Fatale Entscheidung bei der DGE bezüglich Vitamin D

International renommierte Vitamin D Forscher wie Vieth und Holick beschwören seit Jahren die verantwortlichen Gremien, die Tagesobergrenze für die Aufnahme von Vitamin D von 2.000 Internationalen Einheiten auf 10.000 IE anzuheben, bzw. führen am Beispiel sich verdichtender, wissenschaftlicher Erkenntnisse an, dass die empfohlene Tagesdosis von 400 IE oder 800 IE viel zu niedrig ist.  [siehe auch: Hathcock J.N. et al. Risk assessment for vitamin D. Am J Clin Nutr 2007; 85 (1):6-18]

Verschiedene Fachmedien und auch populäre Medien haben das Thema aufgegriffen, jedoch ist das Wissen über Vitamin D bei den Leuten noch auf dem Stand von vor 50 Jahren. Manche glauben sogar, es würde selbst im Winter ausreichen Gesicht und Hände dem Licht auszusetzen, obwohl von September bis März die UVB Strahlung der Sonne so niedrig bis nichtexistent ist, dass überhaupt kein Vitamin D in der Haut gebildet wird.

Die Verschiebung des Lebensstils in die Innenräume bei Muse und Arbeit, sowie die Warnungen von Dermatologen vor Hautkrebs war wohl die Ursache, dass sich schleichend eine Vitamin D Mangelepidemie herausgebildet hat, von der in Deutschland fast die gesamte Bevölkerung betroffen ist, wenn man den Bedarf bei 75 Nanomol pro Liter Blut anlegt, was als neues Mindestniveau gilt, ab dem der Mangel beginnt.

Selbst bei Kindern von 10-17 Jahren im Libanon, einem Land welches nicht gerade einen Mangel an Sonnenschein hat, zeigte eine Untersuchung die Unzulänglichkeit der momentanen Dosierungsempfehlung. „Unsere Untersuchung enthüllt, so Dr. Ghada El-Haff Fuleihan, dass Vitamin D mit einer Dosierung entsprechend 2.000 IE für Jugendliche nicht nur sicher ist, sondern sogar notwendig um einen wünschenswerten Vitamin D Status zu erreichen.“

Auch beim Nachbarn Israel beschäftigt man sich mit Vitamin D Mangel bei Müttern und Kleinkindern.

Vitamin D Mangel ist dramatischer als ursprünglich angenommen. Seit einigen Jahren weiß man, dass Vitamin D nicht nur für den Kalziumhaushalt im Körper verantwortlich ist, sondern an einer Vielzahl von Prozessen beteiligt ist die fast jeden Bereich des Körpers betreffen, wie zum Beispiel das Immunsystem. So mehren sich auch die Thesen, dass chronischer Vitamin D Mangel ursächlich schuld oder zumindest mitschuld ist an schwerwiegenden Erkrankungen, die im allgemeinen als so genannte „Zivilisationskrankheiten“ gelten. Dies betrifft nicht nur die Klassiker wie Herz-Kreislauf, Osteoporose, Rachitis/Osteomalzie und verschiedene Typen des Krebs wie z. B. Darmkrebs; sondern auch Rheuma, Parkinson, Alzheimer, Depression, Erschöpfungssyndrom, Asthma, Multiple Sklerose, Morbus Cron und last but not least, Impotenz.

Ernährung, mit Ausnahme sonnengetrockneter Pilze, die ähnlich der menschlichen Haut Vitamin D durch UVB Licht bilden, ist nicht geeignet um den Bedarf beim Gros der Menschen zu decken die nicht genügend in die Sonne kommen. Wer bedenkt, dass die Haut europäischer Ethnien innerhalb 5-15 Minuten Sommersonne 10.000 – 30.000 IE Vitamin D bilden kann, sucht vergeblich nach Alternativen zur Sonne in Nahrungsmitteln.

Für alle Menschen die von März bis September keiner Arbeit im Freien nachgehen, wäre sogar eine ganzjährige Supplementierung nicht nur angemessen sondern essentiell wichtig, als Prävention gegen die ganze Liste der Krankheiten, die mit chronischem Vitamin D Mangel in Verbindung stehen.

