Betreibt der Berliner Senat & die DGE Hungerfolter gegen vegane Kinder?

Dem aufmerksamen Betrachter ist nicht entgangen, dass der Wind sich gedreht hat. Nach einer Zeit wohlwollender Berichterstattung sogar in der bürgerlichen Presse wird manchen der Vegantrend wohl langsam unheimlich und die antiveganen Stimmen kommen wieder aus den Schatten, Spalten und Winkeln hervor, um sich als manische Priester wider die vegane Gefahr zu verdingen. Udo Pollmer zum Beispiel tingelt übers platte Land durch die Aulas der Kinder seiner tierverarbeitenden Verbündeten und warnt die Dorfjugend; der Remszeitung ist das wohl selbst etwas peinlich und vermarktet diesen Schulmissbrauch mit dem Feigenblatt der Satire… Im Deutschlandradio fallen von der veganen Mangelkost die Haare aus und die Autorin bekommt das große Kotzen (danke Michael), die Verbraucherzentrale warnt vor Salz und Fett bei McBurger veganer Fertigkost, und Mühlbauer von Telepolis dichtet die Skala journalistischer Integrität nach unten ab.

All dies ist pipifax gegen den Verdacht der institutionellen Diskriminierung gegen vegane Kinder durch einen undurchsichtigen Verband aus Berliner Senat, Schulessen-Caterer und dem Lobby-Verein „Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)“, von der ein Berliner Vater berichtet. Schlimm genug ist Diskriminierung gegen vegane Kinder schon aus dem eigenen Umfeld, allerdings hat der vorsätzliche Ausschluss von veganen Kindern vom Schulessen, von dem Daniel Boehme berichtet eine ganze neue Qualität auf institutioneller Ebene, da der Caterer (telefonisch) erklärt habe, der Berliner Senat spricht sich auf Grundlage von Empfehlungen des Lobby-Vereins tierverarbeitender Landwirtschaft DGE gegen vegane Ernährung von Kindern aus. Daniel Boehme ist zu allem Übel auch noch verpflichtet, für diese eklatante Diskriminierung zu bezahlen, denn obwohl seine Tochter aktiv vom Schulessen ausgegrenzt wird, muss er zahlen. Sein Bericht lässt einem fassungslos-staunend zurück. Die Lösung der vermeintlichen Versorgungslücke durch adäquate vegane Kinderverpflegung ist also aktives Marginalisieren veganer Kinder durch Hungerfolter? Und wenn schon vegane Eltern ihre Kinder selbst versorgen müssen, warum dann die zusätzliche Erniedrigung sie trotzdem zahlen zu lassen für einen unveganen Caterer?

Die Ausschreibung des Berliner Senats für Schulessen enthält die Klausel: „Der Auftragnehmer hat ethische und religiöse Aspekte, insbesondere bei der Verwendung von Fleisch, angemessen zu berücksichtigen.“ Das Wörtchen insbesondere wird hier als Freibrief verstanden, Veganer auszugrenzen. Insbesondere bedeutet aber nicht ausschließlich, wobei, selbst wenn sich die ethischen Aspekte paradoxerweise ausschließlich auf Fleisch bezögen, ist das meiner Meinung nach rechtswidrig da es die ethische Definition auf religiöse, und nicht ethische Gruppen eingrenzt.

Ob wir es hier mit einer Verkettung aus dem Durchschieben von Faulheit seitens des Caterers, Verantwortungslosigkeit, Inkompetenz, fadenscheinigen Ausreden oder einer perfiden Verschwörung zu tun haben, bei der über den Proxy DGE die tierverarbeitende Industrie auf den Berliner Senat eingewirkt hat, kann im Moment nicht beantwortet werden. Nur eins ist sicher: So können wir das nicht stehen lassen.

Berlin verdankt uns was!

Man mag der wirtschaftlichen Usurpation veganer Philosophie durch Kochshows, Lifestyle-Ökonomie für Lohas (Hildmann), veganer Mittelschichtssupermärkte und Premium-Regale in Bioläden und Reformhäusern, veganer Edelküche-Restaurants usw. kritisch gegenüber stehen. Diese Diät-und-Happy-Konsum-Veganer sind es aber, die, in ihrer Entfernung von der veganen Orthodoxie in den so genannten Mainstream vordringen und mit ihrer Kaufkraft und den positiven Image-Aspekten mithelfen, Berlin als veganes Zentrum Deutschlands und die Lebenskultur der Zukunft der westlichen Welt zu prägen. Aller Unkenrufe aus den gartenbezwergten Schrebergärten zum Trotz sind es gerade die veganen Latte-Hipster mit ihren Mützen, Tattoos und getunnelten Ohren, die das junge, kreative Berlin prägen und so mit dazu beitragen Berlin als Weltstadt wieder auf die Weltkarte zu bringen.

