Freiheit suchende Elefantenfrau von Polizei und Rettungskräften verfolgt

In Zürich hatte eine im Zirkus Knie in Zirkushaft „lebende“ Elefantin wohl genug von den zahlenden Gaffern, die sich an den Erniedrigungen von Tierpersonen ergötzen wie Elefanten, welche dahingehend manipuliert werden Männchen zu machen und andere, alberne Kunststückchen vorzuführen, die für die schweren Tiere wesentlich gefährlicher sind als sie aussehen. Elefanten sind so schwer, dass sie sich bereits beim Geschlechtsakt Knochenbrüche zuziehen können wie Hüftfrakturen; jede Belastung die sich nicht auf die vier Beine verteilt ist an sich schon ein Gesundheitsrisiko, jeder Fall, jedes Ausrutschen kann fatale Folgen haben.

Die Elefantenfrau, die Jumboline Sabu genannt wird, büchste am Sonntag beim Verladen in einen Transporter aus und spazierte durch Zürich flüchtete vor ihren Verfolgern, die sich bemühten den Normalzustand wieder herzustellen.

Wie focus.de berichtet dauerte die Verfolgungsjagd der Sklavin etwa eine Stunde, sie wurde allerdings zum Glück von den Beamten nicht erschossen. Ein Umstand den man beim Focus nicht erwähnt, die Sorge löst sich mit dem Feststellen, dass es keine Personen- u. Sachschäden gab in Wohlgefallen auf.

Ignoranz gegenüber den Interessen von Tierpersonen ist nicht selten, sondern die Regel. Die fanatische Ausbeuterideologie läuft als Programm gar nicht mehr bewusst ab, so tiefgründig ist sie in der Tiefenpsychologie verschaltet, dass Erkenntisprozesse sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Speziesisten leiden, was die Befindlichkeiten von Tierpersonen betrifft oft gar an einer Art „Erkenntniskoma“. So wird Hospitalismus als Folge von schweren Depressionen, die in Zuständen wie Zoohaft oder Zirkushaft entstehen, auch mal als „Tanzen“ interpretiert.

„Always the same rhythm“ (Immer der gleiche Rhythmus), „He swallowed an Ipod“ [Peinlichkeitslachen](Er hat einen Ipod verschluckt). Denkbar in diesem Beispiel ist auch, dass den Eltern die Verhaltensstörung bekannt ist, sowie deren Ursache, und sie belügen ihr Kind aus Scham über die Unfähigkeit einzugestehen, dass sie als speziesistische Gaffer für die Misere mitverantwortlich sind.

So laufen sie durch eine Zoohaftanlage und begaffen Häftlinge, deren Haft rein zur Belustigung von und Umsatz mit Gaffern organisiert wird, tragen Schuhe aus Haut an ihren Füßen, Kaufen ihren Kindern Eiscreme die aus dem Brustsekret von Kuhmüttern stammt, essen vielleicht noch einen zermalmten Batzen Leiche in Wurstform aus genau dem Kind, dem diese Milch gestohlen wurde und für die es ermordet wurde.

Und haben einen schönen Sonntag dabei.

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Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)


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23 Antworten to “Freiheit suchende Elefantenfrau von Polizei und Rettungskräften verfolgt”

  1. moglee Says:

    Grausame Zustände, Krone der Unterdrückung machts möglich. Der gemeine Spießer wird Deinen Beitrag wieder als polemisch und unsachlich bezeichnen, isser aber nicht. Wenn auch aus traurigem Anlass, ein starker Beitrag aus der Perspektive des Opfers. So isses und nicht anders.

  2. moglee Says:

    Und dann der Leserkommentar auf Focus.de, ein Leser (vermutlich ein Schwabe) findet:

    „Eine lustige Sache“
    Bei soviel depremierenden (auf deutsch deprimierenden) Meldungen aus aller Welt eine erfrischende Geschichte.

    Nun denn, lasst uns alle lustig sein :-(

    • Kabi Says:

      Mal eine Gastkommentar-Antwort in die Freischalteschleife geschickt.

