Eine Prognose: Die vegane Stadt der Zukunft

Wie schön dass es so viele Menschen gibt. Denn das befördert den Veganismus auf eine indirekte Art und Weise, schließlich erhöht dies zusammen mit dem wegbrechen von Erdöl als Energieträger den Druck für nachhaltige Handlungsweisen, und vor allem auch für nachwachsende Rohstoffe. Dieser Druck muss unweigerlich dazu führen, dass ineffiziente Verhaltensweisen „vom Markt“ gedrängt werden, denn wer wenig hat fängt an zu denken.

Ob dies jetzt bei Häusern und deren Dämmung ist, der Austausch von Dachziegel durch Solarpanele, oder die Abschaffung tierbasierter Landwirtschaft, die ein gigantischer Energieverschwender ist. Für die westliche Art der tierbasierten Ernährung werden weltweit bereits die Mehrheit der zur Verfügung stehenden Agrarflächen verwendet, schließlich müssen die Opfer bis zur Zweckerfüllung ernährt werden.

Gerade nachwachsende Rohstoffe aber werden durch diesen Effizienzzwang, der entstanden ist durch das Anwachsen der Menschheit und dem Wegbrechen von Erdöl als bequemer Energielieferant, jetzt immer mehr zur Puffertechnologie. Sie stehen zunehmend im Fokus einer Übergangslösung, bis die anderen Technologien wie Solar und Wind in ihrer Entwicklung (und vor allem auch in der Speicherung) so weit sind, dass sie fossile Energieträger vollständig ablösen können.

Selbstverständlich haben die gewaltigen Umwälzungen, die uns bevorstehen auch Auswirkungen auf unseren Lebensraum, und nicht die schlechtesten. Denn die Zukunft wird nicht nur vegan, sie wird auch grün in die Städte tragen. In jedem Termitenhügel steckt mehr Energieintelligenz als in jeder von Menschen gebauten Stadt. Termiten, die mit den Kakerlaken verwandt sind, haben noch nicht einmal ein Bewusstsein, jedoch sorgt die Architektur nicht nur für Temperatur und Belüftung für die unterschiedlichen Bedürfnisse, sondern bei einigen Arten wird die benötigte Nahrung via Pilzzucht im Gebäude selbst hergestellt.

Sicherlich ist eine menschliche Stadt wesentlich komplexer und die Bedürfnisse von Menschen anders, aber Menschen haben es bisher nicht geschafft, ihre Bedürfnisse mit ihrer Umgebung zu „equilibrieren“. Ein wesentliches Merkmal der gegenwärtigen Stadt ist, dass fast alles von Außerhalb hineingebracht werden muss, mit entsprechendem Transportaufwand.

Der Effizienzdruck wird dafür sorgen, dass Städte in sich selbst autonomer werden, und mehr von dem herstellen was sie selbst benötigen.

Zur Zeit gibt es riesige „Energiefelder“ die einfach brach liegen, die Häuserwände. Heutige Häuser sind bemerkenswert unintelligent, im Prinzip gestapelte Höhlen mit Wasser und Energieversorgung. Ein Behältnis. Die Häuser der Zukunft aber werden mit eingebunden sein in die Erzeugung von Energie und Lebensqualität.

vertikalgarten

Vertikalgarten Patrick Blanc cc-by-nc-nd-2-deed-en:paolo_rosa

Was zur Zeit noch ein Kunstprojekt von Patrick Blanc ist, bietet ein faszinierendes Fenster in die Stadt der Zukunft, Bauhaus ist tot, es lebe der „vegane Hundertwasser“ mit equilibrialer Intelligenz.

Die Kombination von Vertikalgarten und dezentralen Biogasanlagen, Solarthermie/strom und Windenergie, sowie der Anbau von Nahrung direkt in der Stadt, eine Stadt in der keine Autos mehr den öffentlichen Raum verabgasen, all das ist denkbar und wird kommen.

Denn wir haben gar keine andere Wahl als diese geile Zukunft.