Die Tagesdosis die hierfür notwendig wäre, liegt bei +- 5.000 IE, je nach Alter und Körpergewicht. Dosen bis 10.000 IE pro Tag gelten nach Professor Holick als unbedenklich.

5.000 IE liegt bei mehr als dem 10fachen der momentan empfohlenen Tagesdosis. Die Organisation die in Deutschland für diese Empfehlung verantwortlich ist, nennt sich DGE oder Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Veganern ist die DGE vor allem durch ihre antivegane Haltung bekannt und dem seltsamen Umstand, dass im Beirat der Organisation Unternehmen der tierausbeutenden Industrie sitzen. Letztendlich bestimmt in Deutschland also eine Lobbyorganisation die Richtlinien für eine gesunde Ernährung. Überspitzt formuliert ist das in etwa so, als ob die Mafia die Gesetze des Strafrechts entwirft.

War die DGE bisher lediglich veganfeindlich, so hat sich diese Haltung nun ausgedehnt auf Alle, denn als Konsequenz der Max Rubner Konferenz vom 11. bis zum 13. Oktober 2009 in Karlsruhe, findet die DGE, dass alles beim alten bleiben kann. Eine Erhöhung der Tagesobergrenze von 2.000 auf 10.000 IE wird also nicht stattfinden, für Nichtaufgeklärte wird es also weiterhin sehr schwer sein an Supplemente oder angereicherte Lebensmittel zu kommen, die den eigentlichen Bedarf decken.

„Alle Diskutanten waren sich einig, so die Deutung der Konferenz der DGE, dass verstärkt Anstrengungen unternommen werden müssen, um darüber aufzuklären, in welchen Lebensmitteln diese beiden kritischen Vitamine vorhanden sind und wie man über die Ernährung die empfohlene Zufuhr erreichen kann.“ [Hervorhebung VA]

Unabhängig davon ob diese Aussage einer ernsthaften Überprüfung auf ihren Wahrheitsgehalt standhalten würde, darf man demnächst also sehr viel Propaganda über die Segnungen des Fischleichenverzehrs erwarten, ähnlich wie bei dieser Realsatire. Das entgegen dem Konsens von Vitamin D Experten, die Ernährung als Lieferant für Vitamin D als vernachlässigbar deklarieren. Letztendlich erkennt die DGE genau das sogar an, denn im Selbstwiderspruch verlautet sie nämlich in der gleichen Stellungnahme, dass das meiste Vitamin D in der Haut generiert wird.

Der eigentliche Knaller ist jedoch der zweitletzte Absatz:

„Bei Vitamin D besteht die Frage, ob der derzeitige Referenzwert für die Zufuhr mit der Ernährung erhöht werden sollte und damit eine Anreicherung von Lebensmitteln bzw. die Supplementierung des Vitamins notwendig wäre. Prof. Peter Stehle, Präsident der DGE, betonte, dass eine generelle Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D unnötig ist, da es Maßnahmen gibt, um kritische Zielgruppen zu erreichen. So wird in den Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr bereits eine Vitamin D-Supplementierung von Säuglingen und Menschen im Alter ab 65 Jahren empfohlen.“

Diese kognitive Dissonanz ist schockierend, denn nicht nur ist es absolut unverständlich wie man ein paar Zeilen weiter oben eingestehen konnte, dass ein Großteil der Bevölkerung schlecht mit Vitamin D versorgt ist, um dann mit einer 180° Drehung plötzlich nur noch von „Zielgruppen“ zu sprechen, in denen Migranten mit dunkler Haut auffallend abwesend sind. Lediglich diesen „Zielgruppen“ wird eine Supplementierung bereits empfohlen, Professor Peter Stehle vergisst leider zu erwähnen, dass die Dosierung für diese Empfehlung viel zu niedrig ist und somit gerade mal die Erweichung der Knochen verhindert. Denn dies war der ursprüngliche Referenzwert, die Verhinderung von Rachtits / Osteomalzie.  Sondern Professor Peter Stehle wird hier als Schreibtischtäter mitverantwortlich für alle Menschen, die aufgrund der Verharmlosung der Epidemie nichts gegen ihren eklatanten Vitamin D Mangel unternehmen werden weil sie sich auf Basis der Empfehlungen der DGE in Sicherheit wiegen.