Davon abgesehen: Alles strebt in Richtung Veganismus. Egal ob es Bemühungen sind im Sozialwesen, der neuen Eigenverantwortung für Körper und Gesundheit, erneuerbare Energien, Umgang mit der Umwelt und unser Umgang mit anderen Spezies; all diese Bewegungen vom Rand auf das Zentrum einer neuen Kultur, ja eines neuen Menschheitsbildes sind Versuche, vermeidbares Leid zu vermeiden und somit strebt die Gesellschaft zu auf den veganen Kernwert schlechthin.

Wer uns Tritte verpasst, verpasst der Zukunft Tritte. Das Kind verdient etwas zu essen ohne Tiermord.

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Ava Odoéména
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35 Antworten to “Betreibt der Berliner Senat & die DGE Hungerfolter gegen vegane Kinder?”

  1. Ava Odoémena Says:

    Lebensmittelchemiker arbeiten i.A. in Untersuchungsämtern und kontrollieren Nahrungsmittel sowie Kosmetik oder Gebrauchsgegenstände. Ob alle Grenzwerte eingehalten sind, ob das nicht mit irgendwas (Bakterien) belastet ist etc. … und beschäftgen sich darübe hinaus mit der richtigen Lagerung von Nahrungsmitteln.

    Aloha Lisa.

    Wenn du die Lisa bist, die ich denke, dann dürfte dich dieser Kommentar auch interessieren: B12 im Lebensmittel fermentiert

    • Lisa Says:

      Hi. Ich weiß zwar nicht genau, ob ich schon öfters was zu dem Thema geschrieben habe, als ich hier ein paar Kommentare geschrieben habe. Das sind ja dennoch gute Neuigkeiten in dem Link, danke dir. :)
      Leider konnte ich bisher nicht so viel finden zu z.B. der Messe..?

      • Ava Odoémena Says:

        Na ja, halt ne Fachmesse. Aber stimmt. Ich hab davon gar nichts mitbekommen. Durch deine Antwort war mir erst aufgefallen, dass die ja schon gelaufen ist.

  2. Ava Odoémena Says:

    Mir fällt auf, zum eigentlichen Thema ist es auffällig still. Ich bin inzwischen mit Daniel in Kontakt getreten und wir besprechen das eine und andere.

    Sollte Daniel den Rechtsweg bestreiten, finde ich, sollte er einen Spendenaufruf machen damit er nicht alleine dasteht mit der finanziellen Last. Ich würde diesen Spendenaufruf auch hier auf Veganes Auge unterstützen und 100€ von mir sind schon mal sicher.

    Wäre schön wenn wir in der Sache einen Fuß in die Tür bekämen.

  3. Ava Odoémena Says:

    Hinweis: Der Kommentarstrang mit dem Nazi wurde komplett entfernt.

  4. Alex Says:

    Peter Mühlbauer hätte, als Antiveganer, dieses Interview nicht veröffentlichen sollen, denn Herr Meingast antwortet auf die Fragen m.M.n. sehr professionell und überzeugend (bis auf die Lammfrage).

