Verprellt der Fokus auf Empathie die Männer?

Wer sich die soziale Struktur des Veganismus und des Antiveganismus ansieht, erkennt schnell eine diametrale Symmetrie: Die Mehrheit von Frauen im Veganimus wird gespiegelt von einer Mehrheit an Männern im Antiveganismus.

„Antiveganismus“ ist gerade ein Trendthema bei augenscheinlich jungen Männern, die es hip finden gegen Veganer und Veganismus zu stänkern, wobei die Grenze zwischen Satire und offene Hetze fließend ist. Die „Rhetorik“ erinnert stark an die Schmähkritik weißer Rassisten in den USA, die über die Bürgerrechtsbewegung herzogen, oder auch die Reaktion Frauen verachtender Maskulisten auf die Frauenrechtsbewegung in der Bundesrepublik.

Interessant ist die verschobene Selbstwahrnehmung von „Antiveganern“, die sich selbst als lustig und hip empfinden und in ihrer Demagogie keine Analogie sehen zu der von Rassisten und Sexisten. Für bewußte und unbewußte Antiveganer ist sonnenklar, dass Veganer Spinner sind deren Bekämpfung legitim ist. In letzter Zeit findet allerdings eine interessante Hysterisierung statt, Veganer werden, manchmal allen Ernstes, als „Ökoterroristen“, „Nazis“ und „Sekte“ verunglimpft. Die Tendenz von Veganern nicht rechtlich gegen Täter vorzugehen hat hier zu einer Evolution des Austestens geführt, welche wie gesagt in diesem Diffamierungsrausch gipfelte. Diese Argumentationslosigkeit unterstreicht selbstverständlich eher, dass Veganer Recht haben und dieses Bewußtsein dringt auch immer tiefer ein ins Normvolk. Desweiteren soll ein Fokus auf die „Spinner Veganer“ vom Eigentlichen ablenken, die Verantwortung für den Nichtveganismus und dessen Konsequenzen. Also genau der bizarre Wahnsinn, der das Wesen der tierbasierten Landwirtschaft prägt und für die jeder Verbraucher verantwortlich ist, der nach Tierprodukten greift, sei es Fleisch, Milch, Eier, Seide, Wolle, Leder und deren Derivate und Aufbereitungen.

Davon abgesehen bleibt eben die Frage, warum Frauen den Veganismus zwangloser für sich entdecken, vor allem viel eher bereit sind sich in die Situation von Tierpersonen hineinzuversetzen und der Durchschnittsmann noch nichteinmal beim unveganen Vegetarismus ankommt. Männer stellen sich an, als würde es um ihr Fleisch gehen, oder aber präsentieren sich mit zynischer Härte den Veganern, bzw. die Ethik die wir vertreten und die den Wind aus dem Segel nehmen soll, ein Pseudozynismus der aber wohl eher Selbstschutzfunktion hat. Viele „Dialoge“ und auch Streitgespräche mit Veganern dünken eher als Monologe der Selbsthypnose, bei denen Veganer eine reine Statistenaufgabe haben.

Vielleicht ist für Tierrechtler aber der gesamte Ansatz Mitleid und Empathie das falsche rhetorische Instrument vor allem für Männer. Nur, kann es einen (ethischen) Veganismus geben ohne altruistische Zuwendung, ohne Mitgefühl und ohne Verständnis für die Interessen von Tierpersonen?

Ja, das geht, sagt zumindest „Robert“, ein Veganer der an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet. Veganes Auge hat ihn interviewt.

[Aus dem Englischen]

VA: Robert, bevor wir uns zu sehr verlieren in den technischen Details was diese Geistesstörung beinhaltet, wo würde man am ehesten fündig wenn man Narzissten suchen würde?

