Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs

Der beliebteste Hebel den Antiveganer gegen Veganismus verwenden ist, von Überfällen eines Sondereinsatzkommandos mal abgesehen, die Konstruktion der veganen Ernährung als eine gefährliche Sache. Das sitzt. Kaum ein Neuveganer der sich nicht irgendwann mit hypochondrischer Panik in einem Forum meldet („Ich hab so ein Stechen im linken, kleinen Zeh, Mangel??!). Die Hebel basieren teils auf veralteten Information („Proteine müssen bewußt kombiniert werden“), teils auf Desinformation durch Weglassen bestimmter Fakten („Risiko Vitamin D Mangel“ – betrifft alle, auch Nichtveganer). Teils auf Diskreditierung bestimmter Rohstoffe, die der veganen Ernährung zugewiesen werden, die bei genauerer Überprüfung aber gerade nicht die vegane, sondern die unvegane Ernährung belastet („Soja zerstört den Regenwald“ – ja, das Futtermittelsoja für die „Viehzucht“). Ganz perfide ist die Methode, bei der wirklich radikale Kostformen, die mit veganer Ernährung eigentlich nichts zu tun haben unter veganer Ernährung subsumiert werden. Natürlich auch in Kombination oder absurd gemischt, da sind der Phantasie des fanatischen, antiveganen Sektierers keine Grenzen gesetzt.

Merke: Wer im Jahr 2010 noch pauschal vor veganer Ernährung warnt, der ist entweder dumm oder bösartig.

Jede Kritik schlechter Ernährung betrifft aber meist auch automatisch die unvegane Alltagsraxis, das wird gerne unterschlagen. Die Krankenreparaturindustrie ist nicht deshalb milliardenschwer, weil unsere nichtveganen Freunde sich so gesund ernähren. Dennoch gibt es bei der veganen Ernährung Grundprinzipien die sie von der unveganen Ernährung unterscheidet. Wer diese nicht kennt oder nicht wahrnimmt spielt Antiveganern in die Hände, sei es aus Naivität, Natürlichkeitsglauben oder was auch immer. Tatsache ist: Alle möglichen Faux Pas der veganen Ernährung sind leicht und komplett vermeidbar. Zur vollständigen Emanzipation reichen bereits 10 Punkte.

Hier also die harten Fakten zu veganer Ernährung bezüglich der Nährstoffe, auf die man achten sollte, das Grundgerüst. Rot markierte müssen beachtet werden, alle anderen erledigen sich bei einer vollwertigen veganen Ernährung von selbst, quasi nebenher. Was man danach anstellt ist vollkommen egal und der Kreativität überlassen. Ein guter Einstieg in die vegane Alltagsküche findet man bei meinen besonderen Freunden :-) von der TR-Initiative Maqi, in deren http://tierrechtskochbuch.de/ oder anderen Rezepteseiten im Netz. Manche Punkte betreffen Veganer und teilweise Nichtveganer, manche betreffen Alle.

Reinhaun     cc-by-nc-2.0:cproppe

1.) Vitamin B12

Betrifft vor allem Veganer und unvegan lebende Senioren aus anderen Gründen. Vitamin B12 ist bakterienbasiert, das heißt, überall wo B12 drin ist, waren vorher Bakterien am Werk die das gebildet haben. Obwohl eine Methode besteht die B12 in veganen Lebensmitteln fermentieren kann, erwähnt hier im Blog, konnte die sich nie durchsetzen weil B12 in Reinform, also das was auch in Supplementen vorhanden ist, in großen Mengen günstig hergestellt wird und dann Lebensmitteln beigefügt werden kann, als Anreicherung. Es gibt allerdings inzwischen Anstrengungen von Tofutown, Tofu mit im Herstellungsprozess fermentiertem B12 zu produzieren. Auch die Reinform basiert auf besonderen Bakterien oder als Ausnahme auf speziell für diesen Zweck gezüchtete Hefen. Bis sich vegane Lebensmittel etabliert haben, bei denen in der Herstellung direkt B12 entsteht, muss B12 in Reinform, sprich Supplementen zugeführt werden. Am praktischsten ist die Supplementierung einmal pro Woche mit 2000 Mikrogramm, die Autorin nimmt hierfür Solgar B12 mit 250 „Nuggets“ mit 1000 Mikrogramm pro Nugget, also zwei Nuggets pro Woche. Beziehbar z. B. hier. Vorrat mit 250 Nuggets reicht 125 Wochen und kostet ca. 30 Euro, also grob etwa ein Euro pro Monat. Wer eine billigere Quelle kennt soll sie als Kommentar eintragen. [Aktualisierung: Die Pipette-Methode ist die weitaus billigste.] Solgar verwendet nach eigenen Angaben keine gentechnisch veränderten Bakterien. Alternative: Dr. Ankermann B12 Tropfen. Diese täglich dem Essen hinzufügen, 10mcg. Ältere Nichtveganer sollten wie gesagt genau so vorgehen, deswegen. Vegane Raucher brauchen eventuell eine Extrastrategie und sollten sich diesen Teil der Kommentarlinie ansehen, ggfs Fragen einstellen.

Außerdem, wird gerne vergessen oder geleugnet in der B12-Debatte: Einer der größten Einzelabnehmer für B12 und andere Nahrungsergänzungsmittel ist die Futtermittelindustrie:

Wie  die Literaturstudie (zip-Datei) von Michel Post, siehe Kapitel 7.2 (niederländisch) belegt, ist einer der Hauptabnehmer von fermentiertem B12 die Futtermittelindustrie.

Wenn man den Verbrauch für Sportnahrung und als Placebo für wissenschaftliche Studien abzieht – also nur den tatsächlichen menschlichen Bedarf der Futtermittelindustrie gegenüberstellt, ist sogar der Hauptabnehmer die Futtermittelindustrie. Also die Tiere, die in der Landwirtschaft verwertet werden, werden mit B12 supplementiert.

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass auch Nichtveganer zugesetztes B12 bekommen, nur eben indirekt über Tiere.

Wenn Bakterien in typischen Nutztieren B12 herstellen können (und dies anders als beim Menschen vor dem Dünndarm passiert, wodurch das B12 aufgenommen werden kann), warum besteht dann überhaupt Bedarf für eine Supplementierung der Tiernahrung?

Durch die Fremdnahrung Mais, Soja, Getreide kippt zum Beispiel das Bakterienmilieu in den Kühen, es überwiegen dann Bakterien, die kein B12 produzieren können. Die Tiere erleiden einen B12 Mangel und somit wäre ohne Anreicherung in Milch und Fleisch kein B12 enthalten.

In Fleisch, Milch, Eiern ist demnach von Tieren umgesetztes Cyanocobalamin enthalten, welches dem Futter vorher beigefügt wurde. Schweine werden darüber hinaus auch mit Cobalt gespritzt, um den B12-Gehalt des Fleisches nach oben zu treiben.

2.) Vitamin D

Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen. Behandelt wird das Thema ausführlich im Extra-Artikel zu Vitamin D. Zu Vitamin D gibt es sehr viele neue Informationen, inzwischen geht man sogar davon aus, dass bei allen Menschen selbst eine ganzjährige Supplementierung angemessen sein kann. Mindestens aber im UVB-Winter, der Ende September bis März dauert, sollte Vitamin D zugeführt werden, nicht nur bei Veganern. Das einzige sinnvolle und günstige, vegane Vitamin D2 Produkt welches durch die Vorarbeit von Veganes Auge nun auch ohne Umschweife erhältlich ist, ist Sterogyl 2.000.000, mit 400 IE pro Tropfen und selbstverständlich auch für Nichtveganer geeignet, da hier sehr günstig dosiert werden kann. Kostet um die 2,60 pro Tropffläschchen und reicht 100 Tage bei einer Dosierung von 10 Tropfen / 4.000IE. Bestellbar hier. (Quelle versiegt, neue wird organisiert…) EDIT: Die Bezugsquelle ist nach Klärung wieder offen hier kann bestellt werden, (Kehl) rezeptfrei für 2,66 oder auch hier (Forbach). Email mit Betreff Sterogyl-Bestellung und Adresse reicht, wird gegen Rechnung verschickt. Siehe auch Blogeintrag zu Sterogyl, mit vielen guten Kommentaren.

