Bekenntnisse eines Trolls

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Troll:
wichtig im Garten

Eigentlich wollte ich mich erst mal völlig meiner Schreibblockade widmen, die mich seit Tagen quält, weil, so eine akute Schreiberkältung braucht auch mal eine Zeit zum ausheilen. Nun ist aber im Kommentarbereich vom Netzradio der Kollegen auf vegan.ch eine Kackbombe geplatzt, und diese Kackbombe kam von mehreren Stapfezombies und richtete sich gegen mich persönlich. Da lohnt es sich doch, dachte ich mir, mal etwas näher hinzuschauen.

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Irina vom rezeptefuchs.de begab sich von Berlin in die Schweiz, von dort war ja auch vor kurzem jemand nach Berlin gekommen, und gab vegan.ch ein Interview zum Rezeptefuchs. Eine Seite die im Gewühl von Supermarktregalen vegane Lebensmittel ausfindig macht von denen man nicht automatisch annimmt, dass sie vegan sind weil die Deklarierungspflicht für uns Veganer noch nicht weitreichend genug ist und wo es Rezepte gibt natürlich.

Nun ist es aber so, dass ich im „Forum“ des Rezeptefuchs gesperrt wurde, darüber hinaus auch noch auf vegan.de, eine öffentlich dokumentierte Ungerechtigkeit die man an der Stelle nicht nochmal in allen Einzelheiten ausleuchten muss. Murph, ein Leser von Veganes Auge setzte den gleichen Link im Kommentarbereich vom vegan.ch Netzradio („Podcast“) und kassierte dafür prompt eine Schelle von Melanie:

@Murph der von Dir erwähnte Blog wird von einem Troll betrieben, der (zu recht) bereits auf fast allen Vegan-Plattformen + Foren gesperrt ist…

Ups! Nicht nur, dass es eine glatte Lüge ist, ich sei „bereits auf fast allen Vegan-Plattformen + Foren gesperrt“, schließlich handelt es sich nur um zwei, nämlich genau die zwei, bei denen der Vorgang eine öffentlich dokumentierte Ungerechtigkeit war. Die käsig angesäuerte Melanie log also nicht nur, sie verdrehte Ungerechtigkeit zu Recht. Das muss man auch ersteinmal schaffen, sowas in einem kurzen Satz unter zu bringen.

Gut, das Netz ist voller lügender Haßkappen, deren Lebensinhalt darin besteht anderen ihre geistige Schweinegrippe in den Mund zu husten. Lappen drüber! Als Murph und später auch Kabi dann noch versuchte rational mit jemanden wie Melanie zu diskutieren, tauchten plötzlich deren Freunde auf, und ließen die Kackbombe platzen die da nun vor sich hin dünstet in ihrer unzensierten Schönheit. Anders als die Kollegen von vegan.de legt man auf vegan.ch Wert auf Meinungspluralität, auch wenn es häßlich wird. Nur, wo kamen diese enormen Ressentiments plötzlich her? Gleich.

Was mich persönlich aber doch sehr verletzte, war die Bezeichung Troll im Sinne von Ausländer, also so, wie Else Kling das gesagt hätte. „Jo die dreckerten AUSLHHÄÄÄÄNNDÄÄÄÄR.“ Wir Trolle sind ein wichtiger Teil der Netzkulur, und man sollte schon unterscheiden zwischen guten Trollen und Trolle wie Melanie und ihre Kackbombenfreunde. Böse und schlechte Trolle sind nämlich Merkbefreite, die nicht wissen dass sie Trolle sind, also Leute die das Netz mehrheitlich dazu benutzen ihre Kindheitstraumata aufzubereiten. Gute Trolle nutzen antagonistische Rhetorik und Aggression im Kampf gegen die mächtigste aller menschlichen Eigenschaften, die Dummheit.