Vertikalgarten in Spanien

Vertikalgarten in Spanien cc-by-2:pdbreen

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Ava Odoemena
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72 Antworten to “Eine Prognose: Die vegane Stadt der Zukunft”

  1. Bimbo Says:

    Veganismus ist totalitär. Und hat deshalb keine Zukunft.

    • Ava Odoemena Says:

      Genauso totalitär halt wie das Frauenwahlrecht…

      • moglee Says:

        Was erwartest Du von einem der als „Bimbo“ auftritt. Sei totalitär und sperre den Arsch.

      • Ava Odoemena Says:

        Bimbo/Merbel ist bereits auf der Trollliste, ich habe diesen Kommentar freigeschaltet weil er eben nicht gegen die Debattenregeln verstößt. Bimbo ist zwar rassistisch, aber er hat ja nicht gesagt, „Ava muss ja so häßlich sein, dass sie sich von einem Bimbo durchnudeln lassen muss um überhaupt mal einen abzubekomment“.

        Übrigens, Rassenschande macht sehr viel Spaß, ich kann das nur empfehlen.

      • clemens sebastian Says:

        ich würde gerne gesperrt werden
        ich bin ein Bimbo
        mit Stern
        Bimbostern

        clemens

        moglee iss ein totalitärer Faschist
        das iss kein Spass
        und ich gegen die Regel
        was ich da wahrheitlich sage
        also
        ich möchte für die Sünden von Bimbo am Kreuz hängen

      • moglee Says:

        Einspruch. Ich bin weder totalitär und genauso wenig bin ich ein Fascho. Du tust mir leid clemens, Dir hängt die christliche Indoktrination und der Klosteraufenthalt noch zu sehr in der Birne.

        Das was der sich „Bimbo“ nennende hier abzieht ist doch offensichtlich. Es ist ein dummer Angriff auf Ava und deren Mann, der Afrikaner ist.

        „Bimbo“ sollte nur einmal für ein paar Monate in einem Land in Äquatornähe leben, dann wäre er froh über eine stärker pigmentierte Haut. Aber das kapieren diese dummen Rassisten einfach nicht.

  2. Ava Odoemena Says:

    Tippfehler korrigiert.

  3. moglee Says:

    Hier etwas Aktuelles zum Thema Zukunft. Gestern wurde in Berlin der Bericht „Zur Lage der Welt 2010“ des Washingtoner Worldwatch Institute, der Öffentlichkeit vorgestellt.

    http://www.boell.de/oekologie/gesellschaft/oekologie-gesellschaft-2503.html

  4. nimrod77 Says:

    @all
    es gibt eine Auseinandersetzung um Konzepte und Ideen sowohl im Netz als auch im realen Leben.. Ich bevorzuge wie ich meine aus guten praktischen und philosophischen Gründen die unveganen Konzepte und nutze eigentlich fast all meine Aktivitäten und Kontakte um die veganen Konzepte und Ideen zu diskredetieren und die bewusst Unveganen zu fördern und zu .verbreiten. In einem Umfeld in dem ich tätig bin hat der Veganismus erst mal schlechte Chancen.
    Werden Kinder bis zur Pubertät durch häufige Akltivitäten in den praktischen Umgang mit der Natur eingeführt, wirkt das wie eine Impfung gegen den Weltschmerzinduzierten Pubertätsveganismus der zwar meistens sowieso wieder verfliegt, der den jugendlichen aber Lebensqualität raubt und den Eltern ganz schön auf die Nerven gehen kann..

    Mein Bildungsideal ist der fröhliche, erfolgreiche und tatkräftige Spezizist, der sein Leben genießt und sich für seine Mitmenschen und die Natur einsetzt, Ich arbeite daran dieses Ideal für so viele Kinder wie möglich Wirklichkeit werden zu lassen. Dies scheint mir die optimale Strategie zur Verhinderung einer veganen Gesellschaft zu sein. Das Real Life ist natürlich für diese Strategie natürlich deutlich wichtiger als das Netz; deshalb spinne ich im Netz auch nur so rum ;-)) und konzentriere mich aufs R.L.