Alternative: Im Sommer Pilze auf Stroh züchten lernen (gibt Sets im Netz) und in der Sommersonne trocknen, als Wintervorrat. Der Vitamin D Gehalt in unbelichteten Pilzen ist vernachlässigbar, diese Alternative gilt also nur in Kombo mit der Sonnentrocknung. Wer im Sommer nicht supplementieren will, sollte so oft wie möglich 10 bis 20 Minuten in der Mittagssonne verbringen. Wird die Haut großflächig belichtet, so generiert sie innerhalb dieser kurzen Zeit 10.000 bis 20.000 IE Vitamin D3. Dicke Menschen sollten jedoch auf jeden Fall ganzjährig supplementieren, das im Sonnenlicht gebildete D3 lagert sich nämlich im Fettgewebe ein, gelangt nicht an die Blutbahn und zerfällt ohne Nutzung.

(Hinweis: Veganes Auge bekommt keine Kommission, Klickgeld oder sonstige Vergütungen durch Links auf kommerzielle Angebote. Sollte das irgendwann in der Zukunft der Fall sein, wird dies deutlich angezeigt.)

3.) Calcium

Bei Calcium ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Es gibt Thesen die davon ausgehen, dass Veganer wesentlich weniger Calcium benötigen wegen der besseren Calcium-Balance veganer Ernährung. Tofu der mit Calcium Sulfat („Lebensmittelgips“) geronnen wurde, dunkelgrüne Blattgemüse wie Mangold, Weisskohl, Broccoli, zu denen auch Salate wie Feldsalat, Löwenzahn gehören; natürlich angereicherte Sojamilch, aber auch Mohn im Gebäck oder Orangen leisten ihren Beitrag in der Calciumversorgung, genauso wie Zuckerrübensirup. Mineralwässer wie im Kommentar angemerkt sind auch eine gute Quelle, vielleicht sollte man sich bei Stadtverwaltung informieren inwiefern das eigene Leitungswasser dazu beiträgt. Bei Mineralwasser ist darauf zu achten, dass der Natriumgehalt nicht so hoch ist wenn man viel davon trinkt.

4. ) Vitamin K

Nichtveganer betroffen. Vitamin K wird hier nur gelistet weil für die Knochengesundheit Vitamin D, K und Calcium zusammenwirken, es nützen keine Megamengen an Calcium wenn die Kost nicht auch Vitamin K enthält. Da  es in großen Mengen in dunkelgrünen Blattgemüsen vorkommt, in der Form K1, sind Nichtveganer die wenig davon verzehren nicht gut damit versorgt.  Vitamin K2, wie B12 ein Bakterienvitamin und das angeblich bessere Vitamin K, findet sich in Sauerkraut, Sojajoghurt, Miso und Natto. (Achtung: Saucentütchen bei Natto enthält meist Fischleiche als Grundstoff.) Allerdings ist auch in vielen Gemüsen der Vitamin K(1)-Gehalt so hoch, dass auch – sollte es denn tatsächlich stimmen dass diese Variante weniger potent ist – immer noch genug drin wäre. 100 Gramm getrockneter Basilikum z. B. hat 1715 mcg oder 2143% des Tagesbedarfs.

Und wie immer ist höhere Potenz auch nicht gleichzeitig besser und es ist sowieso noch umstritten inwiefern K2 eigentlich besser sein soll.  Z. B. wird zuviel Eisen schnell giftig. Und manchen Herzpatienten mit speziellen Medikamenten sollten keinen Joghurt essen (egal ob vegan oder unvegan), weil Vitamin K mit dem Wirkstoff in dem Medikamet kollidiert. Natürlich wird versucht über den Unterschied, vegane Ernährung zu diskreditieren. Ist aber ein politisches Thema, kein ernährungsphysiologisches.

5.) Jod

Betrifft vegan und unvegan lebende Menschen gleichermaßen.
Jodierung in Jodsalz ist ausgerichtet auf Menschen die bis 9-15 Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen. Diese Menge Salz ist nicht gesund, und Veganer verzehren weitaus weniger Fertiggerichte oder gastronomisch aufbereitete Nahrung, wer Salz also zuhause konsumiert, so 1-3 Gramm, für den ist diese Jodierung nicht ausreichend. Besser: Unjodiertes Salz kaufen und die Feinkostalge Arame (Bioladen, Reformhaus) als Jodlieferant nutzen. Eine Tüte Arame reicht knapp ein Jahr! Ist wie ein Gewürz, ein paar Zweigerl zum Hauptgang dazutun oder auch in die Salatsauce, ist in der kleinen Menge auch geschmacklich nicht zu erkennen. Kombu ist nicht geeignet da hier Jod in erheblichen Mengen vorhanden ist und vermutlich der Grund warum die DGE vor Algen als Jodlieferant warnt. Der Körper gewöhnt sich an das natürliche Jod und im Laufe der Zeit kann es dann auch in höheren Mengen konsumiert werden ohne negative Effekte. Aber warum extra Geld ausgeben? Arame ist perfekt. Bei Nori (die Papierartige) kann man mehr nehmen, da hier ein niedrigerer Jodgehalt vorhanden ist, verfischt das Gericht aber stark im Geschmack.
Der Jodgehalt unterschiedlicher Feinkostalgen auf 100 Gramm getrocknete Blätter:

Nori 5 – 8 mg
Dulse 8 mg
Meeressalat 25 mg
Wakame 10 – 20 mg
Hijiki 30 – 50 mg
Arame 60 – 80 mg
Kombu 100 – 500 mg

Der tägliche Jodbedarf ist etwa 0,2 mg.

6.) Selen

Betrifft Alle. In Vollkorngetreide vorhanden, zu schwankenden Mengen. Besser: Täglich eine Para (Brazil) Nuss. Wie bei Jod, mehr ist nicht besser, denn eine Nuss enthält bereits den täglichen Bedarf an Selen. Die Autorin bevorzugt Bio-Paranüsse. Konventionelle Paranüsse haben öfter mal ein, zwei Nüsse in der Tüte deren Fett gekippt ist, nicht besonders lecker.

7.) B2

Betrifft Veganer mehr als Nichtveganer. Stinknormale Backhefe ist eine günstige, unbekannte Nährwertbombe, unter anderem reichhaltig an B2 und Zink. Selbst Weissbrot wird mit zwei bis vier Würfeln Backhefe zum sehr gesunden Nahrungsmittel, besonders wenn man es mit dem Trester und Saft der Karotte und etwas Rapsöl macht. Die Karotte bringt dann auch noch gleich die nötigen Zucker mit, sodass man keinen anderen Zucker beifügen muss. Auch eine gute Zugabe, Zuckerrübendicksaft, auch eine Nährwertbombe. Und durch die Fermentierung mit Hefe geht der Nachteil des Zuckergehaltes verloren. Also, einfach ein paar Würfel mehr nehmen, dann klappts auch mit dem Nachbarn oder so:-)

8.) Eisen

Soll Veganer mehr betreffen, das letzte Wort ist auch hier noch nicht gefallen. Sehr viel veraltete Info im Netz zu Eisen. Generell: Nur Frauen die auch in unveganen Zeiten zu Eisenmangel neigten, tun das auch zu veganen Zeiten. Das Thema ist eigentlich vernachlässigbar. Vitamin C im Essen erhöht die Resorption, z. B. durch Gemüsepaprika oder Petersilie (extrem viel Vitamin C), oder Apfelsaftschorle.

