Ethik ist Willkür: Das letzte Refugium der Speziesisten

Wer sich wie ich an Orten der Tierverachter durch Debatten mit Speziesisten quält, um über deren Proxime weniger fanatische Speziesisten zu erreichen die mitlesen, und eventuell umdenken, der bekommt ein Gefühl dafür wo der Speziesismus gerade „steht“.

Denn dieser ist mitnichten statisch und kommt manchmal dumpf und dummdreist boniert daher, manchmal pseudo-intellektuell und mentalakrobatisch. Allen „politischen“, „selbstbewussten“ Speziesisten ist jedoch der Reflex gemein, zu versuchen Veganer abzuwerten und zu diskreditieren.

Doch so langsam dämmert es auch den noch nicht ganz Merkbefreiten, dass Veganer Recht haben. Dass die systematische Vernichtung von Tierpersonen falsch ist, und dass Ethik generell eine zwingende Bedingung einer funktionierenden Zivilisation ist.

Und somit wird Ethik an sich zur letzten Spielwiese der politischen Tierverachter, ein letztes Aufbäumen vor dem kulturellen Fall des Falschen, das Feilschen um Ethik als ein künstlich von Menschen geschaffenes Konstrukt, formbar und zeitgeistabhängig,  eine postmoderne Dekoration und sowieso immer in anrüchiger Nähe religiöser Moral.

Je näher die Erkenntnis dessen rückt, was Ethik ist, nämlich die Anwendung der Wahrnehmung ethischer Rechte bei sich selbst und in Anderen, desto vehementer wird sie zersägt, seziert und relativiert.

Ethik, so bestimmt der Tierfaschist, sei Willkür.

Und die Erde ist eine Scheibe.

Abrakadabra, möge doch die Dauerselbsthypose der speziesistischen, kognitiven Dissonanz noch ein wenig länger funktionieren, dem Braten wegen.

Was der Speziesist nicht alles veranstaltet für den Batzen da, auf seinem Teller.

Es wäre ein Schmunzeln wert, wenn man nicht aufpassen müsste, dass einem dann das Blut in den Mund läuft in dem wir alle stehen, mit den Speziesisten.
.

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Ava Ọdọemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)


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64 Antworten to “Ethik ist Willkür: Das letzte Refugium der Speziesisten”

  1. Jürgen Lang Says:

    Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
    Schreib doch mal was schönes. Würd´ mich Freuen

  2. Jürgen Lang Says:

    Hab´gestern noch einen Sohn gekriegt!

  3. Kabi Says:

    Jaja, „ich hab halt ne andere Ethik, ätschbätsch“. Mir fällt es ehrlich gesagt immer noch schwer, gut (also so, dass erneutes Wegwischen meiner Aussagen schwer wird) gegen solche Totalnegationen zu argumentieren.

    Wieder mal ein sehr treffender Artikel.
    Nur den letzten Satz versteh ich nicht. Kann es sein, dass „indem“ = „in dem“?

    Du hattest Geburtstag? Alles Gute! : )

    • Ava Odoemena Says:

      Klar, „in dem“ wäre richtig gewesen, merci :-)) Stimmt, ich hatte ja Geburtstag, sowas:-) Danke.

    • Ava Odoemena Says:

      Mir fällt es ehrlich gesagt immer noch schwer, gut (also so, dass erneutes Wegwischen meiner Aussagen schwer wird) gegen solche Totalnegationen zu argumentieren.

      Das ist meistens auch komplette Zeitverschwendung, weil es ja absurd ist. Jemand der Ethik als Fundament des Menschseins leugnet, steht auf der gleichen Stufe mit Leuten die behaupten sie wurden von Aliens entführt.

      Es gibt da zwei Hauptkategorien: Die Planlosen und die Boshaften. Die Boshaften kannst du gleich abhaken, es sei denn du nutzt sie als Proxime für die Planlosen, da die Boshaften praktischer Weise auch gleich Selbstentlarvungsmaschinen sind.