Der Antiveganismus der DGE dehnt sich damit aus von Tieren und Veganern auf alle Menschen, die von Vitamin D Mangel betroffen sind. Und das sind erheblich mehr, als Säuglinge, Senioren und Migranten mit dunkler Haut oder Frauen unter religiösen Kleidungsvorschriften.

Die Stellungnahme der DGE ist, wenn dies die offizielle Position wird, nicht nur ein Drama für alle Menschen bei denen ein chronischer Vitamin D Mangel vermeidbares Siechtum und Tod bedeutet, sondern auch eine gesundheitspolitische Katastrophe für Deutschland. Denn wenn man sich im Gesundheitssystem die Krankheiten ansieht, welche die meisten Kosten verursachen, fällt auf, dass es sich hier vornehmlich um Krankheiten handelt, deren Indzidenz mit einer strategischen Vitamin D Supplemtierungspolitik signifikant reduziert werden könnte. Mit Milliarden Einsparungen für die Beitragszahler der Krankenkassen.

Kann es sein, dass schiere Angst vor einem Gesichtsverlust die DGE zu solch einem schwerwiegenden Fehlverhalten animiert? Seit Jahren ist das Mantra der DGE – nicht ohne Grund denn der Placebovitaminmarkt wucherte Richtung Mond – „wer gesund ist, braucht keine Supplemente“. So ist auch die Notwendigkeit der Integration von Vitamin B12 ein Hauptargument, welches die DGE gegen die vegane Ernährung anführt. Wie gefährlich ist eine Organisation, die ihren Ruf als wissenschaftliche Autorität für wichtiger erachtet, als die Gesundheit von Millionen von Menschen? Ist es nicht doch so, dass die Akzeptanz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Anpassung und Umsetzung dieser Erkenntnisse in die eigenen Empfehlungen dem Ruf wesentlich dienlicher wäre?

Uns Veganerinnen und Veganer kann die DGE nicht schaden. Wir sind die Gruppe in der Bevölkerung, die sich am autonomsten mit Ernährung und auch Ernährungsphysiologie auseinander setzt und mit Hilfe des Internets Informationen auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sehr schnell austauscht und darüber aufklärt.

Allen anderen schon. Wir könnten uns zwar zurücklehnen und der DGE dafür danken das sie dem Veganismus über die Schädigung von Nichtveganern einen evolutionären Vorteil verschafft. Das wäre allerdings nicht vegan, denn Menschen sind Tiere und wer gegen Menschen vorgeht, muss auch mit veganem Protest rechnen.

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Ava Odoemena

(n. verantwortlich f. Werbeeinblendungen)

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53 Antworten to “Fatale Entscheidung bei der DGE bezüglich Vitamin D”

  1. Paul Says:

    ok, gut also 2000-5000 Ui falls mein Wert nicht im Keller sein sollte.

    Ich würde es gerne mit Veg1 kombinieren. Die Solgar habe ich nur als Abwechslung geholt, weil ich denke man sollte hin und wieder die Quelle wechseln.

    Mit der Einnhame von Veg1 habe ich jetzt schon 2 mal eine deutliche Vitalitätssteigerung erfahren. Ich esse im Sommer eigentlich moderat täglich rohes Gemüse und etwas mehr Obst plus moderat Kohlenhydrate, vorwiegend Basische, z.B. Kartoffeln, Reis oder couscous. An Fett in Form von Olivenöl, manchmal auch Rapsöl wird nicht gespart. ;)Gegartes Gemüse verzehre ich jede Menge.

    Im Winter habe ich viel mehr Nudeln und weniger Rohes verzehrt, trotzdem war ich mit Veg1 fitter als jetzt. Bin auch morgens besser rausgekommen. Kann nat. auch an Klima und Wetter liegen.

