Interna: Religionsempfehlung für gläubige Veganer

(Interna bezeichnet Artikel die sich nicht, oder nicht direkt mit dem Antiveganismus auseinander setzen.)

Das Phänomen der Religion hat wie alle kulturelle Ausprägungen, reduktionistisch betrachtet seinen Ursprung in Prozessen der Selbstorganisation, ist demnach evolutionsmathematisch erklärbar.

Religiöse wird es sicherlich nicht entzücken, dass Religion somit ein Element der (sozialen) Evolution ist, aber ein Phänomen was sich über Milliarden von Menschen erstreckt, kann nicht außerhalb der Evolution stehen.

Die mehr als absolute Mehrheit der Menschen glaubt an eine ihr aktiv zugewandten, selbstbewussten Energieform. Und sogar Menschen, die sich selbst als Nichtgläubige definieren, zeigen oftmals identische Verhaltensweisen; und sei es nur zum Beispiel bedingungsloser Gehorsam gegenüber einer (oftmals destruktiven) Autorität in Form eines Individuums oder einer Organisation. Der so genannte Milgram-Effekt, die Übertragung individueller Verantwortung zugunsten einer übergeordneten echten oder fiktiven Autorität, ist einer der stärksten im Menschen angelegten Urtriebe, unabhängig davon ob das gute (Martin Luther King) oder negative („Modernität braucht den Otto-Motor“) Folgen hat.

Aufklärung und Religionskritik ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Moderne, dies steht unbenommen. Dieser Text ist weder Religionsapologetik noch Kritik am Antitheismus. Hier geht es um das tiefe Bedürfnis von gläubigen Menschen an einer Religion teilzunehmen, ihre Identität über eine soziale DNA zu entwickeln und zu definieren.

Der Veganismus kann dies nicht leisten. Entgegen der in diskreditierender Absicht oft verbreiteten Behauptungen ist der Veganismus keine Religion. Das belegt in der Praxis alleine schon der Umstand, dass Veganerinnen und Veganer in allen Religionen, Kulten und esoterischen Strömungen präsent sind. Wie Rothaarige. Der Veganismus ist auch keine politische Ideologie, obgleich Politik als Instrument dienen kann, über den Veganismus aufzuklären. Der Veganismus ist eine Erkenntnis, so banal wie die Erkenntnis dass man anderen nicht direkt ins Gesicht nießt. So wie es überall in allen gesellschaftlichen Strömungen, Gruppen, Organisationen, Parteien, Religionen Menschen gibt, die anderen nicht ins Gesicht nießen, so verteilt sich -in geringerem Ausmaß- die Erkenntnis dass man Tiere nicht benutzt. Für nichts.

Dennoch gibt es auch eine Hyperidentität von Veganern, die den Veganismus an sich als ihre kulturelle Identität akzeptiert haben, hervorgegangen aus dem üblichen Sammelsurium neuer, gesellschaftlicher Strömungen: den Kreativen, den Spinnern, den Küchenphilosophen, den Autisten, den Borderlinern, den Außenseitern und Abgestürzten, den Hochbegabten, den Skeptikern etc. pp. Wie die „Hyperidentität“ Gebärdensprache der Tauben, so ist auch der Veganismus eine Zusatzkultur als Anbau darunter liegender Zugehörigkeiten. Ein Hauptmerkmal, ein Trend derer, die Veganismus als kulturelle Prämisse für sich akzeptiert haben ist gerade die Nichtgläubigkeit, der Atheismus, sympathisierend oft auch mit einer anderen, ethischen „Schwester“-Orthodoxie, dem Anarchismus. Das ist in etwa ein grober, sozialer Umriss des zeitgenössischen Veganismus moderner Ausprägung. Bei Pythagoras mag das noch anders ausgesehen haben.

Innerhalb dieser veganen „Gemeinschaft“ stehen G-ttgläubige relativ einsam da mit ihrem Glauben und Gefühlen, nicht selten harschen Anfeindungen ausgesetzt, was sie doppelt einsam macht, denn die meisten haben sich von den großen Religionen abgewendet und machen ihr Ding im Stillen mit sich selbst aus. Ihr Bedürfnis nach Gemeinschaft mit Gleichgesinnten lassen sie verkümmern.