9.) Omega3-Fettsäuren

Wer behauptet, Veganer hätten zu wenig davon liegt falsch. Gerade ein Hype, der glücklicherweise am abflauen ist. Omega3-Fettsäuren kann der Körper nämlich selbst synthetisieren, wenn die Fett-Balance stimmt. Wer also tonnenweise Algenpresslinge mampft, bei dem stimmt die Fettbalance wahrscheinlich eher nicht. Auch wieder so ein unvermuteter Nährwertstar: Rapsöl. Es muss sogar noch nicht einmal das kalt gepresste sein. Vorteil: Während andere Öle mit guter Fettsäurenverteilung allgemein und Omega3 im Besonderen kalt verarbeitet werden müssen, kann man Rapsöl bis 180°C auch zum braten nehmen. Nur frittieren sollte man damit nicht. Dafür nimmt man dann Palm, oder Kokosöl, die sind selbst bei hohen Temperaturen stabil. Vermeiden sollte man umgeesterte Fette, „gehärtet“, wobei die Transfettpanik eher angebracht war bei den Methoden der Umesterung die in den USA verwendet wird. Auch mal probieren: Statt Margarine natives Rapsöl aufs Brot. Lecker! Wer lieber mit Olivenöl kocht sollte dies mit kaltem Leinsamenöl ergänzen, mit einem Teelöffel. Auch Nüsse sind Lieferanten gesunden Fettes, aber der Star unter den Fetten ist das Hanföl aus Speisehanfsamen. Diese Hanfnüsse sind auch so zu bekommen, geschält und sehr lecker, 5 Esslöffel Hanfsamen sind eine gute Quelle für Omega 3 Fettsäuren. Weitere gute Lieferanten: Mandeln, Macademia, Cashews, Haselnüsse und Avocados.

10.) Zink

Wird gerne erwähnt als kritischer Nährwert der veganen Ernährung, der Autorin ist niemand Veganes bekannt bei dem je ein Zinkmangel festgestellt wurde. Backhefe und damit fermentiertes Getreide (Brot), Kürbiskerne, Okra-Gemüse, Mungbohnen mit mehr als 20mg pro 1000 Kcal, dann Vollkornweizen, Hafer, Erdnüsse, Sojabohnen, Schwarze-Augen-Bohnen (beim Türken/Asiaten/online?) mit mehr als 10mg pro 1000 Kcal. Zuviel Calcium blockiert die Zinkaufnahme, also Haferflocken mit angereicherter Sojamilch eher ungeeignet, vor allem wenn man die Phytinsäure bedenkt die bei nicht fermentiertem Getreide auch die Zinkaufnahme blockiert. Durch Keimen von Saaten (wie man das bei Mungbohnen macht, auch „Sprossen“ genannt), wird Phytinsäure erheblich reduziert. Keimlinge als Salatbeilage sind immer eine gute Idee. (Gekaufte Sprossen blanchieren.)

Und was ist mit Eiweiss?

Vergessen, abhaken, ignorieren. Alle Befürchtungen betreffend Protein gelten inzwischen als veraltet, was im Netz kreist stammt noch aus der Urzeit der Ernährungsphysiologie, heute weiss man dass der Körper in der Lage ist, Eiweiss aus verschiedener Nahrung zu kombinieren, sogar „zwischenzulagern“. Einzig bei Kindern sollte die Ernährung Fett und Proteinreicher sein als bei Erwachsenen. Nüsse, Hülsenfrüchte, Pilze, Hefen, Getreideprodukte und Sojazubereitungen. Wir ertrinken im Protein. Das gleiche gilt für alle anderen Mikronährwerte wie z. B. Folsäure und Vitamin C. Was in real praktizierter, unveganer Ernährung aller nicht genannten Mikronährstoffe oft viel zu wenig vorhanden, ist bei einer halbwegs verünftigen Ernährung kein Thema.

Die Informationen basieren zum größten Teil auf Plant based Nutrition and Health ISBN 0-907337-26-0 von Dr. Stephen Walsh, den wissenschaftlichen Koordinator der International Vegetarian Union, der auch im Beirat der ältesten „Vegan Society“ in Großbritannien ist. Informationen zu Vitamin D aus aktuelleren Quellen.



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Ava Odoemena
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500 Antworten to “Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs”

  1. newsmagazin Says:

    genau das wollt ich zum palmfett auch noch anmerken…in indonesien und malaysia werden bauern enteignet und regenwald niedergeholzt um ölpalmen in monokultur anbauen zu können, sowohl für palmöl zum kochen als auch für den hochgelobten biodiesel den sich der umweltfreundliche europäer zunutzen machen kann. ein freund von mir war vor einem monat auf borneo, er hat gesagt beim anflug sieht man nur mehr ölpalmen-monokulturen…

    • Ava Odoemena Says:

      Hast du Informationen wie das Verhältnis aussieht, also welchen konkreten Anteil da Palmöl zu Nahrungszwecken hat?

      An sich aber würde ich nicht zwingend trennen zwischen Kalorienbedarf in Nahrung und externen Kalorienbedarf wie etwa in Strom. Ich plädiere sogar dafür, die Kilowattstunde durch Kalorienangaben zu ersetzen und dann einen Standard zu formulieren, wieviel Kalorien ein Mensch für ein modernes Leben braucht, also adäquate vegane Ernährung und exokörperliche Energie wie Strom für Kommunikation, Heizen, Kühlen, Kochen usw.

      Dann könnte man nämlich hergehen und definieren, wieviel Energiekalorien der Mensch täglich gesamt benötigt, z. B. 20.000 kcal. Bzw. Joule, den die Kalorie soll ja tot sein, obwohl ich mich nie an Joule gewöhnen hab können. Allerdings hat Joule eine Parität zu Watt….

      Bei Nahrungsmitteln müsste dann nicht nur die enthaltene Energie angegeben werden, sondern auch die, die nötig war um das Produkt herzustellen.

      Dann könnte man nämlich den Energieverbrauch gut besteuern. Wer über seinem Joulegrundbedarf konsumiert, der kriegt dann mit der Jahresstromabrechnung oder so eine Nachzahlung, wer drunter liegt eine Rückzahlung.

      • Murph Says:

        Die Einheit der Energie/Arbeit/Wärme ist im SI nunmal das Joule, mit der Kalorie holst du nur eine alte Standardleiche aus ihrem Grab ;)

        kWh = 1000 * J/s * 3600s = 3.6*10^6 J entspricht [1cal = 4.1855J] dann 860.112kcal

        Bei Nahrungsmitteln müsste dann nicht nur die enthaltene Energie angegeben werden, sondern auch die, die nötig war um das Produkt herzustellen.

        Das geht schnell gegen Unendlich. Wenn das Nahrungsmittel dann noch Atome enthält die schwerer als Eisen-56 sind wird es richtig teuer, weil sie schon nicht mehr durch reine Kernfusion entstanden sein können, sondern durch gewaltsames einbringen von Neutronen in den Kern -> d.h. für die Atome ist schonmal eine Sonne draufgegangen ^_^

      • Ava Odoemena Says:

        *kicher*, na den Urknall wollen wir mal nicht besteuern:-)

      • newsmagazin Says:

        leider nicht, hab da eine bericht auf 3sat vor einiger zeit gesehen (da ging es aber allgemein um palmöl) und mich daraufhin auf der uni ein bisschen bei den professoren schlaugemacht aber habe nie eine aufschlüsselung zw. nahrungs- und industriezwecken hierzu gehört oder gefunden…meiner meinung nach aber sowieso nciht relevant, da ganz egal wofür die palmen gepflanzt werden das ökologische disaster und der grundstücksdiebstahl gg. die kleinbauern nicht zu rechtfertigen ist.

        ich hätte aber auch noch eine andere frage zur ernährung: bei ists so, dass ich seit ich vegan lebe ca. 10 kilo abgenommen habe (ich war davor schon relativ dünn, 74kg auf 183) und ich es nicht auf die reihe bringe, mein gewicht wieder in die höhe zu treiben, ganz egal welche mengen an essen ich in mich reinschaufle. hat irgendwer eine idee woran das liegen könnte? schilddrüse und andere werte sind normal, das war das erste an das ich gedacht habe…

      • Kabi Says:

        schilddrüse und andere werte sind normal

        Das würde ich von einem Facharzt prüfen lassen, der sich nicht pi-mal-Daumen auf die Referenzwerte verlässt, diese wurden vor wenigen Jahren geändert und stehen immer noch in der Kritik, zu voreiligen negativ-Diagnosen zu verführen.
        Außerdem sollen nur spezielle Stimulations-Tests ganz verlässlich sein, nicht das übliche Blutbild allein. Frag mich nur nicht nach Details, ich hab nur immer wieder was in die Richtung aufgeschnappt und hab den Gang zum Endokrinologen selbst noch vor mir…

      • Ava Odoemena Says:

        da ganz egal wofür die palmen gepflanzt werden das ökologische disaster und der grundstücksdiebstahl gg. die kleinbauern nicht zu rechtfertigen ist.

