Antivegane Veganer

Als Kollektiv ist der Veganismus noch Traumland, es gärt noch im Urschlamm sozusagen, es herrscht keine wirkliche Struktur sondern ein Echo aus Rufen die ineinander prallen. Ein Urschlamm ist kein Feld welches bereit ist, Früchte zu tragen. Gesellschaftlich wichtig kann der Veganismus nur werden wenn er sich synchronisiert, das heißt wenn alle Individuen in die gleiche Richtung ziehen, was kein Aufruf zum Maoismus sein soll. Denn nur weil z. B. verschiedene Autoren in der gleichen Sprache, über das gleiche Thema schreiben, bedeutet nicht dass sie repressive Gleichförmigkeit betreiben. Im Gegenteil, vielleicht verfassen sie ein Buch über eine revolutionäre neue Technologie die uns auf einen Schlag von allen fossilen Energieformen befreit. Und auch Chirurgen die zusammen einen Patienten am Herz operieren und dabei medizinische Standards einhalten, sind keine Stalinisten. Und ein Orchester das ein Konzert gibt und sich an die Noten hält ist keine faschistische Truppe.

Ja, das muss man leider erklären, denn die Ersten wehren sich innerlich bereits gegen diesen Text, schon knospen die ersten Verteidigungsstratiegen auf.

Das wäre aber gar nicht nötig, denn das Phänomen ist bekannt. Denn so wie der Veganismus noch eine utopische Traumwelt als gesellschaftliches Phänomen ist, so ist auch individuelles Bewußtsein oft verhaftet in einer individuellen Traumwelt. Das Universum in unserem Kopf. Unser Modell von der Welt. Das ist kein Vorwurf, denn dies hat ganz einfach damit zu tun wie unser Gehirn aufgebaut ist und vor allem wie fehlerhaft unser Verstand ist. Wir tendieren dazu, unsere Prognosen von der Welt uns selbst als Tatsachen zu dopen. Plakativ ist dies durch optische Illusionen demonstrierbar, wie die bekannte Damebrett-Schatten-Illusion von Professor Edward H. Adelson.

So unglaublich das klingt, aber Feld A und B haben die selbe Grauschattierung:

cc-by-nc-sa-2.0:thejoshpayton

Hier die Verbindung der Grautöne durch Balken im Zeichenprogramm The Gimp, welche die optische Illusion aufhebt:

cc-by-nc-sa-2.0:thejoshpayton

Es bedarf keinen großen Aufwand, um unsere innere Traumwelt, unser Modell von der Welt an ihre Grenzen zu bringen. Das psychologisch Unangenehme: Selbst wenn man weiss dass die Grautöne identisch sind, sieht man auf der ersten Grafik dennoch vermeintlich einen Unterschied.

Eine hohe Anzahl von Experimenten in der sozialen Psychologie weist darauf hin, dass in dem Moment in dem der Verstand mit Beweisen konfrontiert wird die seinen fundamentalen Annahmen widersprechen, er die Fähigkeit hat große Anstrengungen zu unternehmen dieser Dissonanz zu entgehen –  auch unter zeitweiligen Aussetzung logischen Denkens und der Manipulation der Erinnerung! Die Heftigkeit dieses „Kurzschlusses“ hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber wie sehr wir emotional in einer fundamentalen Annahme verhaftet sind.

Tagespolitisch erkennen läßt dies gerade sehr schön die Trampelherde der Leugner der Klimaerwärmung und ihre irrationalen Erklärungsmuster, über die sich auch Felix von Leitner vom Chaos Computer Club in seinem Blog Fefe beschwert hat. Sein Murren war auch ausschlaggebender Punkt für diesen spontanen Artikel.

Dieses Phänomen kann auf sozialer Ebene, also als Sammeleffekt sehr großen Schaden anrichten, man denke da nur an die Finanzkrise die die bestprognostizierteste Krise war, dennoch wollte keiner der Akteure das unvermeidliche Platzen der Blase wahrhaben, die Kästchen sind nicht gleich grau! Es kann nicht sein was nicht sein darf.

Was passiert, wenn sich das Konzertorchester nicht an die Noten hält, die ihre soziale DNA sind in dem Moment? Statt Musik wird nur Geräusch produziert, und vielleicht fuchtelt der Geiger so stark herum dass er mit dem Bogen dem Nachbarn ins Auge sticht.