    • Ava Odoemena Says:

      In Veg1 ist so wenig Vitamin D dass man das glatt ignorieren kann, oder man nimmt halt einen Tropfen Sterogyl weniger wenn man die beiden kombinieren will. 2000 IE Vitamin D ist für Erwachsene zu wenig, es sei denn man hat bereits einen sehr guten Wert. Nur, wer bereits einen sehr guten Wert hat, arbeitet wahrscheinlich als Freibadbademeister und kann bis auf den tiefen Winter von einer Vitamin D Supplementierung sowieso absehen. Sollte sich bei B12 die empfohlene Tagesdosis von 10μg auf 25μg erhöhen, wie das Jack Norris bereits empfiehlt, wäre Veg1 genau bei den beiden wichtigsten Vitaminen unterdosiert.

      Ich hatte Walsh (der dafür verantwortlich ist was in Veg1 drin ist) ja mal gefragt, äh, wann macht ihr mal die erlaubte Obergrenze an Vitamin D rein, damit das noch als Ergänzungsmittel verkauft werden kann? Walsh meinte dann, dass es bei Veg1 ja gar nicht um den eigentlichen Bedarf gehe, sondern um „mögliche Nachteile im Vergleich zum nichtveganen Standard aufzuheben“. Eine erstaunliche Aussage wenn man mal darüber nachdenkt.

  2. Vit. D Mangel, kennt sich jemand aus? - Seite 5 Says:

    […] in Deutschland einen klinisch relevanten Vitamin-D-Mangel haben doch zustande kommen. Und schau dir mal die Werte an gerade bei deinen Jugendlichen. […]

  3. "Winterdepression" - SAD, S-SAD und Vitamin - D - Mangel - Seite 4 Says:

    […] […]

  4. Kabi Says:

    In studiVZ hat die Tage jemand folgende Links gepostet. Sieht nach einer überarbeiteten intake-Empfehlung aus, allerdings nicht revolutionär. http://www.iom.edu/Reports/2010/Dietary-Reference-Intakes-for-Calcium-and-Vitamin-D.aspx
    http://www.visualwebcaster.com/VWP/SkinPlayer/Player.asp?e=74648&w=320&h=310&s=False&ch=False&sm=False&c=True&c1=True&mc=False&qo=True&p=False&i=False&pp=False&cp=False&v=True&a=True&sid=135228&aid=136602&pl&pr&hs&u=4427203&pid=1&pt=2&pc=False&cuts=6&t=Dietary+Reference+Intakes+for+Calcium+and+Vitamin+D
    http://www.nytimes.com/2010/11/30/health/30vitamin.html?_r=2

    (Ich hab mich noch nicht überwinden können mir das richtig anzuschauen, wollte es nur mal weitergeben falls von Interesse)

  5. Kabi Says:

    Oje sorry für den rahmensprengenden Link.
    Und dieses seit Tagen meiner Beachtung harrende Tab habe ich aus vegan.de. Es geht um Vitamin D in Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten.

    • Ava Odoemena Says:

      Finde ich auch interessant, die Froschperspektive. Allerdings dienen Selbstbeobachtungen chronisch Kranker selten zur Extrapolation auf allgemeine Zustände.

      Kernthema beim (idealen) Vitamin D (-Wert) bleibt der Umstand, dass der Mensch am Äquator evoluierte und dort nackt mehrere 100.000 Jahre in direkter Sonnenexposition verweilte, und prompt blass wurde als er gen Norden migrierte. (Bis auf die Inuit, bei denen es zu kalt für Sonnenexposition ist und die -oh Überraschung- viel Vitamin D über ihre Nahrung aufnahmen und somit nicht auf Sonnenexposition und damit Hellhäutigkeit angewiesen waren.)

  6. Ava Odoémena Says:

    Vielleicht komnt ja doch eine Korrektur des Referenzwertes durch die DGE, in Der Welt ist ein Artikel dazu.

    http://www.zeit.de/2011/50/M-Vitamin-D

    Für ein Massenmedium ein guter Artikel zum Thema.

