Infokrieg gegen Veganer: Kölner Stadtanzeiger

Wer antivegane, und mit ihrem Vorläufer die antivegetarische Propaganda recherchiert, dem fällt schnell auf, dass hier eine informelle Rezession im Gange ist.

War, wer vor 50 Jahren „sogar Fleisch“ aus der Ernährung verbannte, durch die Ernährungswissenschaftler schon zum Tode und Siechtum verurteilt, so wurde bald deutlich dass dies nicht haltbar ist. Die Schmierenrhetorik wurde demnach ausgerichtet auf Milch-Ei-Vegetarier, was noch in Ordnung sei. Also MilchEi bekam nun den Überlebensstatus, den vorher „Fleisch“ innehatte, wobei „Fleisch“ immer auch ein verallgemeinernder Euphemismus ist und Gewebe von Hamstern, Ratten, Katzen, Hunden, Menschen oder Pandabären nicht gemeint ist. Ausnahmen wie der Kannibale von Rothenburg bestätigen die Regel…

Auch die Eingrenzung auf Milch-Ei-Vegetarier war mit der Zeit und den erweiterten Erkenntnissen der noch jungen Wissenschaft nicht mehr haltbar. Denn vegane Vegetarier wollten ums Verrecken nicht verrecken oder krank werden. So bemühte man sich mehr und mehr der altbewährten Methode von Diffameuren, einzelne Extrembeispiele auf die größere Gruppe zu übertragen. Tatsächlich extreme Ernährungsformen wie die Makrobiotik – und vor allem deren Katastrophen – wurden einfach unter veganer Ernährung eingebunden und als solche „verkauft“. Genauso könnte man behaupten, jemand der sich durch Verbrennen umgebracht hat, und deshalb Biodiesel trank, sei an der veganen Ernährung gestorben…

Dies ist der aktuelle Hebel der antiveganen Infokrieger: Erwachsene können, aber nur wenn sie quasi ihr gesamtes Leben der Ernährungsphysiologie widmen und auf jeden Fall ungeheuer aufpassen, es irgendwie schaffen, vegan gesund zu bleiben. Aber nicht für KINDER, UM GOTTES WILLEN, RETTET DIE KINDER!!!11!

Für die jeweilig aktuelle Fokusgruppe, an der sich diese dreiste Pseudowissenschaft aufhängt, scheint die DGE, eine Lobbyorganisation zuständig, denn die Phrasen, Schlagworte und Argumente folgen immer wieder dem gleichen Muster; wenn auch jeweils neu aufbereitet und transportiert durch variable Sockenpuppen und Outlets.

Die informelle Rezession der antiveganen Propaganda ist also inzwischen auf Kinder geschrumpft, die gerne und häufig als trojanisches Pferd benutzt werden. Doch auch diese Position ist nicht mehr haltbar, denn die Datenlage pro veganer Ernährung für Kinder ist inzwischen so belastbar, dass selbst die American Dietic Association in ihrem Positionspapier zu vegetarischen Ernährungsformen zu folgender, zentraler Aussage über vegane Ernährung kommt:

„Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät …“ [Teilübersetzung des Papers]

Es ist eine Unverschämtheit, dass Personen, unter dem Deckmantel ihrer Autorität als Wissenschaftler – sei es aus verdeckten Motiven heraus oder fachliche Inkompetenz, oder über die Projektion ihrer privaten, tierverachtenden Ideologie in wissenschaftliche Sachverhalte hinein  – diese Fakten nicht zur Kenntnis nehmen oder leugnen, und so tun als sei die Ernährungswissenschaft noch auf dem Stand von 1970.

So auch der aktuelle Artikel der Netzausgabe des Kölner Stadtanzeigers mit Frau Prof. Dr. Mathilde Kersting, stellvertretende Institutsleiterin des „Forschungsinstituts für Kinderernährung“ in Dortmund; im Impressum als Förderergesellschaft Kinderernährung e. V. bezeichnet. Allerdings gibt es auch eine wohl mit dem Verein assoziierte GmbH für den Broschürenvertrieb. Zu den Geldgebern des Vereins waren auf dem Netzauftritt leider keine Informationen erhältlich – der Verkauf von Broschüren wird den Verein ja wohl nicht tragen, freilich muss dieser Mangel an Transparenz dem Verein nicht automatisch negativ zur Last gelegt werden.

Informationen über den Verein sind schwer zu bekommen, notizwürdig vielleicht, er wird zusammen mit einigen anderen Instituten des Geflechts rund um Ernährung,  auch auf der Netzseite vom Institut Danone als Verknüpfung geführt. Das Institut Danone wiederum ist selbstverständlich ein Verein, der als „von den Interessen des Unternehmens Danone unabhängiges Institut und als gemeinnütziger Verein eingetragen“ ist. Danone dürfte den meisten ein Begriff wegen der Tiermilchprodukte (Actimel, Activia, Danacol, Danette, Danone, Danonio, Dany, Essensis, Fruchtzwerge, Gervais, Obstgarten, Vitalinea) und der Marken von Kinderernahrung sein. (Bledina, Cow & Gate, Dumex, Gallia, Mellin, Milupa, Nutricia |WP). Ob und inwiefern eine Zusammenarbeit zwischen dem Danone Institut und der Fördergesellschaft Kinderernährung besteht, ist Veganes Auge leider nicht bekannt und kann deshalb hier auch nicht kritisiert werden.

Was dem Verein Fördergesellschaft Kinderernährung in Dortmund sehr wohl zur Last gelegt werden muss und sich keiner Kritik entziehen darf, sind wissenschaftlich nicht haltbare Aussagen der stellvertretenden Institutsleiterin im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger. Ohne Umschweife kommt Frau Prof. Dr. Kersting gleich auf den Punkt:

Kritisch ist nur die streng vegetarische Variante, die vegane Ernährung, bei der Eltern komplett auf tierische Lebensmittel verzichten. Das ist eine Fehlernährung für Kinder.

Die größte Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern der Welt empfiehlt also eine Fehlernährung auch für Kinder, Frau Professor?

Im weiteren Verlauf wird jedoch der rhetorische Vorschlaghammer „Fehlernährung“ sogleich sanft relativiert: […]ist in diesen Phasen aus unserer Sicht ein Verzicht auf Fleisch eher ungünstig. [Hervorhebung VA]

Dem halbgelangweilten Überflieger des Textes, der sich höchstens freut über die Bestätigung dass Veganer spinnen, wird dieser rhetorische Kniff nicht aufgefallen sein… Wie belastbar diese Sicht tatsächlich ist, demonstriert Frau Prof. Dr. Kersting gleich im Anschluss. Auf die Frage „von einer veganen, also Tierprodukte völlig ausschließenden Ernährung raten Sie dringend ab„, der Journalistin Maria Bueche, deren lapidar wohlwollend und unkritisches Interview an sich schon eine negative Leistung ist, gibt sich Frau Prof. Dr. Kersting vollends der Lächerlichkeit preis:

Ja, eindeutig. Wir konnten im Rahmen der Donald-Studie eine Familie beobachten, die sich in kurzer Zeit von omnivor, also gemischt essend, auf vegan umgestellt hat – sehr extrem. Da zeigte sich, dass im Wachstumsverlauf der Kinder eine Abflachung stattgefunden hat. [Hervorhebung VA]

Man ringt innerlich nach Adjektiven, die das eben gelesene adäquat umschreiben: Bizarr? Dummdreist? Krasse Verarsche? Absurd? Verfrühter Aprilscherz? Diese Frau ist Professorin? Dennoch, für den durchschnittlichen Leser ist die Unfassbarkeit dieser Aussage unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Autorität vermutlich schwer zu erkennen, und erzielt somit trotz allem die gewollte Wirkung… Wie verzweifelt oder inkompetent muss man eigentlich sein, um eine Position auf EINER Familie zu basieren, und womöglich auch noch zu unterschlagen, ob sich nach der Ernährungsumstellung die Wachstumsverzögerung nach der Gewöhnung wieder normalisiert hat. Wie groß konkret sind die Kinder denn nun geworden? Sollte die Familie noch vegan leben und sich durch Teilnahme an der Donald Studie über diesen Text erkennen, möge sie sich doch bitte bei Veganes Auge melden. Und wenn nur, um ihre Meinung  zum Ausdruck zu bringen, ihr Bemühen für die Teilnahme an der Studie mit einer Benutzung für antivegane Propaganda belohnt zu sehen!