    Was die Jagd anbelangt: Ich nehme die Kinder einfach mit , zeige ihnen Spuren, Pflanzen und Tiere, sind die Kinder alt genug (so ab 7) und geübt im ruhig sitzen und pirschen schiesse ich auch mal was. Das Stück wird dann gemeinsam aufgebrochen und zu Hause gibt es dann köstliche Rehleber mit Zwiebeln und Äpfeln . viele Kinder Interessieren sich auch für die Knochen. Dann vergrabe ich z.B einen Fuchs bei mir im Garten den wir dann nach ein paar Monaten wieder ausgraben oder ich schenke ihnen Gehörne von schwachen Rehböcken.

    • Manuel Says:

      Muss dich enttäuschen, ich komme ziemlich genau auch aus so einer Psychopathenfamilie und bei mir ist das im Gegenteil resultiert.
      Ist ja auch logisch irgendwie: Wenn du nem Kind die „harte Realität“ zeigst, kann es beim Fleischessen nicht mehr die Augen verschließen und das schlechte Gewissen ausblenden, wie die meisten das so tun.

      Wo kommst du her? Sind wir zufällig verwandt? Wäre ja ein echter Schocker *gg*

    • Ava Odoemena Says:

      Dies scheint mir die optimale Strategie zur Verhinderung einer veganen Gesellschaft zu sein.

      Ich sag nur, Streisand Effekt:-)

      Zum Rest sag ich jetzt mal nichts, gelegentlich schlüssele ich dir das mal auf, also mit deinem Machtfetischismus und vor allem den Einbezug von Kindern in denselben…

    • Kabi Says:

      Opa..? Bist du das?

      Ach ich hab grad gar keinen Bock, noch ernsthaft drauf einzugehen, da kommt mir zuviel Saures hoch.

  5. nimrod77 Says:

    Streisand Effekt

    Liebe Ava,

    du hast glaube ich meine Intention missverstanden, ich will keine Nachrichten entfernen oder unterdrücken. Ich bin gegen jede Form von Zensur. Zensur ist mit meinem Freiheitsbegriff nicht zu vereinbaren.
    Was ich erreichen will ist eine pragmatische Reaktion auf die Information..
    Ein Beispiel: Als ich das quallvolle Ende der „Lederkühe“ in Earthlings gesehen habe dachte ich sofort, dass man die Schlachthäuser näher an die Herkunftsgebiete der Kühe bauen sollte.
    Als Sofortmaßnahme sollte man die bestehenden Schlachthäuser mit guten Messern und Schärfeinrichtungen ausstatten.

    • Ava Odoemena Says:

      Streisand Effekt

      Der Streisand Effekt besteht darin, dass du mit speziesistischer Agitation und Manipulation bei Kindern bewusst und vorsätzlich vegane Ethik zu unterdrücken versuchst. Und dich darüber auch noch im Netz ausbreitest:-)

  6. nimrod77 Says:

    @tobi, du willst wissen was mich bei meinem Engagement für eine anthropozentrische Ethikl motiviert:bitteschön hier die 5 wichtigsten Gründe in:

    1-)ich bin Jäger die Freiheit zu jagen ist aus meiner Sicht ein Menschenrecht genauso wie die Freiheit an und mit Tieren zu forschen ein Menschenrecht ist.

    2.) vor ca. 25 Jahren hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mit einer Nierenentzündung
    (Glomerulonephritis vom IgA Typ) in einer nephrologischen Spezialklinik zu verbringen.
    Aus dieser Zeit resultiert die Bekanntschaft mit einigen Dialyse Patienten. Die inzwischen alle tot oder transplantiert sind. Wenn du einmal erlebt hast, wie vollständig sich das Wesen eines Menschen wandelt , der eine „neue“ Niere erhalten hat und nicht mehr an der Dialyse hängt, bist du als mitfühlender Mensch bereit alle Ratten Schimpansen und Schweine dieser Welt in Labore zu sperren um Fortschritte in der Transplantationsmedizin und der Immunolgie zu erreichen.