Für eben diese Veganer, die mit ihrer abgeschnittenen Religiösität unglücklich sind, ist dieser Text, und dieser Text ist ein Plädoyer für das Judentum.

cc-by-2.0-deed-en:uhuru1701

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Es mag ungwöhnlich sein, dass gerade eine Atheistin mit einer physikalisch sehr reduktionistischen Weltsicht, der Informationstheorie einen proreligiösen Text verfasst; allerdings sehe ich keinen Grund, warum die Erkenntnis, dass es nicht schicklich ist „anderen ins Gesicht zu nießen“ vor Religionen halt machen sollte.

Warum gerade das Judentum? Zuerst sind da theologische Erwägungen. Für eine Veganerin oder einen Veganer der im westlichen Kulturkreis sozialisiert wurde ist das Christentum, bei Migranten häufig auch der Islam die Grundlage sehr vieler Elemente der Persönlichkeitsbildung.

Bei beiden Religionen klafft allerdings ein immenser Riß in der theologischen Matrix, denn die finale Messiasbehauptung erhebt den Anspruch auf Unfehlbarkeit, ja, die beiden Religionsstifter stehen im Zentrum und die gesamte Theologie ist um sie herumgewoben. Dass es sich bei Mohammed und Jesus religionswissenschaftlich wahrscheinlich um die gleiche Person gehandelt hat, ist hier nicht weiter relevant.

Wichtig ist das ethische Versagen von J&M, und somit die Hinfälligkeit der Schismen, die Grundlage waren für die Bildung der beiden Weltreligionen. Denn „beide“ lebten nach der Zeit Pythagoras‘, also in der Zeit in der eine vegane Ethik schon definiert war. Bis zur Entdeckung der Fermentierbarkeit von Vitamin B12 wäre zumindest der Vegetarismus ethisch bindend gewesen, das gänzliche Fehlen der Ausdehnung religiöser Moral auf Tiere, zumindest was das Recht auf Unversehrtheit betrifft, ist ein großer, sehr großer Stolperstein für einen Messias. Und auch gänzlich ohne philosophischen Anschub eines herumrechnenden Griechen, hätte ein Messias von selbst drauf kommen müssen, dass Tiere ethische Rechte haben.

Der aufmerksame Leser wird jetzt einwerfen, dass sich die Erkenntnis über die Rechte der Tiere auch bei den Juden nicht durchgesetzt hat, schließlich leben die wenigsten Juden vegan, dennoch haben die Juden den theologischen Vorteil, sich nicht in einer messianischen Finalbehauptung verrannt zu haben, obwohl es sicher Kandidaten hatte mit denen man das hätte tun können, Maimonides z. B.

Von diesen schweren, theologischen Erwägungen einmal abgesehen hätte das Jüdischsein für g-ttgläubige Veganer sicher auch ein paar praktische Vorteile. Man denke einmal an die Möglichkeit einer veganen, jüdischen Mutter, ihr Kind in einen jüdischen Kindergarten zu schicken, also in eine Umgebung wo vegane Ernährungsgewohnheiten auf ein akzeptierendes, statt feindliches Umfeld stoßen würde. Man denke an die Bereicherung, zu einem neuen Volk dazugehören zu dürfen und viele neue Erfahrungen und Freunde dazugewinnen zu können. Als veganer Jude bräuchte man (Korrektur erwünscht) nur ein Set Bestecke und Geschirr, da eine vegane Küche mehr ? als parve ist, also nicht mit Fischfleisch in Berührung kommt. Auch die Möglichkeit (je nach Art der Konversion) in Israel leben zu dürfen ist ein weiterer „Gewinn“, wobei an allererster Stelle keine betriebswirtschaftliche Kosten/Nutzenrechnung stehen sollte, sondern die Frage, ob man das jüdische Volk lieben kann.

Im Judentum selbst wird nicht missioniert, und Konvertiten werden gar mit Skepsis bedacht, der Prozess der Konversion ist intensiv, soll an dieser Stelle aber nicht erörtert werden, dies bespricht der gläubige und Judentum-interessierte Veganer mit der Rebbezin oder dem Rabbi ihres oder seines Vertrauens.

Übrigens ist heute TU biSchwat, das neue Jahr der Bäume. hagalil.com findet, dass dies der jüdische Feiertag ist, der die meisten Verbindungen zu Konzepten und Themen des Vegetarismus aufweist.