Doch damit nicht genug der Schmierenrhetorik.

Denn obwohl die Journalistin die Frage stellt, „Wie kann man dem aus der Veganer-Perspektive möglichst entgegentreten?“, was ja impliziert, wie sich so ein Fall wie bei der beobachtenden Familie vermeiden ließe (z. B. über eine adäquate vegane Ernährung, die den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird), fährt Frau Professor in völliger Ignoranz des Inhalts der Frage die gleiche Linie fort, und berichtet von Makrobioten, einer auf esoterischen Prinzipien ausgerichteten Reduktionsdiät.

Die Verunglimpfung einer adäquaten veganen Ernährung durch Verknüpfung mit und somit Darstellung als eine esoterische Reduktionsdiät ist wie anfangs schon berichtet, einer der beliebsten Hebel pseudowissenschaftlicher Vorgehensweisen. Selbstverständlich hakt die bezahlte Kollegin auch bei diesem Kontextabsturz nicht nach.

Trotzdem hat selbst die profanste, antivegane Propaganda Punkte wo sie trifft. Das verleugnen wir nicht und es wird von der veganen Gemeinschaft offen diskutiert. Zum Beispiel das Problem vegane Esomuttis. Esomuttis gibt es auch bei Veganern, und Esomuttis tun mit ihrer Natur-Esoterik und Faktenresistenz eigenlich alles dafür, den antiveganen Propagandisten die Steilvorlagen zu liefern. Denn eine „natürliche“ vegane Ernährung ist selten eine gute, bzw. zumindest adäquate vegane Ernährung. Hier sind wir als vegane Gemeinschaft selbst gefordert, uns zu emanzipieren und die Grundkenntnisse der veganen Ernährung zu erwerben und vor allem nicht aufzuhören, diejenigen unter uns zu kritisieren, die sich der Vernunft verweigern.

Die Zeiten jedoch, in denen rhetorischer Müll und FUD an Veganern widerstandslos kleben bleibt sind definitiv vorbei. Die neue Kommunikationstechnologie ermöglicht es uns, Fakten richtig zu stellen und uns zu wehren. Antivegane Propaganda wird in Zukunft nicht alleine deshalb glaubwürdig, weil man einen weißen Kittel trägt.

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Ava Odoemena
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59 Antworten to “Infokrieg gegen Veganer: Kölner Stadtanzeiger”

  1. Erbse Says:

    Hallo Ava,
    vielen Dank für diesen Artikel. Die Interview-Ausschnitte sind ja schon fast eine Farce, wenn es doch nur nicht so traurig wäre.
    Ich lese so gerne in deinem Blog und fühle mich stehts gut informiert/unterhalten. ;) Leider sehe ich mich nicht oft in der Lage einen Kommentar zu hinterlassen, da ich es als unhöflich erachte gänzlich/bloß ein „Stimmt.“ oder „Seh‘ ich genauso.“ abzuschicken. Aber ich dachte ein kleines Feedback, auch wenn es kurz ausfällt, könnte an dieser Stelle dennoch nicht schaden.

    Ich hoffe deinem Bein geht es derweil ein großes Stück besser und du bist bald wieder gänzlich mobil.
    Lieben Gruß,
    Erbse

    • Ava Odoemena Says:

      Hallo Erbse, freut mich von dir zu lesen und dass VA immer noch gefällt:-) Ich muss sagen, über diese Sache hier im Kölner Stadtanzeiger habe ich mich besonders geärgert und besonders auch über die Mühelosigkeit, wie einfach es offensichtlich noch ist, die Leute zu veräppeln mit so einer schlecht gemachten Propaganda.

      Sonst gehts mir aber gut und mein Bein macht auch gute Fortschritte, Schmerzen hatte ich sowieso die ganze Zeit nicht (bis eine Nacht direkt nach der OP), und am 25. bekomme ich einen neuen Plastikgips, hoffentlich wieder einen den ich abmachen kann.

      Deine vegane Woche ist jetzt aber schon lang, ne?:-) Hast du dich schon bez. Vitamin D weiter informiert/eine Entscheidung gefällt?

      • Erbse Says:

        Ich habe mich längst dazu entschieden das Ganze nicht auf eine Woche zu beschränken. :) Als ich anfing war klar, dass es so bleiben muss und mir gehts seitdem sehr viel besser.
        Da ich kürzlich bei Vegan Wonderland Glutenmehl bestellt habe, hab‘ ich eine Dose „Veg 1“ mitgeordert. Falls dir das was sagt und du eine Meinung dazu hast, wäre ich dir sehr dankbar mir davon zu berichten.
        Ich zitiere mal eben die Seite bezüglich Inhaltsstoffe/Zusammensetzung:

        „Eine Kautablette versorgt den Körper mit (% der von der EU empfohlenen täglichen Dosis):
        Vitamin B2 – 1.6mg (100%)
        Vitamin B6 – 2mg (100%)
        Folsäure – 200µg (100%)
        Vitamin B12 – 10µg (1000%)
        Vitamin D – 10µg (200%)
        Jod – 150µg (100%)
        Selen – 60µg (N/A)

        Zusammensetzung: Zucker, Dextrose, Akazie, Selenomethionine (Selen), Stearinsäure, Aroma (schwarze Johannisbeere), Ergocalciferol Preparation (Vitamin D2), Pyridoxine Hydrochloride (Vitamin B6), Magnesiumstearat, Riboflavin (Vitamin B2), PVP, Folsäure, Kaliumiodid (Jod), Cyanocobalamin (B12)“

      • Ava Odoemena Says:

        Veg 1 kenne ich und ist OK, es ist das einzige Multivitamin das ich empfehlen würde, weil es nicht nur von der Vegan Society entwickelt wurde (bzw. deren wissenschaftlichen Koordinator Walsh), sondern auch tatsächlich auf den veganen Bedarf abgestimmt ist – bis auf Vitamin D :-)

        Bei Vitamin D gibt es nämlich das Problem dass die in Vitaminen enthaltene „empfohlene Menge“ dem aktuellen wissenschaftlichen Standard hinterherhinkt. Ein genauer Bedarf wurde auch nie ermittelt, die Menge von 400 – 800 IE richtet sich aus lediglich an der Vermeidung von Rachitis / Osteomalzie. Das ist etwa so als wenn jemand die Menge Wasser täglich empfehlen würde, dass man gerade nicht verdurstet (Hallo Kabi:-).

        Das mit den RDA kann man oft sowieso vergessen, z. B. steht bei B12 1000%, was eigentlich kompletter Quatsch ist, weil von den 10mcg nur ein Bruchteil resorbiert wird – bei einmaliger Aufnahe. So ist 10mcg gerade mal genug, und deshalb ist die Inhaltsangabe von 1000% – bezogen auf den Inhalt, und nicht was tatsächlich im Blut landet wegen der besonderen Resorption von B12 – ganz einfach falsch. Ist aber überall so und *muss* auch so falsch angeben werden.

        Vitamin D ist enthalten 10mcg, also 400 Internationale Einheiten. Das ist für Stubenhocker viel zu wenig. Viel viel zu wenig. Aber die Vitaminhersteller sind angehalten, zumindest in der EU, die empfohlene Menge nicht zu überschreiten. In den USA gibt es mittlerweile Einzelsupplemente mit 5.000 IE pro Pille, und 2.000 sind auch sehr oft anzutreffen inzwischen.

        Es gibt ja verschiedene Einträge zu Vitamin D im Blog, ich brauch das jetzt nicht alles zu wiederholen hier, dort hast du auch Quellenverweise.

        Mindestens 4.000 IE sollten alle, die nicht oft an die Sonne kommen nehmen, übrigens auch Nichtveganer, da Vitamin D ja größtenteils unabhängig von Ernährung ist, bzw. die Mengen Vitamin D in Nahrung vernachlässigbar im Verhältnis des tatsächlichen Bedarfs den der Körper hat.

        Lange Geschichte kurz: Veg 1 ist bis auf Vitamin D OK, aber du solltest zusätzlich doch Vitamin D nehmen, 9 Tropfen Sterogyl wären 3.600 + 400 IE in Veg1, dann hättest du deine 4.000 IE.