Ist es zu hart, einen Veganer oder eine vegane Gruppe die irrationalen Erklärungs und Handlungsmustern folgt antivegan zu nennen? Ich denke nicht. Denn alles was sich aktiv gegen den Veganismus richtet ist antivegan. Warum also nicht auch „irrationale“ Handlungs und Erklärungsmuster von Veganern selbst oder sonstiges Vorgehen, wie eine falsche Politik zum Beispiel. (Auch rationales Denken kann unter Umständen grob fehlkalibriert sein.) Details wird Veganes Auge nicht nennen, das ist ist ja eure Aufgabe heraus zu finden, ob ihr die falsche Musik spielt. Hinterfragt eure Positionen und vor allem hinterfragt kritisch die Positionen von denen euch jemand überzeugen will. Wie vertragen sich diese Positionen, Meinungen oder Argumente von dir oder anderen mit dem Veganismus als „Konzert ethischer Werte“?

Der Grund dieser Übung ist, wir müssen anfangen Konzerte zu geben, das Instrumentestimmen und durcheinander spielen bringt uns und diese Gesellschaft nicht weiter. Dieser Artikel hat kein Grande Finale. Die Unsicherheit und Verwirrung sind Absicht.

Creative Commons License
Ava Odoemena

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

16 Antworten to “Antivegane Veganer”

  1. asphyx68 Says:

    [ADMIN: Troll!:-)]

    Ein hoch auf den Veganismus!

    Dir ist bekannt, das die australischen Veganer im vorletzten Jahr beschlossen, sich nur noch untereinander zu vermehren?! Fakt ist nun, das eine so kleine, in sich abgekapselte Gruppe zuerst zu genetischen Fehlern neigt (die teilweise von der fleischlosen Ernährung herrühren – Hitler ist ein gutes Beispiel, zu welchen Untaten Vegetarier in der Lage sind), und dann folgt das rasche Aussterben.

    Der Mensch entwickelte sich aus einem Allesfresser. Dies hat nun den dumpfen Nebeneffekt, das er eben Alles fressen kann. Egal ob es nun Aas ist (die Hauptnahrungsquelle unserer Vorfahren in der afrikanischen Savanne), oder Früchte, Wurzeln oder Samen – nein, nicht die in Finnland heimischen. Mit einer kombinierten Ernährung ist der Energiehaushalt unseres Körpers sicher gestellt. Mit einer Mangelernährung á la Vegetar- und Veganismus ist dies nicht gegeben.

    [Immerhin ergab eine interessante Studie, die ich vor Jahren mal im INet fand, das die Denkfähigkeit bei Veganerin und Vegetariern proportional nachläßt, je länger sie diese Ernährung praktizieren. Das einige dann ein wenig Älter werden, liegt nur an ihren Genen und der Lebensweise ihrer Vorfahren, zeugt aber nicht eindeutig davon, das ein vegetarischer Lebenswandel für den Körper so unbedingt besser ist.]

    Und noch ein kleiner Fakt. Würde sich der gesamte Planet nur noch vegan oder vegetarisch ernähren, würde ungefähr die zweieinhalbfache Anbaufläche für Nahrungsmittel gebraucht, als heute schon. Dies bedeutet im Umkehrschluß, wenn man der Meinung ist, das der Mensch der Urheber des Klimawandels darstellt, das noch mehr Umwelt zerstört werden würde, um die benötigten Anbauflächen zu haben. Und mit einer größeren Menge an zerstörter Umwelt, verliert der Mensch auch logischerweise Lebensraum.

    Prinzipiell kann man also sagen, wenn man schon behauptet, das der Mensch am Klimawandel die Schuld trägt, das es nicht ALLE MENSCHEN sind, sondern nur die Veganer und Vegetarier. Eben weil sie eine umweltschädliche Ernährungsweise praktizieren.

    Und allein schon aus diesem Grund bin ich froh, nach wie vor ein geistig gesunder Allesfresser zu sein, als auch der Umstand, das der Klimawandel eben nicht menschengemacht ist. Dies ist ein natürliches globales Phänomen, das eher kosmische als planetare Ursachen hat. Nur wer das nicht erkennt, wird sich sehr darüber freuen, zukünftig eine saftige CO2-Steuer berappen zu dürfen – die dann bei Veganern und Vegetariern ungefähr doppelt so hoch angesetzt werden müßte, immerhin sind die ja Schuld!

