Depression als Mittel der Veganervernichtung

Depression ist Wut nach Innen. Ähnlich wie zu viel Joggen, bei dem dann die Gelenke kaputt gehen, kippt etwas um und kehrt sich in die andere Richtung. Das heimtückische an einer Depression ist ihre Manifestation als schleichende Vergiftung. Und selbst an dem Punkt, an dem man die Vergiftung bemerkt, ist für die meisten Betroffenen noch lang nicht klar, dass eine Depression die Ursache ist. Körperliche Abgeschlagenheit, „nicht gut geschlafen“ zu haben, eine leichte Erkältung, anderen nicht zuhören können usw. wird meist als vorübergehendes, körperliches Syndrom interpretiert. Selbst eine Diagnose wie Burnout ist eigentlich eine verschämte Uminterpretation einer Depression; auf die eigenen Schuldgefühle, Scham, Versagensängste, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit soll sich nicht auch noch ein Makel wie Depression türmen.

Verrückt sein, zum Psychiater müssen. Von anderen Hilfe annehmen. Gerade in einer Gesellschaft in der Leistung alles zählt, obwohl hinter diesem Funktionswahn gar nicht sicher ist, ob diese Leistung, die da erbracht werden soll überhaupt eine gute oder schlechte Leistung ist, und wem die Leistung, dieses Investment von Lebensenergie eigentlich zugute kommt.

Gerade in einer Bewegung wie dem Veganismus finden sich Menschen ein, die empfindlicher und feinfühliger sind als andere. Eher spüren, wenn etwas nicht korrekt ist, ein stärkeres Gerechtigkeitsbewusstsein haben und von Haus aus schon unter der dieser Gegenwart gelitten haben, lange bevor sie vegan wurden. Gerade solche Menschen laufen Gefahr, dass die Wut nach Innen kollabiert.

Nur, damit gewinnt schließlich der Status Quo. Jede Möblierung des öffentlichen Raums von DGE-Sockenpuppen mit den immergleichen Schlagworten, Verdrehungen, jede noch so banale und idiotische Verunglimpfung auf antivegan.de, jede herablassende Bemerkung auf der Arbeit oder in der Schule, jede Stichelei von Netzpsychopathen, jede koordinierte Repression der Staatsmacht wie in Österreich dient ausschließlich dem Zweck, diesen Kollaps nach Innen zu provozieren.

Denn es ist Krieg. Krieg gegen Veganerinnen und Veganer, denn sie wissen, dass wir Recht haben.

Repression, Mobbing, Diffamierung, Herabwürdigung, Ausgrenzung, FUD, das alles sind Methoden des Psychoterrors von Perversen, die nicht im Traum daran denken damit aufzuhören pervers zu sein (oder damit Geld zu verdienen).

Für uns hier an der vordersten Front ist das alles Routine, wir sind immunisiert gegen die Schlammschleudern. Wut gibt es nach wie vor, aber sie dringt nicht mehr vor bis in die Knochen.

Doch was ist mit denen, von denen man nichts hört, die nicht in der Schusslinie stehen und die nicht draußen auf der Strasse kämpfen können für eine bessere Gegenwart? Die still hier und anderswo mitlesen und denen es dreckig geht? Die zu empfindsam sind um über die perverse Verzweiflung der Antiveganer zu lachen? Die zu am Boden sind um sich gegen Anfeindungen aus der Familie zu wehren? Denen es richtig dreckig geht.

So dreckig, das schlicht die Vorstellung fehlt, es gäbe eine Normalität nach der inneren Misere, geschweige denn Glück oder zumindest Zufriedenheit?

So dreckig, dass sie schon mehr als einmal daran gedacht haben, die Wellen der Existenz über sich zusammenschlagen zu lassen.

Was kann ich denen bieten, in dieser häßlichen Welt der Wachkomaclowns?