    3) eine vegane Gesellschaft wäre aus meiner sicht unendlich Bigott, da sie nach wie vor gezwungen wäre Massen von Tieren zu töten (Mechanisierter Landbau / Schädlingsbekämpfung) und Bigotterie mag ich nicht

    4.) Ich halte die Domestizierung von Haustieren und die Züchtung der Haustierassen für eine der großen kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit. Forderungen nach dem gezielten Aussterbenlassen aller Hausstiere wie z.B von Garry L Francione erhoben
    Sind deshalb aus meiner Sicht barbarisch.

    5.) Die blosse Existenz des ethischen Veganismus blockiert aus meiner Sicht rationale Bestrebungen in Richtung des Artenschutze und der nachhaltigen Nutzung. Wie soll ich z.B einem Fischer oder Walfänger glaubhaft erklären, dass ein Nutzungsverbot nur vorübergehend ist damit sich die Bestände erholen können, wenn dieses Verbot sofort als Schritt in Richtung auf die vegane Gesellschaft vereinnahmt wird.

    @Manuel
    Ich nehme seit mehr als 30 Jahren Kinder und Jugendliche mit zur Jagd Unter denen zu denen ich noch Kontakt habe sind nur einige „part time vegetarians “ aber keine Veganer und 5 Jagdscheininhaber, davon 3 passionierte Jäger.
    Im übrigen kann ich mit der Kontingenz des Lebendigen sehr entspannt umgehen. Das heißt wenn da ein Veganer dabei wäre, würde mich das auch nicht weiter stören.

    Was die Verwandschaft anbelangt: Ich bin in Nordhessen aufgewachsen meine Eltern kamen aber ursprünglich aus Ostpreussen

    • Tobi Says:

      zu 1)
      Was, wenn jemand meint, es sei dessen „Freiheit“, seinen sexuellen
      Trieb auszuleben und sich an Deinem Kind vergreift?

      zu 2)
      Als ob medizinischer Fortschritt ausschließlich über Tierversuche
      zu realisieren wäre. Weißt Du was? Viel vielversprechendere (was’n Wort)
      Tierversuche – vor allem halbwegs gut übertragbare – wären, wenn
      man z.B. einfach ein paar arbeitslose, sprich unnütze Menschen nähme
      und in Labore sperrte (es gibt ja genug, die Art wäre somit nicht bedroht,
      was ansonsten „barbarisch“ wäre). Man erreichte viel schnellere Erfolge in der Transplantationsmedizin und Immunologie.
      Das sollte doch in Deinem Interesse sein, oder nicht?

      zu 3)
      Ach, weil Veganismus nicht sämtliche existente Probleme
      lösen kann, ist es legitim, möglichst viel Leid zu verursachen?
      (Abgesehen davon geschieht genau das von Dir Beschriebene
      bei Unveganismus ebenso; nur öfter)

      zu 4)
      Die Wasserstoffbombe ist eine große technische Errungenschaft
      der Menschheit. Dies ist kein Kriterium für die Legitimation
      unethischen Verhaltens (wie z.B., sie abzuwerfen).
      Und „barbarisch“ ist das Aussterben einer Spezies ohnehin nicht.
      Selbst nicht für Speziesisten, die sich daran erfreuten, ggf. genau
      diese Art für sich zu ge-/mißbrauchen, was diese dann nicht mehr könnten.

      zu 5)
      Menschenrechte blockieren teilweise auch rationale Bestrebungen (siehe
      z.B. Punkt 2).
      Am besten, man pfeift drauf. Ach, shit, doch nicht so gut, die Idee.
      Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen. Man könnte in diesem
      Falle ja der betroffenen Gruppe angehören…..

    • Ava Odoemena Says:

      1-)ich bin Jäger die Freiheit zu jagen ist aus meiner Sicht ein Menschenrecht genauso wie die Freiheit an und mit Tieren zu forschen ein Menschenrecht ist.

      Menschen sind Tiere, demnach wäre es auch ein Menschenrecht deine Tochter zu jagen. Die Verbrämung von der Benutzung Anderer – die darüber hinaus auch noch vollkommen vermeidbar ist, als RECHT, also eine Situation bei der der Vorteil des Einen zum konkreten Nachteil des anderen wird, ist ein psychotisches Argument. Damit schadest du deiner „Sache“ mehr als du ihr nutzt, da du die Absurdität deines Anliegens entlarvst.