      Bei den Planlosen kann sich ein Heranführen an das Thema aber durchaus Sinn machen, wie sich das Gespräch entwickelt hängt stark von der Situation und Person ab, planvolles Vorgehen gibt es da eigentlich auch nicht. Einfach sehen was sich entwickelt….

      • Ava Odoemena Says:

        PS: URL führt in den Heisekeller, also doppelwandigen Schutzanzug mit Brechabsaugefunktion nicht vergessen:-)

      • Paul Says:

        Es gibt eine 3. Gruppe: die Gleichgültigen und unter diesen die Gleichgültig-Resignierten.

        Die anthropologische Entwicklung des Menschen begünstigt diese Grundhaltung. Es gab noch nie globale Bedrohungen wie wir sie heute kennen. Es gab auch noch nie so umpfangreiche tägliche Wahlmöglichkeiten zwischen ethischem Konsum und nicht-ethischem Konsum, bzw. es gab Nahrungsquellen oder eben keine Nahrungsquellen. Je leichter die Nahrungsaufnahme vonstatten ging, desto erfolgreicher war die Gruppe.

        Der Mensch ist darauf ausgelegt kurz- bis mittelfristig sein Glück zu suchen. Dass bedeutet wirtschaftlichen Erfolg für sich selbst und für die Sippe. Für die Familie, die direkten Nachkommen wird Sorge getragen. Umweltkatastrophen oder die Vernichtung nichtmenschlicher und anderer menschlicher Tiere betrifft alle, warum sollte die eigene Gruppe Opfer bringen? – profitiert doch dadurch auch die Allgemeinheit . In den Augen dieser Menschen bedeutet ethischer Konsum neben Verzicht, auch ein Wettbewerbsnachteil für sich und die eigene Sippe. Dadurch enteht Gleichgültigkeit für Probleme die „weiter weg“ sind bzw. alle betreffen. Ein gewisses Phlegma auf die Einsicht Handeln folgen zu lassen kommt hinzu.

        Ich denke dieses Phlegma kann in den meisten Fällen nicht mal durch Überschwemmung des eigenen Hauses ( zumindest hiezulande), Hautkrebs, Bilder von Massenschlachtungen etc. überwunden werden.

      • Kabi Says:

        Stimmt, bei Nihilisten ist es wohl Zeitverschwendung. *merk* ; )
        Aber was ist mit denen, die Ethik an und für sich zwar bejahen, aber im Fall von Tieren zB sagen: „Leid vermeiden ja, Tötungsverbot nein“, und sich darauf berufen, dass das eben ihre ethische Position ist? Die Schlauen garnieren das gern noch mit Aussagen über das gering oder nicht vorhandene Zeit- oder Selbstbewusstsein von manchen Tieren… : /
        (Ich selbst ziemlich lange sehr pathozentrisch gedacht, aber irgendwann ergab sich da eine andere Intuition je länger ich mit dem Thema befasst war – nur so richtig argumentativ fundiert krieg ich das nicht.)

      • Kabi Says:

        *Ich hab selbst ziemlich lange…

        Die TP-Diskussion hatte ich schon mitgekriegt, war mir fast klar dass der Artikel sich u.a. daraus speiste ^^

      • Ava Odoemena Says:

        Das beste Argument hierfür ist IMO die Ausdehnung des Kampfes für Bürgerrechte auf Tiere. Indem man eine chronologische ethische Progression beschreibt, die geschichtlich mit den Rechten für „niederes Volk“ wie Bauern beginnt, Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte für Behinderte und Sozialrechte für Arme. Und somit auweist, dass diese Entwicklung natürlich nicht bei Menschen aufhören kann, nur weil Tiere einer anderen Spezies angehören.