Zuerst einmal das Versprechen, dass sie die Misere besiegen können. Das ist machbar und überall gibt es Menschen, die Liebe zu verschenken haben. Depression ist nicht nur Wut nach Innen, sie ist in ihrer Auswirkung wie eine banale Infektion, und als solche kann sie ausheilen.

Es ist auch nicht so, dass rein chemisch eine Depression eine Fehlfunktion von Botenstoffen ist, sondern im Gegenteil. Eine Depression ist eigentlich eine normale Reaktion auf ein fehlfunktionierendes Umfeld. Das äußere Chaos drückt nach Innen. Die Kraft ist nicht weg, sondern eingedrückt. Sicherlich gibt es auch gehirnchemische Muster, anhand derer, so jedenfalls die Behauptung, ein gesunder und ein depressiver Mensch unterschieden werden kann. Allerdings bringt eine positive Veränderung meistens nur der Schritt in die Veränderung der eigenen Lebensumstände. Antidepressiva dagegen stehen mehr denn je in der Kritik, sollen in ihrer Wirksamkeit sogar Placebos nicht überlegen sein.

Depression ist das Produkt einer kranken Gesellschaft.

Die Generierung eines Raums in dem Depression entsteht, also Depression als Folge von Repression, muss nicht unbedingt von einer koordinierten Verschwörung ausgehen, wie z. B. die USA das mit Schwarzen und Indianern gemacht hat, oder Wirtschaftsliberale mit HartzIV-Empfängern in Deutschland. Sondern auch in der Gesellschaft breit vorhandene, schwelende Ressentiments können unkoordiniert, an verschiedenen Orten, aber dennoch gleichzeitig zu Repressionsbestrebungen führen und den gleichen Effekt haben wie geplante Repression.

Wer sich daraufhin umbringt, führt also genau den abstrakten Vernichtungswillen aus, der hinter Repression verschiedenster Art steht.

Diesen Gefallen sollte man *dem Mitverursacher* der Depression – der hier über Proxy des Freitods einer Tötungsanklage entgeht, quasi der perfekte Mord – wirklich nicht tun.

Creative Commons License
Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)

Werbeanzeigen

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

31 Antworten to “Depression als Mittel der Veganervernichtung”

  1. Erbse Says:

    Hallo Ava,
    mich hat dieser Artikel, ehrlich gesagt, sehr berührt. – Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, auch wenn ich Kapitel füllen könnte.

    Lieben Gruß,
    Erbse

  2. moglee Says:

    >wie z. B. die USA das mit Schwarzen und Indianern gemacht hat<
    Kleine Ergänzung dazu: Es waren europäische Christen die das gemacht haben. Das lief in Mittel-, Südamerika, in Afrika, Australien, Neuseeland, Indien und anderen Gebieten dieser Welt ähnlich, überall dort wo christliche, europäische Horden eingefallen sind und die Heiden christianisieren wollten. Unter den übrig gebliebenen und meist in Reservate gestopften Ureinwohnern (USA, Canada) herrscht noch heute eine tiefe Depression, Suizid ist an der Tagesordnung. :(

    Da geht es uns Veganern geradezu prächtig. Von Interessensverbänden und Nichtblickern gibt es zwar ständige Angriffe, doch im persönlichen Umfeld steigt die Anerkennung von Jahr zu Jahr mehr. Denn sie erkennen an unserer veganen Lebensweise, dass sie richtig ist. Deshalb, Kopf hoch und weiter so.

  3. t Says:

    [ADMIN: Ad hominem, Sperre bis 11. März, bitte Debattenregeln beachten]

    „Depression ist Wut nach Innen.“

    wo hast du denn nur psychologie studiert???

  4. nimrod77 Says:

    Hallo Ava,
    zunächst eins vorweg: Jeder aber auch wirklich jeder egal ob veganer oder omnivor sollte sich in fachkundige Behandlung begeben wenn er eine schwere Depression hat. Das ist eine lebensgefährliche Krankheit, die für den betroffenen eine kalte, graue, leblose Hölle mit eingebauter Endlosschleife darstellt und die auch für sein soziales Umfeld extrem belastend ist.