      2.) vor ca. 25 Jahren hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mit einer Nierenentzündung
      (Glomerulonephritis vom IgA Typ) in einer nephrologischen Spezialklinik zu verbringen.
      Aus dieser Zeit resultiert die Bekanntschaft mit einigen Dialyse Patienten. Die inzwischen alle tot oder transplantiert sind. Wenn du einmal erlebt hast, wie vollständig sich das Wesen eines Menschen wandelt , der eine „neue“ Niere erhalten hat und nicht mehr an der Dialyse hängt, bist du als mitfühlender Mensch bereit alle Ratten Schimpansen und Schweine dieser Welt in Labore zu sperren um Fortschritte in der Transplantationsmedizin und der Immunolgie zu erreichen.

      http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/

      3) eine vegane Gesellschaft wäre aus meiner sicht unendlich Bigott, da sie nach wie vor gezwungen wäre Massen von Tieren zu töten (Mechanisierter Landbau / Schädlingsbekämpfung) und Bigotterie mag ich nicht

      Und auch hier wieder altbekannte, diskreditierende Allgemeinplätze. Die vorsätzliche Verwechslung von Unfall und Mord, ändert halt auch nichts daran, dass Vermeidung des Vermeidbaren zentrales Prinzip des Veganismus ist. Lege doch mal anhand der *tatsächlichen* Prämisse dar, -und nicht anhand deiner Verunglimpfungs-Hypnosversuche- wo denn da vegane Ethik bigott ist.

      4.) Ich halte die Domestizierung von Haustieren und die Züchtung der Haustierassen für eine der großen kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit.

      Mwuahahaha!

      Forderungen nach dem gezielten Aussterbenlassen aller Hausstiere wie z.B von Garry L Francione erhoben
      Sind deshalb aus meiner Sicht barbarisch.

      Auch hier wieder ein psychotisches Argument und Projektion. Eine Art lebt nicht. Eine Art ist kein Lebewesen. Es ist ein Klassifizierungsmerkmal einer Gruppe von Individuen. Ihr Verschwinden ist demnach auch keine ethische Übertretung und schon gleich gar keine Barbarei. Zuchtverbot für alle „Haustiere“ fordert nicht nur Gary, sondern es ist eine Konsequenz veganer Ethik. Veganer generell fordern ein Zuchtverbot für „Haustiere“, da die Barbarei in dem Fakt besteht, dass Tiere in totale Abhängigkeit vom Menschen hineinmanipuliert werden.

      5.) Die blosse Existenz des ethischen Veganismus blockiert aus meiner Sicht rationale Bestrebungen in Richtung des Artenschutze und der nachhaltigen Nutzung. Wie soll ich z.B einem Fischer oder Walfänger glaubhaft erklären, dass ein Nutzungsverbot nur vorübergehend ist damit sich die Bestände erholen können, wenn dieses Verbot sofort als Schritt in Richtung auf die vegane Gesellschaft vereinnahmt wird.

      Wie meinen? Versteh ich jetzt nicht. In einer veganen Gesellschaft wird Walfängern und Fischern das gleiche Schicksal zuteil wie dem Kutscher und dem Pferdepflughersteller. Die Gesellschaft verändert sich und Berufe sterben aus. Jedes Jahr verschwinden verschiedene Berufe auf Nimmerwiedersehn, warum also gerade die Tierausbeuter beweinen? Die nachhaltige Nutzung von Tierkörpern ist, tadaaa, ein psychotisches Argument, da der vermeidbare Tod für das umgebrachte Individuum ja eben nicht Nachhaltigkeit bedeutet. Eine Nachhaltigkeit, deren Essenz sich erschöpft mit den Interessen von Tierbenutzern, ist halt keine Nachhaltigkeit. Nachhaltig kann nur sein, was die Interessen aller Beteiligten beachtet.

      Also mehr als platte Provokation und nervige Ausdehnungsversuche deiner Selbsthypnose war das jetzt aber nich, sach mal.