Veganes Auge findet, dass die Übereinstimmung mit dem Veganismus noch deutlicher ist. Na denn;-)

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Ava Odoemena

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153 Antworten to “Interna: Religionsempfehlung für gläubige Veganer”

  1. vegantifa Says:

    [ADMIN: Trollmarkierung „vegantifa“]
    Ava Odoemena will Peter Singer als Tierrechtler hinstellen. Die Frau tickt eindeutig nicht mehr ganz richtig.

  2. Ava Odoemena Says:

    So Kinder, ich glaube wir hatten heute alle unseren Spaß, oder auch nicht (war ja auch nicht sehr spaßig), und ich denke jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt um diesen Thread zu schließen, zumindest für heute.

    • Ava Odoemena Says:

      Der Thread ist wieder auf, allerdings nicht für Detlef –ich bin kein Antisemit– A. Unser judenjagender Antijäger hat eine Woche Sperre bis 26. Februar, seine Beiträge (die ohne Zweifel eintrudeln werden), werden so lange ins Archiv verschoben.

      • moglee Says:

        Ich kenne den Detlef nicht, finde aber seine Kritik am Gaza Krieg berechtigt, denn die Bewohner von Gaza sind Gewalt und Unterdrückung seitens Israel ausgesetzt. Israel hat seit dem Gaza Krieg 2009 sehr viele Sympathien verloren, leider gerade bei seinen Freunden. Bin auch in der Friedensbewegung tätig und da wurden seit dem Krieg 2009 die Stimmen auch deutlich israelkritischer, von Leuten die ganz sicher keine Antisemiten sind. Ein Kumpel von mir, der ein halbes Jahr in Israel gelebt und gearbeitet hat, ist gerade von den Zionisten auch alles andere als angetan, von ihm sind ähnliche Töne zu hören wie von Detlef. Und das von einem, dessen Mutter israelische Wurzeln und der ganz bestimmt kein Antisemit ist. Einer der vor zwei Jahren zu mir sagte als ich seine Haltung in dieser Sache kritisierte: „Du hast doch keine Ahnung was da unten abgeht, informiere Dich und dann unterhalten wir uns weiter“. Nur mit informieren ist es so eine Sache wie man auch hier erkennen kann. Jede Seite versucht dich in ihrem Interesse zu „informieren“ und man gerät ziemlich schnell zwischen deren Mühlsteine.

        Und bevor Du jetzt auch mir den Vorwurf des Antisemitismus machst, darf ich Dir mitteilen, dass ich vor ca. einer halben Stunde ein Päckchen mit Bikewear aus Tel Aviv erhalten habe, zum Mittagessen gibt es heute u.a. Bio Zucchini aus Haifa. Wir kaufen bewusst und gerne israelische Produkte, nicht nur weil die qualitativ sehr gut sind, sondern auch aus Solidarität und nicht zuletzt aus Scham für die Verbrechen unserer Vorfahren gegenüber den Menschen mit israelischer Abstammung.

      • Ava Odoemena Says:

        Im Prinzip die Wiederholung von Detlefs Argument. Verdrängt leider die Tatsache, dass viele „Schrank-Antisemiten“ und feige Antisemiten sich an der Zionismuskritik festgebissen haben. Nochmal: Der „exklusive“ Fokus auf Israel, vor allem unter der vollkommenen Verdrängung aller andereren Konflinkte, insbesondere auch denen, die geschürt werden von den Gegnern von Israel, ist ein deutlicher Hinweis auf antisemitische Tendenzen.

        Zumal Detlef hier auch genug diskreditierende Schmierenrhetorik gebracht hat (wie der Übertrag extremer Beispiele auf alle Juden).

        Ob du anitsemitische Neigungen hast, weiss ich nicht. Aber die Leugnung von Antisemitismus unter dem Deckmantel der „Israelkritik“ – vor allem nach Detlfefs Vorstellung hier – ist auf jeden Fall seltsam.

      • moglee Says:

        Es war eine Beschreibung meiner Wahrnehmung im „nichtfaschistischen“ Freundes- und Bekanntenkreis. Meine Neigungen sind grundsätzlich Anti, allerdings in die andere Richtung.

      • Ava Odoemena Says:

        Es war eine Beschreibung meiner Wahrnehmung im “nichtfaschistischen” Freundes- und Bekanntenkreis.

        Eine Beschreibung, die sich in den ersten Worten unterstützend für Detlef äußerte.