    Den Vernichtungswillen der Gesellschaft gegenüber den Veganern zweifle ich an. so zu denken ist der kurze Weg in die Paranoia und Paranoia ist eine Geisteshaltung die nach meiner Überzeugung nur für Schwerkriminelle und im Topmanagement eine gewisse Berechtigung hat. die Gesellschaft hat als ganzes kein Bewustsein, und auch keinen Willen. Es gibt Menschen wie mich, die die Ausbreitung veganen Gendenkengutes bekämpfen und Menschenrechte wie das Jagrecht und das Recht Tierversuche durchzuführen energisch verteidigen. Meine Achtung vor menschlichem Leben, dem Rechtstaat und der Demokratie gegenüber ist aber viel zu hoch als das ich einen Privatkrieg mit dem Ziel Menschen zu vernichten befürworten oder gar führen würde. Ätzende Satire, Aufklärung, Lustvolle Polemik und wo nötig die Einbindung von Politik, Gerichten, Behörden und Presse sind die Mittel der Wahl zur Verteidigung menschlicher Freiheitrechte in einem Rechsstaat die Vernichtung Andersdenkender gehört sicher nicht dazu.

    • Ava Odoemena Says:

      Den Vernichtungswillen der Gesellschaft gegenüber den Veganern zweifle ich an. so zu denken ist der kurze Weg in die Paranoia und Paranoia ist eine Geisteshaltung die nach meiner Überzeugung nur für Schwerkriminelle und im Topmanagement eine gewisse Berechtigung hat.

      Soso, du bestimmst also, ob Opfer von Repression (direkte oder indirekte) Recht haben, oder ob es sich um Paranoide handelt:-)

      die Gesellschaft hat als ganzes kein Bewustsein, und auch keinen Willen.

      Das nicht, braucht es auch gar nicht, schließlich gibt es Meta-Effekte durch die Handlungen vieler Einzelner, und wer sagt denn dass Synergien immer nur positiv sind…

      Vernichtung Andersdenkender gehört sicher nicht dazu.

      Aha, du entscheidest also, welche Wirkung die Methoden von Antiveganern auf ihre Opfer haben?

      Hatte ich schonmal erwähnt dass ich wirklich nicht anfällig für Hypnose bin?:-)

  5. nimrod77 Says:

    Unterscheiden sich den veganer und Antiveganer wirklich in ihren Methoden?
    Ich habe mir z.B den Einsatz gestzlicher Bestimmungen und die Einbindung von Presse und Politik von Veganen Homepages abgeschaut. was ich mir erspare, ist das efektlose Gegeifere welches dort z.T produziert wird. Ansonsten bin ich stets offen dafür von der Gegenseite zu lernen. Falls die Auseiandersetzung mit einem omnivoren Umfeld, dass die Menschenrechte aktiv verteidigt für mache Veganer zu belastend sein sollte,kann ich nur sagen : if you can‘ t stand the heat please stay out of the kitchen!

    • Ava Odoemena Says:

      In deiner Rechtfertigungsstrategie gibt es einen Lapsus: Die Krtik an der unveganen Gesellschaft steht analog zur Kritik an z. B. Kinderrechtsverletzungen. Sie ist legitim. Repression gegen Veganer (egal welche Formen du da für akzeptabel hälst) steht analog zu prügelnden Eltern, die Kinderrechtler mobben.

      Dass du Tiermissbrauch als Menschenrecht verbrämst, zeigt, dass sich deine „Satire“ schon längst in deiner „Realität“ aufgelöst hat.

      Und einen weiteres Ablenkungsmanöver:

      : if you can’ t stand the heat please stay out of the kitchen!

      Es geht hier nicht um die „Avas“ der Tierrechtsszene, die Abgebrühten und mit allen Wasser gewaschenen, um die, die Spaß an einem Shitstorm haben können.