        Eine andere Kombination wäre die Tips aus dem Crashkurs, also eine Paranuss pro Tag für Selen, Arame für Jod, blah blah, und B12 Ankermann Tropfen plus Sterogyl Vitamin D. Dann bräuchtest du die Veg 1 nicht mehr. Manche Leute sagen ja, die schmecken nicht besonders.

        Hoffentlich habe ich dich jetzt nicht zu sehr verwirrt, Problem ist, ich bin inzwischen total vernerdet bei dem Thema und habe die Perspektive verloren, wie es ist wenn die Informationspuzzelteile noch kein zusammenhängendes Bild ergeben. Frag also ruhig.

      • Hygieia Says:

        Wieviele von den Veg 1 Presslingen soll man pro Tag nehmen? 1? Zu der Angabe, der Gehalt orientiere sich an den Recommended Daily Allowances der EU sollte hinzugefügt werden, dass das RDA sind, die für die Etikettierung von Produkten gemacht und auf EU-Ebene harmonisiert wurden. Die RDAs in den Mitgliedsländern können davon abweichen. Das System der RDAs betrifft ein altes System. Es ist in etwa auf dem Niveau der DGE. Es sind also Werte, die das Sichtbarwerden von Rachitis oder Skorbut verhindern sollen. Die in der EU RDAs empfohlenen Mengen sind für standardisierte, gesunde Erwachsene gedacht. http://www.eufic.org/page/en/faqid/recommended-daily-amount-nutrients-vitamins/

        Ich frage mich, wozu so viele „Fachgesellschaften“ mit diesen Werten hantieren und diese Werte werden dann wieder in allen möglichen Tests als Referenz verwendet zum Beispiel zum Vitaminbashing durch die Ökotest.

        Die Zusammensetzung des Veg 1 scheint mir nicht ganz vollständig aufgeführt zu sein. Ich habe das Produkt gegoogelt und tatsächlich auch die ‚Akazie‘ in der englischen Inhaltstoffliste gefunden. Das kann alles Mögliche sein.

        Was mich überrascht sind die Zuckersorten als Trägerstoffe und das Stearat

        Mein Rohkost“brot“ enthält als Mengenzutaten Leinsamen und Paranüsse, also geht das schon mal in die richtige Richtung. Da lässt sich drauf aufbauen. ; )

        Seltsam, dass Onkologen den Frauen Selenpräparate verschreiben, sobald die Diagnose Krebs da ist. Auch Zink gibt’s dann auf Rezept.Warum nicht vorher vernünftig supplementiert werden kann, damit es gar nicht erst ein Kres wird, will mir nicht in den Kopf.

      • Erbse Says:

        Vielen Dank, Ava. Ich glaube was mir die meiste Schwierigkeit bereitet sind die Mengenangaben. – Aber du hast nun die richtigen Worte gefunden um mich nicht weiter zu verwirren, sondern im Gegenteil, jetzt hab‘ ich eine Aussage an der ich mich gut orientieren kann.
        Von Sterogyl habe ich bereits mehrmals in deinem Blog gelesen, war aber dennoch etwas verunsichert. Ich muss dazu auch sagen, dass es schwierig ist weitere Zusatzinfos aus dem Netz zu ziehen, diesbezüglich, deshalb auch meine Nachfrage wegen der Veg 1 vorhin. Besonders gefällt mir hier der Anteil Jod-Gehalt, da ich krankheitsbedingt davon sowieso eine Menge durch Medikamente zu mir nehmen muss/zu mir nehmen müsste. Ich bin was das angeht leider etwas nachlässig.
        Das Thema Sterogyl ist mir sehr wichtig, da ich mir sicher bin zu den „extremen“ Stubenhockern zu gehören. Du kennst ja einen Teil meines Blogs und somit sicherlich meinen Umstand. :) Werde deinen Crashkurs-Artikel nun beherzigen und mir die Sterogyl-Quelle noch genauer ansehen um mir letztlich davon etwas zu besorgen.

        Zuletzt möchte ich dir noch ein Lob von meinem Freund (der ja bekennender Nicht-Veganer ist, aber die Sache trotzdem unterstützenswert findet) aussprechen. Ich erzähle hin und wieder von deinen Blog-Themen und er mag die Aufklärungsarbeit die dahinter steckt.

        Liebe Grüße,
        Erbse

      • Ava Odoemena Says:

        Schönen Gruß zurück an deinen Freund, vielleicht kriegen wir ihn ja noch rum:-)

        Den Crashkurs ist quasi ein Pflichttext:-) Aber wenn es dir um Quellen geht, da gibt es einen besseren zu Vitamin D als Sterogyl und den Crashkurs, und zwar den hier: https://veganesauge.wordpress.com/2010/02/12/vitamin-d-warum-das-sowohl-kein-thema-fur-veganer-ist-als-auch-besonders-fur-veganer/ Da sind unten dann auch die Verweise zum Crashkurs und zu Sterogyl. Wenn du dann noch eine Frage hast, häng sie einfach unten an:-)

  2. moglee Says:

    Gute Arbeit Ava, von mir auch ein Danke.

    • Ava Odoemena Says:

      Wie Arbeit fühlte es sich gar nicht an:-) Ich war zu wütend.

      • moglee Says:

        Und dann bekommen Typen wie der Wesjohann ein Puntesvertienstkreuz, dabei hättest Du so eines verdient. Stecken wirs dem Puntespräsitenten: Ava for Verdienstkreuz. :)

      • Ava Odoemena Says:

        Da würde ich mich sehr unwohl fühlen. Statt Bundesverdienstkreuze an Veganer verteilen, sollen sie lieber mal die Repression in AT zurück fahren. (Die ja sicher nicht nur alleine in AT koordiniert wurde…)

      • moglee Says:

        Es hätte für Dich eh keine Möglichkeit bestanden den Orden zu erhalten. Auf meine Anfrage beim PuntesPräsiteten, teilte mir die Sekretärin der Chefsekretärin vertraulich mit, dass es für Extremisten und Volksverhetzer wie Veganer kein Kreutz geben könne. Vegaaaner? das geht gar nicht!!! schrie sie entsetzt, während sie die Hände vors Gesicht schlug und ihr die Haare zu Berge standen.

        Beim Puntesvertienstkreutz handle es sich schließlich um einen Orden, den nur altgediente Gutbürgerliche an altgediente Gutbürgerliche verleihen, ist daher auch als S2S Kreutz bekannt geworden.

        Doch es gibt noch viele Möglichkeiten Dir Ehre zukommen zu lassen. Kümmere Dich um all die halb verhungerten, ausgemergelten Veganerkinder, päpple sie mit Vitamintabletten und guter Genpolenta von Monsanto wieder auf. Wir teilen Deine Erfolge dann dem Oberhaupt der Veganersekte mit und der kürt Dich zur „Heiligen Mutter Ava“ :)

        Die Stätte Deines Wirkens wird zur Pilgerstätte und die Pilger kommen scharenweise mit ihren edlen Karossen wie Daimler Bäh und Bäh MW auf dem Pilgerweg A1 zu Dir gepilgert. Sie bringen Dir Kisten voll mit inflationärem Eurogeld um Deine barmherzigen Taten zu unterstützen. Du legst ihnen gnädig die linke Hand auf ihre Häupter und flüsterst sanft „Deine Sünden sind dir vergeben“ die rechte Hand aber hältst Du auf um weiter milde Spenden entgegen zu nehmen. Und die ganze Welt spricht nur noch von „Heiligen Mutter Ava“ aus Berlin. :)

        Ein Buch mit dem Titel „Vom veganen Kampfhuhn zur Heiligen“ wird zum Bestseller und verkauft sich allein in GER millionenfach. Alle Kinder wollen Veganer werden so wie die „Heilige Mutter Ava“ aus Berlin. Selbst die Tochter der Sekretärin, der Chefsekretärin ist zwischenzeitlich sehr erfreut darüber, dass es auch ihre Mutter geschafft hat…

      • Ava Odoemena Says:

        “Vom veganen Kampfhuhn zur Heiligen”

        Mwuahahahaha!

  3. Achim Stößer Says:

    Statt Mörderseiten (Vebu) sollte doch besser vegane Seiten empfohlen werden, statt dess ADA-Artikels von 2003 die aktuelle Version. Kurz: http://veganekinder.de/adavegan .

    • Ava Odoemena Says:

      Achim hat gescort:-)

      Das Layout, das ist ja wohl jetzt nicht dein Ernst?