        Hier, zu Erinnerung, ist ja schon 10 Minuten her:-) :

        Ich kenne den Detlef nicht, finde aber seine Kritik am Gaza Krieg berechtigt,

        Davon mal abgesehn, dass Kritik am Gaza Krieg nicht berechtigt ist, wenn ihr Antisemitismus zugrunde liegt – ein doch nicht unbedeutender Unterschied; was erwartest du von mir wenn du jemandem zur Hilfe eilst, der mich und dieses Blog mit wirren Schmähtiraden überzogen hat?

        Dass ich das nicht unterbunden habe und sogar weiter provozierte, macht die Vorgehensweise von Detlef noch lange nicht legitim…

        Man sollte von meinen Unterschichten-Zoten nicht auf meine Fähigkeiten zur Erfassung einer Situation schließen;-)

      • moglee Says:

        Bin ich jetzt an der Reihe Ava? Das ist ja die reinste Verschwörungsorgie. Wie gesagt, ich kenne den Detlef nicht und Du vermutlich auch nicht. Was mich dazu bewog den Beitrag zu schreiben der für Deine Entrüstung steht, waren meine persönlichen Erfahrungen und ja, ich halte mich nicht in einem faschistischen Bekanntenkreis auf sondern definitiv auf der anderen Seite und das schon solange ich denken kann. Auch habe ich es nicht nötig mich für etwas zu rechtfertigen, was ich nicht bin. Als Pazifist stehst Du immer irgendwie dazwischen, damit muss man leben. Und mich zieht es halt immer zu denen hin auf die eingeprügelt wird.

        Wie ihr also Du und Detlef euch hier gegenseitig beschimpft, ohne dass einer den anderen richtig kennt und euch gegenseitig Dinge unterstellt, das ist einfach nur ätzend. Du bist immer so am austeilen wenn es um Deine Interessen geht, dann sei einfach auch bereit Dir gut gemeinte Kritik anzuhören, anstatt gleich wieder um Dich zu schießen. Gilt auch für Detlef. Sprecht euch doch einfach aus, ihr seid doch erwachsene Leute und keine Teenies mehr.

        Und wenn Du mich wegen dieser Äußerung auch sperren willst, dann machs einfach, ich bin nicht wie Detlef oder clemens, ich komme nicht wieder. Garantiert.

      • Ava Odoemena Says:

        Wie ihr also Du und Detlef euch hier gegenseitig beschimpft, ohne dass einer den anderen richtig kennt und euch gegenseitig Dinge unterstellt, das ist einfach nur ätzend. Du bist immer so am austeilen wenn es um Deine Interessen geht, dann sei einfach auch bereit Dir gut gemeinte Kritik anzuhören, anstatt gleich wieder um Dich zu schießen.

        Was du offensichtlich nicht erkannt hast, Moglee, ist, dass meine komplette Beteiligung an diesem Thread kein emotionaler Vorgang ist, sondern ein rhetorischer. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mit dem Gedanken anfreundest, dass das Bild was du von mir hast (in diesem Thread), von mir vielleicht absichtlich mitgestaltet wurde.

        Außerdem, die Debatte ist sowieso tot. Das war sie schon, als sie begann:-)

      • moglee Says:

        Ich hätte mich wohl besser vorher informieren sollen. Ist das dieser Detlef: palaestina-israel.blog? Nun bin ich auch verwirrt, die Seite spricht eine klare Sprache, jedenfalls auf den ersten Eindruck. Nach einem zweiten ist mir gar nicht mehr zumute.

      • Ava Odoemena Says:

        Ja das ist der Gleiche, und war das Blog für mich schon der erste Irritationspunkt (vor allem eben die Einseitigkeit), so war doch der Thread aus dem vegan.at für mich die Verdichtung zur Gewissheit, die sich nun hier vollends zementiert hat…

      • moglee Says:

        Dann ein kleinlautes Sorry meinerseits. Ist wirklich sehr einseitig, doch ich halte jetzt erst mal die Klappe, bevor ich weiter blind im Dschungel herumirre.
        ’n Abend.

      • Ava Odoemena Says:

        Dann ein kleinlautes Sorry meinerseits. Ist wirklich sehr einseitig, doch ich halte jetzt erst mal die Klappe, bevor ich weiter blind im Dschungel herumirre.
        ‘n Abend.