      • Kabi Says:

        Ja, das ist natürlich ein starker Punkt.
        Aber, um nochmal den advocatus diaboli zu spielen: nun sagt einer, Spezies sei ja gar nicht sein Kriterium – sein Kriterium seien durchaus die FEM, aber ein Lebewesen ohne Zukunftsbewusstsein könne kein Interesse an seiner eigenen Zukunft=seinem fortgesetzten Leben außerhalb des Jetzt-Zustandes haben. Wo kein Leid entstünde, sei Tötung akzeptabel.
        Dann argumentiere ich mit Komapatienten o. ä., und fall eventuell wieder rein, wenn das dann „netterweise“ akzeptiert wird, also dass die dann eben auch kein Recht auf Lebenserhaltung mehr hätten. Also eben so eine utilitaristische Sauce.
        Wie begründe ich, dass ein Huhn, das in paradiesischen Bedingungen lebt, trotzdem nicht getötet werden darf, sei es auch noch so schmerzfrei?
        Kann ich das Interesse des Huhns an Schmerzfreiheit und sein Fluchtverhalten nicht trotz mangelnden Zukunftsbewusstseins als Interesse am fortgesetzten Leben deuten? Oder gibt es eine philosophisch wasserdichtere Version?
        Würde sich wahrscheinlich lohnen, mir doch mal das ein oder andre Printerzeugnis aus dem Bereich zu Gemüte zu führen…

      • Murph Says:

        Woher kommt eigentlich immer die Behauptung, Tiere (incl. Menschen?) hätten kein Zukunftsbewusstsein? Ich hab da immer den Eindruck, den Satz gab es in grauester christlicher Vorzeit mal am Stammtisch und wurde seit dem immer wieder kritiklos nachgeplappert.

      • Ava Odoemena Says:

        Ich kannte die Behauptung noch nicht (bis Kabi sie einwarf), halte sie aber auch nicht relevant weil es eine Tunnel-Eskalation (auf etwas was nicht da ist, ergo braucht man sich nicht drum zu kümmern); man kann das Argument also bereits mit dem Hinweis auf dessen intellektuelle Unehrlichkeit entkräften. Schließlich ist das bewusste unterschlagen anderer FEM die dann durchaus vorhanden sind der debattentechnische Selbstzerstörungsknopf.

      • Kabi Says:

        @Murph: Moment, das hab ich so nicht gesagt. Meines Wissens ist Zeit/Zukunftsbewusstsein keine ja/nein-Frage sondern etwas Graduelles, bei sog. höher entwickelten Tieren gibt es das durchaus, beim Menschen auf jeden Fall, wer behauptet dass das nicht so sei?
        Ich hab jetzt aber auch keine Quellen dazu, denke aber sowas lässt sich verhaltensbiologisch schon halbwegs rausfinden, zumindest bloßes Zeitempfinden.
        Mir ist das schon oft in Debatten begegnet, wer die Herkünfte dieser Ansicht kennt, bitte melden. : ) Toll wären natürlich Untersuchungen, die die Skala zugunsten der Tiere verschieben.

      • Kabi Says:

        @Ava: es geht ja in diesen debatten nicht darum, dass eine FEM unterschlagen wird, sondern dass einer FEM andere ethische rechte zugeordnet werden. Wenn ich sage, „Zukunftsbewusstsein ist doch egal, weil ZNS reicht“, dann heißt es ja: „ZNS reicht nur für Recht auf Schmerzfreiheit, nicht für das Recht auf ein langes Leben, denn ein Tier ohne Zukunftsbewusstsein weiß ja nicht dass ihm ein paar Jahre entgehen“. So ungefähr.

      • Ava Odoemena Says:

        Die Tötung ist die höchste Form von Gewalt und die Entfernung aus der Existenz somit auch die höchste Form von Leid, die man jemandem antun kann. Leid muss nicht gleichbedeutend mit Schmerz sein. Nicht umsonst werden da bei Menschen die höchsten juristischen Strafen verhängt.