        Da hast du natürlich recht, und man kann nur hoffen dass die Bioanbieter das geregelt bekommen, denn genau darum kauft man ja Bioprodukte. Fair gehandeltes Palmfett gibts anscheinend gar nicht, hm.

        ich hätte aber auch noch eine andere frage zur ernährung: bei ists so, dass ich seit ich vegan lebe ca. 10 kilo abgenommen habe (ich war davor schon relativ dünn, 74kg auf 183) und ich es nicht auf die reihe bringe, mein gewicht wieder in die höhe zu treiben, ganz egal welche mengen an essen ich in mich reinschaufle.

        Du „Glücklicher“, bei mir ists genau andersrum. „Mengen“ sind idR nicht sehr aussagekräftig, weil 2 Kilo Karotten haben gerade mal 820 kcal, und 1 Kilo Kohl gerade mal 500 kcal. Wenn du mit dem Umstieg auf vegane Ernährung angefangen hast abzunehmen, könnte es sein, dass du zwar das gleiche Volumen verzehrst, aber dennoch weniger Joule aufnimmst.

        Hast du denn schonmal versucht den Fettgehalt nach oben zu treiben, z. B. durch fetthaltige Aufstriche, Nüsse und Saaten (Pinienkerne, Kürbiskerne usw.) oder auch mehr von frischem Obst und Gemüse die Ernährung mehr Richtung Hülsenfrüchte umzulagern, z. B. durch schwere Tomatensaucen basierte Eintöpfe mit frittiertem Tofu und Kidneybohnen, oder Schwarze-Auge-Bohnen (beim Türken).

      • Ava Odoemena Says:

        Konsumierst du regelmäßig Algenprodukte, wenn ja welche?

      • Murph Says:

        […] aber dennoch weniger [JOULE] aufnimmst.

        Sehr brav :-)

        Ich empfehle übrigens auch Nüsse/Kerne. Sind sehr gesund, proteinreich, LECKER und echte Kalorienbomben.

      • Murph Says:

        Pardon, Joulebomben xD

      • Ava Odoemena Says:

        Hurra, Hurra die Joule brennt!

      • newsmagazin Says:

        dass die mengen nicht viel aussagen ist logisch, das ist ja jetzt nmal abgesehen auch ein schöner aspekt am veganertum, dass man viel essen kann ohne viele kalorien / joule zu sich zu nehmen. ich habs schon mit sehr viel proteinen probiert (2 dosen bohnen/linsen o.ä. am tag + „normale“ essmenge), mit sojaprodukten (milch, yofu, tofu etc.), saitan, mit fett (sogar schon eine chipsdiät, d.h. durchschnittlich 2 packungen am tag), ich esse immer nüsse so oft ich sie mir leisten kann, linseneintöpfe, auch frittierter tofu, reis nudeln en masse…kurz gesag ich fress mich wie ein veganes schwein quer durch den gemüsegarten und helfen tuts nix. ach ja, die schokolade nicht zu vergessen :-)…algen ess ich nur hin und wieder, so die typischen misosuppenalgen. die kommen halt aus dem asialaden, deswegen weiss ich nicht wie sie heißen.

        ich hab mich auch schon gefragt ob das mit dem relativ hohen schärfegrad meines essens zusmamenhängen kann, dass der magen vor lauter scharf nicht mehr resorbieren kann oder so aber da kenn ich mich zu wenig aus

      • Murph Says:

        Es gibt zwar das Gerücht, dass Capsaicin (das Scharf) den Stoffwechsel anregt… das ist aber imho genau so ein feelgood-mythos wie das Ananas schlank machen :)

        Wenn du so viel essen kannst wie du willst, ohne das du davon zunimmst, hast du vielleicht einfach von natur aus eine etwas magerere Statur.

        Machst du Sport (Kraftsport ist ein guter Weg um zuzunehmen; man kann Masse schließlich nicht nur in Fett deponieren ^^)?

      • Ava Odoemena Says:

        Ich esse auch sehr scharf und trotzdem nehme ich nicht ab. Ich bin denn auch etwas ratlos…

      • Kabi Says:

        Naja, wenn es so scharf ist, dass du davon tendenziell leichten Dünnpfiff kriegst oder die Magen/Darmschleimhäute/Darmflora nen Hau weg kriegen, kann das schon ne Rolle spielen denk ich. Ist jetzt aber Laientheorie.

      • Ava Odoemena Says:

        Hier läßt Rapunzel sein Haar herunter (Palmo).

      • Ava Odoemena Says:

        Und hier kann man den Report Mainz runterladen, für alle Fernsehfreien vielleicht interessant.

      • Kabi Says:

        An der Stelle möchte ich dran erinnern, dass sich Palmfett in unzähligen Produkten wiederfindet, allen voran natürlich in Margarine, aber auch in Nutella-artigen Aufstrichen, Gemüsebrühwürfeln, Tütensuppen etc.

        Mit Alsan stehe ich noch in einem etwas fisseligen Mailkontakt, da hier imo nur zur Bio-Produktlinie Infos vorliegen. Abgesehen vom Ökologie-Aspekt würde mich der Fairness-Aspekt aber auch für die „normale“ Alsan interessieren.
        (http://www.care-natur.de/pages_d/aktuell.html)

    • Ava Odoemena Says:

      Fortsetzung von hier (Kabi)

      Sehr gut auch mal die Gegenseite anzusehen.

      Ich bin was Konflikte zwischen Menschen betrifft immer etwas gespalten, schließlich können sich Menschen äußern und eine soziale Evolution forcieren, bzw. ihre eigene Emanzipation in Gang bringen.

      Auf der anderen Seite ist natürlich gut, dass dieser Fall hier soviel Aufmerksamkeit bekommt, denn es zeigt den beteiligten Unternehmen deutlich die Erwartungen ihrer Kundschaft.

  2. C242 Says:

    Hier mal noch ein B12-Produkt, auf das ich gerade aufmerksam gemacht wurde. Kostet etwas über 10 Euro für 90 Tablettchen à 1000mcg (45 Wochen Vorrat) + Porto aus UK.
    Ist das erste mit Methylcobalamin in Tablettenform, das ich kenne.

    http://www.gvtc.co.uk/deva/vitaminb12.html

    • Ava Odoemena Says:

      Ach das ist ja super, das kann man veganen Rauchern dann gleich gesondert empfehlen. Was kostet das Porto denn aus UK?

      EDIT: Achtung, Stolperfalle, bei Methylcobalamin braucht man eine andere Tagesdosis, nach Jack Norris, RD, nämlich 500mcg pro Tag. Die würden also nur 45 Tage reichen! EDIT: Quatsch, 180 Tage.

    • C242 Says:

      Ohh, ist das eine neue Erkenntnis, dass man mehr Methylcobalamin braucht als Cyanocobalamin? Oder bezieht sich das nur auf Raucher?

      Ich konnte auf veganhealth.org leider keine Info finden, die sich auf eine Regelversorgung mit Methlcobalamin bezieht. Nur eine Studie bei der unterversorgte Veganer damit wieder auf einen Normalwert gebracht wurden.

      Ich (Nichtraucher!) habe das letzte Jahr das Spray von Veganessentials verwendet, 2.000 mcg pro Woche. Wenn die Methylform weniger effektiv ist, war ich dann damit ja unterversorgt :-/.

      Das Porto aus UK beträgt übrigens £5.50.

      90 x 1.000mcg reichen bei 500mcg pro Tag, wenn man die Tabletten halbiert, 180 Tage ;-)

      • Ava Odoemena Says:

        Ohh, ist das eine neue Erkenntnis, dass man mehr Methylcobalamin braucht als Cyanocobalamin? Oder bezieht sich das nur auf Raucher?

        Nein das scheint einfach eine andere Verstoffwechslung zu haben.

        Ich konnte auf veganhealth.org leider keine Info finden, die sich auf eine Regelversorgung mit Methlcobalamin bezieht. Nur eine Studie bei der unterversorgte Veganer damit wieder auf einen Normalwert gebracht wurden.