Schon früh wusste ich, dass ich anders war als andere. Tief in mir drin schlummerten seltsame Gefühle, die ich nicht einordnen konnte. Es handelte sich um meinen inneren Troll, der sich ab und zu meldete und immer stärker nach außen drängte. Meinen ersten bewussten Trollausbruch hatte ich auf einer Mailingliste, in der jemand auf eine ignorante Art und Weise die blaugrüne „Superalge“ aus dem Lake Klamath als Vitamin B12 Quelle bewarb. Plötzlich ergriff mich das tiefe Bedürfnis, diesen Menschen an den Schultern zu packen und zu schütteln und dabei „aufwachen, aufwachen“ zu schreien, „was ist nur los mit dir“? Ich antwortete: „Du Depp, die Vertreiber nutzen zum Nachweis die veraltete L. leichmannii Prüfmethode, die Pseudo-B12 nicht von echtem unterscheiden kann. Und selbst wenn das „radio-isotope-dillusion-assay“ (RIDA) zum Einsatz gekommen wäre, dann hätten wir da das Problem dass dafür IF aus Schweinemagen zum Einsatz kommt. Wegen deiner Verdrängungsplatte im Hirn werden vielleicht Kinder krank, wie gehst du damit um!?“ Danach fühlte ich mich seltsam frei und entspannt, ich hatte zum ersten mal getrollt, bei einem Menschen der anders einfach nicht mehr zu erreichen war.

Als ich 2005 nach Deutschland zurück kehrte, fand ich die hiesige vegane Szene saturiert mit ganz unguten Cliquen, deren Wesen man schwer umschreiben kann. Faktenresistent, merkbefreit, passiv-aggressiv, doof. Als Gegenpart dazu, damals auch nicht besser, verschroben und reaktionär, aber zumindest nicht doof. Dann hab ich halt erst vegan.de ausgiebig betrollt, und danach veganismus.de. Und als heise.de auf Telepolis einen antiveganen Artikel nach dem anderen veröffentlichte, hab ich dann da auch noch getrollt, aber halt anders als die lieben Mitveganer. Veganes Auge ist übrigens, als Erweiterung meiner Trollaktivitäten von Telepolis, nichts anderes als das Trollen von Antiveganern. Wer das VA zum Vorwurf macht, der schüttelt den Finger wohl auch gegen eine Bäckerei mit den Worten, „die verkaufen Brot“. Döh.

Seitdem hat sich viel geändert. Auf vegan.de kann man nun auch kritische Meinungen lesen und tatsächliche Diskussionen, nicht mehr absolut jeder Müll wird treugläubig abgeschluckt, und Maqi ist nicht mehr so reaktionär, vom Gefühl her, scheint mir. Darüber hinaus habe ich für die Grundkenntnisse veganer Ernährung getrollt. Wer sich die Mühe machen will, soll doch mal nachrecherchieren was vor 2005 Konsens war, und was zu B12 heute der Konsens innerhalb der Gemeinde ist. Vitamin D war ein weiteres Thema, und ich habe euch sogar veganes Vitamin D zugänglich gemacht ihr undankbaren Kackbratzen:-) Das man beim trollen den Betrollten auf die Füße tritt (ganz unabhängig davon ob es gutes oder schlechtes Trollen ist), lässt sich leider nicht vermeiden und liegt in der Natur der Sache. Ich vermute ja, dass die Truppe um die käsesaure Melanie schon sehr lange darüber schmollt (oder sich der Avahass bereits in die nächste Generation von Merkbefreiten weiterinfiziert hat), dass da jemand kam und ihnen die Verfügungshoheit über den Konsens genommen hat. Och, putzebuddchen nicht weinen.

Denn das hat Melanie und die stapfenden Zombiedronen unterschlagen: Ich trolle für die Wahrheit.

Und was das „spinnen“ betrifft. In einer Welt in der der Normalismus (!) die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht hat, die Natur zerstört, die Menschen mit zweifelhaften und exponentiellen Wirtschaftssystemen unterjocht und Gesellschaften zersetzt, in dieser Normalität ist der Vorwurf „die spinnt“ gar keiner. Denn wenn niemand eine bessere Welt spinnt, dann bleibts bei der Stapfezombienormalität. Und die führt von einer Wand mit Druck in die andere Wand hinein. Kann man gern haben, muss man aber nicht….