      Es geht hier um die „Kollateralschäden“. Und das ist die zentrale Frage hier: Wie gehst du als Antiveganer damit um, dass deine „Satire“ (augenroll) eventuell bei einem empfindlichen Teenie der Tropfen ist, der das Faß zum Überlaufen bringt? Du kannst doch nicht kontrollieren, was für Effekte deine Handlungen in den Feinfühligen haben.

  6. nimrod77 Says:

    Hallo Ave,
    Dein Vergleich von Tiernutzung mit Kindesmisshandlung ist von meinem Standpunkt aus betrachtet natürlich blühendender Schwachsinn, da sich aber jeder Mensch irren kann … bitteschön.
    Was den „feinfühligen“ Teenie anbelangt. In der Pubertät stehen viele quer in der Welt. Die einen ein bischen weniger die anderen vieleicht so sehr, dass sie daran zerbrechen. Das Erwachsen werden ist und bleibt nun mal ein risikobehafteter Vorgang.
    Ich möchte nun mal in einer (möglichst) freien Welt leben und nehme in Kauf, das die Freiheit Risiken beinhaltet. sowohl für mich als auch für meine Mitmenschen. Kennst du das Buch „brave new world“ von Aldous Huxley? Da wird das Thema Freiheit Versus „sichere Kuschelwelt“ schön dargestellt. Ich für meinen Teil habe natürlich gerne eine auch durch Tierversuche sichergestellte optimale medizinische Versorgung habe auch nichts gegen guten Sex und gute Drogen bin aber ansonsten eher dem Standpunkt des Wilden zugeneigt.
    Im übrigen fällt mir in Deinen Texten eine merkwürdige Art von Heilsgewissheit auf. Du scheinst implizit zu glauben das die Durchsetzung des Veganismus so etwas wie eine historische Notwendigkeit sei. Das die Veganer zwar viele Kämpfe zu bestehen hätten aber am Ende doch sicher Siegen würden. Weil sie eine unbezweifelbare Wahrheit, die Logik und eine über jede Kritik erhabene wissenschaftlich abgesicherte Ethik auf ihrer Seite hätten. Ich erinnere mich da an eine Formulierung von Dir „der Veganismus ist wasserdicht“ Mich erinnert dieser quasi religöse Habitus an den der Marxisten vor 50 Jahren.
    Ich persönlich vertrete zwar meinen aktuellen Standpunkt stets massiv und energisch bin mir aber dabei stets bewusst, das ich ein fehlbarer Mensch mit sehr begrenzten Erkenntnismöglichkeiten über das „wirkliche Wesen“ der Welt in der ich lebe bin. Zwei spannende Bücher zum Thema der beschränkten menschlichen Erkenntnisfähigkeit sind: „on Physics and Philosophy“ von Bernard d’Espagnat und „Komplexitäten“ von Margaret Mitchell

    • Kabi Says:

      Du bist ziemlich gut darin, Dinge zu verdrehen, vom eigentlichen abzulenken usw., ich hab grad nicht den Nerv mich in die Diskussion richtig einzuklinken, möchte mal nur sagen, dass man nicht unbedingt ein ohnehin irritierter, hypersensibler Teenager sein muss, um manche Dinge schwer ertragen zu können, und nein das hat nichts mit rosa Kuschelwelt zu tun.

    • Ava Odoemena Says:

      Hallo Ave,
      Dein Vergleich von Tiernutzung mit Kindesmisshandlung ist von meinem Standpunkt aus betrachtet natürlich blühendender Schwachsinn, da sich aber jeder Mensch irren kann … bitteschön.