  5. Ricardo Says:

    Das klingt ja extrem bedenklich und ich hoffe, das Daniel mit dem Rechtsweg durchkommt … wenn es eine Spendenmöglichkeit gibt, dann sagt mal, wo ich was dazu geben kann.
    Gerade das Schulessen ist hier immer ein Thema, an dem sich die Genüter erhitzen. Es soll schmecken, gesund sein … und es soll die Essgewohnheiten von ethischen und sozialen Gruppen berücksichtigen. Gerade der letzte Punkt ist mir sehr wichtig und es ist wirklich ein Skandal, was du hier berichtest.
    Etwas ähnliches geht hier in Dresden gerade an der Schule meiner Tochter ab … hier dürfen ja gottseidank die Schulen ihre Caterer selbst aussuchen und dabei werden auch die Eltern befragt. Eigentlich finde ich das super … wenn da nicht der Punkt wäre, das genau dadurch Diskriminierungen entstehen.
    Die Schule meiner Tochter hat vor kurzem den Essensanbieter gewechselt … und hier hat sich eine Elterngruppe durchgesetzt. Der Essensanbieter liefert, ich zitiere „In der Regel zwei vegetarische / vegane Gerichte zur Auswahl pro Tag. Einmal in der Woche wird alternativ ein Fleisch- oder Fischgericht angeboten.“
    Nach drei Wochen sprach mich meine Tochter an „Papa, Fisch esse ich nicht und diese vegetarischen Gerichte schmecken einfach nicht … warum gibt es in der Schule kein Fleisch?“
    Als ich das Thema vorsichtig in Elternrat ansprach wurde ich mit der Bemerkung abgebügelt „Aber das haben doch die Eltern in einer Mehrheit so beschlossen!“ In der Elternbefragung standen tatsächlich Fragen nach „Vollwertkost, vegetarische und vergane Speisen“. Auch wir haben diese Fragen positiv beantwortet. Was wir nicht wussten, war das die Auswertenden Eltervertreter diese Antworten zum Anlass nahmen, diese nahezu rein veganen/vegetarischen Anbieter auszuwählen.
    Wir Du siehst, das sind diskriminierende Verhältnisse wie in Berlin … vielleicht kannst Du mir ja helfen, denn auch gedenke, gegen diese Diskriminierung rechtlich vorzugehen.
    Gegen solche Verhältnisse müssen doch alle vernünftig denkenden Menschen zusammenstehen, nicht wahr?

    • Alex Says:

      Verstehe ich das richtig, dass Sie Ihr Kind diskriminiert sehen, nur weil Ihm das Essen nicht schmeckt? Geschmack ist Gewöhnungssache und irgendetwas anderes als Fleisch wird Ihr Kind wohl jetzt schon essen, oder? Da können Sie in Ihrer Familie gemeinsam versuchen herauszufinden, was für vegetarisch bzw. vorzugsweise veganen Gerichte Ihrer Tochter schmecken und diese dem Caterer als Alternative vorschlagen. Die Frage ist auch, ob der Caterer allgemein schlecht kocht, oder ob das Essen nur Ihrem Kind nicht schmeckt. Da kann doch sicherlich etwas getan werden ohne auf Fleisch zurückgreifen zu müssen.
      Und erklären Sie einfach mal Ihrem Kind, je nach geistiger Reife, entweder, dass für Fleisch wehrlose Tiere unter qualvollen Bedingungen leben und sterben müssen oder dass für Fleisch eine schwächere Gruppe von einer stärkeren ohne logische Notwendigkeit ausgenutzt wird, was ethisch nicht vertretbar ist (oder beides). Sollte es dann immer noch Fleisch essen wollen, dann besteht ein bedenkliches Defizit an Empathie und/oder ethischen Moralvorstellungen, was einer dringenden Behandlung/Belehrung bedarf. Meiner Meinung nach darf solch ein rein egoistisches Verhalten, das anderen so schwerwiegend schadet, nicht nur diskriminiert werden, es besteht sogar die Pflicht dazu.

      • Ricardo Says:

        Hallo Alex,
        ehrlich gesagt, bin ich über Ihre Antwort etwas verwirrt. Als ich den initialen Blogpost gelesen habe, war meine erste Reaktion „Das kann ja wohl nicht sein, das in Berlin solch mittelalterliche Verhältnisse herrschen!“ und die zweite „Moment mal, das ähnelt ja stark den Zwang, der am Gymnasium meiner Tochter ausgeübt wird.“

        Meine Antwort war als Solidaritätsbekundung gedacht. Ich bin nämlich der Auffassung, das kein Mensch einem anderen in seine Lebensweise hineinreden sollte … oder ihn gar zwingen, diese zu ändern. Denn genau dies ist Diskriminierung.

        Das Credo ihres Posts, habe ich folgendermaßen verstanden: „Die Diskriminierung veganer Kinder in Berlin ist moralisch verwerflich, dagegen ist die Diskriminierung nicht verganer Kinder in Dresden moralisch geboten.“ Dies stimmt mich nachdenklich … messen Sie hier mit zweierlei Maß?