      Edit:
      Also ich habe jetzt mal den Link gewechselt fürs Original von den Mördern des Vebu zu den Mördern der ADA, die das Paper geschrieben haben.

      Und die Teilübersetzung von veganekinder verlinkt. Es kann dann ja jeder, dessen Monitor sich durch das Layout aufheizt, die Heizung runter drehen und ne Sonnenbrille aufsetzen…

      • Murph Says:

        Du bist Layouttechnisch einfach nicht abgehärtet genug. Ich persönlich finde es jetzt gar nicht sooooo schlimm.

      • esahrets0 Says:

        Ich persönlich finde es jetzt gar nicht sooooo schlimm.

        Nicht schlimm? Oder nicht mehr schlimm, weil Du Dich daran gewöhnt hast?
        Mir wurde ganz schwindelig als ich dem Link folgte.
        Aber inzwischen fühle ich mich wieder besser. ;o)

      • moglee Says:

        Sach ma, was machst Du eigentlich hier, iss für Dich nicht Hochsaison momentan?

        Der liebe Gott
        der böse Teufel
        der Klapperstorch
        der Weihnachtsmann
        das Christkind

        und der mit den bunten Eiern im Sack. ;o)

      • esahrets0 Says:

        Sach ma, was machst Du eigentlich hier..

        Was der Normalbürger nicht weiß: ich habe, genau wie der nnamsthcanhieW, eine Menge Helfer, die eigentlich die ganze Arbeit für mich erledigen. Versand erfolgt mit DHL oder UPS. Ich manage eigentlich nur noch, ach und ich zähle natürlich das Geld. Hase muß mit der Zeit gehen. :-)

      • moglee Says:

        Aha, wie vermutet der Chefe, allet chlor.

      • Ava Odoemena Says:

        Mir wurde ganz schwindelig als ich dem Link folgte.
        Aber inzwischen fühle ich mich wieder besser. ;o)

        Ich denke wir werden den Achim in Designfragen schon irgendwann kalibriert bekommen.

        Vielleicht hat ja die Krtik über Weiß auf Dunkelblau gewirkt, und er ist halt jetzt nur ins andere Extrem gekippt.

        Oder wir starten eine Image-Kampagne um Maqi attraktiver für schwule Veganer zu machen, die den Seiten dann aus der Layout-Krise helfen.

        „Maqi – echte vegane Männer zeigen dir wos langgeht!“
        „Maqi – hier hängt der vegane Hammer!“
        „Maqi – hart für Tiere“

        Vielleicht kriegen wir dann ja auch mal Dennis Klein dazu, von peinlichen pro-Fleisch Buchbesprechungen abzusehen und einen Artikel über schwule Veganer auf queer.de zu verfassen:-)

      • moglee Says:

        Da war doch noch was in diese Richtung. Was ist eigentlich aus vegankids.de von Tanja geworden?

      • Ava Odoemena Says:

        Aus veganekids.de wird jetzt wohl vegane-familie.de, wer das organisiert weiss ich nicht, aber es scheinen doch Inhalte von xkids.de zu xkinder.de geflossen zu sein.

        Ich beschäftige mich jedoch nicht mit internen Reorganisationen von Maqi.

      • moglee Says:

        Wird wohl ganz gut was die Inhalte angeht. Vegane Kinder habens nicht leicht, wie es scheint. Wenn dann die liebe Verwandtschaft noch auf Informationen vom Herr Doktor und auf die Empfehlungen der DGE zurückgreift, ist es umso wichtiger, dass es seriöse vegane Alternativen gibt.

        Auch wenn die Hülle für manche in der falschen Farbe glänzt. ;)

      • moglee Says:

        Äh, danke für die Info, das wusste ich nicht.

  4. esahrets0 Says:

    Danke für den neuen Beitrag Ava.

    Ich habe mich bei der DONALD-Studie mal ein wenig umgesehen. Im Interview wurde noch als interessantes Beispiel aus der Studie hervorgehoben, dass vegane Kindeserziehung ja mal gar nicht funktioniert. Sucht man aber auf allen Beiträgen betreffend der D-Studie nach Wörtern beginnend mit „veg“, so findet man n ü s c h t s. Es geht einzig um „Die Prävention chronischer Krankheiten einschließlich des Übergewichts…“. Es ist nicht einmal Kernpunkt der Untersuchung, wie sich vegetarische geschweige denn vegane Ernährung in diesem Kontext auswirkt. Für letztere gäbe es wahrscheinlich auch nicht allzu viele Teilnehmer im Dortmunder Umkreis.

    Außerdem glaube ich, dass Ernährungs w i s s e n s c h a f t in 90% der Fälle so viel mit Wissenschaft zu tun hat, wie das Treiben des ersten Maats auf Toilette bei Windstärke 9. „Gut zielen und loooooOOOOAAAAwwww, das war eine Welle. Mist, fast alles auf Hose und Schuhe.“

    der Hase

    • Ava Odoemena Says:

      Es geht einzig um “Die Prävention chronischer Krankheiten einschließlich des Übergewichts…”. Es ist nicht einmal Kernpunkt der Untersuchung, wie sich vegetarische geschweige denn vegane Ernährung in diesem Kontext auswirkt.

      Zumal man durch die Ausssage gar nicht darauf schließen kann, ob es sich tatsächlich um eine Veganumsteiger Familie gehandelt hat, und nicht wieder mal um „Urköstler“, die sich etwas wildes Abenteuer ins 3ZiKüBa holen wollten. Frau Professor demonstriert ja selbst, dass sie noch nichteinmal in der Lage ist, Makrobioten von Veganern zu unterscheiden.

      Martin von Maqi hat als Kommentar unter dem Artikel im Kölner Stadtanzeiger auch noch einen weiteren Stirnklatscher aufgegriffen.

      Außerdem glaube ich, dass Ernährungs w i s s e n s c h a f t in 90% der Fälle so viel mit Wissenschaft zu tun hat, wie das Treiben des ersten Maats auf Toilette bei Windstärke 9. “Gut zielen und loooooOOOOAAAAwwww, das war eine Welle. Mist, fast alles auf Hose und Schuhe.”

      Hehe, zutreffend. Ändert allerdings leider nichts am Einfluss und dass dieser Einfluss kein interesse an der veganen Weltrevolution hat;-) Gerade durch die „Dehnbarkeit“, läßt sich die Ernährungsphysiologie wunderbar politisch/ökonomisch instrumentalisieren.

    • Kabi Says:

      Na mal nicht übertreiben… Sonst kommt auf 3 der „Wissenschaftsfeindlichkeit“-Schnitzelhammer.

  5. Ava Odoemena Says:

    Mir ist noch was eingefallen, denn mit der Schmierenrhetorik „vegan ist für Kinder eine Fehlernährung“, werden vegane Eltern erheblich stigmatisiert, eine Doppelstrategie. Denn das politische Ziel ist offenbar, dass Kinder nicht an vegane Ernährung in der wichtigen Prägephase gewöhnt werden sollen. Vegane Eltern sollen also quasi ethisch kastriert werden. Auf der anderen Seite profitieren Tierausbeuter der Ernährungsindustrie von dieser Art Kleinhaltetaktik des Veganismus.

    Ich sehe da den Staftatbestand der Volksverhetzung durchaus gegeben.

    • moglee Says:

      Es ist Volksverhetzung, doch da Volk hört das gerne denn sie können so weitermachen wie gewohnt.

      Ist euch auch schon aufgefallen, dass diese Antivegan Ernährungswissenschaftler mit ihrem Ernährungswissen alle irgendwo in den 1970er Jahren festhängen.

      Sie kennen in aller Regel nicht einen Veganer persönlich.

      Sie berufen sich auf mangelernährte Veganer und berufen sich auf den „Fall bei einem Kollegen“. Fragst Du nach Quellen, so kommt wieder ein Gewäsch wie: „meines Wissens nach ernährt sich die Person nun wieder normal und ist wieder gesund“.

      Sie erzählen Dir Dinge über dich, was dir alles fehlen würde, von denen du gar nichts weißt. Legst du ihnen einen Fitnesstest und ein aktuelles Blutbild vor, dann kommt: „Da sind sie die löbliche Ausnahme, da sie sich mit Ernährung beschäftigen und Sport treiben“.

      Es mag sein, dass sie jetzt noch nichts spüren, aber wie es in 10 – 15 Jahren bei ihnen aussieht, das steht auf einem anderen Blatt.