  7. nimrod77 Says:

    @tobi, Mit platten Tier Mensch Analogien kannst du überzeugte Tierrechtler und Pubertätsveganer – vor allem die – begeistern. Beim Rest der Welt ruft dieser interlektuelle Tiefflug vermutlich doch eher Kopschütteln hervor. Immerhin hast du gezeigt, das du fest in der Ethik stehst und das ist ja auch schon was.
    Was die Wasserstoffbombe anlangt hast du natürlich aus einer streng pathozentrischen Sicht völlig Recht. Ihr konsequenter Einsatz würde das Ende jeglichen Leidens und auch das Ende jeglicher Tierrechtsverletzung bedeuten.

    • Ava Odoemena Says:

      @tobi, Mit platten Tier Mensch Analogien kannst du überzeugte Tierrechtler und Pubertätsveganer – vor allem die – begeistern. Beim Rest der Welt ruft dieser interlektuelle Tiefflug vermutlich doch eher Kopschütteln hervor.

      Netter Ausweichversuch. Wird immer vorgebracht, wenn Speziesisten ihre Gewalt gegen sich selbst gerichtet sehen. Nur, was sagst du letztendlich einem Täter, der dich aus Spaß umbringen will? „Das ist verboten“? Er wendet doch deine Moral an, deine Moral konsequent angewendet bedeutet eben, alles und jeder ist ein potientielles Objekt von Interessen.

      Du bist ja echt süß. Veganer lehnen nunmal die ethische Dichotomie Mensch/Tier ab, und genau dies Veganern auf einem veganen Blog vorzuwerfen ist …amüsant.

  8. nimrod77 Says:

    Liebe Ava,

    jetzt sind wir wohl an dem Punkt angekommen wo nur noch zu sagen bleibt „wir stimmen darin überein nicht übereinzustimmen“

    was die „Ärzte gegen Tierversuche“ anbelangt: in der wissenschaflichen Diskussion spielen sie wohl keine bedeutende Rolle. Ich habe auch noch von keinem bedeutenden medizinischen Fortschritt gehört, der auf einen dort entwickelten Forschungsansatz zurück geht. Falls es solche größeren medizinischen Fortschritte gibt, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

    Noch ein Wort zur Ethik: Ethik ist immer von Menschen „gemacht“ deshalb sollte – nach meiner natürlich völlig unmaßgeblichen Meinung – das Wohlergehen der Menschen im Mittelpunkt jeder Ethik stehen.

    • Ava Odoemena Says:

      Der wichtigste medizinische Fortschritt zur Vermeidung von Tierversuchen liegt in der Prävention durch gesunde Lebensweise. Denn wenn man sich die Statistik der Erkrankungen ansieht, die die meisten Kosten im Gesundheitswesen verursachen, dann ist der Hauptteil komplett vermeidbar. Unveganismus beinhaltet eben auch Gewalt gegen den eigenen Körper, die Zustände der Antiemanzipation und Repression in unserer Gesellschaft leisten dem Vorschub…

      Und dass du die narzisstische Amoral der Nichtveganen, die rücksichtslose Durchsetzung anthropozentrischer Interessen als „Wohlergehen“ euphemisierst, zeigt nicht nur die Grenzen deines Ethikverständnisses. Es ignoriert auch, dass als Folge dieser Logik, ja auch vegane Ethik von Menschen „gemacht“ ist, und ein Wohlergehen natürlich auch die Vermeidung vermeidbaren Leids Anderer beinhalten kann.

      Ich auf jeden Fall fühle mich mit meinem Veganismus sehr wohl. Meine Ethik, die vegane Ethik ist ein wesentlicher Bestandteil meines Wohlergehens, da ich vermeidbares Leid nunmal nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

  9. nimrod77 Says:

    Lieb Ava,

    natürlich ist auch vegane Ethik von Menschen gemacht, aber eine Ethik, die Eltern abverlangt auf Heilungsmöglickeiten für ihr Kind zugunsten des Wohlergehens von Ratten oder Schimpansen zu verzichten wird aus meiner Sicht immer das Programm einer kleinen Minderheit bleiben.
    Mit dieser für mich beruhigenden Einsicht verabschiede ich mich fürs erste in wirklich wahre Leben um die Kinder einzusammeln mit denen ich nachher Kröten sammeln fahre

    • Ava Odoemena Says:

      natürlich ist auch vegane Ethik von Menschen gemacht, aber eine Ethik, die Eltern abverlangt auf Heilungsmöglickeiten für ihr Kind zugunsten des Wohlergehens von Ratten oder Schimpansen zu verzichten wird aus meiner Sicht immer das Programm einer kleinen Minderheit bleiben.