        In unserer Familie setzen wir auf eine ausgewogene Ernährung aus vegetarischen (aber nicht veganen) und ja, auch Fleischgerichten. Dies die von uns aus freien Stücken gewählte Lebensweise.

        Diese Wahl hat, so denke ich, jeder geistig reife Mensch. Wenn sich meine Kinder später einer vegetarischen oder veganen Lebensweise zuwenden, so haben sie das Recht dazu und ich wäre der Letzte, der hier eingreifen würde. allerdings ist es wichtig, das diese Wahl aus freien Stücken heraus … und keinesfalls unter Zwang getroffen wird. Was an dieser Schule vor sich geht, verstehe ich als einen Zwang zu vegetarischer Ernährung. Warum sollte das weniger verwerflich sein als der Zwang zu nicht veganer Ernährung in Berlin?

        Die zweite Hälfte Ihrer Antwort hat leider einen recht aggressiven Unterton, ich zitiere:

        „Sollte es dann immer noch Fleisch essen wollen, dann besteht ein bedenkliches Defizit an Empathie und/oder ethischen Moralvorstellungen, was einer dringenden Behandlung/Belehrung bedarf.“

        Da wir Fleisch essen, müssen wir dringend behandelt werden? Das ist eine Ausdrucksweise, ich niemals einem Veganer gegenüber verwenden würde.

        Desweiteren weisst Ihre Argumentation klassische derailing-Strategien auf … siehe dazu:

        http://derailingfueranfaenger.wordpress.com/

        Mit einer niveauvollen Diskussionskultur hat das wenig zu tun.

      • Mononoke Says:

        „Was an dieser Schule vor sich geht, verstehe ich als einen Zwang zu vegetarischer Ernährung. Warum sollte das weniger verwerflich sein als der Zwang zu nicht veganer Ernährung in Berlin?“

        Jemand, der Sklavenarbeit ablehnt, in seiner/ihrer Schule aber nur aus Gerichte auswählen kann, die so produziert wurden, UND sogar gezwungen wird über Schulgeld den Kauf dieser Nahrung zu finanzieren, würde der auch _exakt gleich diskriminiert wird, wie jemand, der pro Sklavenarbeit ist (weil ihm das Essen besser schmeckt oder günstiger ist, etc.), dessen Schule jedoch frecherweise beschlossen hat, derartig produzierte Nahrung vom Menu zu streichen?

        Ab welchem Punkt ist jemandes Genuss, von höherer Bedeutung, als die körperliche Unversehrtheit und Freiheit der Arbeiter?
        Dass die Antwort von Humanisten darauf „nie!“ lautet, wird Dich wohl kaum wundern. Ehrlich gesagt ist es mir auch Schnuppe, wenn jemand dann jammert „Mir soll aber keiner in meine Lebensweise reinreden!“
        Mag ja sein, dass sich jemand super diskriminiert fühlt – aber da ist mir die Schutz der Opfer einer solchen Lebensweise dann doch wichtiger – und das sehe ich bezüglich Lebensweisen, in denen Genuss so weit oben steht, dass anderen fühlenden Lebewesen auch mal die Kehle aufgeschlitzt werden kann, „weils halt schmeckt“, genauso…

      • Ricardo Says:

        Und wiedder ein Versuch des derailings.

        Ich habe weder eine Diskussion über Genuss, noch über das pro und Contra einer veganen / nicht veganen Lebensweise geführt. Das werde ich auch nicht, da ich die vegane Lebensweise sehr respektiere und eine solche Diskussion meiner Meinung nach ein ungehöriger Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht von Veganern wäre.

        In dem Artikel ging es um ein Unrecht. Vegane Kinder werden vom Schulessen ausgegrenzt und die Eltern werden auch noch gezwungen, dieses Essen zu bezahlen. Das ist eine unerhörte Diskriminierung geht so gar nicht. Bei einer Demo dagegen würde ich in der ersten Reihe mit laufen. ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Wenn ihr nichts dagegen habt, eröffne ich als Nicht-Veganer eine online Petition dagegen. Da kommen mit Sicherheit sehr schnell einige tausend Unterschriften zusammen … und die könnte man dann dem Berliner Stadtrat vorlegen. Wohlgemerkt, es geht immer noch um Diskriminierung der veganen Lebensweise.