      Und wenn sie dann überhaupt kein Argument mehr haben, dann ist B12 angesagt.

      Ihr könnt mir sagen was ihr wollt, meiner Meinung nach ist es bei denen wie bei schwer Sektenabhängigen. Die selbstverlogene Panikmache von denen bringt tatsächlich viele regelrecht ins Straucheln, vor allem wenn dann Kinder da sind und noch die ganze Verwandtschaft versucht Einfluss zu nehmen. Es kann und darf nicht falsch sein, was schon immer so war.

      Jedenfalls gehen ihnen ziemlich schnell die Lichter aus, wenn sie mit einem halbwegs gescheit ernährten Veganer direkt konfrontiert werden. Dann kommen nur noch die „ja, abers“.

    • Kabi Says:

      Die doppelte Diskreditierung sehe ich auch, auf jeden Fall.
      „Was für Kinder nicht gut ist, kann ja für Erwachsene auch nicht so ganz richtig sein.“
      „Erwachsene stecken das eher weg“… Etc.

      Und zur vermeintlich sachlichen Diskreditierung kommt vermutlich noch stärker als ohnehin die soziale („Rabeneltern“).

    • Sheogorad Says:

      Entweder weiß es die gute Frau nicht besser, wobei ihr da geholfen werden kann und man sie mit einem Stapel geeigneter Fachliteratur zuschütten könnte, oder sie verbreitet absichtlich Falschinformationen (Ihre persönliche Meinung müsste sie in jedem Fall von den Fakten trennen).

      Volksverhetzung ist ein schwerer Straftatbestand und ich sehe ihn in diesem Fall nicht erfüllt,
      http://bundesrecht.juris.de/stgb/BJNR001270871BJNE028206377.html

      ehr könnte man von Verleumdung sprechen, wobei dieser Bestand gegen Personen gerichtet sein müsste.
      http://bundesrecht.juris.de/stgb/__187.html

      Alles in allem handelt es sich um Desinformation (Propaganda würde ich es nur nennen, wenn sie absichtlich handelt(e)) der entschieden entgegengetreten werden muss.

      • Ava Odoemena Says:

        Merci für die Verknüpfungen. Gesetztestexte sind ja immer etwas abstrakt, als Laie müßte man da wirklich anfangen konkrete Urteile zu Volksverhetzung zu studieren, um einen objektiven Überblick zu bekommen was da alles drunter fallen kann.

        Was den Unterschied zwischen Desinformation und Propaganda betrifft – wenn man mal deine Einschätzung als gegeben zugrunde legt – vielleicht kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass jemand im Professorenstand so inkompetent oder fachlich rückständig ist, dass die ihren Quatsch tatsächlich selbst glaubt.

        Zumal die Phrasen und Schlagworte von DGE-Sockenpuppen immer gleich klingen.

      • Sheogorad Says:

        Desinformation und Propaganda sind Synonyme und der Übergang ist nicht ganz klar. Ich wollte so nur der Möglichkeit, dass sie tatsächlich einfach unwissend ist eine sprachliche Lücke lassen.
        Als Mensch hat sie Meinungen/Vorstellungen und diese können ihr wissenschaftliches Urteil trüben.

        Genug davon. Nicht dass der Eindrück erwächst ich wolle sie hier verteidigen…

      • Ava Odoemena Says:

        Nicht dass der Eindrück erwächst ich wolle sie hier verteidigen…

        Nein den Eindruck hatte ich auch nicht.

  6. payoli Says:

    Liebe Ava, liebe Leute,
    so sehr mich Euer Engagement freut, sosehr bekümmert es mich auch.
    Denn
    a) ‚Kampf‘, ‚gegen‘, ‚Krieg‘ sind absolut negative Begriffe mit denen man nichts erreicht (Druck erzeugt Gegendruck) und die dem Benutzer selber am allermeisten schaden/ schwächen (kinesiologisch und biofeedback- technisch nachweisbar).
    Menschen lernen, genauso wie Kinder, ausschließlich durch Vorbild. ‚Den Menschen Liebe predigen lehrt die Predigen. Aber nicht die Liebe!‘
    Oder ein anderer Beleg: Die ausgetüfteltsten und erfolgreichsten Manipulationsstrategien kann man von der Werbung lernen und die arbeitet ausschließlich positiv. Da gibts nur lachende, glückliche Menschen und nie Kämpfe!

    b) Veganer gehen durch das breiter werdende Angebot mittlerweile denselben Holzweg wie die Normalköstler: hoch- bis höchstverarbeitetes, totes Gläschen- und Dosen- Futter.
    Ich hab seit fast 20 Jahren eine vegan- rohköstliche website und da kontaktieren mich viel zu viele Veganer die gesundheitliche Probleme haben.
    Das tut mir irgendwie im Herzen weh, dass Leute so lieb zu ihren Mitwesen und so unlieb zu ihren Körpern sind.
    Also:
    paradise your life!
    Wilhelm

    • Ava Odoemena Says:

      Aloha payoli,

      Alle Erfolge der Zivilisation wurden mit Protest erkämpft. Dass du das glatt leugnest, gibt mir zu denken.

      Die ausgetüfteltsten und erfolgreichsten Manipulationsstrategien kann man von der Werbung lernen und die arbeitet ausschließlich positiv.

      Nein, nur an der Front, Verzeihung, Fassade. Die wesentlichste Methode der Werbung im Kern ist immer die Suggestion eines Mangels. Sehr negativ also. Die „Happyfresse“ ist lediglich das trojanische Pferd, mit dem sich Zugang zur Psyche verschafft wird.

      Menschen lernen, genauso wie Kinder, ausschließlich durch Vorbild.

      Nach der Logik dürfte es gar keine Straftäter geben, denn die sind immer eine Minderheit, sie haben also genug Menschen als Vorbild, von denen sie lernen könnten. Offensichtlich sind da also andere Dynamiken am Werk.

      b) Veganer gehen durch das breiter werdende Angebot mittlerweile denselben Holzweg wie die Normalköstler: hoch- bis höchstverarbeitetes, totes Gläschen- und Dosen- Futter.

      Hat jetzt mit diesem Thema eigentlich nichts zu tun, und bevor wir das vertiefen: Sei vorgewarnt dass weder ich, noch die meisten Stammkommentatoren hier anfällig sind für Rohkostmythen. Die sind nämlich alle hinreichend widerlegt, bzw. so absurd dass man sie noch nichteinmal widerlegen braucht.

      Interessant auch wie du im Stande 180° flippst: Oben kritisierst du Worte wie „Krieg“ und hier assozierst du gesunde vegane Kochkost mit Tod. Wie kann das passieren, dass du dir selbst so extrem widersprichst? Haben deine Hypnosefähigkeiten bei mir versagt? (Ist eine rhetorische Frage.)

      Ich hab seit fast 20 Jahren eine vegan- rohköstliche website und da kontaktieren mich viel zu viele Veganer die gesundheitliche Probleme haben.
      Das tut mir irgendwie im Herzen weh, dass Leute so lieb zu ihren Mitwesen und so unlieb zu ihren Körpern sind.

      Ja schon klar: Rohkost ist der Wille der göttlichen Naturmutter, und normale vegane Ernährung macht euch krank. Somit hast du genau das angewendet, was du bei der Werbung angekündigt hast: Vorne Happyfresse, und untendrunter die Mangelsuggestion.

      Was in dem Artikel hat dich denn so gestriezt, dass du deinen roh-macht-froh-Spam hier abladen musstest?

      • Ava Odoemena Says:

        Ah, see schon, der Absatz mit den Esomuttis.