Robert: „Die drastischste Ausprägung ist wohl der Sexualmord, Mörder generell, vor allem Mörder die planmäßig vorgehen. Aber auch überall sonst, wo Menschen Macht ausüben können, oder zumindest so tun können als ob sie Macht hätten sind sicherlich Orte wo man Narzissten finden kann. In der Schauspielerei, in der Politik, im Bankengewerbe oder bei der Polizei. Narzissten haben ein gesteigertes Interesse größer und wichtiger zu wirken als sie tatsächlich sind, unabhängig vom tatsächlichen vorhanden Talent. Es gibt aber auch stille oder private Narzissten die ihre Familie oder Kollegen terrorisieren.“

VA: Wieviel Mitgefühl kann man von einem Narzissten erwarten?

Robert: „Erwarten kann man viel, natürlich, ob aber die Erwartung erfüllt wird ist eine andere Frage. Keins. Diese Persönlichkeitsstörung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, das eben kein Mitgefühl vorhanden ist und alle sozialen Beziehungen ausbeuterischer Natur sind. Ein Narziss wird so lange saugen, bis nichts mehr da ist und die Hülle dann achtlos wegwerfen.“

VA: Das ist wirklich schwer nachzuvollziehen. Was würdest du empfinden, zum Beispiel, wenn wir zusammen unterwegs wären und mir jetzt in diesem Moment etwas passieren würde, z. B. ein Auto das außer Kontrolle geraten ist und auf den Gehsteig rast und mich schwer verletzt?

Robert: „Wenn ich ehrlich bin würde ich wahrscheinlich deinen Gesichtsausdruck amüsant finden. Und wenn du sterben würdest, wäre ich vermutlich sauer weil du mir meinen Nachmittag ruiniert hast, weil dann ja auch die Polizei kommen würde usw.“

VA: Starker Tobak.

Robert: „Du hattest gefragt. Allerdings verstehe ich als selbstbewußter Narziss meinen Narzissmus als Behinderung. Das heißt mir ist vollkommen klar, dass es unnormal ist so zu fühlen bzw. nicht zu fühlen.“

VA: Welchen Tip hast du für Menschen die unter einem Narzissten zu leiden haben, z. B. in der Familie oder als Vorgesetzte?

Robert: „Rennt. Narzissmus ist nicht heilbar, und als Kind einen oder zwei narzisstische Eltern zu haben ist wahrscheinlich ein Albtraum ohne Ende, bei einer Firma kann man noch kündigen.“

VA: Dennoch lebst du vegan und bezeichnest dich sogar als ethischer Veganer, d.h. du legst Wert darauf dass es für dich nicht nur eine Frage der Ernährung ist, du bist also kein Veganköstler. Wie passt das zusammen?

Robert: “ Dafür muss ich etwas ausholen. Ich wußte selbst lange Zeit nicht dass ich diese Persönlichkeitsstörung habe, hielt mich selbst für normal und wäre nie auf den Gedanken gekommen einen Psychologen aufzusuchen. Es lief eigentlich alles ganz glatt, ich hatte gerade meinen ersten Job, wohnte aber noch zuhause. Eine Verwandte, eine Cousine studierte Psychologie oder Psychiatrie oder sowas, und bei einem Streit hat sie mir diese Diagnose an den Kopf geknallt. Ich dachte erst die führt sich auf und macht auf Drama-Königin und will mit ein paar neu gelernten Fachbegriffen prahlen um im Streit einen Vorteil zu gewinnen. Aber offensichtlich hatten sich die anderen informiert und pflichteten ihr bei. Es ging wie öfter um mein unmögliches Verhalten. Ich dachte erst die sind irgendwie neidisch auf mein gutes Aussehen oder meine überragende Intelligenz, meinen Erfolg im Job und bei den Frauen und wollen mich nur runter machen.

