee. (Gekaufte Sprossen blanchieren.)
Und was ist mit Eiweiss?
Vergessen, abhaken, ignorieren. Alle Befürchtungen betreffend Protein gelten inzwischen als veraltet, was im Netz kreist stammt noch aus der Urzeit der Ernährungsphysiologie, heute weiss man dass der Körper in der Lage ist, Eiweiss aus verschiedener Nahrung zu kombinieren, sogar “zwischenzulagern”. Einzig bei Kindern sollte die Ernährung Fett und Proteinreicher sein als bei Erwachsenen. Nüsse, Hülsenfrüchte, Pilze, Hefen, Getreideprodukte und Sojazubereitungen. Wir ertrinken im Protein. Das gleiche gilt für alle anderen Mikronährwerte wie z. B. Folsäure und Vitamin C. Was in real praktizierter, unveganer Ernährung aller nicht genannten Mikronährstoffe oft viel zu wenig vorhanden, ist bei einer halbwegs verünftigen Ernährung kein Thema.
Die Informationen basieren zum größten Teil auf Plant based Nutrition and Health ISBN 0-907337-26-0 von Dr. Stephen Walsh, den wissenschaftlichen Koordinator der International Vegetarian Union, der auch im Beirat der ältesten “Vegan Society” in Großbritannien ist. Informationen zu Vitamin D aus aktuelleren Quellen.

Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)
Schlagwörter: Calcium, Eisen, Ernährungsaufklärung, Jod, vegan, vegane Interessen, Veganer im Netz, veganes auge, Veganismus, Vitamin B12, Vitamin D

2. Mai 2012 um 21:45 |
Super Beitrag, den ich gerne auf einem Artikel von mir verlinkt habe.
3. Mai 2012 um 17:37 |
Ist ja echt viel Input auf den Seiten inkl. den Kommentaren!!! Mir raucht der Kopf nach 1 Stunde lesen:-)
Ich Veganer und meine Familie Vegetarier habe die Blutwerte nach 1 Jahr testen lassen. Ich sub. Vitamin D (10.000 iE am Tag) und B12 (500 ug) über die letzten 3 Monate. Die Familie wollte nicht. Nun kamen die Werte und die sind echt erschreckend, vor allem bei den Vegetariern!
Bei mir B12 HoloTC: 44 – Vit. D: 30 nicht prall:-(
Bei Familie B12: 22 u. 32 – Vit. D: 11 u. 12
Nun ist für mich klar auffüllen, doch wie intensiv darf dies geschehen?
B12 über die Solgar Nuggets (1000mcg) und Vit. D über Sterogyl
Ich würde bei B12 3 Monate 1 Nugget am Tag (danach auf 2 in der Woche) und bei Vit. D 10.000iE am Tag (trotz Sonne) für die Familie vorschlagen. In 6 Monaten Kontrolle und dann schauen?
Was meint Ihr dazu?
4. Mai 2012 um 00:43 |
ich finde es merkwürdig, sich gegenüber einer ausgewogenen ernährung zu sperren und parallel die nährwertdefizite mit pillen auszugleichen. der mensch ist ein allesfresser (siehe gebiss).
back to nature. leute, esst fleisch.
heutzutage muss man das tier auch nicht mehr selbst erlegen.
4. Mai 2012 um 08:37 |
eine ausgewogene ernährung (nicht!) die deinen lebensgrund zerstört, anderen lebensgrund zerstört, vermeidbares leid darstellt.
auch fleischesser müssen vitamin d zwei supplementieren und dein fleisch wird mit b12 pillen gefüttert mal von all den medikamenten die es in sich hat. das zum thema back to the nature.
aber wie war das doch gleich? ‘informieren statt blamieren.’
5. Mai 2012 um 00:35 |
Gerade weil der Mensch Allesfresser ist, ist es überhaupt so leicht möglich vegan zu leben. Alles fressen können bedeutet ja nicht alles fressen müssen. Du kannst deine Allesmacherhände auch zum Hausbauen verwenden, oder damit jemand erwürgen.