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Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)


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56 Antworten to “Bekenntnisse eines Trolls”

  1. Paul Says:

    Dr. Baumann linkt sehr aufällig auf UL..

    Das ein Macher von veganer Kosmetik früher in der plastischen Chirugie tätig war finde ich auch seltsam, obwohl dies eher nebensächlich ist.

    • Ava Odoemena Says:

      Man müsste ihn mal fragen welche Motivation dahinter steht wesegen er auf die linkt. UL darf man glaube ich straffrei als totalitär bezeichnen, insofern wirft das natürlich schon Fragen auf wenn man auf die verlinkt. Manchmal ist das „Zugehen auf UL“ auch eine Pseudohandlung als eine Art reaktionäre Rückkopplung auf Stößer. Es geht also vordergründig darum, Stößer ans Bein zu pinkeln um dessen Aufklärungsarbeit zu UL herab zu würdigen und ihn zu demütigen. Hummel ist da auch so ein Kandidat für diesen Reflex, und Kaplan auch. Schimpansenmännchen zeigen sich als Dominanzgeste ja auch ab und zu einen erigierten Penis…

      Die Attacke gegen mich, also ich denke nicht dass das religiös begründet war und aus dem UL-Umfeld gesteuert wurde. Das waren einfach Quadratköpfe die bei Andersartigem zu kläffen anfangen und denen ich irgendwann mal auf die Zehen getreten war, oder die einen müllrest bürgerlicher Sozialisierung in ihren „Veganismus“ verschleppt haben.

      Ich hatte dazu eine herrliche Epost bekommen, wo jemand berichtete dass Collis ursprünglich als Schafhirtehunde gezüchtet wurden, die alles anbellen was „aus der Reihe tanzt“. Der gleiche Charakterzug kann aber auch dazu führen, dass die Ausländer, Dicke , Humpelnde anbellen oder Punks. Offensichtlich existiert dieser Verhaltensreflex auch bei derart konditionierten, bürgerlichen Stapfezombies.

    • Kabi Says:

      Ach das. Hatte ich mal gegoogelt zu, aber war zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen (außer vielleicht Meta-Ergebnissen *hust*).
      Kann es sein dass der beanstandete Link weg ist? Ich find ihn jedenfalls nicht.

  2. Paul Says:

    Nein der link ist noch da.

    Du kannst über Rezeptefuchs.de im Bericht über das Hotel suiss direkt auf den Link der Seite „Vegan.. “ klicken. Genauso wie auf der Seite von Hotel suiss.
    Auf der Seite der Broschüre kann man dann „Links“ auf der linken Seite anwählen und es popt eine Auswahlliste auf. „Fleisch macht krank.de“ anclicken – voila, wir sind beim Verlag „Das Wort“ aus Marktheidfeld.

    • Kabi Says:

      Ah ja. Mh. Also nur fürs Protokoll… Es linkt nicht dr-baumann zu universelles-leben, sondern pro-vegan zu fleisch-macht-krank, deren Betreiber ein Buch bei „Das Wort“ veröffentlicht hat, einem Verlag zufälligerweise (?) bei ihm um die Ecke, und dieser Verlag gehört zu UL.
      Ich meine, als ich damals was dazu las, wärs um einen Link zum „A.K.T.E.“ gegangen, die sich ihrerseits nicht genug von UL distanziert hätten.
      Ich bin nach wie vor eher abgeneigt, Links auf oder Interviews mit Henrich sozusagen als komplettes No-Go zu betrachten, aber die Diskussion hier neu führen… Eher nicht, oder. Trotzdem danke für den Hinweis. Hab pro-vegan neulich erst woanders verlinkt und werde mir das zukünftig schon nochmal überlegen. Schade, er hatte bei mir einen ziemlichen Stein im Brett für sein Engagement pro vegetarisch-veganes TH Siegen (leider gescheitert, es gibt afaik nach wie vor kein solches TH in Deutschland) und sein offenes Werben für Veganismus auch in seinen kommerziellen Projekten. Tscha.