Trotzdem blieb etwas hängen und nagte,  ich fing dann an zu recherchieren im Web. Ich habe mich also erst mal selbst diagnostiziert, das war ein riesiger Schock für mich und ich fiel in eine tiefe Depression, da offensichtlich mein Innenbild von dem was ich dachte der ich sei, überhaupt nicht überein stimmte mit dem was ich war. Ich war ganz einfach ein superkaltes Arschloch, durchschnittlich intelligent, durchschnittlich aussehend und mein Leben war eine Lüge. Für einen Narzissten zu erkennen, Narziss zu sein bedeutet aufwachen im Kino und zu realisieren, dass nicht nur dein bisheriges Leben ein Film war, sondern du selbst auch ein eindimensionales Stück aus diesem Film bist, aber jetzt in dieser Realität herumläufst und irgendwie mit dieser Banalität zurecht kommen musst. Wie ein König der im Suff alles verzockt hat und danach mittellos aufwacht. Nur dass beim Narzissmus das Königsein eingebildet war. Narzissten leiden sehr oft an Größenwahn, bzw. eher ihre Umgebung leidet darunter. Aber ein Narziss bleibt ein Narziss auch nach der Selbsterkennung, es gibt da kein anderes Ich was man ausgraben und gesundtherapieren kann, die Krankheit ist das Ich. Ich habe viel Geld ausgegeben bei Therapieversuchen um diese Erkenntnis zu gewinnen, immer auch im Wechsel zwischen Größenwahn und Minderwertigkeit, aber meistens in der Depression. Nichts ist extremer für einen Narziss als die Realisierung, einer von Allen zu sein und darüber hinaus auch noch jemand mit einem gehörigen Dachschaden.

Ich bin dann zufällig auf einen Text von dir gestoßen in Web und machte zum ersten mal Bekanntschaft mit dem Veganismus. Ich dachte damals was für ein lächerlicher Schwachsinn ist das, Rechte für Tiere und wir haben uns dann zuerst tagelang gestritten.“

VA: Das war „(Datenschutz)“ eine Satireseite die inzwischen wieder aktiv ist, aber ohne die alten Kommentare. Warum hast du dich eigentlich auf mich eingelassen?

Robert: „Genau. Bitte die Seite nicht nennen da sich das dann eventuell zurückverfolgen läßt. Auf jeden Fall hast du mich dann in eine Debatte verwickelt und das war der Beginn meines Einstiegs in den Veganismus. Das war zur der Zeit als ich meine letzte Therapie abgebrochen hatte und war auf der Suche nach einer Struktur, mit deren Hilfe ich mich in eurer Welt bewegen konnte. Warum ich mich auf dich eingelassen habe, ich fand deine aggressive Art ziemlich sexy.“

VA: Das ist ja beruhigend dass ich auf Geisteskranke sexuell attraktiv wirke. Welche Welt meinst du? Die der veganen Szene?

Robert: „Hey! (lacht) Nein, in der Welt der Normalen. Im Laufe der Auseinandersetzung mit dem Thema wurde mir klar, dass die Vermeidung des Vermeidbaren als veganes Grundprinzip eine Art Prime Directive sein kann für mich wie in Star Trek, nicht nur bezogen auf Tiere sondern auch auf Menschen. Also ohne den fluffigen Gefühls u. Mitleidsnonsens. Ich will mich gar nicht in die Situation von anderen hineinversetzen, das zu leisten wäre ein unglaublicher Energieaufwand für mich. Man verlangt ja auch nicht von einem Rollstuhlfahrer dass er sich kriechend fortbewegt.“

VA: Vegane Ethik in ihrer abstrakt reduzierten Form als dein Rollstuhl, den Empathiekrüppel?

Robert: „Ja genau. Und nenn mich bitte nicht Krüppel, das verletzt meine Gefühle.“ (lacht)

VA: Ich dachte Narzissten haben keine Gefühle.

Robert: „Oh doch, Narzissten sind sehr verwundbar, das Konzept ist nur nicht auf die zuckenden Fleischsäcke um uns herum anwendbar. (lacht)

VA: Hast du eine These was bei dir die Ursache war?

Robert: „Im Nachhinein denke ich mein Vater war Narziss, also nicht dass das vererblich wäre, sondern dass ich als Kleinkind emotional beschädigt wurde und dann die gleiche Störung entwickelte.“

VA: Vielen Dank „Robert“ für das Interview und alles Gute.