        Ich hatte doch auf Jack Norris verlinkt, hast du dir das durchgelesen? Jack Norris ist was B12 betrifft wirklich auf Zack.

        Ich (Nichtraucher!) habe das letzte Jahr das Spray von Veganessentials verwendet, 2.000 mcg pro Woche. Wenn die Methylform weniger effektiv ist, war ich dann damit ja unterversorgt :-/.

        Ich denke nicht dass sie weniger effektiv ist, sie wird nur anders verstoffwechselt. Ich kann mich jetzt nicht erinnern was bei dem Spray dabei steht, wieviel man bei täglicher Anwendung aufnimmt (bin auch jetzt grad zu faul nachzugucken und zu rechnen;-), sonst hätte man das hochrechnen können. Unterversorgt bist du nach einem Jahr noch nicht, also mal keine Panik:-)

        Das Porto aus UK beträgt übrigens £5.50.

        OK; da lohnt es sich eventuell, gleich 4 oder 6 Dosen zu bestellen.

        90 x 1.000mcg reichen bei 500mcg pro Tag, wenn man die Tabletten halbiert, 180 Tage ;-)

        Stimmt, das ist ja ein übler Dreher gewesen, ich habe die Tage halbiert statt verdoppelt:-)) Dann geht der Preis ja noch. Halbes Jahr!

      • C242 Says:

        Den verlinkten Text habe ich gelesen (und auch den Rest on veganhealth.org nach Infos zu Methylcobalamin abgegrast), deswegen frage ich ja, ob du vielleicht noch zusätzliche Informationen hast ;-P

        Für mich klingt das „500 µg/day […]methylcobalamin for vegan smokers“ nach einer Empfehlung, die sich ausdrücklich auf vegane Raucher bezieht und zur Sicherheit höher angesetzt ist, da es an verlässlichen Erfahrungswerten bzw. Studien dazu mangelt.

        „To be cautious, I am suggesting that vegan smokers supplement with a non-cyanocobalamin form of B12. The amounts will have to be somewhat arbitrary because of the lack of information on the absorption rates and detoxification action of the various forms of B12 in smokers.“

        Dass rauchfreie Veganer mit den 500mcg auch gut versorgt sind, ist schon klar. Aber da diese im Gegensatz zu Rauchern nicht in so hohem Maße zur Entgiftung von Cyaniden Cyanocobalamin ausscheiden, bin ich davon ausgegangen, dass dann eben weniger als 500mcg ausreichen müssten.

        Das Verhältnis von 500mcg Methylcobalamin / Tag vs. 10mcg Cyanocobalamin für rauchfreie Veganer kommt mir schon etwas hoch vor (und am Molekülgewicht kanns auch nicht liegen, das nimmt sich kaum was, wobei die Methylgruppe auch noch etwas weniger „schwer“ ist als die Cyano-Gruppe ;-) – wenn diese bei der Angabe des Inhalts von B12 in Supplementen denn überhaupt mitgerechnet werden, hab dazu leider nix gefunden – jaja, da kommt meine Zahlen- bzw. Rechenspinnerei mal wieder zum Vorschein *gg*).

        Ahh, ich sehe grade noch das hier:

        „Some researchers question whether these non-cyanocobalamin supplements are stable in their oral form. For this reason, much larger amounts are typically used with hope that at least some are absorbed intact. One study suggests that once absorbed, methylcobalamin may be retained in the body better than cyanocobalamin.“

        Wobei sich das „Some researchers“ nicht so anhört, als seien das gesicherte Informationen.

        Naja, mich wundert es einfach etwas, dass ich diese verschiedenen Dosis-Empfehlungen für die verschiedenen B12-Formen noch nirgends anderswo gelesen habe.

        Werd mir das verlinkte Präparat trotzdem holen und eben dann eine halbe Tablette / 500mcg pro Tag nehmen, mit einer täglichen Dosis fühle ich mich ohnehin fitter.

        Das Spray von Veganessentials hat übrigen pro Dosis auch 500mcg Methylcobalamin mit 175 Portionen pro Fläschchen, ist vom Preis her also ähnlich.

      • Ava Odoemena Says:

        Nein, für mich bezieht er sich nicht auf Raucher bezüglich der Dosis, Raucher sollten halt Methylcobalamin nehmen, und davon eben die Menge, die für Alle üblich ist. Dass pro Anwendung im Spray von veganessentials.com ja auch 500 mcg abgegeben werden, obwohl sich das nicht explizit an Raucher wendet, kann als weiteres Indiz gewertet werden.

        Aber mal ne andere Frage, wenn du nicht rauchst, warum willst du dann unbedingt ein Methylcobalamin?

      • Ava Odoemena Says:

        Ergänzung: Das wäre auch unlogisch, sonst würde er ja einfach Rauchern empfehlen, die Menge an Cyanocobalamin zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Der Clou beim Methylcobalamin ist doch der, dass das sich eben nicht an das inhalierte Cyanid vom Zigarettenrauch bindet. Deswegen empfiehlt er Rauchern auch, beide Formen einzunehmen, weil das Cyanocobalamin den Körper vom Zigaretten-Cyanid entgiftet. (Oh weh, böses Schlagwort:-)

        Was IMO übrigens auch gehen würde bei passiver Resorption, also statt wöchentlich 2000 halt 4000 oder 6000 mcg vom Cyanocobalamin. Oder mit dem Rauchen aufhören:-)

      • C242 Says:

        Ich muss nicht unbedingt Methylcobalamin haben. Mein B12 geht nur bald zur Neige und ich habe die Möglichkeit das mitzubestellen. Daher eben die Überlegung, inwiefern das Sinn macht, sowohl für mich und eben die besagten rauchenden Veganer.

        Mit dem Rauchen aufzuhören wäre natürlich die optimale Lösung. Aber solange ich nicht vollgequalmt werde, halte ich mich da raus.

      • C242 Says:

        Also ich weiß jetzt nicht, ob Jack Norris einen Denkfehler begangen hat, oder ich einen Knoten im Hirn habe ;-)

        Aber Cyanocobalamin wird doch bei unveganen Rauchern vermehrt ausgeschieden, weil sie eine hohe Belastung durch Zyanide haben, die sich mit Hydroxocobalamin aus der Nahrung zusammen tun und über die Niere ausgeschieden werden.

        Veganer haben ja (wenn sie sich das Zeug nicht spritzen) keinen Input an Hydroxocobalamin. Sondern supplementieren in der Regel mit Cyanocobalamin, was schon eine Cyano-Gruppe besitzt und demnach kein Zyanid mehr binden kann.

        Hier stellt sich jetzt doch die Frage, ob Raucher grundsätzlich vermehrt Cyanocobalamin ausscheiden. Egal ob das, durch eigenen Zusammenbau bei Unveganern (Hydroxocobalamin aus tierbasiertem Konsum + Zyaniden aus Zigaretten) oder bei Veganern das supplementierte Cyanocobalamin.
        Die Antwort auf die Frage würde dann entscheiden, welche Form B12 und wieviel davon rauchende Veganer benötigen.

        So oder so, schließe ich daraus, dass rauchende Veganer einen externen Input an Hydroxocobalamin brauchen um die Zyanide aus den Zigarettenqualm abzufangen.

        Ich glaube ich schreibe Jack Norris mal ne Mail.

        Und ansonsten, sag bescheid, wenn dich das Thema nervt. Ich verbeiße mich manchmal und kriege es nicht mit, wenn andere schon lange genug haben ;-).

      • Ava Odoemena Says:

        Und ansonsten, sag bescheid, wenn dich das Thema nervt. Ich verbeiße mich manchmal und kriege es nicht mit, wenn andere schon lange genug haben ;-).

        Nee, schreib ihm doch mal, bin auch mal gespannt was er dazu meint:-)

      • Ava Odoemena Says:

        Veganer haben ja (wenn sie sich das Zeug nicht spritzen) keinen Input an Hydroxocobalamin. Sondern supplementieren in der Regel mit Cyanocobalamin, was schon eine Cyano-Gruppe besitzt und demnach kein Zyanid mehr binden kann.

        Das habe ich aber anders verstanden, nämlich dass sich gerade Cyanocobalamin mit dem Tabak-Cyanid verbindet.