      • payoli Says:

        ‚Erfolge der Zivilisation‘!!!
        Das ist ja schon mal eine Lachnummer für sich! :-)
        Und die ‚geringfügig‘ längere und erfolgreichere Evolution zeigt doch wohl, dass es ohne ‚Proteste‘ und ‚Kämpfe‘ sehr gut geht …

        Den Rest schenk ich Dir! Du bist offensichtlich ein durch und durch negativer, verbiesteter Mensch. Denn ein so höfliches und nettes posting mit ‚Spam‘ und ‚gestriezt‘ zu bedenken und sich einer solchen Fäkalsprache zu bedienen ist für mich nicht unhöflich sondern bereits krank.
        Und zu Deinen ‚Widerlegten Rohkostmythen‘: Ich hab Dir geschrieben, dass mir das leid tut, dass überproportional viele Veganer Hilfe bei mir suchen. Das ist einfach Fakt. Sorry! Ich hab das weder mir noch Euch gewünscht!
        Baldige Besserung!
        Und iss mal was Ordentliches ;-)

      • Ava Odoemena Says:

        Oh, unsauberer Abgang:-)

        ‘Erfolge der Zivilisation’!!!
        Das ist ja schon mal eine Lachnummer für sich! :-)

        Sehr viele Rohköstler leben halt in ihrer ganz eigenen Welt…

        Und die ‘geringfügig’ längere und erfolgreichere Evolution zeigt doch wohl, dass es ohne ‘Proteste’ und ‘Kämpfe’ sehr gut geht …

        Alle Erfolge der menschlichen Zivilisation sind Teil der menschlichen Evolution. Wie könnte es anders sein? Aber auch diese Erkenntnis gibt es offenbar schlicht nicht, oder ist verboten im Steinzeit-Pantheismus der in deiner Szene oft propagiert wird.

        Den Rest schenk ich Dir!

        Den will ich doch gar nicht haben. Weder den Rest noch das große Stück. Nicht überall wo du deine Angel auswirfst beißt halt automatisch gleich jemand an, das wirst du doch noch verkraften können?

        Du bist offensichtlich ein durch und durch negativer, verbiesteter Mensch.

        Offenbar kannst du es nicht verkraften, oh well.

        Denn ein so höfliches und nettes posting mit ‘Spam’ und ‘gestriezt’ zu bedenken und sich einer solchen Fäkalsprache zu bedienen ist für mich nicht unhöflich sondern bereits krank.

        Also ich weiss ja nicht wo bei dir die Fäkalien rauskommen, aber warum ist denn „Happyfresse“ jetzt ausgerechnet Fäkalsprache sein soll?

        Und zu Deinen ‘Widerlegten Rohkostmythen’: Ich hab Dir geschrieben, dass mir das leid tut, dass überproportional viele Veganer Hilfe bei mir suchen.

        Der Gedanke dass jemand gerade auf einer Rohkostseite Hilfe sucht, jagt mir nicht nur einen kalten Schauer über den Rücken, sondern es zeugt auch davon dass Veganer ganz normale Menschen sind und es halt auch welche gibt, die überhaupt keine Peilung haben.

        Sorry! Ich hab das weder mir noch Euch gewünscht!
        Baldige Besserung!
        Und iss mal was Ordentliches ;-)

        „Danke“ für die Erinnerung, dass ich die Rohkostszene ja noch gar nicht mit einem Artikel bedacht habe…

      • esahrets0 Says:

        Ava, Du bist nicht besonders nett. Warum weigerst Du Dich anzuerkennen, dass die roh-vegane Ernährung unserer „Ur- Ernährung aus Paradieszeiten sehr nahe kommt und wir daran am besten angepasst sind“? Du solltest wirklich mal wieder vernünftig essen, weil Du doch genauso gut weißt wie ich, dass die __normalen__ Veganer nicht genügend Rohkost, also Paradiskost, zu sich nehmen. Wenn wir ersteinmal alle in Regenbogenfarben pinkeln, ist das Paradis wieder vollständig hergestellt. So wie es vor 200000 Jahren war, als wir noch mit Säbelzahnkatzen Hand in Hand am Strand spazieren gingen und gemeinsam vom Baum der Erkenntnis naschten. Hach, ich wünschte, dass Paradie wäre wieder hier. Bis es aber soweit is(s)t, esse ich noch ein wenig Rohkost und lausche den Engelchen, wie sie vom Paradis singen.
        Mich fragen auch ständig normale Veganer:“Mensch Hase, wie machst Du dass bloß? Woher nimmst Du die Kraft zum Trollen?“ Dann sage ich:“Meine Jünger, hört mich an.“ sage ich dann nämlich, „Diejenigen unter euch, die sich vom Fleische und von des Fleisches Folgeprodukten abgekehrt haben, aber ihre Tomate noch immer aus der Tube essen, die ihre Kiwi aus der Konserve konsumieren und ihre Erdäpfel aus dem Einmachglas, denen sage ich, Ihr ernährt euch nicht besser, als der ganze Rest vom,…, naja, Schützenfest halt.“ Und dann begreifen die Leute, dass ich der wahre Messias sein könnte, wenn auch nur ein Fünkchen Wahrheit an alledem steckte, was ich hier schrieb. Da mir aber eh keiner zuhört, und ich auf esoparadisische Zustände sch*KUCKUCK*e, bleibe ich weiterhin der traurige, fehlernährte Veganer, der ich zu sein, beschlossen habe.

        Grüße,

        der Hase

      • moglee Says:

        Tach Nikolausi, ähh…
        ich war gerade mal beim Wilhelm auf seiner Seite kucken. Er schreibt dort, dass er seit 20 Jahren Rohköstler ist und so wie es den Eindruck macht, ein veganer Rohköstler. Nun kenne ich in meinem veganen Umfeld auch einen veganen Rohköstler und das schon seit knapp 10 Jahren und ich muss bestätigen, der Typ ist das blühende Leben und immer gut drauf, auch was seine sportliche Leistung angeht, also muss was dran sein an der Rohkost. Persönlich habe ich mich auch mal 6 Wochen mit Rohkost ernährt und das war ein sehr gutes Körpergefühl, ich war an manchen Tagen kurz vorm abheben. Habe das nur deshalb wieder eingestellt, weil mir meine normal veganen Essgewohnheiten zu stark drin hängen, also die Sucht der Gewohnheit, wie bei anderen Ernährungsarten auch. Die Diskussion hier mit Wilhelm erinnert mich ein wenig an die antiveganen Empfehlungen der DGE. Ich finde wer sich selber nicht wenigstens ein paar Jahre in der Form ernährt hat, sollte andere nicht beurteilen. Und 20 Jahre sind eine so lange Zeit, dass ich zumindest den Wilhelm ernst nehme, so lange bin ich noch nicht vegan. Aber nachdem der Wilhelm es 20 Jahre mit Rohkost gemacht hat, habe ich wieder Hoffnung, dass ich auch noch ein paar Jahre überleben werde, als normal fehlernährter Veganer.

      • Ava Odoemena Says:

        Scheint so, als ob Hase auch schon Reibungskontakt mit der Rohkostszene hatte:-)

    • Ava Odoemena Says:

      Moglee, darum ging es nicht. Ich bin überzeugt Rohkost kann adäquat sein, vor allem von Vorteil ist sie für Menschen mit Gluten-Intoleranz, bei der es auch Formen zu geben scheint, die ohne Ausbildung einer Zöliakie imponieren.

      Meine Kriik an Payoli bezog sich lediglich auf die *pauschale* Behauptung, Rohkost sei besser als normale vegane Ernährung. Nicht nur das, er suggerierte sogar, dass *normale* vegane Ernährung krank macht (ein Zustand, der sich, so Payoli, wieder durch Rohkost fixen lasse).

      Ich bin den Grad der Manipulation aus dieser Szene halt auch einfach satt, und viele der Thesen sind auch wirklich komplett absurd (z. B. die Enzymgeschichte).

      Was mich auch sehr nervt ist das immer wieder auftauchende Persönlichkeitsmuster der Manipulation und Verblendung (oft in Personalunion) bei Rohköstlern. Glutenintoleranz tritt gehäuft auf bei Menschen im psychotischen und auch im autistischen Spektrum, und die wilde Fehlassoziation von Zusammenhängen bei so vielen ideologischen Rohköstlern, macht eine solche Korrelation schon plausibel.

      Wie gesagt, ich habe kein Problem mit Rohkost, sondern mit dem Gepäck.

      • moglee Says:

        Okay, verstanden. Ich hatte bisher noch keine derartigen Kontakte mit Rohkostveganern. Wobei mir auch schon aufgefallen ist, dass es den meisten Rohköstlern in erster Linie um Ernährung geht und den meisten von uns Normaloveganern eben nicht.

        Hey, ich habe ein Problem mit Maltodextrin. Jetzt weiß ich auch woher das kommt. ;)

      • C242 Says:

        Warum soll Rohkost besonders bei Gluten-Intoleranz von Vorteil sein?
        Vegan und glutenfrei geht sehr gut ohne Rohköstler zu sein. Natürlich fallen die ganzen Seitan-Produkte weg und „normales“ Brot und „normale“ Nudeln und all die Sachen, die Getreideanteile enthalten. Aber es gibt genug Alternativen aus Buchweizen, Amaranth, Quinoa, Mais usw.