Wir lernen daraus: Die unvegane, bzw. speziesistische Gesellschaft bezieht sich auf nichtmenschliche Tiere in einer ähnlichen Art und Weise, wie Narzissten auf andere Menschen. Doch während Narzissten einen neurologischen Defekt haben, ist der Narzissmus gegenüber Tieren ein kultureller Defekt, von dem, aus welchen Gründen auch immer, Männer eher betroffen scheinen als Frauen.

Für Veganer ergibt sich hiermit die Situation, dass Apelle an Empathie und Mitgefühl sehr wahrscheinlich keine geeignete Methode ist, Männer für den Veganismus zu gewinnen. Vielmehr ist eine „technische“ Auslegung von Tierrechten als ein Verhaltensstandard ähnlich wie die Regeln der Straßenverkehrsordnung geeigneter. Zumindest für Männer die nicht von selbst zum Veganismus finden.

Die, die das durchaus tun, verdienen da beinahe ein besonderes Lob, also trotz „bioevolutionärer“ Widrigkeiten, sozusagen ;-)

Creative Commons License
Ava Odoemena

(n. verantw. f. Werbeeinblendungen durch WordPress)

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48 Antworten to “Verprellt der Fokus auf Empathie die Männer?”

  1. Fleischesser Says:

    Diese dauerdummlabernde Ava ist ein Beweis für die Notwendigkeit der Geschlossene Psychiatrie. Steckt endlich alle Irren wieder in die Klapsmühle!

  2. Der Anti-Jagd Blog Says:

    Ich denke, dass Empathie auch bei Männern meist die eigentliche Ursache für ihren Veganismus ist. Nur passt Empathie eben nur sehr bedingt zu der gängigen Männerrolle, so dass Männer nach der Empathiephase, die sie zu Veganern werden ließ, lieber wieder in gängige Männerrollen schlüpfen. Im Tierrecht sind dies z.B. die Rollen des Freiheitskämpfers, des Pioniers und die Rollen des Nichtbeugsamen. Fürsorgliche Rollen werden mehrheitlich wieder mehr von Frauen besetzt. Dabei brauch ich nur einmal an die Taubentanten zu denken. Da war ich als Mann in einer Stadttauben AG eine absolute Minorität.

    Für Männer taugen Begriffe wie Freiheit und Gerechtigkeit vielleicht mehr als der Begriff Empathie. Auf jeden Fall können sie sich durch diese Begriffe besser ausdrücken. Auch ist der Begriff Herrschaftskritik bei Männern sehr beliebt, obwohl dahinter meist nicht der reinste Veganismus steht.

    Für mich persönlich ist dennoch Empathie das primäre beim Veganismus. Damit sie sich aber nicht verflüchtigt muss sie auch in alltägliche, vegane Lebensweisen umgesetzt werden, was allerdings nur durch die Schaffung einer eigenen, veganen Moral möglich ist. Die sanfte Empathie benötigt also auch ihren Gegenpool die feste Moral, um Antispeziesismus im Alltag zu leben.

  3. vatel Says:

    Verprellt der Fokus auf diese Diskussion von das hier ? :

    http://www.tiergesundheit-aktuell.de/schweine/aktuelles-762.php?seite=

  4. clemens sebastian Says:

    hallo schreibt

    „Die Diskussion, in die du mich nun verwickelt hast, dreht sich im Kreis. “

    das iss eigentlich Usus
    nen Nihilist hat eh ne Nase für sowas
    bei absurd kommt dir sicherlich Camus in den Sinn
    der hielt Nihilismus für ne üble Krankheit
    ich hoffe du verstehst meine Ironie
    müsste dir leicht fallen

    „Der Mythos des Sisyphos“
    „der Mensch in der Revolte“

    clemens

  5. Marco Says:

    Woher weiß man denn, dass es mehr männliche als weibliche Veganer gibt? Basiert das auf einer Statistik oder auf subjektiver Einschätzung?

    • Murph Says:

      Nach der Nationalen Verzehrsstudie von 2007 mit 20.000 Teilnehmern ernähren sich in Deutschland 1,6 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (Männer 1 Prozent, Frauen 2,2 Prozent) fleischlos (entweder vegetarisch oder mit Einbeziehung von Fisch). 0,1 Prozent der Studienteilnehmer bezeichneten sich als vegan.