        So oder so, schließe ich daraus, dass rauchende Veganer einen externen Input an Hydroxocobalamin brauchen um die Zyanide aus den Zigarettenqualm abzufangen.

        Unsinn, wie kommst du denn darauf. Du hast echt einen Knoten im Hirn;-) Methylcobalamin wie auch Cyanocobalamin wird doch in die benötigte Form konvertiert im Körper, und wie du darauf kommst dass gerade Hydroxocobalamin sich an die Cyanide bindet, ist mir vollkommen schleierhaft. Ich vermute du „überdenkst“ hier einige Zusammenhänge, und machst das alles komplizierter als es ist.

      • Kabi Says:

        Oh Gottogott, ich wollte mir ja nun endlich mal B12 besorgen. Aber scheint ja auch eine Wissenschaft für sich zu sein… Wenn ihr durch seid, gibt es eine kleine Produkt-Empfehlung für Recherchierfaule? Und… ich rauche noch… *den bittenden Blick des Katers aus Shrek aufsetz*

        PS Bei Jack Norris muss ich immer an Chuck Norris denken. Chuck Norris kann B12 aus Sauerkraut absorbieren. Eine Plage, diese Internet-Memes. ; )

      • Kabi Says:

        Hallo C242, hast du Norris mal angeschrieben wegen der Cobalaminsorten für rauchende Veganer? Oder hatte sich das erledigt (blick leider nicht ganz durch)?

      • Kabi Says:

        Ich konnte mich grade doch nochmal länger in den Raucher-Strang vertiefen und jetzt habe ich genau den selben „Knoten im Hirn“ wie C242 damals. : )

        Aber auch wenn Norris da keinen Fehler drin hat: warum eigentlich speziell Methylcobalamin und nicht *irgendein* Nicht-Cyanocobalamin? (Hydroxo, Adenosyl)

      • Ava Odoemena Says:

        „I have not seen evidence of oral adenosylcobalamin’s effectiveness in counteracting B12 deficiency.“

        http://www.veganhealth.org/b12/smoke

        Soll nicht heissen, dass Adenosylcobalamin nicht effektiv ist, aber es gibt hierzu wohl keine Beweise. Bei Methylcobalamin gibt es die sehr wohl.

        http://www.veganhealth.org/b12/noncyanob12#METH

        Dann dürfte Methylcobalamin auch wesentlich verfügbarer und billiger sein für die orale Supplementierung.

        Hydroxocobalamin gibts ja eher als Injektionslösung. Dagegen wird er aber wohl nichts einzuwenden haben, weil das eine Standard-Verabreichungsform ist neben Cyanocobalamin.

        Hoffenlicht liest kein Noob diesen Kommentar;-))

      • Kabi Says:

        Ich fand die Datenlage etwas dünn (ist sie ja auch) und hab mich gewundert ob das Grund genug sei, aber dann ist das halt so, danke.
        Ja und die Verfügbarkeit in oraler Form ist natürlich was.

  3. Ava Odoemena Says:

    @2315

    Hallo Kabi, ich antworte dir hier mal. Wie du hast noch kein B12? Ich bin schockiert:-)

    An den Empfehlungen hat sich nichts geändert, wir diskutierten hier nur Einzelheiten.

      Nichtraucher:

    Solgar B12 100 oder Health Aid 1000 mcg pro Nugget 2 Stück pro Woche,

    oder:
    B12 Ankermann Tropfen (Apo, rezeptfrei) 4 Tropfen pro Tag

      Raucher:

    500 – 1000 mcg Methylcobalamin 1 x Tag(!), z. B. das hier oder das hier

    und 2-4 Tropfen B12 Ankermann Tropfen täglich zusätzlich (oder mit dem Rauchen aufhören:-))

    Ich tendiere eher zum Spray, weil das feste hat noch andere Vitamine drin, darunter Folsäure was Veganer nun gar nicht brauchen.

    Solgar kann man entweder beim Importeur direkt bestellen wie verlinkt oder auch bei Vitaminewelten wo auch das Health Aid erhältlich ist. Bei Solgar gibt es verschiedene Mengen B12 und Mischpräparate, am ökonomischsten sind die mit 250 „Nuggets“ á 1000 mcg pro Nugget.

    Die Methode von Murph lass ich jetzt mal weg, sonst wirds zu kompliziert, die wird sich sowieso nur bei Fortgeschrittenen durchsetzen:-)

    • Ava Odoemena Says:

      PS: Das mit dem Chuck Norris kann der wahrscheinlich schon nicht mehr hören:-)

      • Kabi Says:

        Also ihn persönlich würd ich damit jetzt auch nicht behelligen wollen… Das dürfte ne ziemlich sichere Methode sein, im Spam-Ordner zu landen. ; )

    • Ava Odoemena Says:

      Hinweis für RSS Abonnenten: Kommentar 2319 an Kabi wurde mehrmals aktualisiert.

    • Kabi Says:

      Ah super, vielen Dank für die Zusammenfassung!
      Ja, ich (noch nicht sehr lange vegan) hatte das vor mir her geschoben, als ich las, dass B12 jahrelang gespeichert wird. Da ich aber für meine „Depotfülle“ nicht garantieren kann, wird’s Zeit.

      Rückfrage zum Raucher-Schema: dort ist der Teil mit den Ankermann-Tropfen also nicht, wie im Nichtraucher-Schema, mit Solgar/Health Aid austauschbar, ja?

      Oh Schreck, im Ausland bestellen. Nun da muss ich wohl durch.

      • Ava Odoemena Says:

        Doch, du könntest das auch mit der wöchtentlichen Solgar oder Health Aid kombinieren, klar, ich würde dann halt nur 1000, also ein „Nugget“ oder Pressling nehmen.

        Aber mal was ganz anderes. Du kannst natürlich auch mal regulär ganz normal wie Nichtraucher integrieren, und in 12 Monaten läßt du einfach mal MMS oder Homocystein mit B12 Serum messen. Wenns dann zu niedrig ist, kannst du immer noch auf Methylcobalamin zurück greifen.

        Ich würde halt auf jeden Fall mit einer Stosstherapie beginnen, also zwei Monate lang 1000 oder 2000 pro Tag.

      • Kabi Says:

        Aha OK, danke.
        Mh, testen… Angeblich macht das ja nicht jedes Wald&Wiesen-Labor. Nur wenn sich das mit der Auslandsbestellung sehr schwierig gestaltet (Zahlungsmethoden, Zoll usw).
        (Oh, „Pressling“ ist auch hübsch. ^^)

      • Ava Odoemena Says:

        @2337

        Homocystein und B12 Serum ist Standard, MMS ist vielleicht etwas seltener.

        Beim Zoll wird es da überhaupt keine Schwierigkeiten geben, denn keine der Dosierungen liegt über dem Standard, das war nur bei Vitamin D in 2000er Dosierung ein Problem. Was die Zahlungsmethoden betrifft, nach UK kannst du kostenlos per IBAN EU – Banküberweisung machen, also wenn der Händler das anbietet, und für USA würde ich mir ein Wegwerf-Paypal-Konto zulegen, dass du nach der Transaktion wieder kündigst. Leider ist Paysafecard noch nicht so verbreitet, also „bar“ zahlen im Netz, da hatten wir uns glaube ich schon mal drüber unterhalten. Paypal dauert dann halt wieder ein paar Tage, bis deine Überweisung gutgeschrieben ist, aber das ist jetzt auch nicht so tragisch.

        Hehe, ja Pressling verschreckt unsere Natürlichkeitsveganer nicht so sehr. Nuggets finde ich auch genial:-)) Nur glauben dann manche, die seien halt groß wie Goldnuggets, dabei sind die Solgar echt mini und lecker.

      • Kabi Says:

        Danke für die Tips!
        Ja, nur kommen vermutlich noch ordentlich Porto und ggf Zoll/Einfuhrumsatzsteuer drauf, warte auf entsprechende Mail-Antworten.
        Wühl mich grad trotzdem mal durch das inländische Methylcobalamin-Angebot. Das meiste scheint teurer zu sein, aber u. U. ist der Unterschied tragbar.
        Hätte zur Vergleichsrechnung aber nochmal eine Frage: kann man das aufsplitten, also zB alle 10 Tage 5000mcg statt täglich 500mcg? Oder muss man dann die Dosis irgendwie exponentiell erhöhen?

