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Sex mit Nichtveganern

7. Januar 2016

Wie man an der Namensänderung unschwer eruieren kann, bin ich nach 20 Jahren wieder solo:-) Enge Freundschaft reicht manchmal eben nicht aus, aber es ist alles vanilla. Die Sache ist emotional überstanden, 20 Jahre sind natürlich eine lange Zeit und das zu verdauen ein harter Brocken. Wir sind nach wie vor gute Freunde, nicht im Sinne amerikanischer Serien, sondern richtig.

Weil mein Ex wie ich „ethischer“ Veganer ist (echter Veganer), war es während meiner Ehe sehr leicht mich als vegansexuell zu definieren. Also jemand, die lieber mit einem Mann oder einer Frau intim ist, der oder die auch vegan lebt.

Einige Zeit nachdem der ganze Scheidungskram erledigt und der Kopf frei war, war ich schon an Sex interessiert, aber ich hab mich nicht ernsthaft umgeschaut, und es hat sich meiner Meinung nach auch nicht wirklich jemand für mich interessiert, oder die flogen alle unter meinem Radar durch. Bis ich 11 Kilo abgenommen habe, dann war mir zum ersten mal wieder bewusst aufgefallen, dass ich angegraben werde, oder, weil ich mich dann auch attraktiver fühlte, andere Signale aussendete. Na ja, und wie das oft so ist, ergibt sich die Gelegenheit eher zufällig und dann ist es passiert, Sex mit einem Nichtveganer. Nichtveganer, Nichtvegetarier, ich hatte Sex mit dem Feind sozusagen. Richtig guten Sex, holla die Waldfee. Nennen wir es mal Bingo-Sex. Das ging über 14 Stunden, Waldfee ist jetzt mein Mittelname, Ava Waldfee Lang:-) Wow. Das ist war sehr kompatibel.

© http://www.rebelsmarket.com

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Tja, und seitdem bin ich eben definitiv nicht mehr vegansexuell. Für eine Beziehung stelle ich mir das kompliziert vor, das würde nicht gehen. FleischMilchEi im gleichen Kühlschrank, das ist jenseits des Vorstellbaren. Auf der anderen Seite bin ich nach 20 Jahren Ehe von enger Beziehung erstmals grundlegend geheilt, sodass sich die Problematik gar nicht ergibt. Ich wohne in einer veganen 3er-WG (zur Zeit lauter Frauen), mehr Nähe muss nicht sein.

Was mich überrascht hat, es will sich einfach kein schlechtes Gewissen einstellen, schließlich bin ich für seinen Konsum nicht verantwortlich. Der Gedanke, ihn aus dem Grund abzulehnen, weil er nicht vegan lebt, war mir nicht in den Sinn gekommen.

Nun könnte man natürlich auch argumentieren, dass genau dieser Umstand, dass ich eine körperliche Zuwendung zu einem Nichtveganer zulasse, für ihn seine Lebensweise legitimiert. Aber die hat er für sich selbst sowieso schon legitimiert, ich sehe das eher so, dass er durch diese Begegnung überhaupt zum ersten mal mit veganen Erwägungen in Berührung kommt.

Hm.

.Ava Lang
Neue Ethische Orthodoxie (NEO)
neo-symbol

(n. verantw. für Werbeeinblendungen)

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