  2. Murph Says:

    Abgesehen davon das hier jemand wirklich schlecht informiert ist/sein will erfüllt mein Herz mit Hoffnung die Tatsache, dass ein gewöhnlicher Troll einen längeren zusammenhängenden Text mit Absätzen, Groß- und Kleinschreibung und sogar Satzzeichen hervorgebracht hat – eine Rarität in den Weiten des sog. Web 2.0!

    Der Normalfall ist eher, gegeben das gerade Gelesene verursacht Gefühle der Abneigung im Gehirn des baldigen Kommentators, das eben diese Gefühle einen spastischen Anfall auslösen und sich das Kurzzeitgedächtnis mehr oder weniger chaotisch auf die Tastatur entläd.
    Anstatt sich zu schämen und lieber etwas anderes zu lesen erdreisten sich diese Leute dann tatsächlich dazu auf „Abschicken“ zu klicken und damit das Internet mit ihrem geistigen Dünnschiss zu verpesten.

    In dem Sinne Dank an „asphyx68“ – und informier‘ dich einfach besser, damit du in Zukunft nichts mehr kommentieren musst, von dem du nicht die leiseste Ahnung hast – dann bist du eine wertvolle Bereicherung für das Internet.

    • Ava Odoemena Says:

      Oh, [Klarnamen aus Datenschutzgründen entfernt] (nicht der Musiker), aka
      Asphyx
      Sentinel
      Asfüx
      Hangolin
      Lutheraner
      Shaman_Arithu
      Klempner
      Prof. Seneca
      Lone Wolf
      Guardian
      Wardog
      Forever
      Uluru (…)

      ist mitnichten ein gewöhnlicher Troll, der gehört durchaus zur Bundesliga. Sein Minimalismen Essay mit dem er Homophobie rechtfertigt ist Trollkunst, wie bei allen guten Trollen ist nicht auf Anhieb ersichtlich ob er Satire betreibt oder vollkommen durchgeknallt ist:-) Im Falle von A. würde ich auch nie behaupten wollen, es handelt sich hier um einen verkappten, katholischen Schwulen der sich mit einer klinisch relevanten, narzisstischen Persönlichkeitsstörung herumplagt, sondern das ist alles Satire auf Titanic-Niveau.

      Aber wie du schon bemerkt hast, inhaltlich ist sein Besuch hier etwas mager, vielleicht wird das noch was, wir sollten ihm etwas Zeit geben sich in den Veganismus einzuarbeiten [g].

  3. Jan Says:

    ach Asphyx,

    wo treibst Du Dich wieder überall rum? hm?

    …und was Du wieder für einen Mist produzierst. Das
    tut ja richtig weh! Au Backe!

    Laß doch den Leute hier wenigstens ihren Frieden.

    man man man

    • Ava Odoemena Says:

      Also ich muss schon sagen, diesen Troll habt ihr schlecht erzogen, saugt sich einfach irgendein wirres Zeug aus den Fingern:-) Aber er ist ganz unterhaltsam, deswegen wollte ich fragen ob wir ihn von kreuts.net ein paar Monate ausleihen dürfen?

      • Jan Says:

        Ihr würdet Euch keinen Gefallen tun! Glaubt mir.

        Aber bitte, nehmt ihn. Aber kommt hinterher nicht um Euch zu beschweren.
        …ich hab Euch gewarnt ;-)

      • Ava Odoemena Says:

        Hehe, OK:-)

        Übrigens landen deine Beiträge auf Anhieb im Bauch der Spammaschine, ich muss die erst freischalten. Keine Ahnung warum, aber muss am URL liegen. Vermutlich haben euch wütende Katholikenfundies als Spam markiert. Askimet funzt vermutlich mit einer Art automatischem Bewertungssystem, also wenn man 10 oder 20 mal als Spam markiert wurde, landet man automatisch bei allen Nutzern erstmal im Spamkorb.

  4. Der Anti-Jagd Blog Says:

    Erst mal müssen noch viel mehr Menschen zu Veganern werden, damit nicht permanent irgend welche Neueinsteiger festlegen wollen, was nun wirklicher Veganismus sei und was nicht. Gerade diese bekriegen Veganer mehr als alle anderen. Wen der Herr strafen will, den schickt er 10 Veganeinsteiger auf den Hals ohne sich je selber sehen zu lassen. Danach kannst du eine Kur für geplagte Veganer beantragen.