      • Ava Odoemena Says:

        Umsatzsteuer wird, wie war das nochmal, ich hatte auch mal was bei unseren Amis geordert. Das zieht glaube ich gleich der Händler ein, bin aber nicht mehr sicher.

        Über die Dosierung bei Methylcobalamin und ob hier auch eine „passive Resportion“ wie bei Cyanocobalamin zum Tragen kommt wenn man höher dosiert, oder ob da eine wöchentliche Integration überhaupt möglich ist, kann ich dir leider nicht beantworten. Das weiss ich nicht.

      • Kabi Says:

        Porto bei veganessentials: $11.95 : (

        Zoll: frei bis zu einem Warenwert von 150€
        Einfuhrumsatzsteuer: frei bis Warenwert 22€
        Einfuhrumsatzsteuer beträgt 7% für Nahtungsergänzungsmittel

        Warenwert=Preis der Ware plus Versandkosten

        Soweit meine Infos per Zoll-Webseite und -Infotelefon

      • Ava Odoemena Says:

        Ah, sehr gut zu wissen.

        Heute gefunden: Frag doch mal bei denen nach, was da qua Versand usw noch drauf kommt für das Spray. Ich tendiere ja immer noch dazu einfach die Dosis vom Cyanocobalamin zu verdoppeln….

      • Kabi Says:

        Huch, hatte ich übersehen da, den Shop hatte ich auch angeguckt. Danke.
        Bei denen stehen die VK da, 5,90€: http://veganfitness.de/shop_content.php/coID/1/content/Liefer–und-Versandkosten/

        Ja werd nochmal lesen/überlegen/Preise pro Jahr vergleichen. Genau das wo ich mich diesmal per „VA empfiehlt: [x] – click – kaufen“ drumrum mogeln wollte ; )

      • C242 Says:

        Selbst wenn du bei veganessentials nur ein Spray bestellst, kommst du trotz Porto günstiger dabei weg, als bei veganfitness.de. Mit nur einem Spray liegst du auch noch unter den 22 Euro, bei denen sonst Einfuhrsteuer anfällt .

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bestellungen, die in ein kleines Päckchen passen (also nur Kleinkram wie ein paar Pillendöschen, keine Schuhe oder andere voluminösere oder schwerere Sachen), leichter durch den Zoll gehen.

        Veganessentials vermerken auch immer einen geringeren Warenwert auf der „Customs Declaration“. Nur bei einem größeren Paket sind die Zollbeamten eben misstrauisch und man muss dann antanzen mit der Rechnung und nachzahlen. Ist aber auch immer etwas Glücksache.

      • Kabi Says:

        @C242
        Ah ja, danke für deine Erfahrungswerte!

    • C242 Says:

      hihi, ich wollte mit meiner Fixiertheit auf dieses „B12 und rauchende Veganer“ keine Verwirrung stiften, sorry ;-P

      Ansonsten gibt es in Tropfenform außer den Ankermann-Tropfen noch ein anderes Präparat:

      B12 ASMEDIC TROPFEN PZN 1888039

      Enthält pro ml genausoviel B12 und ist um einiges günstiger. ALLERDINGS habe ich dazu noch keine Produktanfrage gelesen, müsste also noch nachgeholt werden bevor man das weiterempfehlen kann.

      • Kabi Says:

        Ich finde du hast keine Verwirrung gestiftet, im Gegenteil. Dass ich erstmal verwirrt klinge liegt daran, dass ich insgesamt kaum tiefere Ahnung von B12 hab. Die Infos zu Rauchern sind doch wichtig. Ich danke dir und allen die das hier differenziert haben. : )

      • Ava Odoemena Says:

        Also ich finde, dafür dass du noch nicht lange vegan lebst, bewegst du dich erstaunlich flüssig durch vegane Gefilde.

      • Kabi Says:

        Oh, danke. : )
        Na in manchen Bereichen hakt es sicher, in manchen hab ich wohl tatsächlich einen ganz guten Durchblick, ob aus Interesse oder weil ich (zu)viel im Internet unterwegs bin…

  4. randooom Says:

    So habe mir jetzt Sterogyl 2.000.000 geordert, Solgar B12 habe ich schon vor einer Woche bestellt.
    Nun will ich mal hoffen das ich als „Neuveganer“ richtig ausgestattet bin, den Rest bekomme ich ja durch eine vernünftige Ernährung rein.

    Ich habe mich zu Anfang viel informiert und es ist echt sehr abschreckend, was da teilweise für gegensätzliche Meinungen im Netz herumschwirren.

    Zum Glück stolpert man auch immer mal wieder über ein paar verlässliche „Brocken“ an Infos.

    Danke dir für die hilfreichen Informationen, mach weiter so!

    Liebe Grüße

    • Ava Odoemena Says:

      Aloha Randooom,

      Nun will ich mal hoffen das ich als “Neuveganer” richtig ausgestattet bin, den Rest bekomme ich ja durch eine vernünftige Ernährung rein.

      Eben. So Kleinigkeiten wie im Artikel die Arame oder Paranuss sind dann auch nebenher erledigt.

      Ich habe mich zu Anfang viel informiert und es ist echt sehr abschreckend, was da teilweise für gegensätzliche Meinungen im Netz herumschwirren.

      Wem erzählst du das:-)) Ich versuche schon seit Jahren da eine Linie hinein zu bekommen, aber manche Meme halten sich echt hartnäckig. In diesem Sieb bleiben dann auch viele nichtvegane Vegetarier hängen, leider.

      Danke dir für die hilfreichen Informationen, mach weiter so!

      Gern geschehen.

      • randooom Says:

        Ja wegen den Algen werde ich mal im Reformhaus schauen, die kommen dann in meinen Shake rein, dann wird der noch gesünder :)

        Muss mal schauen ob ich hier irgendwo Paranüsse auftreiben kann, ansonsten hab ich auch gesehen das es die über Ebay recht günstig gibt. Wie viele sind den da am Tag zu empfehlen, eine nur?

        So jetzt habe ich noch eine kleine Frage. Da du dich ja viel mit Gesundheit zu beschäftigen scheinst, kannst du mir die ja vielleicht beantworten^^:

        Wie oft sollte man idealerweise am Tag essen?
        Ich lese immer wieder Aussagen die zwischen 2-3 und 5-7 pro Tag liegen und beide Seiten haben auch so ihre Argumente.
        Gibt es da irgendwelche wissenschaftliche Studien?
        Wahrscheinlich mache ich mich da wieder unnötig verrückt, aber ich bin eben neugierig :)

        Wünsche dir und allen anderen einen schönen Ostermontag.

      • Ava Odoemena Says:

        Ja wegen den Algen werde ich mal im Reformhaus schauen, die kommen dann in meinen Shake rein, dann wird der noch gesünder :)

        Das kann man in der Tat nach gusto überall hineintun, denn die wenigen Zweigchen verändern den Geschmack nicht. Arame gehört ja zu denen, die ganz einfach dosierbar sind. Paranüsse gibt es im dm-Markt und jedem Bioladen und Reformhaus, und ja, mehr als eine pro Tag nicht davon naschen, denn sie sind nicht nur reich an Selen sondern auch an gesättigten Fettsäuren;-)

        Wie oft sollte man idealerweise am Tag essen?

        Das ist egal. Ich habe früher nie gefrühstückt, heute ist mir das wichtig geworden. Beim Frühstück kann man auch kreativ sein, ein rein kalorisches Frühstück mit Weissbrot, Marmelade und Margarine ist nicht besonders wertvoll, zur Zeit mache ich oft was mit kurz in Öl angebratenem Gemüse, wie Linsenkeimlinge (lecker!) oder Karottenraspeln für mit aufs Brot. Das geht ruckzuck.

        Bei mir gibt es nur zwei Hauptmahlzeiten, Frühstück und Abendessen. Zwischendrin wird aber fleißig genascht, mal ein Apfel, Nüsse, eine Banane, Trockenobst wie Aprikosen oder Pflaumen. Seit ich gut frühstücke „nasche“ ich tagsüber weniger.