        Und welche „wilde Fehlassoziation von Zusammenhängen“ meinst du?

      • Ava Odoemena Says:

        Warum soll Rohkost besonders bei Gluten-Intoleranz von Vorteil sein?
        Vegan und glutenfrei geht sehr gut ohne Rohköstler zu sein.

        Ja stimmt, aber wer sich mit einer kulturellen Idee identifiziert, dem wird seine Ernährungsweise – die ja im Falle von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Gluten-Intoleranz eine Reduktionsdiät darstellt – weniger als eine Krankenkost vorkommen. Das finde ich durchaus einen positiven Aspekt und dann ist auch die Wahrscheinlichkeit der Compliance viel eher gegeben wenn jemand da begeistert mitmacht, anstatt jemand der halt verzichten muss.

        Und welche “wilde Fehlassoziation von Zusammenhängen” meinst du?

        Oh je, wo soll ich da nur anfangen? Nehmen wir doch einfach mal das Beispiel mit der Enzyme-Geschichte. Rohköstler assoziieren „Leben“ mit „Enzymen“ als eine der gesundheitlichen Rechtfertigungen für Rohkost. Kochkost würde die Enzyme „denaturieren“ (beliebtes Wort) und so der Nahrung dem Körper „das Leben“ vorenthalten. Faktisch ist es so, dass das Verdauungssystem natürlich nichts anderes ist, als eine gigantische Nahrungsmittel-Denaturierungsmaschine, und der Körper die Enzyme der Nahrung gar nicht braucht, und auch nicht nutzen kann, denn sie werden ja „denaturiert“. Der Körper bildet seine Enzyme nämlich selbst.

        Dann liest man oft das Mantra „Getreide ist böse“, hier wird die eigene Glutenunverträglichkeit auf alle Getreidearten fehlassoziiert, der Betroffene ist also nicht Willens oder in der Lage, für sein „besser“ und „energetischer“ fühlen ganz einfach einen Effekt der Reduktionsdiät auszumachen. Mehr noch, die negativen Eigenschaften werden in einer Fehlassoziation auf *alle* Menschen und *alle* Getreidesorten ausgedehnt, obwohl es natürlich genug glutenfreies Getreide und Getreide artiges wie Amaranth und Quinoa gibt.

        Aus diesen Fehlassoziationen entstehen dann (Achtung Claude, hier kommts:-) regelrechte Gruppenfantasien, die Fehlassoziationen werden dann „Allgemeingut“, wie die Verdammung von allen Getreidesorten.

        Manchmal werden aber auch ganz bewusst Lügen verbreitet, die überhaupt jeder Grundlage entbehren, wo es ausschließlich darum geht, Nahrungsmittel zu diskreditieren die man kochen muss, wie z. B. die meisten Bohnen, von denen einige roh ja sogar giftig sind. Die Rohkost kommt bei Lebensmitteln, die gekocht werden müssen um sie verzehrbar zu machen, an ihre ideologische Grenze und dann wird unter Ausblendung der Realität (eben dass gekochte Bohnen nicht mehr ungenießbar sind, sondern einen wertvollen Beitrag in der Ernährung leisten) behauptet, Bohnen würden der Gesundheit schaden.

        Dazu kommt dann oft auch noch der starke naturreligiöse (pantheistische) Überbau, also die irrationale Gleichsetzung von natürlich mit gut, aus der menschliche Natürlichkeit, wie eben das kochen von Lebensmitteln selbstverständlich komplett ausgelagert wird.

        Das alles ist ja in Ordnung, soll doch jeder nach seinem Entwurf glücklich werden, so lange die Rohkost vegan ist, und vor allem adäquat vegan, was sie wegen der beharrlichen Weigerung, sich mit dem B12-Thema auseinander zu setzen eben oft nicht ist. Aber wo mir echt die Galle hochkommt, ist wenn Rohköstler irrational und wahrheitsfeindlich argumentieren und vor allem wenn sie damit auch noch antiveganen FUD verbreiten. Das geht bei mir gar nicht.

      • C242 Says:

        Danke für die Antwort, jetzt weiß ich in so etwa wie du das gemeint hast. Den Eindruck, dass Rohköstler sich so einige merkwürdige Dinge zusammenspinnen, hatte ich auch schon ;-P

        Wie du das autistische Spektrum da reinbringst, ist mir aber noch nicht so klar (meinst du damit, dass es wegen der gehäuft vorkommenden Gluten-Intoleranz überdurchschnittlich viele rohköstlerische Autisten gibt?).
        Wilde (irrationale) Fehlassoziationen, religiöse Spinnereien oder sogar Gruppenfantasien und Lügen passt dazu so ganz und gar nicht ;-)

      • Ava Odoemena Says:

        Wilde (irrationale) Fehlassoziationen, religiöse Spinnereien oder sogar Gruppenfantasien und Lügen passt dazu so ganz und gar nicht ;-)

        LOL! Stimmt:-) Überkreativität ist eher die Domäne von Leuten auf dem psychotischen Spektrum. Ich habe das autistische Spektrum nur vollständigkeitshalber genannt, um zu unterstreichen dass es Korrelationen zwischen bestimmten Nahrungmittelunverträglichkeiten und der Gehirnchemie gibt. Wäre ja schade wenn man das Thema anspricht und einem zufällig mitlesendem Aspie so die Gelegenheit entgehen würde, eine glutenfreie vegane Ernährung oder vegane Rohkost mal auszutesten.

  7. Ava Odoemena Says:

    Und die nächste Sockenpuppe meldet sich zu Wort, die Ernährungskittelszene ist grad mächtig sauer auf Veganer, wie es scheint. „Wie die wehren sich?“

    Susann-Cathérine Ruprecht dehnt die Veganismuswarnung jetzt wieder aus auf Erwachsene. Und auch die Apotheken-Umschau schlabbert das brav alles ab.

    http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Richtig-vegetarisch-essen-A100224KESOQ129561.html

    Sehr interessant auch mal die Medien zu sammeln, in der die DGE-Sockenpuppen ihre Propaganda lancieren.

  8. moglee Says:

    Jo und ganz zum Schluss das obligatorische:
    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in Bonn empfiehlt pro Woche maximal 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurstwaren zu konsumieren…
    und:
    Am gesündesten leben die gemäßigten Vegetarier – Menschen, die sich nur ab und zu ein Stück Fleisch gönnen…

    Die Deutsche Gesellschaft für eine vegane Lebensweise empfiehlt:
    Hört endlich auf zu hetzen ihr DGE-Hörigen! Solche Beiträge habe ich in meinem langen Veganerleben nun schon ca. 10.226 Mal gelesen, sie waren, sind und bleiben immer gleich verlogen. Und das sagt einer, der definitiv seitdem er Veganer ist, am „allerobernochgesündesten“ lebt, indem er sich x-fach vielseitiger ernährt als in jener Zeit, in der er noch auf „Spießerfrass“ getrimmt war.

  9. Hannzi Says:

    Guten Tag!

    Über einen Link im TP Forum bin ich hier gelandet.

    Ich finde es ok, wenn sich Menschen Gedanken machen um die Welt, die Umwelt und die Folgen ihrer Ernährung.

    Ich bin mir mit der DGE auch nicht Grün. Das liegt vor allem an unzulässiger Verallgemeinerung, wiedergabe unhaltbarer Erkenntnisse (schlimmer ist nur Slowfood, die zwar auch bemüht sind, aber oft völlig neben der Realität liegen mit der Art ihrer Kritik und Forderungen)

    Es gibt unterschiedliche Menschen und diese haben individuelle Merkmale der Verdauung und verschiedene Menge Appetit und Bedarf an essentiellen Nährstoffen.

    Hier eine Vegane Ernährung für alle zu postulieren, halte ich für fragwürdig. Was man diskutieren kann sind Reduktionen des Fleischkonsum. Man braucht nur ein Beispiel zu analysieren, das Veganer auch häufiger aufgreifen: Die Milch. Für 70% der Weltbevölkerung ein erstklassiges Nahrungsmittel. Für den Rest leider nicht sehr bekömmlich. EIN Enzym fehlt wodurch ein nahrhaftes Nahrungsmittel wegfällt.