  5. Cleo Says:

    Ava weiß also wie die „richtige Musik“ klingt. Alle anderen überprüfen bitte nochmal ihr Gehör.
    Die Welt ist so einfach.

  6. edgar Says:

    „Selbst wenn man weiss dass die Grautöne identisch sind, sieht man auf der ersten Grafik dennoch vermeintlich einen Unterschied.“

    Ähnlicher Effekt entsteht, wenn man im Raum mit weißen Wänden steht, einige Stellen sind wegen der Schatten dunkler, andere heller, weil sie näher am Fenster sind und mehr Licht bekommen, trotzdem erkennen wir die Wände als gleichmäßig weiß.

    Ich bin mal aus einem Veganer Forum raus geflogen, weil ich geschrieben habe, der Begriff „vegan“ ist falsch, weil vegetarisch schon der richtige Begriff ist, denn er stammt etymologisch von Vegetation, (=Pflanzenwelt), das sind Eier, Milch, Honig und Meeresfrüchte nicht draus ableitbar. Sie beharrten stur drauf im Recht zu sein. Was meinst du? Kannst du meine Argumentation verstehen? Ich finde es halt blöd, das sich Vegetarier nun mit dem blöden Kunstwort Veganer abgeben müssen, wärend Nichvegetarier sich Vegetarier nennen dürfen. Für mich ist das Gehirnwäsche, sprachliche Verdummung.

    • Ava Odoémena Says:

      Es gibt halt nicht nur die linguistische Ableitung, sondern auch die kulturelle. Sprache ist kein statisches Konstrukt und Bezeichnungen und Begriffe können auch Begebenheite, Gefühle und kulturelle Zusammenhänge wiedergeben. Das Wort vegan ist kulturellen Ursprungs und hat daher auch seine Berechtigung. Die Ablehnung kultureller Zusammenhänge könnte von den Mods halt auch als ein Angriff auf die vegane Identität verstanden worden sein, gerade in den 90er Jahren gab es sehr viele rhetorische Angriffsmodelle um Veganismus zu entwerten – da ist die Infragestellung von Veganismus insgesamt natürlich schon geeignet, die entsprechenden Warntrigger auszulösen weil das von deren Perspektive eine Anmaßung darstellt.

      • edgar Says:

        Ok, kannst du mir denn erklären, wie
        sich aus dem Begriff Vegetarier ableitet, dass er Milch, Eier, Honig und Meeresfrüchte essen darf? Wenn er Fisch essen darf, weshalb dann kein Fleisch von Säugern? Wie wird begründet, dass Fische nicht zu den Tieren gehören, deren Verspeisung einen zum Nichtvegetarier macht? Ich frage nicht als Troll, sondern ich verstehe es nicht, mich haben aber immer schon feine Unterscheidungen interessiert.

        Vegetation: Die Vegetation ist die Gesamtheit der Pflanzenformationen und Pflanzengesellschaften, die in einem Gebiet wachsen

        vegetativ verweist auf Vegetation, kein eigener Artikel bei Wikipedia

        Vegetarismus bezeichnet ursprünglich eine Ernährungs- und Lebensweise des Menschen, bei der neben Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs nur solche Produkte verzehrt werden, die vom lebenden Tier stammen.

        Also doch kein Fisch dabei? (Wobei alle Nachkommen von lebenden Tieren stammen^^)

        Aha, also dürfte man als Vegetarier einem Tier etwas amputieren und jenes verspeisen, solange das Tier noch lebt? Gemeint ist was anderes, das weiß ich, nur wie soll man dies ausdrücken oder formulieren?

        Die Wörter „Vegetarismus“ und „Vegetarier“ sind seit Ende des 19. Jahrhunderts bezeugte, heute allgemein gebräuchliche gekürzte Formen der zuvor üblichen Bezeichnungen „Vegetarianismus“ und „Vegetarianer“.[4] Letztere sind Übersetzungen der englischen Begriffe vegetarianism und vegetarian. Das englische Wort vegetarianism ist eine moderne Kunstbildung, abgeleitet von vegetation („Pflanzenwelt“) und vegetable („pflanzlich“, „Gemüse“), nicht – wie mitunter von Vegetarierorganisationen angegeben wird[5] – von dem lateinischen Adjektiv vegetus („lebhaft, munter, rüstig“).[6] Ein Zusammenhang mit den lateinischen Begriffen vegetus und vegetabilis („belebend“) besteht nur indirekt, da all diese lateinischen und englischen Wörter vom lateinischen Verb vegetare („beleben“) abstammen.