        Gibt es da irgendwelche wissenschaftliche Studien?

        Bestimmt, aber einen Konsens findet man eher wohl in der Evolution. Der Mensch evoluierte mit dem Vermögen, mit der Nahrung umzugehen die grad da war:-)

      • Ava Odoemena Says:

        Wünsche dir und allen anderen einen schönen Ostermontag.

        Danke gleichfalls. Ist heute so ein richtiger Feiertag mit geschlossenen Supermärkten und so?

      • newsmagazin Says:

        glaub schon, bei uns in tirol (nicht umsonst „das heilige land“ genannt) schon. ebenfalls schöne feiertage mehr oder weniger unbekannter weise an alle

      • Ava Odoemena Says:

        Das freut mich jetzt aber, dass *die* vegane Person Tirols grad auf Veganes Auge schreibt:-))

  5. newsmagazin Says:

    mensch, bei der menge an kommentaren steig tja keiner mehr durch :-) ist man mal 2 tage nicht beim internet, kriegt man 30 mails. ich check auch leider das mit den kommentar-nummern nicht ganz ab…

    @ murph das mit dem capsaicin war auch eher umgekehrt gemeint, eher dass vor lauter scharf eben nix mehr passiert. sport wäre die lösung, bin da aber mehr der kletterer (schon staturbedingt :-) ) als der kraftsportler (weil mir krafttraining auch keinen spaß macht).

    @ raucherthematik: ich hab 13 jahre geraucht und jetzt seit ca. 1 jahr nicht mehr, ich kanns nur weiterempfehlen, es befreit ungemein. und wenn ich schon veganer bin, versuche mich gesund zu ernähren und ethisch korrekt dann kann ich keine zigaretten rauchen die erstens mir schaden und 2. vielleicht noch von indischen kindern gerollt werde, der tabak von weissgottwasfürwelchen plantagen mit „sklaven“arbeit kommt etc. ich finde, das bin ich meinem körper schuldig.

    • Ava Odoemena Says:

      mensch, bei der menge an kommentaren steig tja keiner mehr durch :-) ist man mal 2 tage nicht beim internet, kriegt man 30 mails. ich check auch leider das mit den kommentar-nummern nicht ganz ab…

      Nein, das mit der Nummer bezog sich nur auf die an den rechten Rand gematschte Kommentarebene. So wie du jetzt einfach einen Neukommentar gesetzt hast ohne auf „antworten“ zu klicken ist das doch in Ordnung. Die Nummer (wenn du mit der Maus übers Datum fährst, im URL) ist nur wichtig wenn du dich konkret auf einen anderen Kommentar beziehst, braucht man aber nicht.

  6. Kenubajuk Says:

    Schöne Zusammenfassung und Betrachtung von Vorurteilen.
    Einfach Spitze.
    Bei B12 hab ich gehört [oder auf Wiki gelesen], dass es durch die Düngung mit tierischem Dung, einen B12 Transfer in oder an die Pflanze gebe.
    Und wenn man zum Beispiel mal auf das Alkoholfreie „Erdinger Weißbier“ aber auch das dunkle Alkfreie „Lammsbräu“ schaut, sind da nicht unerhebliche Mengen B12 angegeben die nicht nachträglich hinzugefügt wurden.

    • Ava Odoemena Says:

      Aloha Kenubajuk,

      Danke. Kot ist eine sehr reichhaltige Quelle von B12 (analog und bioaktiv, also unwirksames und wirksames), von Pflanzen wird das aber nicht aufgenommen da diese es für ihren Metabolismus nicht benötigen. B12 an Pflanzen ist entweder die unwirksame Variante (Analoga) oder kleine Kotstückchen durch Fäkaldüngung…

      Auch B12 in Bier ist Analoga, also unwirksames. Die ältereren Meßmethoden konnten nicht zwischen wirksamen und Analoga unterscheiden.

      Eine Möglichkeit, bioaktives B12 im Lebensmittel direkt zu fermentieren gibt es zwar, die Methode wird aber aber mangels Nachfrage noch nicht angewandt. (Siehe Artikel über Professor Bärwald.)

    • newsmagazin Says:

      hey kenabajuk, da gibts ja dazu die tolle fabel-geschichte (oder real, ich hab nur nicht nachgeforscht) von der indischen familie, die sich zeitlebens vegan ernährt hat. dann sind sie nach großbritannien emigriert und plötzlich bekamen alle eklatanten b12-mangel…lange wurde über die ursache nachgedacht bis man darauf kam, dass der unterschied zwischen england und indien derjenige ist, dass sich keine fekalüberreste auf dem gemüse oder obst befinden und deswegen die b12-zufuhr unterbunden wurde…soviel zu den vorteilen der hygiene :-)

  7. Das Netz in Dir | LinkSammlung #5 “DasNetzInDir” Says:

    […] Crashkurs vegane Ernährung in 10 Punkten – Voruteile weg! […]

  8. Ava Odoemena Says:

    Hinweis an Neuankömmlinge: Es werden die letzten, also neuesten Kommentare angezeigt. Wer den älteren Teil des Threads lesen will, findet den Link dafür unten links am Threadende.

  9. Paul Says:

    Maximilian ! wirst Du jetzt endlich Deine Paranuss essen, sonst schick ich dich zu Oma, die brät Dir dann ein fettes Schweinekotlett

    Aber im Ernst ich esse jetzt seit drei Tagen jeden Morgen eine Paranuss, fühl mich grossartig damit =) schönes Ritual, ich liebe Rituale.

    Blöd nur dass es von so weit weg kommt. Genauso dass mit den Algen, werde ich aber auch noch einbauen. Mir würde es besser gefallen wenn alles was ich brauche mehr oder weniger von hier kommt. Olivenöl aus Italien finde ich noch ok. Mit Orangen und Bananen halte ich mich eher zurück..

    Kann es sein dass Nüsse kaum in der BRD angebaut werden?

    Couscous gibt es ja aus Frankreich und Reis aus Italien. Hirse aus China finde ich krank, genauso wie ägyptische Kartoffeln. Vor 3 Wochen gab es bei Basic und Alnatura nur diese zu kaufen. Dabei kann ich mir nicht vorstellen dass Ägypten keine Grundnahrungsmittel einführen muss. Wenn dass stimmt wäre es doch absurd soetwas zu kaufen.

    sorry, für den Offtopic..

    • Ava Odoemena Says:

      Das ist alles nicht so einfach mit der Energieeffizienz. Seefracht ist effizienter als man glaubt. Bioerdbeeren die in kleinen Mengen im Transporter in Deutschland vom Feld zum Bioladen rumkutschiert werden, haben oft eine schlechtere CO² Bilanz als Bananen aus Südamerika. Das ist nicht wirklich verblüffend wenn man bedenkt welche Tonnenmengen ein Schiff transportieren kann. Was natürlich schon reinhaut ist Luftfracht. Aber Luftfracht lohnt sich nur bei hochverderblicher Exklusivware, Litschi & Co. Kartoffeln aus Ägypten kamen bestimmt mit Seefracht (frag doch mal nach), genau wie Nüsse (und Kaffee, Tee und Kakao…).

      Deutsche Nüsse gibt es wenig, vielleicht Hobbygärner die sich an der Walnuss versuchen. Ansonsten kommen aus der Mittelmeerregion und Vorderasien. Paranüsse aus Südamerika. Ich muss auch wieder welche kaufen…

  10. Paul Says:

    ja, aber die schiffe müssen ja auch erstmal zusammengezimmert werden, entsorgung ist auch so ein thema.. meist in südasien unter katastrophalen bedingungen.
    ist das einkalkuliert ? ausserdem die regelmässigen ölkatastrophen, sind ja nicht nur tanker die absaufen..

    dass mit den erdbeeren kann ich mir vorstellen nur wie weit müssen die weg sein ? wenn ich jetzt auf dem markt in MA, Pfälzer erdebeeren kaufe ? ist doch direkt um die ecke.
    deutsche erdbeeren wo ich nicht weiss woher, die lasse ich auch liegen. wenn es möglich ist dann regional. ich finde da macht man im schnitt nichts falsch.

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