Die Vorstellung, dass eine Ernährung die auf Toten basiert ausgewogen sein könnte, ist reichlich seltsam. Schließlich ist der Tod für die Opfer in erheblichem Ausmaß unausgewogen. Ich stelle mir hier gerade bildlich eine Waagschale vor, die es unter dem Gewicht der Leichen nach unten knallt.
Das Gebiss ist von der argumentativen Qualität als Beweisführung vergleichbar mit der Schilddrüse. Die Schilddrüsen sind verkümmerte Kiemen, das ist aber kein Beweis gegen das Leben an Land.
Ich möchte da auch gar nicht weiter drauf eingehen, sondern verweise auf die Ironie antivegane Thesen ausgerechnet auf einem Blog verbreiten zu wollen, der sich mit A- u. Antiveganismus beschäftigt.
Davon mal abgesehen, versuch dich doch mal in die Lage von Veganern zu versetzen, die immer und immer wieder mit den gleichen dummen Diskreditierungsargumenten konfrontiert werden, die von jedem Vorträger aufs neue in totaler Verkennung der Wirklichkeit als vernichtend richtig erlebt werden.
Außerdem, wenn das Gebiss ausschlaggebend sein soll für den Verzehr von “Fleisch”, dann teile mal jemand umgehend Amseln mit, dass sie bitte umgehend damit aufhören mögen, Würmer auszugraben.
Der wichtigste Körperteil für die Ableitung der Nahrungsaufnahme beim MENSCHEN ist das Gehirn.
5. Mai 2012 um 00:14 |
Deine Aufsättigungsstrategie ist genau richtig Jens.
15. November 2012 um 12:00 |
Ava odoémena, deine Argumentation find ich einfach toll, ich danke dir dafür und dein einverständnis vorausgesetzt, werd ich sie weiterverwenden, sobald das nötig ist; alles gute, bea autengruber
16. November 2012 um 15:21 |
Aloha Bea,
Welche meintest du denn jetzt? Oder war das ein allgemeines Kompliment?
4. Mai 2012 um 09:02 |
@jeffpapa: Ich habe schon MS und die habe ich vor 20 Jahren bekommen, weil ich mich jahrelang nicht um mich meine Ernährung und sonstwas gekümmert habe! Seit über 1 Jahr lebe ich vegan und lebe meine Leben und schwupps keine Medis und Schübe mehr! Mir geht es immer besser!
Ich übernehme für mich Verantwortung!
Und ich wollte hier noch ein wenig Hilfe und nicht diese Standardantwort. Hilft mir nicht!
B12 und D über Nahrung aufzunehmen, schau mal ob du diese Fleischsorten regelmäßig zu dir nimmst:
http://www.rohkostwiki.de/wiki/Vitamin-D-Gehalt_von_Lebensmitteln
http://www.rohkostwiki.de/wiki/Vitamin-B12-Gehalt_von_Lebensmitteln
Wenn ja und wenn du gesund bist, herzlichen Glückwunsch! Weiter so, dann hast du deine Ernährung gefunden. Ansonsten geh zum Bluttest und laß es mal prüfen!
4. Mai 2012 um 11:07 |
@jens: ja. einige produkte deiner listen verzehre ich. mehr oder weniger regelmässig. zum bluttest gehe ich ca. alle 2 monate und MS trage ich ebenfalls seit 18 jahren in mir… 16 jahre ohne schübe. ob das an meiner ausgewogenen ernährung liegt, bezweifle ich allerdings.