  3. Paul Says:

    Die Seite provegan, jetzt einfach nur vegan, wird von Henrich oder Baumann betrieben. Sie linken also direkt zum Verlag „das Wort“. Dass der Link nicht auf der Seite des Hotels zu finden ist leuchtet ein ;)

    • Kabi Says:

      Ist jetzt zwar etwas Haarspalterei, aber es ist so wie ich oben geschrieben habe. Es ist kein direkter Link zum Verlag. (Gleichwohl ist die Verbindung fleisch-macht-krank.de zu Das Wort natürlich klar erkennbar, wenn man ordentlich hinguckt.) Von der Hotel-Seite hab ich gar nicht gesprochen.
      Was meinst du mit „jetzt einfach nur vegan“? Ich kenne nur provegan.info, hat Henrich noch eine andere ähnlich benannte Seite? Wenn ja wie heißt die genau? vegan-info.de ist er nicht.

      • Paul Says:

        es ist schon ok wenn die Dinge korrekt benannt werden.

        Zu provegan: Die Url ist immer noch die gleiche. Die Seite und vermutlich auch die Prinversion trägt mittlerweile den schlichten Titel „Vegan“.

        Der Link verweist auf ein „Internationales Institut für Erfahrungsheilkunde“. Hier wird auffällig plaziert eine Publikation des Verlages „Das Wort“ beworben.

        Man muss eigentlich nicht soo ordentlich hinsehen um zu erkennen dass der Stall der gleiche ist. ;)

      • Kabi Says:

        Achso du meintest den Titel.

        Stimmt schon, man muss nicht tief graben um die Verbindung zu sehen. Das Wissen, dass „Das Wort“ ein UL-Verlag ist, hilft aber. ; )
        Schon der esoterisch anmutende und größenwah selbstbewusste Name „Internationales Institut für Erfahrungsheilkunde“ hätte mir zu denken geben können.
        Muss tatsächlich zugeben, dass ich das trotzdem zunächst übersehen habe, sofort auf „Studien“ geklickt, als Link im Link für OK befunden und ab damit. Ich hab einen ganz starken Esoterik-Filter, stelle ich fest. Auch Henrichs Link zu „regenbogenkreis.de“ hab ich ausgeblendet; bei Nachsehen rollt’s mir da sanft die Nägel auf, auch wenn es keine Sekte ist – finde jede Assoziation von Esoterik mit Veganismus ungünstig (für den Veganismus).

  4. Nachtwächter Says:

    Man könnte fast glauben, einigen Veganern würde glatt was fehlen, wenn es das UL nicht gäbe. Würden sich diese eigentlich auch um das Treiben in Marktheidenfeld scheren, wenn dort die vegane Idee niemals eingezogen wäre?

    • Jason Says:

      Ich nahm bisher immer an (und tue es auch weiter), dass Vegetarier/Veganer eher zum Atheismus tendieren.

      Mir jedenfalls fehlt ohne UL nichts, habe eben zum ersten Mal mitbekommen, dass es die gibt und die auf vegan machen.

      • Ava Odoemena Says:

        Dann hast du bestimmt den Artikel verpasst, da hatte ich religiöse Gruppierungen, die mit veganer Ernährung experimentieren schonmal angesprochen. Das war der Absatz:

      • So sind schon länger religiöse Gruppierungen und Sekten bekannt, die mit veganer Ernährung experimentieren, wie z. B. in Deutschland die Sekte Universelles Leben, in den USA die Halleluja-Baptistensekte oder in Israel die African Hebrew Israelites of Jerusalem, eine Gruppe amerikanischer Schwarzer die nach Israel zog, weil sie sich als einer der verlorenen 12 Stämme Israels sieht. Darüber hinaus wimmelt es an Schwarzen Brettern in Bioläden mit Angeboten pseudofernöstlicher Esoterik, in der nichtveganen Öko/Vegetarierszene ist Esoterik verschiedenster Couleur weit verbreitet.