      Nach Umfragen der Statistik Austria (2006/2007) ernähren sich in Österreich ca. 1,4 Prozent der Männer vegetarisch, davon 0,8 Prozent pesco-vegetarisch und 0,2 Prozent vegan. Frauen insgesamt ca. 3,9 Prozent, davon 2,2 Prozent pesco-vegetarisch und 0,2 Prozent vegan. 47% der Befragten gaben an, Mischkost mit wenig Fleisch zu essen.

      Also 0,028% vegane Männer in Österreich gegen 0,078% vegane Frauen.
      Ist ziemlich analog zu den „0,1% vegan“ in Deutschland, also wird es wohl auch ähnlich verteilt sein.

      Quelle: Zusammenfassung der Studien (Zitate) von der unsäglichen Wiki.

      • Murph Says:

        Und die Hälfte der Österreicher isst natürlich auch nur „ganz wenig Fleisch“, und wenn, dann bestimmt auch Bio xD

      • Marco Says:

        „Ist ziemlich analog zu den “0,1% vegan” in Deutschland, also *wird es wohl* auch ähnlich verteilt sein.“

        Also doch subjektive Einschätzung, oder?

      • Murph Says:

        Andernfalls müsste man davon ausgehen, die Deutschen und die Österreicher würden sich kulturell massiv unterscheiden – das sehe ich aber nicht so, weil allein schon „zufällig“ der geschlechtsunabhängige Veganeranteil exakt gleich ist.

        Also sollte es Recht sein die Geschlechterverteilung, die ja nur aus der österreichischen Studie hervorgeht, 1:1 auf Deutschland zu übertragen.

        Also *meinetwegen* ist es subjektiv, aber wohl- und eindeutig begründet.

  6. Claude Martin Says:

    Vor kurzem hätte ich noch geschätzt, dass es mehr männliche Veganer gäbe (vielleicht subjektive Wahrnehmung). Unterdessen habe ich ein paar Veganerinnen kennengelernt, so dass es zumindest lokal ein wenig mehr weibliche gibt.
    Ich hätte eher geglaubt, dass es im Schnitt etwa gleich viele sind.

    Auf jeden Fall wäre ich für die „technische“, logische, rationale, vulkanische Ethik eher zugänglich. Aber ich denke, dass es bei den Veganerinnen die ich kenne so viel anders ist. Wieso sollten Gefühle überhaupt eine Rolle spielen? Wer nur denen Rechte zuschreibt mit denen er Mitgefühle hat halte ich für gemeingefährlich. Ob Narziss oder nicht ist da egal.

    • Ava Odoemena Says:

      Hallo Claude, willkommen auf VA.

      Vulkanische Ethik:-)

    • clemens sebastian Says:

      „Wieso sollten Gefühle überhaupt eine Rolle spielen? Wer nur denen Rechte zuschreibt mit denen er Mitgefühle hat halte ich für gemeingefährlich

      weil man Gefühle hat und erlebt
      spielen diese Gefühle eine gewichtige Rolle
      Schmerzempfinden etwa äußert sich in einem Gefühl

      einem Zahnrad kanns egal sein
      bzw. dem isses egal obs „knirscht“
      wenn ava’s Bein „knirscht“ tut’s weh
      daraufhin lässt ava dem Bein Recht zukommen
      dass es erhalten bleibe

      wie kommst du eigentlich auf den zwoten Satz
      um wen und was gehts da

      eventuell meinst du Gefühlsduselei

      clemens

    • Claude Martin Says:

      @clemens: Ich meine halt einige Veganerinnen aus der Nähe die ich unterdessen kenne. Vorher kannte ich nur (hauptsächlich Männer) aus dem Internet. Vielleicht ist das auch so weil im Internet mehr Männer unterwegs sind.
      Eine von diesen Veganerinnen hat mir heute gesagt, dass ich wohl ein „nicht“ vergessen hatte. -> „die ich kenne, *nicht* so viel anders ist“.