        Wenn das aber eine Diskriminierung … ein Unrecht ist, dann ist das, was an der Schule meiner Tochter passiert eine genau so große Diskriminierung. Hier wird nicht-vegetarischen Kindern vegetarisches Essen aufgezwungen. Wo ist hier der Unterschied? In Berlin wird die vegane, in Dresden die nicht vegane/vegetarische Lebensweise diskriminiert.

        Meiner Ansicht nach ist beides gleichermaßen abzulehnen.

        Wer auf das Recht, seine Lebensweise auszuleben pocht, das gleiche Recht aber anderen abspricht, macht sich unglaubwürdig.

      • Mononoke Says:

        Die Analogie ist kein „derailing“, sie ist dazu da um klarzumachen, woher die „Pro-Diskriminierungs-Haltung“ kommt.

        Es war ein fettes, lautstarkes: „Ja!“ zur Diskriminierung gewalttätiger Lebensweisen: das Recht *bedingungslos* in der Schulmensa das Gericht zu bekommen, das Menschen wollen, existiert schon jetzt nicht. Die Haltung: „Ich geb einen Dreck auf die Produktionsweise der Gerichte. Die können ruhig von Sklaven hergestellt werde. Ist mir egal und meiner Lebensweise muss Respekt erwiesen werden!“ hat beispielsweise den Schutz vor Diskriminierung nicht verdient. Im Gegenteil: es ist gut, dass menschenverachtende Lebensweisen einen solchen Schutz (und ein entsprechendes Essen inder Schulmensa) nicht bekommen.

        Analog dazu in Bezug auf Schulessen ohne ermordete Tiere: es wäre gut, wenn es das überall gäbe. Das Recht nicht diskriminiert zu werden ist wichtig (insbesondere dort, wo es nicht um so etwas banales wie Schulessen geht), aber *unsere Freiheit und Unversehrtheit ist wichtiger und sollte immer wichtiger sein.

        *damit ist jedes empfindungsfähige Lebewesen gemeint.

      • Ricardo Says:

        Wenn Sie mit „damit ist jedes empfindungsfähige Lebewesen gemeint.“ auch Menschen einbeziehen, dann freue ich mich, das wir hier einer Meinung sind.

        Denn „Freiheit“ bedeutet auch seinen Lebensstil frei und ohne Zwang sowie Verurteilung durch andere wählen zu können.

        Oder, um es mit Rosa Luxemburg zu sagen:

        „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“

      • Ava Odoémena Says:

        Projektion, da „Oppression Olympics“, also der Einwurf, hier, ich auch, eine Methode ist, eine Debatte zu zersetzen. Zumal schwächelt der Trollversuch an seiner Prämisse, also die Reduzierung der veganen Gewissensentscheidung auf Lebensmittelauswahl.

        Aber angenehm mal zu sehen wie ein Troll sich Mühe macht und sich tatsächlich in das Thema eindenkt, ohne die allseits verbreitete Diskreditierungsscheiße.

      • Ricardo Says:

        Quod erat demonstrandum.

        Und wieder haben wir hier die übliche Vorgehensweise: Wenn man nicht in der Lage ist, eine nicht konforme Meinung mit Argumenten zu wiederlegen, so wird sie diskreditiert.

        Interessanterweise bedient man sich hier genau derselben stilistischen Mittel, die massenmordende Tierschlächter andernorts gegen vegane Meinungen einsetzen: Derailing … und wenn das nicht funktioniert, Diskreditierung. Und ohne es zu merken, begibt Ihr Euch sich damit auf das Niveau derer, die Ihr eigentlich bekämpft.

        Und ohne es zu merken, diskreditiert Ihr Euch damit selbst.

        Nun ist das T-Wort gefallen … eigentlich gibt es nur noch eine Steigerung.

      • Name(erforderlich) Says:

        Projektion, da “Oppression Olympics”, also der Einwurf, hier, ich auch, eine Methode ist, eine Debatte zu zersetzen.

        Endlich verstanden. Ich musste es aber gut 10 mal lesen. Anführungszeichen um “hier, ich auch” hätten dem wirklich gut getan.

  6. Mononoke Says:

    Ricardo: „Denn “Freiheit” bedeutet auch seinen Lebensstil frei und ohne Zwang sowie Verurteilung durch andere wählen zu können.“

    Mit Freiheit habe ich konkret unsere (= aller Tiere) Freiheit gemeint, nicht eingesperrt und versklavt zu werden. Nicht die „Freiheit“ von Sklavenbesitzern und deren Befürwortern, sich einen „Lebensstil“ auszuwählen, in der manche dann eben das Pech haben, die für diesen Lebenstil benötigten Sklaven zu sein.