      Und du disqualifizierst dich von der Erwachsenen-Debatte, wenn du deine Prämisse über die begründungs- und argumentfreie Verunglimpfung der anderen als die alleinig gültige deklarierst. Das ist Kindergarten. Aber anders kannst du deine Leugnung der Parallelen zwischen Kindermissbrauch und Tiermissbrauch auch nicht aufrecht erhalten. Das ist natürlich immer das Problem von Speziesisten, dass sie rasch an die Grenze ihrer Ideologie stoßen.

      Was den “feinfühligen” Teenie anbelangt.
      In der Pubertät stehen viele quer in der Welt. Die einen ein bischen weniger die anderen vieleicht so sehr, dass sie daran zerbrechen. Das Erwachsen werden ist und bleibt nun mal ein risikobehafteter Vorgang.
      Ich möchte nun mal in einer (möglichst) freien Welt leben und nehme in Kauf, das die Freiheit Risiken beinhaltet. sowohl für mich als auch für meine Mitmenschen. Kennst du das Buch “brave new world” von Aldous Huxley? Da wird das Thema Freiheit Versus “sichere Kuschelwelt” schön dargestellt.

      Und auch eine narzisstische Freiheit, die dir alle Rechte einräumt und den Rest der Welt auf eine Verfügungsmasse deiner nihilistischen Interessen reduziert, ist Kindergarten. Das ist die Interessenspsychologie eines Dreijährigen, der zum ersten mal bemerkt dass er nicht das Zentrum des Universums ist. Es gibt nunmal keinen Freiheitsanspruch, andere zu mißbrauchen. Unser gesamtes Justizwesen verhandelt Fälle, die das nicht kapiert haben.

      Ich für meinen Teil habe natürlich gerne eine auch durch Tierversuche sichergestellte optimale medizinische Versorgung habe auch nichts gegen guten Sex und gute Drogen bin aber ansonsten eher dem Standpunkt des Wilden zugeneigt.

      Das ist eine Lüge, schließlich ist die Tatsache, dass du nicht aus dem Gefängnis schreibst doch der Beweis, dass du dich sehr wohl innerhalb eines rechtstaatlichen Rahmens bewegen kannst und deshalb in der Lage bist, deine Interessen zu modifizieren. Wenn du dein Auto parkst, dann parkst du das auch nicht wild in eine an der Bushaltestelle wartende Menge hinein. Du bist also durchaus in der Lage, die Interessen von Anderen wahrzunehmen. Die Interessen von Nichtmenschen jedoch willst du nicht wahrnehmen, genau eben wie ein Rassist, Sexist, Faschist deine exakt gleiche Argumentation auf jeweils seinen Bezug anwendet. Diese empathische Behinderung aus der Steinzeit hat in einer komplexen und vernetzten Gesellschaft keinen Platz mehr.

      Im übrigen fällt mir in Deinen Texten eine merkwürdige Art von Heilsgewissheit auf. Du scheinst implizit zu glauben das die Durchsetzung des Veganismus so etwas wie eine historische Notwendigkeit sei. Das die Veganer zwar viele Kämpfe zu bestehen hätten aber am Ende doch sicher Siegen würden. Weil sie eine unbezweifelbare Wahrheit, die Logik und eine über jede Kritik erhabene wissenschaftlich abgesicherte Ethik auf ihrer Seite hätten. Ich erinnere mich da an eine Formulierung von Dir “der Veganismus ist wasserdicht” Mich erinnert dieser quasi religöse Habitus an den der Marxisten vor 50 Jahren.

      Und wieder demonstrierst du deine Sprachlosigkeit durch das inhaltslose Anprangern der Form mit Allgemeinplätzen und Assoziation mit Extremismus oder was du als Extremismus deligierst. Und glaub ja nicht, mir wäre das absichtliche Falschschreiben von Ava als Ave in Verknüpfung mit Diskredietierungsassoziationsschlagworten wie „Heilsversprechen“ nicht aufgefallen. Und das, obwohl ich dir schon zum wiederholten Male gesagt habe, dass ich für Hypnosebemühungen wirklich nicht anfällig bin. Das darfst du mir ruhig glauben:-) Mach doch einfach mal was ganz radikales, erwäge doch einfach mal die Möglichkeit, dass ich dir überlegen bin, vielleicht hilft es ja.