4. Mai 2012 um 14:15 |
@jeffpapa: Dann weißt Du ja was einige von uns suchen. Ruhe vor der MS und ich habe die irgendwie in der gesunden Ernährung gefunden. Ich habe viele MSler kennengelernt und viele davon haben irgendwie aufgegeben. Das wollte ich nie, habe Studienmedies genommen, mit Ärzten gestritten und gekämpft. Ich habe seit 92 nichts (naja…wenig) zurückbehalten, aber mit der Ernährung für mich einen weiteren Weg gefunden etwas zu tun. So bin ich halt:-)
Ich wünsche Dir alles Gute auf deinem Weg und sei gut zu Dir! Jens
5. Mai 2012 um 01:16 |
Die Liste enthält spannenderweise kein Menschenfleisch. Lehnen Fleischrohköstler eigentlich den Verzehr von rohem Menschenfleisch ab?
5. Mai 2012 um 02:05 |
Dieser Bericht über die veganen Rohkostfrauen im Kontext der veganen Rohkosternährung ist ja echt super gruselig. Da verdichten sich alle Vorurteile und Stereotypen bezüglich des Wahns, den vor allem die befallenen Frauen bis zum Exzess betreiben. Härter kann eine Ironie gar nicht sein, als wenn dir gerade der Naturwahn den Nachwuchs verkrüppelt.
Gut, die Quelle ist der Waldphilosoph “TüTü” von der “Schenker-Bewegung”, und das Fazit welches gleich in der Überschrift mitschwingt ist antivegan. Dass Teile der Rohkostbewegung unsanft auf (rohen) Leichen landen wird, statt zur veganen Kochkost aufzuschließen, war mir schon vor 10 Jahren klar:-/
Zum Glück gibt es aber auch genügend vernünftige Rohköstler, die die Grundprinzipien der veganen Ernährung auch auf vegane Rohkost übertragen können.
4. September 2012 um 05:16 |
http://jacknorrisrd.com/?p=1324
http://www.drfuhrman.com/library/what_vegans_may_be_missing-DHA.aspx
http://en.wikipedia.org/wiki/Vegetarian_nutrition#Omega-3_fatty_acids
“However, diets lacking fish, eggs, or generous amounts of sea vegetables (seaweed) generally lack a direct source of long-chain O3FA such as eicosapentaenoic acid (EPA) and docosahexaenoic acid (DHA).”
http://jacknorrisrd.com/?p=1553
6. September 2012 um 11:29 |
Omega3/DHA wird viel diskutiert, ich halte das trotz der Meinung von Norris ein Hype. Veganern stehen sehr gute Öle wie Hanföl, Rapsöl, Nüsse sowie die *Vermeidung* von Transfettölen oder andere kurzkettige Omega6-Säuren zur Verfügung. Das Gehirn kann wohl auch auch selbst DHA herstellen. Die Studienlage ist hier wesentlich dünner als bei B12.
Mein Hauptgrund für die Ablehung von Omega3/EPA oder DHA-Supplementen ist aber die Neigung zur Bildung von Hämatomen (blaue Flecken), die Leute -oft- entwickeln die das supplementieren. Das ist ein unheimliches Symptom von etwas, was helfen soll, einen “Mangel” auszugleichen.
7. September 2012 um 19:49 |
Ich habe mich sehr darüber gefreut, diesen Blog gefunden zu haben, vielen Dank für die Informationen! Ganz konkret: Meine 13jährige Tochter hat sich entschieden, vegan zu leben, und wir haben in den Sommerferien mit neuen Kochbüchern die Umstellung sehr gut hinbekommen. Irgendwann begann ich, wegen der ständigen Unkereien (Jugendliche im Wachstum sind extrem gefährdet!) nachzulesen und fand den Hinweis auf B12. Ich habe in der Apotheke ein Präparat mit B12, B6 und Folsäure gekauft, jetzt nimmt sie täglich eine Tablette. Ansonsten sorge ich für frisches Gemüse, Nüsse und Obst und lege ihr Vollkornbrot nahe (obwohl sie immer beklagt, dass die Körner in den Brackets hängenbleiben). Außerdem liebt sie Avocados. Reicht das? Müsste sie noch mehr supplementieren? Sie lebt jetzt 7 Wochen vegan, wir wollen im Oktober einen Bluttest machen lassen…
8. September 2012 um 14:01 |
Aloha Kat, Danke und toll, dass du deine Tochter unterstützt!