        Und natürlich muss nicht eine Gruppe, schon gar keine bestimmte Gruppe von FEM vorhanden sein, bereits eine FEM ist hinreichend. Wer dann mit mangeldem Zukunftsbewusstsein argumentiert, der tunnelt auf nicht vorhandene FEMs und ignoriert, dass bereits ein *vorhandenes* FEM ausreicht. z. B. ein zentrales Nervensystem, oder Ganglien.

        Philosophisch wasserdicht ist nichts, deswegen haben wir ja ein juristisches System das festlegt, was geht und was nicht.

        Für die Ingangsetzung ethischen Denkens ist es auch wichtig dem Empfänger mitzuteilen, dass ethisches Handeln in seiner eigenen Verantwortung liegt, ganz egal wie der Debattenverlauf ist, wenn die Gegenseite dann schon in der Abwehr und der Rechtfertigungskiste ist.

        Wie man im Heisekeller bei der „Debatte“ auch sieht, gibt es Leute mit der naiv-kindlichen Vorstellung, dass das alles OK ist wenn man in der Debatte gegen jemanden veganes „gewinnt“. Dann tun die auch alles, wie eben dieser Suicido, um sich selbst einzureden sie hätten „gewonnen“.

      • pete5 Says:

        so ein quatsch. schmerz mag zwar nur eine form von leid sein, aber beide haben gemeinsam, dass sie unmittelbar an das bewusstsein des betroffenen gekoppelt sind. einj „blödes“ huhn, das ich zwcks verzehr einen kopf kürzer mache, und seine situation nicht peilt, kann auch nicht leiden, erst recht nicht, wenn es schon tot ist.
        dein artikel ist echt ein saudummes pamphlet. du versuchst zwangsweise deine nur für dich geltenden subjektiven vorstellungen vonethik irgendwie verzweifelt zu objektivieren, was dir nicht gelingt. alles was du eigentlich zu sagen vermagst ist: „ich habe recht, kann das aber nicht überzeugend und obejektiv begründen, und ihr habt unrecht.“ um dir selbst mut zu machen oder aus gründen der durchhaltepropaganda behauptest du dann, „die anderen wissen ja, dass wir recht haben“, was eine ebenso dumme und haltlose behauptung ist. naja, realitätsverleugnung und sich einzureden, dass man ja recht habe und andere einem zustimmen würden, scheint für dich der einzige strohhalm zu sein, deinen kampf gegen windmühlen fortzusetzen. nimm mal die rosarote brille ab mädel!

      • Ava Odoemena Says:

        Noch ein, zwei Allgemeinplätze mehr und wir hätten genug Masse zusammen für ein kleines, schwarzes Loch…

      • Kabi Says:

        Ja, auch ein guter Tip das mit dem Hinweis auf die Eigenverantwortung jenseits von Debatten.
        Ich komm nicht ganz klar mit dem Konzept dass der Tod schlimmer ist als bewusst erfahrenes Leiden. Vielleicht als Grundregel – aber es gibt so viele Ausnahmen? Egal ich schlaf nochmal drüber, bevor mich der Utilitarismus/Pathozentrismus beim Nachdenken über ihn einsaugt. ; )

      • Ava Odoemena Says:

        Mal wieder so eine Aussage wo mir baff der Mund offen stehen bleibt:-))

        Du verstehst also wirklich nicht, warum die Juristerei bei Tötungsdelikten die höchsten Strafen verhängt?

      • Kabi Says:

        Selbstverständlich verstehe ich das, es ist eben Konsens und natürlich leuchten mir auch die Gründe ein.
        Dennoch würde ich persönlich (und vielleicht sogar die Justiz) manche Fälle von Folter als schlimmer betrachten als beispielsweise einen Mord im Affekt.
        Oder anderes Beispiel, viele Menschen ziehen Selbstmord einem leidvollen Leben vor.
        Um es aber nochmal zusagen, das ist hier nicht meine Lieblingsansicht sondern ich suche ja gerade nach Argumenten für das Lebensrecht jedes Lebewesen in jeder Situation und für die konsistente ethische Priorität von Tod über Leid bzw von Leben über Leidfreiheit.