      Selbstverständlich ist der Veganismus wasserdicht, genauso wie Kinderrechte wasserdicht sind.

      Ich persönlich vertrete zwar meinen aktuellen Standpunkt stets massiv und energisch bin mir aber dabei stets bewusst, das ich ein fehlbarer Mensch mit sehr begrenzten Erkenntnismöglichkeiten über das “wirkliche Wesen” der Welt in der ich lebe bin. Zwei spannende Bücher zum Thema der beschränkten menschlichen Erkenntnisfähigkeit sind: “on Physics and Philosophy” von Bernard d’Espagnat und “Komplexitäten” von Margaret Mitchell

      Um zu wissen, dass man sein Auto zum parken nicht in eine wartende Menge fahren darf, braucht man keine Bücher über Erkenntnisfähigkeit.

      Deine diskreditierende Assoziation fällt unter die Verletzung der Debattenregeln, wir sprechen uns am 12. März…

  7. nimrod77 Says:

    Liebe Ava,
    Du verabsolutierst Deinen eigenen Standpunkt auf gradezu rührende Weise.
    Irritiert es dich nicht ein klein wenig, dass er nur von einer winzigen Minderheit geteilt wird? Nochmal: Kinder zu mißbrrauchen ist ein Verbrechen. Tiere für Tierversuche zu nutzen ist für die medizinische Forschung -von deren Ergebnissen Du vermutlich auch schon profitiert-
    hast ist unerläßlich und selbstverständlich legitim. Ratten in Massen zu Vergiften ist für den Vorratsschutz und die Seuchenbekämpfung unerläßlich und selbstverständlich legitim. Schon aus diesen Gründen wird sich die vegane Ideologie in der Hochzivilisation nicht durchsetzen.

    Da Du „brave newe world“ vermutlich nicht gelesen hast hier eine Zusammenfassung der Ansichten des Wilden = John zum Thema Freiheit und Leidfreiheit. kopiert aus wikipedia, „John und Moi diskutieren über die Vorteile (allgemeines Glück und gesellschaftliche Stabilität) und die Nachteile (die Sinnlosigkeit einer solchen menschlichen Existenz) der „schönen, neuen Welt“. Religion, Kunst, Liebe, freies Denken und starke, echte Emotionen werden nicht mehr gebraucht. Jeder tut nur,
    was er kann, wozu er geboren ist, und kennt kein Scheitern, kein Leid,
    keine unerwiderte Liebe, kein Altern, keinen vorzeitigen Tod. Doch dieses Leben muss erkauft werden gegen die Freiheit: wer frei sein will, der nimmt auch die damit verbundenen Nachteile in Kauf. Mond fragt John, ob er bereit sei, alle negativen Seiten menschlicher Freiheit hinzunehmen.
    Nach kurzem Überlegen bejaht John die Frage.“

    Noch mal in meinen eigenen Worten: Freiheit ist eine lebensgefährliche Sache und birgt immer das Risiko des Scheiterns in sich. Trotzdem will ich sie nicht missen weil ohne sie ein menschenwürdiges Leben für ich nicht denkbat ist. Deshalb werde ich sie mit aller Konsequenz gegen „ISMEN“ jeweder Art verteidigen

    Noch eine Bemerkung zum Schluss es freut mich für Dich, das Du Dich mir überlegen fühlst. So etwas ist immer gut fürs eigene Ego. Nach meiner Erfahrung ist aber derjeneige der Dinge oder geistige Konstrukte für wasserdicht hält vor plötzlichem Schiffbruch nicht gefeit, dass war schon auf der TITANIC so und wir immer so bleiben.