        Mach dir nichts draus, Sorgen machen müssen wir uns eher um Detlef, der ja wohl nicht nur psychisch, sondern auch gesundheitlich angeschlagen ist:-(( Ich hab mal ein wenig recherchiert…

      • Ava Odoemena Says:

        Test. Aha, „vegantifa“ ist eine Sockenpuppe von Detlef, mit einem Anonymisierer…

      • Ava Odoemena Says:

        Und bevor Du jetzt auch mir den Vorwurf des Antisemitismus machst, darf ich Dir mitteilen, dass ich vor ca. einer halben Stunde ein Päckchen mit Bikewear aus Tel Aviv erhalten habe, zum Mittagessen gibt es heute u.a. Bio Zucchini aus Haifa. Wir kaufen bewusst und gerne israelische Produkte, nicht nur weil die qualitativ sehr gut sind, sondern auch aus Solidarität und nicht zuletzt aus Scham für die Verbrechen unserer Vorfahren gegenüber den Menschen mit israelischer Abstammung.

        Aua. Ich kann übrigens, auf Anfrage gerne Kommentare löschen. Falls du den Wunsch verspürst kann ich auch einen Kommentar für dich editieren und etwas streichen…

  3. vegantifa Says:

    [ADMIN: Trollmarkierung „vegantifa“]
    Bis lang hat Ava Odoemena doch jeden als Troll beschimpft, der ihr in ihrer Ahnungslosigkeit widersprach. Weißt Du wirklich nicht was in Palästina los ist oder willst Du es nicht wissen? Da kämpft ein Volk ums nackte Überleben und das sind nicht die jüdischen Israelis. Da lebt ein Volk in einem Freiluftgefängnis mit Meerblick, abgeriegelt nach allen Seiten, vertrieben aus ihrer Heimat. Da kann ein einheimischer Palästinenser ohne israelische Erlaubnis, die er nur sehr willkürlich erhält, nicht von seinem Heimatort in ein Krankenhaus oder zur Arbeitsstelle. Wenn sein Kind deshalb stirbt, wen stört es? Da dürfen Palästinenser nicht einmal in der Westbank frei ihre Waren verkaufen und müssen mitunter Stunden vor einem Checkpoint stehen, um in die nächsten Orte zu gelangen. Da dürfen Palätinenser in Israel kein Land erwerben, währenddessen Israelis ihnen ihr Land in der Westbank Stück für Stück rauben. Wer sich heute mit Israel solidarisiert, solidarisiert sich mit einem Folterstaat, mit Rassismus und Verbrechen. Und die Apartheid in Israel ist schlimmer als die früher in Südafrika. Wenn Du eine derartige Rassistenfreundin bist, die das alles toleriert, ignoriert oder verharmlost, dann kannst Du mich auch gleich sperren.

    • Ava Odoemena Says:

      Und wieder das gleiche Argument.

      Und wieder die gleiche Antwort:

      „Israelkritik“ vor dem Hintergrund antisemitischer Tendenzen ist nicht legitim.

      Wird ja durch die ewige Wiederholung nicht besser…. auch nicht durch Ad Hominem.

  4. vegantifa Says:

    [ADMIN: Trollmarkierung „vegantifa“]
    Wenn ich den Thread so lese war es eindeutig Ava, die statt zu diskutieren, mit sinnfreien Beschimpfungen begann. Leidest du eigentlich selber an einer Islamophobie oder warum willst Du allen Menschen nicht die gleichen Menschenrechte zubilligen? Warum sind in Deiner Fantasie rassistische Juden die Guten und nichtrassistische die Unglaubwürdigen? Das ist auch das, was mich zornig macht. Es ist diese billige Art sich immer den Tätern anzubiedern und das Leid der Opfer nicht sehen zu wollen. Veganer können so etwa eigentlich nicht tun, da sie genau wissen, wie mit Macht andere Lebewesen unterdrückt, gemordet und verdämonisiert werden. Und genau das passiert auch heute mit den Arabern und mit den Palästinensern, die semitischer sind, als heutige Juden. Auch ein Hass gegen sie ist also nichts weiter als Antisemitismus. Vielleicht stürzen sich gerade auch Rechtsradikale deshalb so gerne auf sie. Israel ist heute nichts weiter als ein moderner Kreuzfahrerstaat und die Palästinenser dürfen mal wieder darunter leiden. Ihnen soll nur so lange ein eigener Staat in ihrer Heimat versprochen werden, bis sie komplett vertrieben sind.