    Verzweifeln könnte man allerdings beim Lesen der Kommentare. Wie ist es eigentlich möglich, dass Deutschlnd als Land so erfolgreich ist, wenn darin so viele dumme Menschen leben? Sind die anderen noch blöder?

    Was mich immer besonders schockiert, ist das Unvermögen der Leute selbst augenfälligster, psychologischer Reflexe an sich selbst zu erkennen und in den Griff zu bekommen.

  7. Michael Says:

    Hallo Ava,
    hier wird scharfe Kritik zu diesem Artikel geübt, wäre schön wenn du dazu, wenn auch nur hier, Stellung nehmen könntest. http://blasphemieblog2.wordpress.com/2013/07/24/das-modische-bekenntnis-zur-gottlosigkeit/comment-page-2/#comment-128200

    • Ava Odoémena Says:

      Das ist nicht wirklich nötig (es sei denn man will so ein Battle aus Spaß), denn das Kernargument des Kommentars, „Verschwörung der Nahrungsergänzungsmittelindustrie“, ist ein Totschlagargument und in diesem Zusammenhang albern, da Vitamin D einer der billigst denkbaren Substanzen ist und nicht patentiert werden kann. Experten wie Vieth und Holick würden kaum ihr Rennomee aufs Spiel setzen für eine Pfennigsubstanz an der niemand Rechte festmachen kann. Der Missbrauch von Rhetorik wird weiter deutlich, indem er als „Kritik“ vorbringt, dass die Maßstäbe einer Doktorarbeit nicht erfüllt werden:-) Entweder er verwechselt Kritik und Diskreditierung, oder Veganes Auge mit einer wissenschaftlichen Plattform.

      Er verliert sich in der Verschwörungstheorie, auf den absolut wesentlichen Punkt geht er nicht ein: Was ist der ideale 25(OH)D-Wert, und wieviele Menschen liegen darunter?

      Wenn er diesen internationalen Richtwert nicht akzeptiert, dann obliegt es doch an ihm die Beweise dagegen anzuschleppen…

      Ob die, die darunter liegen dann Nahrungsergänzungmittel schlucken, oder Speisepilze in der Julisonne trocknen ist dann die nebensächliche Debatte und persönliche Präferenz.

      Das einzig wirklich interessante an dem Kommentar für mich ist, dass er automatisiert davon ausgeht bei „dem“ „Autor“ müsse es sich um einen Mann handeln. Das bedeutet in seiner Innenwelt sind Frauen nicht in der Lage, eine These zu entwickeln und zu formulieren. Hm.

      • Michael Says:

        Mh danke, sowas verunsichert mich dann doch, somal ich mich mit Ernährungsfragen nicht so tiefgründig beschäftige und ehrlich gesagt auch eine gewisse Aversion dagegen entwickelt habe, da es meist nur vom eigentlichen Thema, der Ethik dahinter, ablenkt.

      • Ava Odoémena Says:

        sowas verunsichert mich dann doch

        Damit hat der Angreifer sein Ziel erreicht. Aber du hast Recht, wie soll man sich auf den zentralen Punkt konzentrieren in so einem Ablenkungsmanöver, wenn man nicht über genügend Infos verfügt um den zentralen Punkt zu kennen. Um Ernährungsfragen ging es in dem Schlagabtausch aber wahrscheinlich gar nicht, der hatte wohl eher das strenge Bedürfnis, sich, bzw. sein Ernährungsmodell nach oben abzugrenzen.

      • Michael Says:

        Nochmal dazu:
        „Das einzig wirklich interessante an dem Kommentar für mich ist, dass er automatisiert davon ausgeht bei “dem” “Autor” müsse es sich um einen Mann handeln. Das bedeutet in seiner Innenwelt sind Frauen nicht in der Lage, eine These zu entwickeln und zu formulieren.“
        Ok das find ich nun doch „witzig“, da Barkai scheinbar eine Frau ist. ;-)

      • Ava Odoémena Says:

        Ja, wenn es denn stimmt ist es sehr witzig:-)

  8. fotofee Says:

    Hallo zusammen,
    bräuchte bitte Hilfe zu meinem Vitamin D Laborwert, gemessen wurden µg/l = 9.2, kann jemand den Wert deuten? Als Referenzwert ist 8-60 anggeben. Ich les immer nur was von der Einheit ng/ml.
    Grüße

    • Tsimshatsui Says:

      Hallo fotofee, siehe hier: http://www.vitalstoff-journal.de/aus-der-forschung/vitamine/die-heilkraft-von-vitamin-d/
      Der Wert ist also gleichbedeutend der Einheit ng/ml und bedeutet vor allem einen schweren Mangel. Die regelrechte Versorgung liegt bei 32 – 100.
      Liebe Grüße.

      • fotofee Says:

        Danke für die Antwort. Wäre eine Aufsättigung mit 5000 IU über 4 Monate ok wenn ich es lansgam angehen will?

      • Tsimshatsui Says:

        Ich bin kein Arzt und darf auch keine diesbezüglichen Ratschläge erteilen, allerdings habe ich nach der Dr. von Helden -Methode aufgesättigt. Wenn du also einen Wert von 40 erreichen willst, müsstest du (bei einem angenommenen Gewicht von 70kg) insgesamt 310.000 Einheiten aufsättigen. Er empfiehlt dies binnen einer Woche zu tun, wobei 100.000 pro Tag die Obergrenze darstellen. Um den Wert von 40 zu halten, reichen 80.000 Einheiten pro MONAT (wiederum basierend auf einem Gewicht von 70kg).

      • Ava Odoémena Says:

        Das ist gar keine schlechte Methode, leider wohl aus der Ecke der orthomolekularen Medizin (?), einer Pseudowissenschaft. Denen passt die Vitamin-D-Mangelepidemie natürlich super in den Kram.

      • Tsimshatsui Says:

        Die Orthomolekulare Medizin mag zwar kein von den Schulmedizinern anerkannter eigenständiger Zweig der Medizin sein, wenn wir aber der Schulmedizin blind vertrauen würden, bräuchte man auch nicht über die Notwendigkeit zur Vitamin-D-Supplementierung sprechen und könnte sich blind auf die DGE verlassen. Nicht umsonst haben 80-90% der Deutschen einen Vitamin-D-Mangel.
        Dr. Raimund von Helden ist übrigens Hausarzt und Diabetologe und hat seine Formel zur Vitamin-D-Aufsättigung aus den jahrelangen Beobachtungen der Patienten in seiner Praxis entwickelt.

      • Ava Odoémena Says:

        „Schulmedizin“ ist eine begriffliche Pauschaldiffamierung wissenschaftsbasierter Medizin. Man braucht aber keine Pseudowissenschaft um zum Beispiel die DGE zu kritisieren, im Gegenteil. Gerade die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Leuten wie Vieth oder Holick sind vollkommen ausreichend.

  9. michael Says:

    Eine aktuelle Studie die aufzeigt das Patienten mit hohem Vitamin-D-Spiegel deutlich weniger an Demenz/Alzheimer erkranken.
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/alzheimer-vitamin-d-mangel-koennte-demenzrisiko-erhoehen-a-984548.html#ref=rss

    Am Ende wird dennoch gewarnt:
    „Eine wesentlich größere Menge, mehr als 4000 IE, würde ich allerdings nicht empfehlen. Eine Überdosierung kann zu einem ungesunden Anstieg der Kalziumkonzentration im Blut führen.“

    Kannst du auf die Kalziumkonzentration nochmal eingehen?

  10. Anna Says:

    Hi Leute,
    ein ganz toller Beitrag. Ich persönlich habe meinen Vitamin D Mangel nicht wahrgenommen, doch jetzt nachdem ich ein Paar Tests durchgeführt hatte, habe ich gemerkt, dass meine Müdigkeitserscheinungen wirklich von einem Vitamin D Mangel kommen. Seitdem ich Vitamin D Tropfen nehme schlafe ich sehr viel besser und bin nicht mehr so müde und schlecht gelaunt. Ich habe eine Frage bezüglich dieser „alternativen“ Vitamin D-Quellen, was meint ihr darüber?

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