      Diese Blindheit ist manchmal wirklich kaum zu fassen. Lustig, ein Elefant rennt durchs Bankenviertel *denkstop* – kumma der tanzt – kumma der schnappt nach seinem eigenen Schwanz is der doof – …….

      • Kabi Says:

        Ich wüsste gern, was an diesem meinem kleinen Kommentar (oder auch dem von moglee) von ich glaube 2 Leuten als „sehr schlecht“ bewertet wurde. Oft kann man es sich denken, hier weiß ichs grad echt nicht. Text, anyone?

      • moglee Says:

        Hey, das ist doch okay so. Es zeigt, dass hier auch viele skrupellose A-Menschen mitlesen. Die mögen es nicht, wenn das Verhalten der angepassten Masse von einer angepissten Minderheit, kritisiert wird. Es ist wie im richtigen Leben.

        Am WE meinte eine Freundin meiner Freundin ganz empört, als ich den herablassenden Umgang von uns Menschen mit anderen Tieren als schwer zu ertragen, kritisierte: „Aber wir sind doch Menschen, wir sind keine Viecher, Gott hat uns die Intelligenz und den Verstand gegeben uns über die Tiere zu erheben, es herrscht nun mal ein Fressen und gefressen werden in dieser Welt und wir Menschen sind das Ende der Nahrungskette. Schweine zum Beispiel werden extra dafür gezüchtet, dass wir sie essen können, das ist halt so, akzeptiere das oder lass es bleiben“.

      • Kabi Says:

        Ja OK, vermutlich A-Menschen ^^ Wozu lesen die nur mit? Na egal…
        Wo Reaktionen wie die beschriebenen möglich sind, sollte es mich nicht wundern, dass Kritik an dieser Haltung auch wieder eins abkriegt. Dabei ist es für mich nach wie vor ein Rätsel, was Menschen so kalt macht bzw kalt bleiben lässt, wenn man ihnen was erklärt. Die Ahnungslosen und die Inkonsequenten versteh ich irgendwo, aber nicht die wissenderweise Kalten.

        Achja, bitter, auf so eine Äußerung grade so eine Bestätigung zu bekommen. „Akzeptiers oder lass es bleiben“ – richtig, wir lassen es bleiben, das zu akzeptieren. Was sie wohl eher meint ist „Akzeptiers und lass es bleiben deine Meinung zu sagen“, aber so sind wir Fanatiker halt…

      • Kabi Says:

        Hihi, prompt sind nochmal positive nachgekommen, so wars nicht gemeint, ich komm klar damit, hat mich nur gewundert, aber danke ; )

    • Ava Odoemena Says:

      Meine Großmutter hat auch immer gesagt, zwischen den Rosenkranzgebeten, „im nächsten Krieg ziehen die Pfälzer gegen die Schwaben“. Das muss also durchaus ein übles Pack sein:-)

      • moglee Says:

        Im nächsten Krieg?
        Wolle mäs ned hoffe alla. Erbarme, die Fälzer komme ;-)

  3. Kenubajuk Says:

    In meiner Stadt verschenken die meisten Zirkusse Karten damit es überhaupt einigermaßen gefüllte Ränge gibt.

    Guter Artikel

  4. larserl Says:

    immerhin haben sie die arme leben lassen … was ja nciht heißt dass sie von ihrem „pfleger“ (ich bevorzuge das wort peiniger) bestraft wurde als sie wieder da war.

    ich kann nciht verstehen wie man (wild)tiere so halten und demütigen kann.

    „los kleiner bär fahr in deinem tütü auf dem fahrrad… was du willst nicht *peitsche rechts *…“

  5. gleichklang Says:

    Das Schlimme ist, dass viele das noch witzig finden, wenn es einzelnen Tieren gelingt, kurzzeitig auszureißen bis sie erschossen oder eingefangen werden. Es fehlt an Mitgefühl.

  6. Kabi Says:

    Denkbar in diesem Beispiel ist auch, dass den Eltern die Verhaltensstörung bekannt ist, sowie deren Ursache, und sie belügen ihr Kind aus Scham über die Unfähigkeit einzugestehen, dass sie als speziesistische Gaffer für die Misere mitverantwortlich sind.

