Ethik ist Willkür: Das letzte Refugium der Speziesisten

Wer sich wie ich an Orten der Tierverachter durch Debatten mit Speziesisten quält, um über deren Proxime weniger fanatische Speziesisten zu erreichen die mitlesen, und eventuell umdenken, der bekommt ein Gefühl dafür wo der Speziesismus gerade „steht“.

Denn dieser ist mitnichten statisch und kommt manchmal dumpf und dummdreist boniert daher, manchmal pseudo-intellektuell und mentalakrobatisch. Allen „politischen“, „selbstbewussten“ Speziesisten ist jedoch der Reflex gemein, zu versuchen Veganer abzuwerten und zu diskreditieren.

Doch so langsam dämmert es auch den noch nicht ganz Merkbefreiten, dass Veganer Recht haben. Dass die systematische Vernichtung von Tierpersonen falsch ist, und dass Ethik generell eine zwingende Bedingung einer funktionierenden Zivilisation ist.

Und somit wird Ethik an sich zur letzten Spielwiese der politischen Tierverachter, ein letztes Aufbäumen vor dem kulturellen Fall des Falschen, das Feilschen um Ethik als ein künstlich von Menschen geschaffenes Konstrukt, formbar und zeitgeistabhängig,  eine postmoderne Dekoration und sowieso immer in anrüchiger Nähe religiöser Moral.

Je näher die Erkenntnis dessen rückt, was Ethik ist, nämlich die Anwendung der Wahrnehmung ethischer Rechte bei sich selbst und in Anderen, desto vehementer wird sie zersägt, seziert und relativiert.

Ethik, so bestimmt der Tierfaschist, sei Willkür.

Und die Erde ist eine Scheibe.

Abrakadabra, möge doch die Dauerselbsthypose der speziesistischen, kognitiven Dissonanz noch ein wenig länger funktionieren, dem Braten wegen.

Was der Speziesist nicht alles veranstaltet für den Batzen da, auf seinem Teller.

Es wäre ein Schmunzeln wert, wenn man nicht aufpassen müsste, dass einem dann das Blut in den Mund läuft in dem wir alle stehen, mit den Speziesisten.
.

Creative Commons License
Ava Ọdọemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)


Flattr this

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

64 Antworten to “Ethik ist Willkür: Das letzte Refugium der Speziesisten”

  1. Paul Says:

    Seit 1947 bist Du Vegetarier. Ist daß ein Argument weiterhin Eier und Milch zu konsumieren? Ich nehme an Du weißt was mit männlichen Küken und Kälbern passiert. Ich nehme auch an daß Du weißt das Milchkonsum für Nachschub in der Fleischtheke sorgt. Um Milch zu geben muss eine Kuh einmal im Jahr künstlich befruchtet werden. ca 50% der Kälber sind männlich und landen nach wenigen Monaten in der Schlachterei.

    Ist es kränkend, wenn man erfährt daß andere dies nicht unterstützen?
    Kommt daher diese Beißwut? Was hat Deine Antipathie VeganerInnen gegenüber mit Deinem Konsum zu tun? Oder kommt der Frust weil Du erkennen musst daß es mit Deiner ethischen Motivation doch nicht so weit her ist?

    Fragen über Fragen, die Du hier wahrscheinlich nicht beantworten wirst..

  2. Soylent Linksgrün Says:

    Ausser dem ökologischem Aspekt hat ein Veganer selber erstmal kein wirkliches Argument.

    Die Ethik von der Veganer nämlich immer faseln, ist allein von ihrem Bedeutungsgrad her auf eine Person beschränkt.
    Was der tapsige Veganer meint, wäre Moral, als allgemeingültiges Konzept – welche widerum nicht bindend ist, siehe Ammoralismus.

    Von einem Konzept jedoch, sind die Veganer, die sich untereinander sogar zerfleischen (Ironie pur!), aber weit entfernt.
    Und sie entfernen sich um so mehr, dest mehr veganes Dogma in den großen vegan-Foren produziert und verbreitet wird.
    Peter Singer, das Leitbild des Veganismus, der überhaupt die ideologische Grundlage lieferte, wird inzwischen als
    unvegan beschimpft.
    Die Antwort: Er wäre eigentlich doch „Speziesist“ – zur Erinnerung, das Wort/diese Idee ist Singers eigene Kreation!
    Gut, Singer revidiert seit Jahren auchmal ein wenig und so radikal wie anfangs sind seine Aussagen auch nicht mehr (ist wohl mit PR gesättigt).

    Wen das nicht an die Probleme jeder quasi-religiösen Vereinigung erinnert, der ist wahrlich vergesslich.

  3. Soylent Linksgrün Says:

    Mit den Linksextremen, bei denen diese Konzepte natürlich auf radikalen Nährboden fielen, liegen die Antispezis (Cola und Orangenlimonade ist doch veganisch oder?)
    auch schon im Bruderkrieg.
    Auffallend ist auch hier wider, dass sich nach aussen hin geschlossen gegeben wird, obwohl zentrale Führungs und Regelungstrukturen bei linken Organisationen eh Mangelware sind.
    Erinnert mich irgendwie an die „Antideutschen“ die bei den Linken inzwischen auch mehr verhasst sind…

    Gut, dass sich die Organisationen die sich zum Rechtsstaat bekennen von solchen Subjekten eh distanzieren.
    Auch süss wie dann Stößer und Konsorten, dies umdeuten zu versuchen, dass Veganer „wegen der Ethik“ nicht mit diesen Kooperiren könnten, was wieder simple Lüge ist.

  4. Landschaft & Oekologie Says:

    Sind Tiere auch Menschen?

    Die Wissenschaft hat bekanntlich nicht nur aufklärend gewirkt, sondern auch einen neuen Aberglauben hervorgebracht, nämlich den an die Wissenschaft, heute insbesondere die Naturwissenschaft. Während früher der Aberglaube vornehmlich darin bestand, etwa…

Kommentar anbieten

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s