B-Komplex-Multivitamine sind nicht ideal, da die vegane Ernährung im Gegensatz zu nichtveganen genug B6 und Folsäure enthält. Bei den “B-Vitaminen” geht es im Prinzip um B12, und da gibt es viel billigere Supplemente. Zum Beispiel die unter dem Punkt B12 verlinkten Solgar. Davon reichen 2 “Nuggets” einmal die Woche. Die kosten erstmal viel, so 36 Euro, aber da 250 Stück drin sind, reichen die 125 Wochen, also über zwei Jahre!
Wer gerne Weißbrot isst, sollte nicht darauf verzichten, gerade in Aufstrichen lassen sich gesunde und leckere Sachen unterbringen. Für Vollkornreste in der festen Spange am besten ne Munddusche, das ist wirklich lästig:-))
Ansonsten kann man wenig falsch machen, auf Zusammenstellung braucht man nicht zu achten, die Grundsachen müssen aber eingebaut werden.
Also: Etwas Aramealge mit in die Hauptgerichte, in Gewürzmengen. Einen Paranuss ab und zu für Selen usw.
Für euch Beide wichtig: Vitamin D. Wird auch im Artikel verlinkt.
8. September 2012 um 14:23 |
Im Prinzip macht es mehr Sinn über Bluttest Vitamin D zu ermitteln, weil das dauert bis man seine “Dosis” gefunden hat die funktioniert. Wenn du B12 sowieso integrierst, brauchst du auch keinen Test machen lassen, wozu? Du (bzw. deine Tochter) integrierst, es besteht also keine Veranlassung für einen B12-Mangel.
28. Oktober 2012 um 12:52 |
[...] Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs [...]
12. November 2012 um 14:14 |
Also ich kann hier nur das empfehlen: http://www.growing-naturals.eu – hab das Jahrelang in den USA im Supermarkt gekauft und mir damit so einige Drinks gemischt bzw. Rezepte gekocht :-)
Ist halt super lecker und nur Proteine (kein Fett, kein Zucker, keine Chemie und ist zudem noch zu 100% Vegan :-)
Freundliches Grüßchen
Eure Nikke
13. November 2012 um 08:51 |
Hm, klingt wie gut gemachter Spam (da Kontextbezug besteht), aber ich lass es mal stehen, die Jungs von der veganen Bodybuilder-Szene könnten an dem Zeug Interesse haben. Brauchen tut das aber keiner.
22. November 2012 um 23:38 |
[MOD: URL gelöscht]
3. Januar 2013 um 17:03 |
Wie sieht’s aus mit Testosteron? Soja enthält doch Oströgen, was ist da für Männer zu empfehlen?
3. Januar 2013 um 22:40 |
was meinst du? glaubst du wirklich soja enthält hormone?
16. Januar 2013 um 19:33 |
danke für die infos! toller überblick für newbies. ich hab nämlich grad auch so ein stechen im linken zeh : p Wieso bleibt bezüglich des Vitamin D das solarium unerwähnt? Das erscheint mir eigentlich auch als ganz gute Alternative, soweit ich das richtig verstehe.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/803626/solarium-alle-zwei-wochen-fuellt-vitamin-d-akkus.html
17. Januar 2013 um 00:26 |
kommt nicht in die tüte, weil man a) dafür das haus verlassen müsste – also kostbare zeit verliert, die man doch viel besser auch noch vor dem computer verbringen könnte und b) ein solariumbesuch ein ausmaß an dekadenz bedeuten würde – das geld, das man für die scheiße aussehende bräune hergibt, spendet man nämlich lieber dem nächsten gnadenhof.
17. Januar 2013 um 22:40 |
aloha spyci, du hast recht, solarium wurde auch zum beispiel im sterogyl eintrag erwähnt
ist natürlich eine nutzen/risiko-abwägung, aber für leute die sowieso ins solarium gehen ein schöner mitnahme-effekt.