    Wer sich einen „Lebensstil“ auswählen will, bei dem mit Gewalt und mit voller Absicht die Freiheit anderer missachtet wird, hat wahrscheinlich nicht verstanden, was dies für seine Opfer tatsächlich bedeutet.

    „Freiheit“ wird bei einem solchen Lebensstil auf ensetzliche Weise missbraucht. Das hat es nicht verdient, widerspruchslos hingenommen zu werden. Da kannst Du Dich auch noch so sehr als Opfer stilisieren – wer wirklich Schutz verdient hat, sind diejenigen, die unter diesem missbrauchten Freiheitsbegriff zu leiden hätten/haben.

    • Alex Says:

      @Mononoke
      Danke, dass du die Diskussion für mich geführt hast ;)

      @Ricardo
      Ich unterschreibe alles, was Mononoke geschrieben hat.

  7. Ava Odoémena Says:

    OK, vielen Dank Ricardo für einen wirklich guten Beitrag zur Schulung der Medienkompetenz von Veganern, durch den Trollbeitrag die Gewissensentscheidung von Veganern als Konsumfrage zu bagatellisieren.

    Die Zustimmung zu Boehmes Anliegen als Einstieg war geschickt, und das Umbrechen der Debatte von der Gewissensentscheidung veganer Kinder und der gelebten veganen Alltagskultur zur Buffetauswahl war mir erst aufgefallen als Alex das monierte.

    Touché. Wie gesagt, ein echter Glanzpunkt im Unterschied zu den dummdreisten Trollen die wir hier sonst bekommen.

    Dein Rückzugsgefecht war aber strategisch nicht durchdacht, vielleicht eine kleine Selbstüberschätzung. Ich weiß ja nicht wo du dich sonst so rumtreibst und ob sich deine Expertise darin erschöpft, 14-jährigen, veganen Emomädchen und Jungs Sand in die Augen zu streuen.

    Warum war deine Rückzugsstrategie nicht gut durchdacht? Es scheitert nach wie vor an deiner Prämisse. Deine indirekte Aberkennung veganer Kultur unterschlägt, dass es beim Veganismus nicht um „Meinung“, „Lebensstil“ oder „Buffetauswahl“ geht. Dass Tieren in den Kopf geschossen wird ist keine Meinung, sondern real. Dass die Körper verwertet werden ist keine Stilfrage, sondern real. Dass sie bis zu ihrem kläglichen Ende gefangengehalten werden geht tiefer als die Frage ob man jetzt die Hähnchenschenkel oder den Schweinerücken nimmt.

    Die Gewissensentscheidung von Veganern als Konsumfrage zu bagatellisieren ist vor meiner Haustür im Netz halt nicht wirklich schlau. Und jetzt gräm dich nicht weiter, du hast ein Kompliment von mir gekriegt und damit gut jetzt.

    Und Troll Ricardo hat sein Gastrecht verwirkt. Schade…

    • Alex Says:

      Ich glaube er hat dieses Derailing (in diesem Fall vllt.: http://derailingfueranfaenger.wordpress.com/#passiertmirauch) angewandt, um auch mal jemanden eines solchen bezichtigen zu können. Problem: Er gehört immer noch zu den „Privilegierten®“. Wenigstens hab ich was neues gelernt :)

      • Ava Odoémena Says:

        Klar, wobei Derailing übertragbar ist per Kontext, also es wird von Nichtveganern und Antiveganern genau auf die gleiche Weise gegen Veganismus als Konzept eingesetzt, wie Privilegierte es gegen Marginalisierte verwenden. Veganer sind sozusagen die Ansprechpartner und Platzhalter der Marginalisierten (Tiere), und welches Privileg könnte drastischer sein als jemanden töten zu dürfen, nur weil die Leiche schmeckt. Der Umgang mit den ganz Rechtelosen ist daher gleichzeitig ein Sittenbild der Heuchelei. Privilegierte sind in immer bemüht, die Fassade aufrecht zu erhalten. Aber wie sie gegen alle Anderen agieren würden wenn es kein juristisches Recht gäbe, kann man an dem Umgang mit Tieren ablesen.