      • Kabi Says:

        Ich wusste doch, ich hatte mir da mal was als Lesezeichen gespeichert. Es gibt zu dem Punkt sicher viele gute Ansätze, aber vielleicht ist es ja (nicht nur für mich) ganz interessant.

  4. Hans_49 Says:

    Guter Beitrag, Ava! Hab dich schon vermisst. Warst du in den Ferien? Nachträglich auch herzliche Glückwünsche zum Geburtstag.
    PS: Kannst du mir die Bedeutung des Worts „Proxime“ schnell erklären? Kenne nur das lateinische Adverb „proxime“ -> „am Nächsten“. Besten Dank und Gruss

    • Ava Odoemena Says:

      Danke, nein in den Ferien war ich nicht, das ist immer noch das Echo meines Schreibhängers. Proxime hab ich abgeleitet aus dem Englischen „by proxy“, mir wollte dafür einfach das deutsche Äquivalent nicht einfallen, obwohl das mindestens mit „Proxyserver“ aus dem netztechnischen bekannt ist. So hab ich kurzerhand den lateinischen Ursprung verhauptwortet.

      Ich benutze in öffentlichen Debatten also die Boshaften, quasi als Schauspieler wider Willen, um über sie den nicht ganz so Kaputten die Drastik ihres Handelns zu verdeutlichen, indem sie in den Boshaften das schlechte Konzentrat ihres Selbst erkennen.

      Eine rhetorische Technik die ich entwickelt habe. Denn manchmal gelingt es kognitive Dissonanz aufzulösen, wenn man in Anderen schlechte Eigenschaften von einem Selbst erkennt. So sind Boshafte doch noch wenigstens für etwas nützlich, wenn sie auch ansonsten in der Masse ihres gesellschaftlichen Gewichts die Menschheit flach über dem Boden halten.

      • Paul Says:

        ich kenne das Phänomen. Hatte ich erst kürzlich. 2 hören zu. einer diskutiert mit mir auf eine nicht unangenehme Art muss ich sagen und einer pöbelt plötzlich in die Diskussion, völlig ausser sich, wird frech und trollt sich dann wieder in die 2. Reihe nachdem er seinen Müll argumentativ nicht untermauern kann. Den anderen 3 Omnis war das peinlich. Es waren zu offensichtliche, bösartige verbale Atacken und dass von einem angehenden Oberstufenlehrer..

        Diejenigen seiner zukünftigen Schüler die in der Lage sind zu denken, tun mir jetzt schon leid.

      • Ava Odoemena Says:

        Diejenigen seiner zukünftigen Schüler die in der Lage sind zu denken, tun mir jetzt schon leid.

        Wo ich doch noch gar nicht fertig bin, mich selbst für meine Schulerfahrung zu bemitleiden:-) Zu dieser Verdummungsfolter habe ich noch gar nichts geschrieben. Diese kastenhafte Vorbereitungszurichtung als Heizmaterial für den Dienstleistungssektor, hat einer Abrißkugel gleich mehr Schaden angerichtet, als die katholische Provinz in der sie stattfand.

        Apropos, einer der Agiteure der die Schulreform in Hamburg gekippt hat, ist als Anwalt auch im Auftrag von Tierausbeutern unterwegs.

        http://www.biteback.de/hamburger-volksentscheid-was-man-ueber-dr-walter-scheuerl-wissen-sollte-3534

        Das Tierschützer-Video ist jetzt auch im Verband der Kampagne „wir-wollen-lernen“ („Elite rettet das Gymnasium für ihre Sprößlinge…“) aufgetaucht, in dem Kontext entweder verbreitet von Gegnern der Gegner der Hamburger Schulreform, von Tierschützern oder von Personen aus dem Dunstkreis von wir-wollen-lernen selbst. Denn was könnte mehr Sympathien einbringen als herzugehen und zu sagen: „schaut mal her wie übel wir von den Tierschützern diffamiert werden, buhuu“.