      Ja, Gefühlsduselei trifft es vielleicht besser. Aber wenn ich wie Data oder Spock keine Gefühle hätte, wäre ich trotzdem vegan. Meine Gefühle spielen da keine Rolle. Wichtig ist auch, dass ich einem Wesen immer die selbe Rechte zugestehe, egal ob ich es liebe oder nicht ausstehen kann.

      • clemens sebastian Says:

        warum gestehst du Rechte zu
        Claude
        plus auch noch die „selben“

        Clemens

      • Claude Martin Says:

        Weil das Wesen ein Interesse an diesen Rechten hat. Das heisst nicht dass ich einem nubischen Wildesel wahlrechte zugestehen muss, aber ich kann nicht einem Zwergblauschaf ein Recht zugestehen und einem anderen Zwergblauschaf nicht.

  7. Banaspati Says:

    Also ich (Mann) bin tatsächlich über die Gefühlsschiene (Mitgefühl) beim
    Veganismus angekommen und hatte das auch als „normale“ Ursache um beim Veganismus zu enden angenommen. Hab dann auch immer gehofft,
    das (Mitgefühl) könne/würde auch andere dazu bringen, bis mir irgendwann
    klar wurde, dass sie entweder keins haben, oder es wirklich tief in sich
    verstecken/verdrängen.
    Für erstere hielt ich dann die Möglichkeit vegan zu werden für unmachbar, für letztere nur dann realisierbar, wenn sie wieder Kontakt zu ihrem in den Keller gesperrten Mitgefühl aufnehmen würden.
    Wie ich jetzt bei „Claude Martin“ lese scheint diese Meinung aber falsch
    zu sein, was mich freut, denn somit besteht also doch auch Hoffnung für
    die Menschen ohne Mitgefühl…
    Bin übrigens nicht gemeingefährlich… Mein Mitgefühl schliesst so ziemlich jeden mit ein, die paar ausnahmen zu denen ich keine
    gefühlsmäßige bindung habe (z.B. manche Insekten…aber nur wenige…)
    brauchen aber auch keine angst haben, da bei denen dann mein Rechtsbewußtsein greift, das mir sagt, die kannst du ja nicht, nur weil du
    sie vielleicht nicht so gern hast ausschließen von der großen
    „Allgemeinschaft“ die (allein) aufgrund ihrer Existenz ein Recht auf Leben
    hat…
    P.S.komme mir aber tatsächlich v.a. im Vergleich mit anderen Männern
    etwas „überversorgt“ mit Mitgefühl vor…

  8. Banaspati Says:

    Nachtrag: Hab grad nochmal meinen text gelesen und gedacht man könne
    das so auffassen als ob ich eine Verbindung zwischen „Claude Martin“ und
    „Menschen ohne Mitgefühl“ herstellen würde/wollte.
    Wollte ich aber nicht, sollte heißen „für die Menschen, die sich dem Veganismus von einer anderen Seite als der des Mitgefühls nähern…“

  9. gurke Says:

    Kopfschütteln!

    Wie Du über Narzissmus schreibst, zeigt, dass Du keine Ahnung hast, was das eigentlich ist.

    Manchmal hilft Vorrecherche, solchen herabwürdigenden Unsinn wie diesen zu vermeiden.

    Geistesstörung… neurologisch bedingt…gefühlslos…
    Wie kommst Du auf sowas?

    • Ava Odoémena Says:

      Du bist wahrscheinlich kein Narziss/Psychopath, sonst würde dich das überhaupt nicht tangieren. Aber: Du zitierst Einzelwörter ohne Zusammenhang, die sogar ich nochmal suchen müsste im Interview um mich an den Zusammenhang erinnern zu können.

      Aber wenn sich jetzt schon Narzissten darüber beschweren, dass man ihre Gefühle verletzt, dann macht die Gesellschaft echt Fortschritte:-)

  10. werwerwer Says:

    Ich stelle mal was in den Raum:
    Veganer sind wie Nonnen, die im Kampf für Gott und das Gute die eigenen Interessen aufgeben.

    Veganismus = Altruismus, Heuchelei

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