    • Marco Says:

      „Würden sich diese eigentlich auch um das Treiben in Marktheidenfeld scheren, wenn dort die vegane Idee niemals eingezogen wäre?“

      Kaum so fest. Auch Menschenrechtler würden sich eher um das Treiben einer Gruppe von Rassisten „scheren“, die sich als sozial und human bezeichnet, als eines „normalen“ Rassistenvereins.

  5. Nachtwächter2 Says:

    Der Nachtwächter hat gerade bemerkt, dass seine Kommentare erst nach Freischaltung durch den Admin lesbar sind. :-)

  6. Paul Says:

    Ignoranz, mehr ist das nicht. Es sind die bekannten Muster: Eindimensionales Denken geht hand in Hand mit Konsumwünschen und der fehlenden Bereitschaft auch über unbequemes nachzudenken.

    Tierrechte sind nicht alles..

    Im Gegenteil mir würde nichts fehlen. Es wäre mehr Zeit für Tierechtsarbeit und andere politische Themen vorhanden. Das Problem liegt nicht bei Ul, sondern bei deren veganen Konsumenten. Die Wahrnehmung des Veganismus leidet auch schon unter dem Phänomen Sekte. Nicht wenige Omnivore fragen nach religiösen Motiven im Austausch mit Veganer_innen..

    Nachtwächter ist doch mal ein sehr passender Nick.

    • Manuel Says:

      UL bashen ist wohl für Veganer wie Computerspielen für Schüler, die stattdessen eher Rechenaufgaben üben sollten: Man fühlt sich für den Moment befriedigt, hat jedoch irgendwie seine Zeit verschwendet und nichts Positives erreicht.

      Was macht der Rebell, wenn er nicht mehr rebellieren kann? Bangt er um seinen Lebenssinn und sucht sich sichere Sündenböcke, die er nach Belieben beschimpfen kann?
      Das ist eine Falle, die man sich selbst stellt und in die man mit Freuden hineintappt… Die Welt ist nicht monochrom.

      Dass der Veganismus von Nichtveganern nicht selten als Sekte/Religion betrachtet wird, liegt sicherlich nicht an UL, denn die kennt keine Sau und wenn, dann nicht als Vegan-Menschen, sondern vielleicht als rustikale Ökospinnermenschen in Lebe-Gesund-Shops.
      Die Herkunft dürften wohl eher Distanzierungsnöte und der Rechtfertigungsdrang seitens der Nichtveganer sein.

      Wieso die Energie gegen UL richten? Man wird Gläubigen nicht den Glauben ausreden können, diese Entwicklung müssen sie weitestgehend selbst schaffen. Andersrum wird kein Nichtgläubiger auf den Quark von UL aufspringen, dazu braucht es schon ein solides Gottesweltbild.
      UL scheint nicht wesentlich schlimmer zu sein, als jede andere Durchschnittsreligion und jeder von uns wird sie wohl bis zu seinem Lebensende ertragen müssen, sodass es vielleicht einfacher und effizienter für alle ist, sie zu tolerieren, anstatt zu bombadieren.

      Ich zähle z.B. von einer Person 5 Beiträge mit der Absicht, Menschen anzuprangern, die irgendwie etwas mit UL zu tun haben und das unter einem Artikel, der überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat. Ich frage mich: Fängt diese Person eigentlich auch sinnvolles mit seiner Zeit an?

      • Ava Odoemena Says:

        Hm, ich sehe nichts konkret an Pauls Beiträgen was über die Stränge schlagen würde. Dass Menschen, die sich nicht von einer totalitären und antiemanzipatorischen Organisation distanzieren (oder sie zumindest ignorieren) in die Kritik geraten, sollte jetzt niemanden überraschen.

        Warum du diese Kritik mit Meta-Argumenten zu unterbinden wünschst, gibt mir Rätsel auf. Was ist denn so schlimm daran, wenn jemand auf Verbindungen zum UL hinweist, und somit Transparenz schafft?