        Hab die Zusammenhänge aber noch nicht richtig recherchiert.

  5. Auge Says:

    (Wie alt biste denn geworden?) %-X

  6. sebastian Says:

    ich glaube, ethik ist tatsächlich willkür. ich glaube auch, dass das den speziezistInnen argumentativ oder anderweitig genausowenig hilft wie es uns veganerInnen schadet. ich schreibe darüber dann mal etwas längeres und poste hier einen link, wenn ich darf.
    jetzt nur soviel: selbst wenn du recht hättest und ethik wäre irgendwie objektiv, was würde uns das bringen? die speziezistInnen könnten sich ja dann immer noch willkürlich weigern, das angeblich objektiv richtige zu tun und das angeblich objektiv falsche zu lassen.
    unsere sorge ist doch, dass sie aufhören unvegan zu sein. damit das geschieht müssen sie es *wollen*; also müssen wir versuchen, sie zum wollen zu bringen, also ihre willkür zu beeinflussen (und das ist ja bei manchen durchaus möglich; indem man sie informiert etwa).
    jetzt kann man das natürlich versuchen, indem man ihnen weissmachen will, es gebe da etwas objektiv richtiges, etwas das man einfach tun muss, ohne wenn und aber. aber darauf fallen die doch nicht mehr rein, die sind doch keine kleinen kinder mehr! solchen unsinn glauben dir die leute nur, wenn du eine ganze gesellschaft bist und es ihnen von kindsbeinen an eintrichterst. als avantgarde musst du die sache anders angehen.
    es ist doch ein bisschen so: die leute haben ihre blöden speziezistischen moralvorstellungen. die muss man zuerst irgendwie auflockern, sonst ändert sich nichts. das geht aber nicht, wenn man ihnen einfach eine ganz andere moral reinbrettert. dann wehren sie ab. also mach zuerst alle moral kaputt, eben „moral = willkür“ und dann bau es wieder auf, aber ohne den speziezismus. viele leute halten es im „moral = willkür“ -land nicht lange aus, die folgen dir gerne in etwas festeres, das erst noch, wie der veganismus, friedlich und lieb-lieb ist, wenn sie erst einmal die bodenlosigkeit von „moral = willkür“ erfahren haben. aber solange sie noch in ihrer althergebrachten speziezistischen gemütlichkeit herumhocken, stehst du mit dem veganismus bei den meisten auf verlorenem posten. meine erfahrung, meine meinung, gell.

    • Ava Odoemena Says:

      Aloha Sebastian,

      ich kann dir in vielen Punten zustimmen und sehe da auch einige interessante Denkansätze, ich halte aber an einer naturwissenschaftlichen Grundlage von Ethik fest, also einer physikalisch begründbaren Objektivität für ethisches Handeln, da alle Fähigkeiten, Eigenschaften und Merkmale die Grundlagen für ethische Rechte sind, nunmal auch eine naturwissenschaftliche Grundlage haben.

      Ob diese Argumentation die einzig legitime ist, oder ob gar eine Linienführung wie von dir vorgeschlagen besser sein kann, ist davon unabhängig.

      • Paul Says:

        Besuch vom Vebu ?

      • Ava Odoemena Says:

        Wie meinst du das? Ist Sebastian vom Vebu?

      • Paul Says:

        dachte dass könnte der Zösch sein..

      • Ava Odoemena Says:

        Ich hatte mit der Vegetarierszene keine Berührungspunkte weil ich direkt vegan wurde und kenne mich was den Personalbetrieb des Vebu angeht gar nicht aus. Über die Arame Feinkostalge wegen Recherche über vegane Jodquellen kam ich mal bei Norbert Moch auf seiner Seite vorbei, der ist glaube ich auch beim Vebu aktiv, aber sonst herrscht bei mir da das große Schulterzucken.