    • Ava Odoemena Says:

      Ad Hominem, diskreditierende Allgemeinplätze und Unterstellungen. Wie eifrig doch die Leute den Stab übernehmen wenn es gegen Juden geht.

      gähn

      Und ja, eine Wiederholung von Schmähtiraden wird es heute nicht geben, ich denke über eine Regel nach, generell diskreditierende Unterstellungen mit einer Woche Sperre zu belegen. Blogweit.

  5. Ava Odoemena Says:

    Kommentator „vegantifa“ wurde wegen diskreditierender Unterstellungen eine Woche gesperrt.

    Siehe auch: https://veganesauge.wordpress.com/2010/02/19/interna-strengere-debattenregeln/

  6. fressack Says:

    Da hier ohnehin bald die trollmarkierten oder gar gesperrten Kommentatoren in der Überzahl sind, rege ich an, generell alle Kommentare sofort zu markieren, zu sperren und letztlich zu entfernen.
    Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Schliessung des Blogs.

    • Ava Odoemena Says:

      Da hier ohnehin bald die trollmarkierten oder gar gesperrten Kommentatoren in der Überzahl sind, rege ich an, generell alle Kommentare sofort zu markieren, zu sperren und letztlich zu entfernen.
      Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Schliessung des Blogs.

      Hözingersche Logik. Einer der meistgelesenen Blogs in Deutschland ist Fefe, und der hat gar keine Kommentare, oder wie er es nennt, Trollgrube… Zumal hier jetzt ein anderer Wind weht und es gar nicht zu Trollmarkierungen mehr kommen wird.

  7. esahrets0 Says:

    „Madness? This is PLATZHALTER“

    PLATZHALTER € {Avaaaaaa, Detleeeeef}

    In diesem Thread gab es wirklich keine Medaillen zu gewinnen. Den Beitrag an sich fand ich schon mehr als fragwürdig und sein Sinn, seine Motivation hat sich mir auch nach dem Lesen der meisten Kommentare nicht erschlossen. Vielleicht verfüge ich einfach nicht über die geistigen Kapazitäten, oder es liegt einfach daran, dass ich mich nicht in die Haut eines Veganers denken kann, der mit seiner abgeschnittenen Religiösität unglücklich ist. *schulterzuck*
    Allerdings fühle ich mich unglücklich und abgeschnitten mit der Wahl meines Automobils. Welchen PKW kann mir Veganes Auge empfehlen?

    Beim Ava-Detlef-Ping-Pong ging es wohl ausschließlich darum, den letzten Satz zu haben, oder? In diesem Sinne: Spiel – Satz – Sieg für Ava. Allerdings hat sie ja auch Heimvorteil.

    „…dass meine komplette Beteiligung an diesem Thread kein emotionaler Vorgang ist, sondern ein rhetorischer…“
    Yeah, you know what? Cool story, sis! Was hast Du dadurch gewonnen? Nichts, Du hast bloß gezeigt, dass Dir die erste Regel im Umgang mit Trollen nicht eingefallen ist, als Du völlig analytisch-kühl, rethorisch gegen einen Kritiker angegangen bist, auch wenn Du sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kennst: „Don’t feed the troll!“ Und ich war jetzt auch noch dazu gezwungen, mir diesen ganzen Schund durchzulesen, weil jeder seinen Inhalt wieder und wieder über alle ergießen mußte, wenngleich, wie von irgendwem gefordert/vorgeschlagen, man die Angelegenheit wunderbar privat hätte austragen können. Hey, habe ich diesen Beitrag nicht schon gelesen? Komisch.
    Ich fühle mich meiner Zeit beraubt. Alles nur, weil ich wissen wollte, warum Ava jetzt versucht mit Zeitsperren eine Selbstzensur zu erzwingen, obwohl doch eine strikte Ablehnung der Zensur ein oberstes Gebot war.

    Richtig süß fand ich ja auch, dass jeder hier scheint beweisen zu müssen, dass er keine antisemitische Gesinnung hat. „Hey ich bin mit einem Afrikaner verheiratet.“ „Ach ja? ich war auf einer Demo und habe mit Christen und Juden jeglicher Coleur gegen die Apartheit in Israel demonstriert.“ Wisst ihr was? Ich habe mal eine Karotte beim türkisch-stämmigen Gemüsehändler gekauft. Wir sitzen jetzt also alle im gleichen Boot.