      • Manuel Says:

        mh.. Es muss meinerseits wohl eine ähnliche Reaktion stattgefunden haben wie die bei einem Omnivoren, wenn er zum ersten mal mit einem Veganer spricht und nicht verstehen kann, wieso dieser auf Eier und Milch verzichtet, obwohl die Tiere dadurch ansich keinen Schaden erhalten würden.

        Hat man seinem Redepartner anfänglich noch zugestimmt, hält man ihn jetzt für einen übertreibenden Spinner und wendet sich gegen ihn.
        Ich sehe keine Gründe, wieso UL eine solch besondere Aufmerksamkeit erhalten soll. Achims Aufklärung hierzu hab ich bereits gelesen, aber unter anderem das hat meine Beziehung zu UL eher aufgelockert.
        Wieso ich so empfindlich darauf reagiere, hat seinen Ursprung vermutlich in meinem privaten Umfeld, in dem einer meiner sozialen Kontakte nichts anderes zu machen scheint, als über viele Ecken Verbindungen zu Menschen aufzudecken, die UL angehören oder zumindest nicht kritisieren und das wie den Teufel zu meiden… und natürlich muss man dann auch alle anderen davor eindringlich warnen. Das führte wohl irgendwie dazu, dass ich nun nicht anders kann, als dagegenzuhalten.

        Ich will die Kritik nicht unterbinden, ich möchte nur darauf hinweisen, dass meiner Ansicht nach zu viel Energie in die Sache gesteckt wird und wie Paul bereits sagte, man mehr Zeit für Tierrechtsarbeit hätte, würde es UL nicht geben.

        Manch einer denkt nur noch eindimensional. Lese ich mir beispielsweise folgende Seite durch: http://www.provegan.info/der_religioese_grund.html so frage ich mich, was das jetzt mit UL zu tun haben soll, außer, dass es „aus dem gleichen Stall“ stammt. Ist das wirklich kritisierenswert?
        Allein damit kann man doch nicht vernünftig begründen, das Infomaterial von provegan nicht mehr zu verwenden.
        Man schafft sich Gegner, wo keine sind. -> Verschwendung, nicht Transparenz.

      • moglee Says:

        Ich sehe das ähnlich wie Du. Habe in diesem Zusammenhang jahrelang endlose, ermüdende Diskussionen u. a. mit Tanja Müller von Maqi geführt: Mittlerweile langweilt mich das Thema nur noch. An meiner relativ unkritischen Betrachtung von UL hat sich nach wie vor nichts geändert, gerade dann, wenn ich mir die Katholen und Co. in Relation anschaue.

      • Kabi Says:

        Ich hab keine private Allergie auf das Thema, und kann Manuels Ansicht trotzdem teilweise verstehen.
        Pauls Hinweis an sich fand ich trotzdem berechtigt, so ist es nicht.
        Detaillierte Gedankendarlegung entfällt an der Stelle, um mehr Zeit für Tierrechtsarbeit (psst: und einen Sommertag) zu haben. ; )
        Vielleicht schreib ich später aber einfach Herrn Henrich mal an, ob er die Studien, die fleisch-macht-krank aufzählt, nicht einfach selbst präsentieren kann.

  7. Ava Odoemena Says:

    Äh, haben wir hier jetzt einen Bewertungskrieg der Kommentare mit UL-Anhängern/Sympathisanten? Das wäre ein Mißbrauch der Kommentarbewertung und ich kann die ganz schnell wieder abschalten. Wer zu feige ist sich mit Argumenten zu Wort zu melden, der demonstriert lediglich seine Hilflosigkeit durch das Abwerten von PERSONEN.

    • Paul Says:

      Es ist etwas seltsam, dass eine Person mit der ich im Rl schon über das Thema gesprochen habe und die mir klar gemacht hat, dass es ihn nicht interessiert, jetzt plötzlich auftaucht und die Konfrontation geradezu sucht.

      Ich habe sehr wohl andere Interessen. jetzt diesen Diskussionsast dazu zu benutzen mir vorzuwefen dass das Gegenteil der Fall ist, finde ich sehr befremdlich.
      Es läuft nach dem Muster ab, seht her er hat nur ein Thema, er ist fanatisch, redet von nichts anderem. Etwas bleibt immer hängen bei solchen Vorwürfen.