    Wie stellen Sie sich das vor? Gibt es künftig nur noch Pappbrei zu essen? Muss jeder, auch Darmruinierte künftig eine vegane und dadurch ballaststoffreiche Kost essen? Ein völliges Fehlurteil althergebrachter Ernährungsirrtümer, besagt, daß wir um 30gr pro Tag bräuchten. Völlig aus der Luft gegriffene Zahl eines wissenschaftlers, der sich zwischen evolutionstheoretischen Ansätzen, Ethnorassismus und Realitätsverweigerung eine Ernährungsideologie geschaffen hat.

    Vegan ist eine Idee, die für einige, vielleicht für viel mehr Menschen möglich sein könnte. Aber nicht für alle.

    Es wird seinen Grund haben, wieso in jeder Küche dieser Erde (kleine Stämme zählen in dieser Argumentation nicht, weil sie zu sehr mit örtlichen Begebenheit und Bedingungen verknüpft waren und sind) Fleisch und Fisch der mal mehr, mal weniger wichtige Angelpunkt der Ernährung ist.

    Weniger Fleisch kann mehr sein, ja. Allerdings sind es nicht gerade auch Verweigerer konventioneller Landwirtschaftlicher Produkte, die einen höheren Flächenbedarf initiieren?

    • Murph Says:

      Ich finde es ok, wenn sich Menschen Gedanken machen um die Welt, die Umwelt und die Folgen ihrer Ernährung.

      Wie unheimlich tolerant von dir! Ich hoffe du bildest dir darauf nichts ein.

      Hier eine Vegane Ernährung für alle zu postulieren, halte ich für fragwürdig.

      Keine Sorge; das liegt nur daran, dass dir eine gewisse Information fehlt: Es gibt KEINE Nährstoffe, die ausschließlich in Tieren vorkommen. Von daher ist eine vegane Ernährung für alle Menschen geeignet, egal wie unterschiedlich diese sein mögen.

      Die Milch. Für 70% der Weltbevölkerung ein erstklassiges Nahrungsmittel.

      (Kuh)Milch enthält keine Nährstoffe, die man nicht auch gesünder(!) durch Pflanzen aufnehmen könnte.

      Wie stellen Sie sich das vor?[…usw]

      Du präsentierst hier nur wieder, dass du von veganer Ernährung nicht den blassesten Schimmer hast; siehe Zitat Nr. 2.

      Es wird seinen Grund haben, wieso in jeder Küche dieser Erde […]

      Nur weil etwas Gründe hat, ist es nicht automatisch richtig. Beispiel: Ein Serienkiller schlitzt gerne Leute auf. Er hat also seine Gründe – Alles hat seine Richtigkeit?

      llerdings sind es nicht gerade auch Verweigerer konventioneller Landwirtschaftlicher Produkte, die einen höheren Flächenbedarf initiieren?

      Ganz großer faux pas. Informier dich mal, wer 90% der Weideflächen frisst (Tipp: Es sind nicht die Veganer).

      Mach deine Hausaufgaben und komm wieder. Oder sollte das ein Trollversuch sein (in dem Fall hast du es geschafft; meine Zeit ist unwiederbringlich weg)?

    • Ava Odoemena Says:

      Es gibt unterschiedliche Menschen und diese haben individuelle Merkmale der Verdauung und verschiedene Menge Appetit und Bedarf an essentiellen Nährstoffen.

      Vom Säugling bis zum Spitzensportler kann eine vegane Ernährung so variiert werden, dass der Appetit und Bedarf an essentiellen Nährstoffen exzellent versorgt ist. Auf diesem Blog gibt es Veganer die sich sehr intensiv mit ernährungswissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt haben, mir inklusive, bis hin zu chemischen Prozessen. Selbst eine gut vorbereitete Argumentation gegen die vegane Ernährung würde nicht lange halten. Eine Argumentation deren Prämisse sich mit gängigen Stereotypen und Trugschlüssen versorgt, ist absolut chancenlos.

      Hier eine Vegane Ernährung für alle zu postulieren, halte ich für fragwürdig.

      Gerechtigkeit ist nie fragwürdig. Jede unvegane Form der Ernährung ist aber geprägt von massiver Ungerechtigkeit gegen nichtmenschliche und menschliche Tiere. Es geht bei der veganen Ernährung ja nicht um Ernährung. Sondern die Ernährung ist lediglich eine Konsequenz einer Erkenntnis. Veganer haben kein ernährungsphysiologisches Problem mit FleischMilchEi, und anderen, unveganen Konsumgütern wie Leder, Seide, Wolle usw. Sondern was im Zentrum veganer Aufmerksamkeit steht ist die Handlung dahinter.

      Was man diskutieren kann sind Reduktionen des Fleischkonsum.

      Veganer benötigen weder eine Erlaubnis welche Diskussion in welcher Bandbreite wir zu führen haben, und schon gar kein Interesse haben wir daran, „Verhandlungen“ zu führen wieviele Tiere man ermorden darf. Es ist noch nichteinmal so, dass wir die Menschen überzeugen wollen. Man kann zu einer Hinwendung der Wahrnehmung ethischer Rechte nicht überzeugt werden, diese Erkenntnis zu generieren liegt alleine in der Verantwortung eines jeden Nichtveganer selbst.

      Wir können nur assistieren indem wir die Gegenwart kritisieren.

      Man braucht nur ein Beispiel zu analysieren, das Veganer auch häufiger aufgreifen: Die Milch. Für 70% der Weltbevölkerung ein erstklassiges Nahrungsmittel. Für den Rest leider nicht sehr bekömmlich. EIN Enzym fehlt wodurch ein nahrhaftes Nahrungsmittel wegfällt.

      Siehe oben. Veganismus ist keine Diät. Es ist vollkommen irrelevant, wie gut sich Milch eignet, denn auch Menschenfleisch ist ernährungsphysiologisch ein extrem hochwertiges Lebensmittel. Die Befürwortung von Kannibalismus aber auf Basis dieses Arguments führt aber sehr deutlich die Absurdität vor Augen. Was am Nahrungsmittel Tiermilch lediglich interessiert, ist der Umstand dass dafür Kühe millionenfach umgebracht und ausgebeutet werden.

      Wie stellen Sie sich das vor? Gibt es künftig nur noch Pappbrei zu essen? Muss jeder, auch Darmruinierte künftig eine vegane und dadurch ballaststoffreiche Kost essen?

      Auch hier ist wiederum lediglich der wissenschaftliche Status Quo relevant. Und der lautet folgens dem größten ernährungswissenschaftlichen Zusammenschluß, der ADA:

      Es ist die Ansicht der American Dietetic Association, daß vernüftig konzipierte vegetarische Ernährungsformen, einschließlich strenger Vegetarismus oder Veganismus, gesund und ernährungsphysiologisch angemessen sind und einen gesundheitlichen Nutzen durch die Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet. Entsprechend konzipierte vegetarische Ernährungsformen sind für alle Personen während aller Lebensabschnitte, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit und Jugend, sowie für Sportler geeignet.

      Vegan ist eine Idee, die für einige, vielleicht für viel mehr Menschen möglich sein könnte. Aber nicht für alle.

      Doch, alle. Es wird auch gar nicht anders gehen.

      Es wird seinen Grund haben, wieso in jeder Küche dieser Erde (kleine Stämme zählen in dieser Argumentation nicht, weil sie zu sehr mit örtlichen Begebenheit und Bedingungen verknüpft waren und sind) Fleisch und Fisch der mal mehr, mal weniger wichtige Angelpunkt der Ernährung ist.

      Nicht in veganen Küchen.

      Weniger Fleisch kann mehr sein, ja. Allerdings sind es nicht gerade auch Verweigerer konventioneller Landwirtschaftlicher Produkte, die einen höheren Flächenbedarf initiieren?

      Das freut mich, dass dir dein Selbstwiderspruch gleich aufgefallen ist.

      Veganer kritisieren und lehnen alle Formen der Tiervernichtung ab, auch die „biologische“.

  10. Kabi Says:

    Neues zu Mathilde Kersting / FKE:
    http://www.welt.de/die-welt/wissen/article8613514/Stillkinder-brauchen-kein-Fleisch-aus-Glaeschen.html
    (via)

    Auf dieser Seite muss man sich mal die Widersprüchlichkeit geben, was das „nienicht kommerziell abhängig“ betrifft.

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