    E
    N

  8. Felizitas Says:

    Meine Familie, speziell mein Mann, will mich schon seit Monaten zum Arzt schicken, weil er meine Traurigkeit nicht mehr erträgt und er Angst um mich hat. Es vergeht eigentlich kaum ein Tag, an dem ich nicht schon morgens in ein tiefes Loch falle und ich nicht weiß wie ich wieder herauskommen soll. Ich kann mir allerdings gar nicht vorstellen, mich mit einem nicht-veganen Menschen über Dinge die mich so verzweifeln lassen zu unterhalten. Ich versuche das Problem lieber selbst in den Griff zu bekommen, meine Kinder brauchen mich. Es ist ein täglicher Kampf mit den Gefühlen.
    Genau die Einstellung in Bezug auf die nichtmenschlichen Tiere, wie Nimrod77 sie vertritt, dieser pure Egoismus, die Gleichgültigkeit und die Herzlosigkeit sind es, die mich vor meiner nicht-veganen Umwelt erschaudern lassen. Die meisten Menschen tragen sie nur nicht so offen vor sich her.
    Ava, auch mich hat dein Text sehr berührt.

    • Ava Odoemena Says:

      Hm, gerade Mütter nehmen sich „gerne“ zurück und stellen ihre eigenen Interessen hinten an, aber diese Rechnung geht über die Zeit nicht auf. Schließlich zapft das für andere da sein immer mehr von deiner Energie ab. Ich weiss nicht wie groß/klein deine Kinder sind, ab 10 kann man schon sehr gut Aufgaben an Kinder deligieren.

      Leute wie Nimrod77 haben zu viel vom falschen Egoismus, Mütter wie du haben zu wenig vom guten Egoismus. Auf Vorgänge die du nicht kontrollieren kannst, brauchst du dich gar nicht konzentrieren, die kannst du außer Acht lassen. Deine Handlungen, und deine Entscheidungen kannst du sehr wohl kontrollieren, und mit dem was du tust, trägst du schließlich dazu bei, dass diese Welt besser wird. Die Veränderung wird definitiv kommen, sie ist ja bereits im Gange.

      Was den Gang zur Psychologin oder zum Psychologen betrifft, so ist das in der Tat nicht leicht überhaupt jemanden zu finden, und auf Veganismus haben die teils schrille Reaktionen, interpretieren in absurder Umkehr der Realität Veganismus als Lebensfeindlichkeit. (Also die Deutung als „Verzicht“, „extreme Askese“, „Genußlosigkeit“ und „Selbstkasteiung“.)

      Eines will ich dir sagen und das klingt jetzt ungeheuerlich, aber wenn es wirklich sein muss, kannst du deine Kinder und deinen Mann verlassen. Ich sage nicht dass du das willst oder solltest, ich sage lediglich, dass die Möglichkeit besteht, dein bisheriges Leben hinter dir zu lassen. So als extremer Orientierungspunkt einmal.

      Ideal wäre natürlich wenn du innerhalb deines jetzigen Lebens vom Straucheln wieder in eine Balance kommst.

      Man kann das sehr wohl aus eigener Kraft schaffen, aber man muss das Gefühl der Misere erst mal so hinnehmen wie es ist. Es gibt einen Ort in der Zukunft, wo es dir wieder besser geht, das kann ich dir versprechen.

      Wie siehts denn bei dir mit körperlichen Ursachen aus, bist du im Sommer genug draußen oder integrierst Vitamin D und B12?

      Etwas was auch wichtig ist, ist eine Woche zu organisieren (oder einen Monat:-), wo du dich richtig sacken lassen kannst. Im Bett bleiben, gar nichts machen. Das solltest du mit deinem Mann besprechen wie ihr das regeln könnt, dass du dich wirklich um nichts kümmern musst. Vielleicht reicht bei dir ja eine Woche aus, um von der akuten Phase in die Langeweile zu kommen (Langeweile ist eine Form der Depression), denn in der Langeweile kann man bereits anfangen die Routine zu brechen. Also Quilts sticken, Joggen gehen, einen VHS-Kurs besuchen, in ein Museum gehen. Also Dinge tun, die man normalerweise nicht tun würde.