      • Ava Odoemena Says:

        Etwas bleibt immer hängen bei solchen Vorwürfen.

        Ach, da kann ich dich beruhigen. Als bekennende Feministindominatranslesberassenschänderjudenfreundin läßt sichs trotzdem gut arbeiten:-) Hatte ich übrigens schon erwähnt dass mütterlichseits wahrscheinlich auch etwas Sinti oder Roma mit reingeflutscht war? Bestimmt kommt von da auch meine krankhafte Faulheit und Tendenz zur Arbeitsverweigerung:-))

  8. Ava Odoemena Says:

    Also halten wir mal fest fürs Archiv: Es ist dem UL gelungen, die Tierrechtsszene und Veganschaft (weiter) zu spalten.

  9. unterwandern: durch langsames Eindringen schwächen, aufspalten (Wahrig)
    • Kabi Says:

      Das würd ich jetzt nicht sagen, wir sind da imo nur so gespalten wie wir es zulassen. Man muss ja nicht überall ganz gleicher Meinung sein. Ich denke UL-Fan ist niemand von uns, auch wenn nicht alle einig sind, wieviel/welche Aufmerksamkeit man dem Thema schenken sollte.
      Und unterwandert seh ich uns auch nicht.
      Aber ich beobachte das nun auch nicht schon seit Jahren, von daher mag mein Eindruck zu oberflächlich sein.

  10. gelöscht (spammer) Says:

    Zu erwarten ist auch, dass die soliden Argumente für den Veganismus und die Tierbefreiung von den Medien undifferenziert und medienwirksam wiedergegeben werden. So werden die ALF (Animal Liberation Front) und das Verbot von Haustieren als Aufhänger für Schlagzeilen genutzt um die Arbeitsstelle von Klaus Petrus, die Universität Bern, anzugreifen. Zu hoffen ist, dass die Argumente und Beweggründe von Klaus Petrus bei vielen Menschen Gehör finden und dass die Uni Bern sich der Qualität seines Professors bewusst bleibt.

  11. Friedrich Says:

    Hallo Ava,

    mein Dank geht an den Troll in Dir! (Bewusste Wut find ich gut, zumindest besser als vieles andere auf der Welt.)
    Ich spüre meinen auch immer öfter, wobei ich beim Thema ‚Veganismus‘ eigentlich noch relativ zurückhaltend bin. Hier versuche ich eher, subtil zu trollen. Als ‚Vorbild‘, für einen nicht immer bequemen Lebensstil aufzutreten und Fragen nach meiner Ernährung, ganz naiv und unschuldig zu
    beantworten. Ich geb dann offen zu, dass ich aus ideologischen Gründen und Überzeugung vegan lebe – einfach weil ich dran glaube.

    Gruß

    Friedrich

    • Ava Odoémena Says:

      Aloha Friedrich,

      Beim veganen Trollen geht es ja hauptsächlich um eine Antwort auf Verunglimpfungen und Abwertungen. Antiveganer dagegen trollen meist aus sadistischen Gründen, sind also Perverse oder wollen Veganer so schlecht machen, wie sie sich selbst für ihr unveganes Leben fühlen.

      Veganer trolle ich wie im Artikel erwähnt auch, halt die Angehörigen der veganen Dumpfbackenmafia. Diese Subkultur aus Lifystyle-Tierschutz-Mittelschichtlern die privilegiert genug sind um ihre Internet-„Projekte“ aufzuziehen um dann ihre mittelschichtige Schmalspurweltsicht auf Unschuldige auszudehen:-) Oder die Natur-Esoteriker-Spackeria die Dreck von Möhren lutscht für B12.

      PS: Gesehen dass das Foto noch nicht aktualisiert war vom geschlossenen Clouddienst Ubuntuone, korrigiert….

      Ah Mensch, ich fühl schon wieder das Adrenalin rauschen:-)

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