    Gute Fahrt…

    • Ava Odoemena Says:

      In diesem Thread gab es wirklich keine Medaillen zu gewinnen. Den Beitrag an sich fand ich schon mehr als fragwürdig und sein Sinn, seine Motivation hat sich mir auch nach dem Lesen der meisten Kommentare nicht erschlossen.

      Die Kommentare beschäftigen sich auch mit anderen Themen. Dass du den Sinn des Eintrags nicht nachvollziehen kannst, liegt vielleicht auch daran, dass er mehr als einen hat.

      “…dass meine komplette Beteiligung an diesem Thread kein emotionaler Vorgang ist, sondern ein rhetorischer…”
      Yeah, you know what? Cool story, sis! Was hast Du dadurch gewonnen? Nichts, Du hast bloß gezeigt, dass Dir die erste Regel im Umgang mit Trollen nicht eingefallen ist, als Du völlig analytisch-kühl, rethorisch gegen einen Kritiker angegangen bist, auch wenn Du sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kennst: “Don’t feed the troll!”

      Nun, manchmal ist es auch angemessen, einen Troll zu zapfen bis er nichts mehr hergibt… Ich vertraue darauf, dass du mir zumindest zugestehst, entscheiden zu können welches Vorgehen ich in welcher Situation für angemessen halte. Dass das nicht unbedingt nachvollziehbar ist und zu häßlichen Threads führen kann, will ich ja nicht abstreiten. Auf der einen Seite kritisierst du einen „Zwang zur Selbstzensur“, auf der anderen Seite soll ein Troll durch Ignorieren selbstzensiert werden. Merkst du was?:-)

      Und Detlef, der wegen seinen verleumderischen Tiraden / Hassmails schon Netzseiten und Epost-Konten verloren hat, als „Kritiker“ zu adeln, na ja…

      Ich fühle mich meiner Zeit beraubt. Alles nur, weil ich wissen wollte, warum Ava jetzt versucht mit Zeitsperren eine Selbstzensur zu erzwingen, obwohl doch eine strikte Ablehnung der Zensur ein oberstes Gebot war.

      Vermeidung von Zensur gegen Gewalt war nie ein Gebot, weder oberstes noch unterstes. Das haben die, die jetzt für eine Woche gesperrt sind aber auch nicht verstanden. Jemand der Selbstzensur üben muss, damit er keine kommunikative Gewalt ausübt, sollte sich doch überlegen, ob dessen Persönlichkeit in öffentlichen Debattenräumen wirklich zumutbar ist.
      Dass du dich deiner Zeit beraubt fühlst ist natürlich bedauerlich.

      Richtig süß fand ich ja auch, dass jeder hier scheint beweisen zu müssen, dass er keine antisemitische Gesinnung hat. “Hey ich bin mit einem Afrikaner verheiratet.” “Ach ja? ich war auf einer Demo und habe mit Christen und Juden jeglicher Coleur gegen die Apartheit in Israel demonstriert.”

      Tja, das wäre eigentlich Detlefs Aufgabe gewesen zu entschlüsseln – um es rekursiv auf sich selbst anzuwenden. Aber auch mal interessant zu lesen, wo du eine Partnerschaft mit einem Afrikaner kontextuell ansiedelst als Vergleich…

      • esahrets0 Says:

        „Aber auch mal interessant zu lesen, wo du eine Partnerschaft mit einem Afrikaner kontextuell ansiedelst als Vergleich…“

        *laugh out loud* Ach Ava, Du gibst Dir ja aber auch gar keine Mühe. ;-P

        Ich dachte eigentlich, dass ich so offensichtlich im Trollkostüm mit Trollplakaten in beiden Händen hier hereinstolziert bin, dass Du es mit Humor nehmen könntest. Du scheinst echt auf Trollleim zu stehen. Im doppelten Sinne. =D

        Wenn ich mich meiner Zeit beraubt fühle, spüre ich den Troll in mir aufsteigen. Es ist wie Niesen. Man kann es einfach nicht ewig unterdrücken. Sollte ich Dir damit auf den „Politische-Korrektheit“-Schlips getreten sein, so möchte ich mich in aller Form bei Dir dafür entschuldigen. (und das war jetzt ernst gemeint, und nicht getrollt)

        Deine weiteren Kommentare zu meinem obigen Kommentar lasse ich jetzt mal unkommentiert. :-)

        Bis bald,

        der Hase

      • Ava Odoemena Says:

        Deine weiteren Kommentare zu meinem obigen Kommentar lasse ich jetzt mal unkommentiert. :-)

        Ich hätte sowieso viel interessanter gefunden, wenn du konkret angesagt hättest was dich so irritiert hat. Also der Kern. Ich will mich ja gar nicht mit dir streiten, VA wächst langsam zu einem Platz mit interessanten und intelligenten Persönlichkeiten, und da zähle ich dich instinktiv dazu. Mir ist fast so, als ob ich dich kenne. Kann natürlich sein dass das zutrifft, wäre auch egal wenn du dich heimlich freust während ich rätsele.