      ?! Seit wann verzichten denn Veganer auf Unvermeidliches? Als gewitzter Antiveganer solltest du jetzt aber wirklich so langsam den Unterschied zwischen Unfall und Mord, Vermeidung des Vermeidbaren und ethische Dilemmata intus haben. Weil, wenn du immer nur deine Selbsthypnose aussendest, wird das für mich recht schnell langweilig.

      Viel Spaß beim Kröten sammeln. Ich mag es, wenn Antiveganer vegane Tätigkeiten ausführen:-)

      • nimrod77 Says:

        AVA Zitat
        „Viel Spaß beim Kröten sammeln. Ich mag es, wenn Antiveganer
        vegane Tätigkeiten ausführen:-) „

        Liebe AVA eigentlich habe ich in den nächsten Wochen kein Zeit für Dein Blog
        Aber wenn Artenschutz eine vegane Tätigkeit ist – ich habe noch nie einen mithelfenden Veganer erlebt und das bei 10 Jahren Artenschutztätigkeit in Ballungsraum Rhein Main)
        Dann ist Table Dance eine typische Betätigung katholischer Nonnen

        AVA Zitat
        ?! Seit wann verzichten denn Veganer auf Unvermeidliches?
        ZITAT ENDE

        Darf ich diesen Satz so verstehen das Veganer Tierversuche in der biologischen Grundlagen Forschung und der Medizin befürworten. ?
        Diese Versuche sind ja bis auf weiteres unvermeidlich, wenn man die Heilungschanchen für Menschen optimieren will.

      • Murph Says:

        Man merkt, dass du dich während deiner 10 jährigen Artenschutztätigkeit offensichtlich gekonnt aus der Wissenschaft rausgehalten hast. Jedenfalls werden menschliche Zellen soweit ich weiß von Menschen gewonnen, nicht von anderen Tieren ;)

        Ich frage mich nur, wenn dir die Menscheit doch so am Herzen liegt, warum stellst du dich nicht selbst als Modell zur Verfügung? Du würdest dem Blog deine Anwesenheit, der Welt deine „Ich will jetzt jemanden abknallen, also ist das ein Menschenrecht“-Ethik ersparen und der Wissenschaft dabei auch noch einen Dienst erweisen.

        Um mal deine Frage zu beantworten: Nein, Veganer befürworten Tierversuche nicht. Du befürwortest ja auch keine Versuche an Juden oder dir selbst, obwohl damit schon aufgrund der Ähnlichkeit des Modells zum Original die größten Fortschritte gemacht werden könnten.

        Liebe A[va] eigentlich habe ich in den nächsten Wochen kein[e] Zeit für dein[en] Blog

        Schön wäre es ja. Von mir aus kannst du dir sogar noch eine längere Auszeit nehmen, vermissen würde ich dich nicht :)

      • moglee Says:

        Jägersleut gehören zu den übelsten Typen unter den Schlechtmenschen, eine Schande für die Menschheit.

  10. Alex Says:

    zum thema tierversuche:
    es gibt ein sehr gutes fachmagazin, das auf tierversuchsalternativen spezialisiert ist bzw. auf arbeiten zum 3r-konzept.
    http://www.altex.ch
    seit neuestem gibt es auch „altex ethik“.

    „Ich habe auch noch von keinem bedeutenden medizinischen Fortschritt gehört, der auf einen dort entwickelten Forschungsansatz zurück geht. “

    das liegt wohl daran, dass die „ärzte gegen tierversuche“ keine forschung betreiben, sondern sich für den einsatz bereits vorhandener alternativen bzw. für die förderung weiterer alternativen einsetzen.

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