    Ich halte es auch für denkbar, dass sie ihr Kind anlügen, aber noch nichtmal Scham empfinden, sondern ihre eigene Verantwortung ausblenden und lediglich dem „unbeschwerten Kindergemüt zuliebe“ Mist erzählen.
    Angesichts des iPod-Spruches plus Hochladen auf youtube glaub ich allerdings an Unwissen und Blödheit.

    • Martin Deffner Says:

      Speciesism: A failure, in attitude or practice, to accord any nonhuman being equal consideration and respect (Joan Dunayer)

      Ursache des failure können alle hier angesprochenen Eigenschaften oder Handlungsweisen sein: Blödheit, Unwissen, Weglügen, Mangel an Empathie, ethische Gleichgültigkeit, Resignation und natürlich eine absolute und unantastbare Erniedrigung aller restlichen Spezies.
      Wenn man den Fluchtversuch dieser Gefangenen mit „eine erfrischende Geschichte“ umschreibt, stellt man sein Unvermögen zur Schau, in der Elefantin die Gefangene zu sehen. Man versagt bei der Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes, zusammen mit 99,9 Prozent der Mitmenschen und gegen alle Logik.

  7. Kabi Says:

    Nun hab ich nicht gesehen, wie das alles ablief, aber ich vermute hier hinter einigen Formulierungen doch eine gewisse Schönfärberei: http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/freilaufender_elefant_auf_der_bahnhofstrasse_1.5953424.html
    (Aber wenigstens erwähnen sie den Tierschutz-Aspekt)
    Die Kommentare – auch nicht besser.

  8. Dedra Desmarais Says:

    Ursache des failure können alle hier angesprochenen Eigenschaften oder Handlungsweisen sein: Blödheit, Unwissen, Weglügen, Mangel an Empathie, ethische Gleichgültigkeit, Resignation und natürlich eine absolute und unantastbare Erniedrigung aller restlichen Spezies.Wenn man den Fluchtversuch dieser Gefangenen mit „eine erfrischende Geschichte“ umschreibt, stellt man sein Unvermögen zur Schau, in der Elefantin die Gefangene zu sehen. Man versagt bei der Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes, zusammen mit 99,9 Prozent der Mitmenschen und gegen alle Logik.
    +1

  9. Soylent Linksgrün Says:

    Wie die Menschen nur Empathie und Logik in einen Satz bekommen, ist wiederum rational nicht beantwortbar.
    Naja, für Linke sind Ideen auch nur da um umgedeutet zu werden,
    entweder für die eigenen Zwecke gebeugt oder zu Gedankenverbrechen erklärt.
    George Orwell verspottet euch und euer Neusprech immer noch.

    • Ava Odoémena Says:

      Oh, der einmonatliche diskreditierungsamok. Ich hoffe dir gehts jetzt etwas besser?

      • HomoGermanicus Says:

        Mir geht es gut, ja.
        Ich bin so ein Nullsummenmensch:
        Geht’s mir schlecht, darf es anderen nicht gut gehen.
        Geht es anderen schlecht, ergeht das mir gut.

  10. primal Says:

    Der Super-Primitive Mensch,kann keine Freiheit Ertragen.Er hält sie nicht aus wenn er sie sieht.Deswegen muss das Kind ja auch zur „Schule“.Nagut,wenigstens in den Kindergarten,der aber gar keinen Garten zum bepflanzen hat.Schade eigentlich.

    Naja nicht wirklich Schade um die Schmetterlinge oder den Junikäfern die ich in meiner Kindheit jedenfalls noch zu Millionen gesehen habe.
    Delphine ? Also komm…die sind doch zu wirklich nichts anderem gut als Minen zu suchen und Bomben zu legen.Unterwasser versteht sich ^^

    Vielleicht hat man schon Raben in Scharen zum Bombenabwurf Trainiert.Oder wenigstens Tauben ?

    Eine Ratte hat wirklich Glück…kein Elefant sein zu müssen.

    Nieder mit der Natur.Der Fleischfresser wirds schon richten…Scharfrichten.

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