Anarchie.de unterdrückt Veganer

Kaum etwas nervt mehr als sozialdominante Männchen die sich ein Thema aneignen um eben mit diesem Thema dann Kontrolle ausüben zu können über eine Gruppe. Diese Spezies Männer richtet gerade auch die deutsche Wikipedia zugrunde, denn die Wikipedia hat sich kristallisiert zum Sammelplatz für stark territoriale Reaktionäre die da im Metabereich rumhocken wie Spinnen und darauf zu warten scheinen, bis sie Macht und Kontrolle über jemanden ausüben können.

Nervig deshalb, da sich selbst das Herumintellektualisieren in die kompliziertesten Bereiche auf ein Trommeln der Brust reduzieren lässt, mit dem Cheffe seine Anwesenheit verkündet und hofft, den Harem und die Nebenbuhler mit der Dominanzgeste hypnotisieren zu können. Oft klappt es ja auch mit der Hypnose dank Milgram-Reflex, selbst bei völliger Inkompetenz von Cheffe.

gorillacheffe

Cheffe entspannt in seinem Territorium, CC:mrflip Link im Foto

Diese Form des triebhaften, beim modernen Menschen also als Autoerotik betriebenen, urzeitlichen Verhaltensstumpen findet man aber auch an völlig unvermuteten Orten, nicht nur bei Männern sondern wie z. B. bei Leuten die behaupten dem Anarchismus affin zu sein.

Der Anarchismus ist im Gegensatz zu seiner begrifflichen Verwendung als Chaos, also der Verunglimpfung als Anomie eine ethische Orthodoxie, genau wie der Veganismus. Eine vegane Gesellschaft wäre letztendlich auch gleichzeitig eine anarchistische Gesellschaft, nicht als Ausdruck politischen Willens und kontrollierter Umzäunung, sondern als Konsequenz des veganen Handelns aller Beteiligten. Denn wer die ethischen Rechte Anderer wahrzunehmen gelernt hat, wird auch keine Herrschaft über jemanden ausüben wollen, da dies mit veganer Ethik nun mal nicht vereinbar ist.

So ist es nicht weiter überraschend, dass viele Veganerinnen und Veganer sich zugleich als Anarchisten empfinden, wenn auch nicht im reaktionären, politischen Sinn. Mit der etablierten, politisierten anarchistischen oder autonomen Szene hat das nichts zu tun, wenn es auch zwischen beiden Gruppen Überschneidungen und Berührungspunkte gibt. Und auch in der politisierten anarchistischen Szene fragen sich immer mehr, wie denn ein unveganer Lebensstil mit Anarchismus vereinbar sein kann, wenn Veganer vormachen wie es auch so geht.

Der Anarchismus wird nicht nur von Außenstehenden missverstanden, sondern auch von denen die glauben da dazu zu gehören. So gibt es das Extrem von wieder hauptsächlich Männern, die Anarchismus mit Willkür verwechseln und deren Utopie eben keine anarchistische ist, sondern eine anomische. Alles geht, so die narzisstische Phantasie, welche über das Interessenkonzept ICH keinen Mikrometer hinausreicht. Anarchismus zugerichtet zur Vergrößerung des verfügbaren Muschipools und als Ego-Refugium in einer immer komplexeren und immer sozialeren Welt.

Ausgesprochen blöd ist es natürlich, wenn, im weiteren Sinne, so jemand schneller war als andere bei der Registrierung einer Domain wie anarchie.de. Nun könnte man über eine weitere Netzadresse die als Amalgam aus Selbstdarstellung und Inkompetenz fungiert hinwegsehen, auch wenn sie zumindest technisch gesehen „Toplevel“ ist. Aber der Betreiber von anarchie.de hetzt nicht nur gegen die ihm vermutlich zuvor aus der genannten Schnittmenge dort in der Szene befindlichen Veganer, sondern verbreitet auch noch die dümmlichsten Rechtfertigungsversuche für Nichtveganismus, also die vorsätzliche Gewalt an und somit Herrschaft über Tiere. Offensichtlich ahnt der Betreiber wie viele politische Anarchisten die nicht vegan leben, dass Speziesismus ein Widerspruch zu anarchistischen Werten darstellt, ist aber nicht fähig die Konsequenzen daraus zu ziehen, ergo müssen Veganer mal wieder abgewertet und diskreditiert werden, damit das mit dem eigenen Weltbild wieder klappt.