        Die narzisstische Fassade besteht aber halt nicht nur aus so tun als ob man bürgerlich-demokratisch wäre, sondern auf der anderen Seite wird gleichzeitig eine permanente Abwertung von „Störern“, die stimmlos gemacht werden sollen betrieben. Tierbenutzer, Sexisten, Rassisten, Faschisten usw. nutzen dazu ständig den rhetorischen Missbrauch des Derailings, von daher ist der Text ziemlich genial, weil er die Strategien entlarvt.

      • Alex Says:

        Das stimmt. Du könntest ein Buch schreiben :) Für all die „14-jährigen, veganen Emomädchen und Jungs“ zum Weiterbilden, wie man solchen Sachen nicht auf den Leim geht und gut kontern kann; mit Fallbeispielen aus deinem Blog.

      • Name(erforderlich) Says:

        Diesem Text über derailing fehlt der Hinweis, dass auch Privilegierte den Marginalisierten oder deren Vertretern derailing vorwerfen können (und damit meistens ernster genommen werden als umgekehrt).
        So ist er nur Werbung dafür, anderen Derailing vorzuwerfen, wenn sie anfangen in einer Weise zu argumentieren, die dir nicht gefällt.

        Außerdem war das, glaube ich, der Text, wo generell allen Gegnern von Beschneidung (auch von Männern) vorgeworfen wurde, FGM zu trivialisieren, also auch eine populäre Instanz von Derailing enthält (oder gab es mal irgendwann eine Diskussion über Beschneidung von Männern, wo den Gegnern eben das nicht vorgeworfen wurde? Weil sie nicht in jedem Satz betonen, dass FGM viel schlimmer ist, wenn’s nicht das Thema ist? Sorry, ich komme vom Thema ab)

  8. Michael Says:

    Update:
    Es gibt jetzt http://vegane-schule.de/

    Neu:
    – „Schulamt bestätigt: Verpflegungsanteil muss NICHT bezahlt werden!“
    – Senatsanfrage wurde mit DGE Textbaustein beantwortet ausserdem wurde ergänzt es „können einfach nicht alle ethischen und religiösen Aspekte Eingang finden.“

  9. pedro Says:

    Ich finde es hochnotpeinlich und zum Fremdschämen, wenn Ernährungsextremisten wie Veganer fordern, dass das Schulessen auf ihre verbohrte Ideologie umzustellen sei.

    • Ava Odoémena Says:

      Und ich finds immer wieder geil wenn antivegane Sozialrassisten mit ihrer Selbsteinweisung hier den Blog legitimieren.

      • Anti-Zensur Says:

        Was zu beweisen war … wieder einmal eine verbale Selbstentlarvung dieses Bloggs.

        Keine Diskussionskultur … nicht konforme Meinungen werden durch Derailing diskreditiert. Wenn das nicht zieht, weil die Meinungsschreiber sich nicht auf diese Strategien einlassen und sie entlarven, wird zensiert.

        Dumm nur, wenn die Zensierten sowohl intelöektuell als auch technologisch überlegen sind … wir können dieses Spielchen gerne bis in alle Ewigkeiten weiterspielen.

      • Ava Odoémena Says:

        Stimmt, auf diese Scheisse hab ich tatsächlich keinen Bock.

      • Ganz jemand anderes Says:

        Achso … bevor hier jemand den kleinen Typo als Beleg für die Überlegenheit der veganen Rasse aufführt:

        intelöektuel = intellektuell

  10. Ava Odoémena Says:

    Ihr kennt die Trollregel Leute: Einen abwertenden Serotoninjunkie pro Woche. Raids sind völlig inakzeptabel. Die anderen kleinen Hobbysadisten wenden sich bitte an die psychologische Ambulanz ihres Vertrauens.

    • reingestolpert Says:

      hallo ava was mient er mit tehcnologisch überlegen ?

      • Ava Odoémena Says:

        :-) Mient passt. Er denkt weil er versucht wie die anderen Päderasten seine Scheiße über einen TOR-exit-node hier reinzudrücken, sei er der Kaiser des Universums. Ist tragisch weil ich als Netzwerkkundige meine Brötchen verdiene.

        TOR war eigentlich ein gut angedachtes Anon-Projekt. Leider haben es Warez-Sauger, Silkroadnutten, Pädos und Gestörte kaputt gemacht. 99% was da durchläuft ist illegal: Drogen, Kinderpornos, Stalking, Klauware.

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