      Im Prinzip machen Medikamente (wenn sie denn wirken) auch nichts anderes als von der akuten Phase in die Phase der Langeweile zu drücken.

      Ich hatte in meiner Depression Medikamente abgelehnt, das kann man aber natürlich nicht verallgemeinern, und meine waren von einem üblen Posttrauma, über mehrere Jahre.

      Ich war damals noch Selbständig und konnte die Jahresabschlüsse nicht mehr einreichen (ja, Mehrzahl:-) und irgendwann klopfte das Finanzamt an die Tür, der Horror. Ich muss aber hinter meinem papiertürmenden Schreibtisch so scheisse ausgesehen haben, dass mir tatsächlich die Finanzbeamte geholfen haben meine Buchhaltung der letzten 2 Jahre zu machen:-)) Da gings auch gar nicht um Verdienststeuer, sondern da kamen pro Quartal Umsatzsteuerrechnungen die ich einfach mit dem Verweis auf Exporttätigkeiten hätte obsolet machen können, aber ich konnte einfach nicht. Mir war das alles so egal:-))

      Und erst wo ich das alles abgestoßen hatte, gings mir dann wieder besser.

  9. clemens sebastian Says:

    wer wie du undicht ist
    Unifoon hilft
    „Sensorhöschen in allen Konfektionsgrößen für Jungen, Mädchen und auch für Erwachsene“

    clemens

    kraftdurchgeist

    • clemens sebastian Says:

      komisch
      die realität
      iss die ausgetreten
      bleibt ein fleck

      clemens

      • Ava Odoemena Says:

        Nee, „KraftdurchFleisch“ wurde gesperrt und den Text habe ich sofort gelöscht, Psychopathen werden hier nicht mehr alt… auch nicht wenn sie nur spielen/trollen wollen.

      • clemens sebastian Says:

        na aber
        ich habe
        die letzen zwo hunde
        psychopathische rottweiler
        einer war 5 jahre im tierheim
        vorher
        ein ungemeines kraftpaket mit charakterlicher ausdauer
        hat gewartet im tierheim
        5 jahre einsamkeit
        extrem
        hat mich anfangs sogar angegriffen
        iss dann mit 13 jahren wegn einer herzattacke
        umgefallen
        hat mich angeschaut dabei
        recht hohes alter für nen rotti
        sehr traurig

        zur zeit isses nen italienischer läufer
        total schicker hund
        nach zwo jahren misstraut der mir immer noch
        gewöhnt sich allmählich
        mit unserer katze hat er ein sehr gutes verhältnis
        schaut ihr das schlecken ab
        reinigt sich gegen die art
        lernt viel unsinn von der katze

        clemens

  10. Murph Says:

    Stell dir mal vor du bist dumm und jeder merkt’s.

    • Murph Says:

      Da WordPress meine nicht korrekt angeheftete Antwort wild in der Gegend verteilt sollte man vielleicht noch erwähnen, dass der Kommentar Nimrod gilt ;)

      • Ava Odoemena Says:

        Das liegt vielleicht auch am „Theme“. „Contempt“ heisst das, und vielleicht hatte der Coder mit WoP noch ein paar Rechnungen offen oder so:-)

        Die zerstückelten Threads sind ein spontanes Phänomen…

    • Murph Says:

      [ADMIN:test]

      • Ava Odoemena Says:

        Entschuldige bitte Murph wenn ich gerade deinen Nick trojanisiert habe, ich wollte mal sehen ob das Monsterbild mit der Epost assoziiert ist.

      • Murph Says:

        Kein Problem. Und ja, es ist. Sonst hätte ich nicht jedes mal einen neues Monsterbild, wenn ich den Cache lösche und mir eine neue Fakeadresse ausdenken muss ;)

Kommentar anbieten

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s