Kritik, und hier entlarvt sich der Pseudoanarchismus von anarchie.de und somit die gerechtfertigte Zuweisung in die Gruppe der Brusttrommler, darf selbstverständlich nicht sein, die wird unterdrückt. Zumindest ist die Anmeldung als „besorgte Veganerin“ technisch nicht möglich, und Nachfragen per Epost ignoriert er, der kleine Brusttrommler der sich gerne auch mal ein herrschaftsfreies Kleidchen anzieht und damit vor dem Netzpublikum herumstolziert.

Schöne Grüße auch vom Veganen Auge, ein herrschaftsfreier Doppelgruß bei dem ein Finger an jeder Hand eine besondere Rolle spielt.

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9 Antworten to “Anarchie.de unterdrückt Veganer”

  1. Clemens Sebastian Says:

    hallo ava

    nen Gruss und viel Freude mit deinem veganen Auge

    nen Gorilla hätt ich nich mit reingezogen
    der arme Kerl
    „echte“ Beispiele wärn spannender
    zudem aktueller

    clemens (golove)

    • Ava Odoemena Says:

      Hallo Clemens, danke. Nun wärst du um ein Haar der erste Kommentarschreiber außer mir gewesen:-) Aber „reingestolpert“ war dann doch etwas schneller.

      Leider fehlt mir Fotomaterial von den Originalpersonen, aber der Silberrücken hat sicher nichts dagegen. Oder meintest du das in Bezug auf die Argumente? Ich wollte erst mal abwarten ob was kommt und nicht gleich von Anfang an gleich alles zerlegen und auffriemeln.

  2. fressack Says:

    Da bin ich ja wohl der dritte.
    Und baff ob der Rundumschläge. Es scheint wahrlich schwer zu sein, das Paradies entstehen zu lassen, in dem alle Personen, auch der Krill und die Amöbe, Elefant und Wurm, sich an der Hand fassen und frohlocken.
    Jetzt muss ich erst mal schnaufen.

    • Ava Odoemena Says:

      Nein, selbst Soziopathen können vegan leben. Empathie ist zwar hilfreich, aber nicht notwendig für die Wahrnehmung ethischer Rechte von Anderen. Das scheint dich ja wirklich zu belasten diese Vegangeschichte:-)

  3. fressack Says:

    Stimmt. Das erinnert mich an die Zeugen Jehovas. Die sind auch so.

  4. Ava Odoemena Says:

    Schwerer Patzer: Die Kritik richtet sich gegen Anarchie.de und nicht wie ursprünglich geschrieben Anarchismus.de. Ich entschuldige mich bei Anarchismus.de für etwaige Missverständnisse.

  5. urux Says:

    bei anarchie.de kann sich zur zeit niemand neu fürs forum anmelden
    eine böse sperre, die beim wortteil „vegan“ alarm schlägt, gibt es nicht

    • Ava Odoemena Says:

      Unabhängig von irgendwelchen technischen Problemen (was hindert den Betreiber auf Epost zu antworten?), waren (sind?) der Großteil der Beiträge da in Bezug auf Veganismus dummdreist antivegan. Einfach mal wieder ein schlechtes Beispiel von einem Domianzmännchen das ein Thema besetzt um sich mit ihm auszubreiten, weil er technisch dazu in der Lage ist…

      Anarchismus als Kinderzimmerveranstaltung.

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