      • esahrets0 Says:

        Ach liebe Ava,

        ich habe mich bei meinem ersten Besuch Deines Blogs in Dich verliebt. ;-P

        Ich hätte sowieso viel interessanter gefunden, wenn du konkret angesagt hättest was dich so irritiert hat.

        Die Motivation meiner Irritation liegt in dem Sachverhalt, dass ich mich mit Religion gleich welcher Art einfach nicht anfreunden kann. Also störte es mich eher, dass ich zum ersten Mal gar nichts mit einem Blogeintrag von Dir anfangen konnte. Ich sah unsere Beziehung bedroht. ;-) Dieser Schock ist nun aber vorbei. Wie Du siehst, lag des Pudels Kern in mir selbst (wie so oft).

        …da zähle ich dich instinktiv dazu.

        Mit Deinem Schmeicheln erreichst Du nichts, außer mir die Schamesröte ins Gesicht zu treiben. Ein weiterer Grund, weshalb ich VA sehr schätze, ist aber in der Tat das hohe intellektuelle Niveau, auch unter den Kommentatoren.

        Mir ist fast so, als ob ich dich kenne.

        Geht mir auch so. Natürlich kennen wir einander nicht wirklich, nicht zuletzt, weil wir über 600km (B – HD) von einander entfernt leben. Aber ich mag Deinen Stil. Wenn ich mich jetzt doch mal eines religiösen/mythischen Motivs bedienen darf: Mit Deinem Schreiben triffst Du die Eigenfrequenz meiner Seele.

        der Hase

  8. Ava Odoemena Says:

    http://www.theonion.com/video/man-attempts-to-assassinate-obama-but-not-because,17220/

    Satire über Schrank-Rassisten passt auch herrlich auf Schrank-Antisemiten

  9. Lady Says:

    http://www.hagalil.com/judentum/koscher/schaechten/schaechten.htm

    Stellt sich die Frage wie ein jüdischer Vegetarier das Schächten erklären/ sehen würde;

    http://animalalliance.eu/de/tierschutzpolitik/schaechtverbot-in-den-niederlanden/113-die-argumente-der-gegner

    Und: „…dass in Deutschland die Ausnahmebewilligungen zum Schächten an Juden meist erteilt, an muslimische Metzger meist verweigert werden. Die tierschutzpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Undine Kurth, glaubt, dass die meisten Politiker Angst vor einem Konflikt mit Minderheiten in Deutschland haben, besonders mit der jüdischen Gemeinde.“

  10. Ava Odoémena Says:

    Stellt sich die Frage wie ein jüdischer Vegetarier das Schächten erklären/ sehen würde;

    Deine Formulierung suggeriert ein wenig, dass sich jüdische Veganer oder Vegetarier genötigt sähen, das Schächten zu rechtfertigen. Tun sie aber nicht:-) :

    http://jewishveg.com/schwartz/dietlaws.html

    Im Gegenteil. Gerade die Verkomplizierung von Fleisch/Milch im Kaschrut ist quasi ein theologischer Hinweis auf vegane Ernährung als das eigentliche Ideal.

    Was Schächten als Thema allgemein angeht, die Methode der Ermordung ist Nebensache, wer sie dazu erhebt macht sich durchaus verdächtig. Eine moralische Kritik die für den Kernpunkt blind ist, ist reine Zeitverschwendung für den der sie produziert und den, der sich damit auseinander setzen muss.

    • Marco Says:

      Gerade die Verkomplizierung von Fleisch/Milch im Kaschrut ist quasi ein theologischer Hinweis auf vegane Ernährung als das eigentliche Ideal.

      Hm, das ginge aber sicher ein bisschen deutlicher, als einfach zu aufzuzählen, welche Tiere unrein sind und welche man *nicht* essen sollte…

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