        Warum ist das eigentlich noch kein Veganerbund:-)) SCNR

      • Sebastian Says:

        ich glaube auch an naturwissenschaftliche grundlagen. so wie ich das sehe, sind wir uns im wesentlichen einig. insofern & unabhängig davon: peace!
        nebenbei: ich bin weder vom vebu noch der zösch. v.a. wollte ich aber mit meinem beitrag nicht diesen dummen umweg über den vegetarismus propagieren. hat mein beitrag bei dir danach ausgesehen, paul? vielleicht wegen dem da?
        <>
        isoliert tönt das vielleicht wie etwas, was so ein stufenweise-und-nur-ja-nicht-radikal-und-plötzlich-zum-veganismus-mensch sagen würde, das sehe ich. aber ich meine es ja so: brettere ihnen keine andere moral rein, sondern brettere ihnen ihre eigene moral rein, oder im fall, dass sie sich auf die willkür-schiene begeben: brettere ihnen ihre willkür rein; denen, die man überhaupt irgendwie erreichen kann, bleibt so der brocken im hals stecken. die psychopathen erreicht man eh auf keine art.
        mit „brettern“ meine ich übrigens etwas möglichst sanftes. wenn du als veganerIn aggressiv bist, machst du es den leuten viel zu leicht, ihre dissonanzen, ihr unwohlsein nach aussen auf dich zu projezieren. wenn du aber sanft und nett und extrem sympathisch bist, dann merken sie über kurz oder lang, dass die emotionen, die sie bei diesem thema empfinden, aus ihnen selbst herauskommen. das ist viel, viel effektiver.

      • Sebastian Says:

        oops, da ist etwas text verlorengegangen: dort wo

        steht, sollte eigentlich ein zitat aus meinem ursprünglichen beitrag stehen, nämlich das da:

        „die leute haben ihre blöden speziezistischen moralvorstellungen. die muss man zuerst irgendwie auflockern, sonst ändert sich nichts. das geht aber nicht, wenn man ihnen einfach eine ganz andere moral reinbrettert.“

      • Sebastian Says:

        mon dieu, muss man das escapen?
        dort wo
        \
        steht, müsste das obige zitat stehen

      • Sebastian Says:

        nö, das war es auch nicht. OK. dort wo zuerst „“ steht, ganz ohne lücke dazwischen: dort sollte der text stehen.

      • Sebastian Says:

        ok, ich gebs auf. ihr wisst was ich meine?

      • Ava Odoemena Says:

        Die haben ein wenig seltsame Markierungen hier bei WoP. Schau mal: http://pastebin.com/LCtt8vpy

      • bewunderer Says:

        physikalisch begründbaren Objektivität für ethisches Handeln,

        Bitte, durch welche objektiven Gesetze der Physik wird Ethik bestimmt ?
        B.

      • Ava Odoemena Says:

        physikalisch begründbaren Objektivität für ethisches Handeln,
        Bitte, durch welche objektiven Gesetze der Physik wird Ethik bestimmt ?

        Ethische Rechte basieren auf Fähigkeiten, Eigenschaften und Merkmalen (wie Schmerzempfinden, Fluchtverhalten), die ihrerseits natürlich wieder ihre Grundlage in physikalischen Prozessen haben.

      • bewunderer Says:

        Physikalische Gesetze benötigen keine Menschen, sie sind (im jeweiligen Inertialsystem) objektiv gültig, d.h. ohne das Vorhandensein eines Bewusstseins. Ethische Gesetze sind Ausdruck zwischenmenschlicher Beziehungen im Konsens eines gesellschaftlichen Zusammensein. Das dabei physikalische Vorgänge (jede Reizleitung im Gehirn ist ein physikalischer vorgang) eine Rolle spielen, hat nichts mit objektiven physikalischen Gesetzen zu tun.
        Beispiel: wenn ich jmd. einen Stein an den Kopf werfe, ist das der Schwerkraft als physikalischem Gesetz geschuldet. Ethik wird daraus erst, wenn es als Verhalten gegenüber anderen menschen betrachtet wird (hier FALSCH, im islamischen Recht kann es RICHTIG sein.)
        B.

