OT: Offline Editor Test BloGTK

So eine Web-GUI kann manchmal doch etwas träge sein, weil ja alles erst vom Server geschickt wird. Ich hab das eigentlich noch nie gemocht, weil ich mich beim schreiben gerne auf das schreiben konzentriere, und nicht auf irgendeine Technikplattform.

Daher mein Versuch eines Offline-Editors. Unter Linux gibt es für Distributionen mit Gnome den BloGTK Editor, den man sich also auf den Rechner installiert und lokal den Blogeintrag schreibt und dann hochschickt auf den Server.

BloGTK sieht ganz nett aus und ist auch übersichtlich, nachdem die Funktion Blogartikel über Epost-Versand versagt hat, war ich gespannt. Linux wäre nicht Linux, wenn man nicht sofort eine Wand vor das Gesicht geknallt bekäme, und so BloGTK mit dem „Server-URL“ auch sofort verstorben. Ja bitte welche Server-URL? Einfach den Blog-URL oder einen ganz besonderen URL, der irgendwo im tiefsten Untermenü des Admin-Menüs versteckt ist.

Nach 30 Minuten frustrierender Suche, und einem versehentlichen Löschen des Default Accounts, was gar nicht möglich sein sollte, fand ich einen Blogartikel wo jemand gnädigerweise eine Instruktion hinterlassen hatte.

http://your.wordpress.com/xmlrpc.php muss in das Feld „Server URL“ bei der Kontoeinrichtung, und Movable Type als Bloggersystem selektiert werden. Natürlich auch Name und Passwort. Danach unter /File auf Connect (verbinden) klicken und voilá, fertig und los gehts.

xmlrpc.php ???!!! Aha, interessant. Da wär ich jetzt gar nicht drauf gekommen, auf diesen Zusatz. Wie auch? Ohne den anderen Blogeintrag wäre ich also noch nichteinmal bis zum testen gekommen. Ich frage mich sowieso wie der das wusste.

Denn ich sortiere meine Software nach dem Weg des geringsten Widerstands. Weil, Software als Game-Erlebnis, bei dem man sich durch demütigende Ebenen quälen muss, das habe ich mir schon lange abgewöhnt.

Zum Glück haben wir ja heute die Suchoption. Dennoch, musste das wirklich sein? Wieviele Blogdienste gibt es, und wieviel Aufwand wäre es gewesen im Verhältnis zum Programmieren der App, diesen Part, den esoterischen Server-Eintrag zu automatisieren?

So, jetzt muss ich nur noch herausfinden was „Extended Entry“ bedeutet, aber ich schick jetzt mal los, bin gespannt:-)

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Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)

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2 Antworten to “OT: Offline Editor Test BloGTK”

  1. Ava Odoemena Says:

    Also getestet und für schlecht befunden. Man muss, wenn man Fotos hochladen will sowieso in die WP-Admin-Oberfläche rein, und dann kann man nur eine Kategorie auswählen. Das mit den Tags hab ich nicht verstanden die man da eigentlich einfügen können soll. Wäre toll gewesen für z. B. das Creative Commons Textende, was ich bisher immer händisch als HTML einfüge. Genauso wie das „more“ Tag, was nach dem ersten Absatz auf der Frontseite dafür sorgt, dass ein „weiter“-Link auf die Artikelseite führt. Man kann natürlich mit solchen kruden Instrumenten wie BloGTK einen Rohtext hochschicken und den dann verfeinern, aber a) ist das doof für RSS-Abonnenten, weil die dann nur die Rohverion zu sehen bekämen, b), wenn ich sowieso zum fummeln in die lahme Admin-GUI muss, kann da gleich den Text auch verfassen.

    Völlig sinnbefreit eigentlich.

    Da wäre es eigentlich sogar viel besser, einen Offline-Blog mit WP auf dem eigenen Rechner zu installieren, dort alles klar zu machen und dann im Netz nur noch das HTML einzufügen.

    Sehr nervig bei WordPress das Überladen mit Funktionen die wohl kaum jemand nutzt, aber keine Möglichkeit feste Texbestandteile zu automatisieren oder wenigstens Standardeinstellungen beim editieren zur Verfügung zu stellen, wie das mMn optisch schönere linksbündige setzen im Gegensatz zum Standard Blocksatz. Fotos mag ich zentriert, und Text mag ich linksbündig. Und das muss man jedes mal händisch, jeweils für Elemente und Text separat, einstellen, bei mehreren Bildern Absatz für Absatz.
    *kopfschüttel*

    Die ganze „Cloud“-Geschichte ist mMn zum Scheitern verurteilt, weil sie Standards diversifiziert und somit versucht, Nutzer mit „Komplexizitätsduftmarken“ zu binden. Denn wenn man sich mal durch die Bedienung gequält hat, schein ein Wechsel mit einer ungeheuren Energieinvestition verbunden. Denn so entstehen regelrechte „Bedienungssprachen“ und schleichen sich kulturelle Unterschiede ein, die kontrolliert werden von letztendlich finanziellen Interessen.

    Aber WordPress ist da noch einer von den guten. Es gibt ja Blogsysteme, da übertragen die Autoren ihr Urheberrecht an den Blogbetreiber! Hahahaha, völlig durchgeknallt mit welcher Dreistigkeit die Leute ausgesaugt werden und was die alle mit sich machen lassen.

    • Ava Odoemena Says:

      Ich bin inzwischen zurück bei den Wurzeln. Ich hab ein Rohtextdokument welches in Gedit bearbeitet wird (ein Texteditor), indem alle HTML-Markierungen wie Absätze, Verküpfungen die man so braucht aufbewahrt sind.

      Ich habs mal für andere aufbereitet. Wer will kann es sich kopieren um damit auf dem lokalen Rechner einen WordPress Blogtext zu verfassen, der dann mitsamt den Markierungen in den HTML-Teil des WordPress-Editors gepasted wird.

      http://pastebin.com/DQvS7dPw

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