        Wieder kein Hinweis darauf, weshalb Vegetarier Tierprodukte essen dürfen.

        vegetare:

        abhärten
        beleben
        Kraft verleihen
        stärken

        Auch hier lässt sich nicht ableiten, weshalb nun ausgerechnet Fleisch verboten sein sollte. Wenn Eier, Milch und Honig kräftigen und beleben, dann tut dies Fleisch ebenso. Der Begriff Vegetarier stammt also sicher von Vegetation ab, nicht von vegetare.

        Ich sehe weiterhin keinen Grund dafür, weshalb im Begriff Vegetarier steckt, dass er Tierprodukte essen darf. Nur weil ein Begriff der Kultur entsprungen ist heißt lange noch nicht, dass er berechtigt ist und schon gar nicht, dass er von wissenschaftlicher Bedeutung ist. Du kannst natrrlich sagen, alle machen es so, deshalb mache ich es auch so, aber trotzdem bleibt es falsch. Nur weil alle etwas tun, heißt es nicht, dass es richtig ist, oder?

  7. edgar Says:

    Es gab Leute die wollten keine Tierprodukte verwenden, nannten sich Vegetarier. Mich interessiert, wann, wie und weshalb plötzlich andere Leute meinten, sie wären auch Vegetarier, weil sie zwar Tierprodukte, aber keine von toten Tieren essen. warum ist das geschehen? Warum haben das die Vegetarier damals zugelassen?

    Schließlich erfand dann jemand das Wort „vegan“, damit diejenigen, welche sich nur aus der Vegetation bedienen, wieder ein klares und deutliches Wort dafür haben. Das war überflüssig, sie hätten nur klar machen brauchen, das wer Tierprodukte isst, kein Vegetarier ist.

    Ich bin bereit sofort meinen Irrtum einzusehen, aber ich finde einfach keine schlagende Begründung, weshalb Vegetarier Tierprodukte verwenden dürfen. Leute die dies tun, sind keine Vegetarier. Punkt.

    Es ist doch völliger Schwachsinn, dass die, die sich nur aus der Vegetation bedienen, sich Veganer nennen, wärend die, die auch Tierprodukte verwenden Vegetarier sind. Bin ich der einzige, dem dieser merkwürdige Sachverhalt auffällt?

    • Ava Odoémena Says:

      Ah, ich verstehe.

      Also ja, das war genau der Grund. Eigentlich sind ja Ei/Milch-konsumierende Vegetarier „Adjektiv-Vegetarier“, also ovo u./o. lacto-Vegetarier. Reine Vegetarier konsumieren keine tierbasierten Produkte vom toten Tier, aber vom lebenden wie Wolle, Leder und Weißblut. Vom Vegetarier unterscheiden sich Veganer weil wir ja auch Leder, Seide, Wolle und Insektenprodukte ablehnen wie Cochenillenrot und Honig. Die Wikipedia versucht das zwar ein wenig zu drehen und lagert Nichtnahrungs-Tierprodukte zu den „strengen Veganern“ aus, das ist aber Quatsch. Der Eintrag in der Wikipedia ist zwar nicht mehr als veganhetzend einzustufen, trotzdem gibt nach wie vor Bemühungen die Bedeutung des Veganismus entstellend zu entkernen mit diesen mutwilligen Auffächerungen.

      Übrigens nehmen Veganer nicht nur „vegetabile“ Produkte auf, schließlich sind Hefen, Pilze, Mineralien, Wasser und Nahrungsfermente wie Miso keine Pflanzen – die semantische Ableitung wie du sie betreibst steht ergo sowieso auf wackligen Beinen.

      Die Abspaltung macht durchaus Sinn, nicht nur aus kulturellen Gründen. „Vegetarier“ ist als Bezeichnung halt mittlerweile total schwammig und verkommen, mittlerweile gibts ja so debile Sachen wie Pesce- u. Pollo-Vegetarier, die Fische und Vögel nicht als Tiere anerkennen. Irgendwann kommt dann der Biofleisch-Vegetarier und der Schlafveganer.

Kommentar anbieten

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s