      • Ava Odoemena Says:

        Das dabei physikalische Vorgänge (jede Reizleitung im Gehirn ist ein physikalischer vorgang) eine Rolle spielen, hat nichts mit objektiven physikalischen Gesetzen zu tun.

        Nein wie praktisch aber auch:-)

      • bewunderer Says:

        Ergänzung: Physikalische Gesetze gelten – gleiche Bedingungen vorausgesetzt – überall in der gleichen Form. (Ein Stein fliegt in Europa genau wie im Iran auf einer bestimmten, berechenbaren Bahn.)
        Welche objektiven, d.h. außerhalb des Bewußtseins und in allen Inertialsystemen gleichen, Physikalischen Gesetze sind bestimmend für Ethik?
        Wieso gibt es islamische Ethik, jüdische Ethik, nikomachische Ethik…, d.h. Ethik mit offensichtlich unterschiedlichen Grundansätzen?
        B.

      • Ava Odoemena Says:

        Wieso gibt es islamische Ethik, jüdische Ethik, nikomachische Ethik…, d.h. Ethik mit offensichtlich unterschiedlichen Grundansätzen

        Pseudoargumente und Pseudofragen.

        Letztendlich ist die Diskreditierung objektiver Ethik als religiöser Glauben nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver, mit dem die Rechte von Nichtmenschen als Verhandlungsmasse entwertet werden sollen. So viel Mentalakrobatik für die Batzenfresserei…

  7. Paul Says:

    Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

    hab ich was verpasst ?

  8. Paul Says:

    Sebastian, ich weiss nicht warum ich darauf gekommen bin, vieleicht weil es so reformmässig a la vegane Argumantation ist zu hart oder so rüberkam. Ich habe ja nichts persönlich gegen die Verbandsbonzen, die machen ihr Ding. Die denzentralen unabhängig organisierten Antispeziesisten Ihres. Wohl ist mir bei der Machtkonzentration des VEBUS nicht so richtig. Eine von Sponsoren unabhängige vegane Vertretung für Deutschland wäre schön, ist aber nicht zwingend notwendig denke ich.

    es wäre lustig und interessant wenn er sich tatsächlich hierherverirrt hätte.

    Ich fand jetzt nichts was Du schreibst seltsam oder so, werde es mir nochmal in Ruhe durchlesen, glaube ich habe einen ähnlichen Gedanken, er ist nur noch nicht formulierungsreif. :-)

  9. Kenubajuk Says:

    joooo genau, diese Spezies, wahrscheinlich entstanden auf der suche nach einer unbesetzten Nische…

  10. Helle Wiese Says:

    Mannomann —
    solch üppige Fülle an Leerlaufgeschwätz in miesem Deutsch hätte ich in diesem Bereich wirklich nicht erwartet.
    Ich bin Vegetarier seit 1945, ja, und VeBu-Mitglied (damals hieß es noch anders) seit 1947.
    Was aber hier geschrieben wurde, schreckt mich absolut von der Veganerei ab. Wenn ich mir dann noch diese lautstarken intoleranten Veganer (auch im VeBu) ansehe, also da bleibe ich dann doch lieber ein gesunder , fröhlicher Vegetarier (1954 zum letzten Mal krank: Schnupfen)!
    Helle

    • Ava Odoemena Says:

      Schlechtes Deutsch ist natürlich keine Rechtfertigung für Misshandlung von Tierpersonen für Eier und Milch. Seit wann müssen Täter toleriert werden? Dieser dreiste Mundknebel zur Pauschabwehr jeglicher Kritik, also dass das hier nicht funktioniert, hättest du dir ja denken können.

      Und dieses wirklich doofe Kindergarten-Erpresserkonstrukt, so nach dem Motto, „wenn du nicht lieb zu mir bist, dann tue ich [:::beliebig einsetzen:::] weh“, das kannst du nehmen und dir dort hinstecken wo die Sonne nicht scheint.

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