Posts Tagged ‘propaganda’

[English] Kim Wonderland: insane defamation campaign continues outside Germany

10. August 2015

I really thought this story was on its way fading out, however, to my shock and dismay I recently learned that even at her new chosen location in the UK, the German origin vegan entrepreneur „Kim Wonderland“ is facing prosecution by leftist activists across the channel as well.

Here is why and what happened in a nutshell:

It was „discovered“ by German Indymedia activists, that Kim’s new partner allegedly was, is, or associates with the right-wing/fascist political sphere. Her prominent position in the German vegan scene as an online shop pioneer and vegan baker seemed perfect to make an example of „outing the traitor“ to the antifascist cause. The campaign was thinly justified with the risk such an „infiltrator“ would pose to the antifa movement. The shitstorm which unfolded left even me speechless (for a while). Many vegans also joined the lynch-mob, apparently social envy for the success and prominence evaporated any relevance of tact and social boundaries as well as basic brain activity.

Also ignored by the lynch-mob was the small detail, that Kim and her ex-partner had already separated, but he continued the trademark „Wonderland“ for the online shop, so the defamation campaign which was titled „No X-Mas for Kim Wonderland“ hit that shop as well. Just to repeat for the mentally not so swift: Kim’s new partner was associated with the right-wing political sphere, her ex-partner was not part in any of this. Until however, thereafter, when he committed suicide.

What’s so shocking in this whole ordeal, it was with greatest audacity and no evidence assumed and alleged, that Kim herself follows or believes these right wing ideologies of her new partner, despite her saying otherwise. Actually, terrible this must be argued, it’s nobody’s business who anyone dates (that alone is an „amazing“ sexist assault which should be condemned), let alone is dating a right-winger EVIDENCE that the partner agrees in any or all aspects of such political beliefs. Again, there is not a single thread of evidence up until this day, that Kim’s alleged naziness is real.

So what we have here is a really awful case of kin liability.

Ironically, „Sippenhaft“ (English: „kin liability“) refers to the principle of a group (kin), sharing the responsibility for a crime committed by one of its members and was used extensively by German Nazis and other totalitarian regimes. It’s a primitive as brutal method of suppression which stems from Germanic law in the middle ages. But, it is now employed against a woman of today.

It also betrays left principles to such an extend, one is left to wonder what the real motivation was and is behind this defamation campaign; which has sadly also found gullible virus-hosts outside the German language sphere now.

My thesis is, that the alleged naziness by proxy was a mere mask, a fig leaf, and that the real target was veganism. There is a growing realization amongst leftist activists, that veganism is the fulfillment of left utopia in real world terms. People who, as a mere consequence of real behavior, rather than oppressively governed re-education are building a just society. One whose ideals and positive effects far outweigh any of the left utopias deemed possible. More powerful, more beautiful, more pure – the „new humans“ are here and they are vegan. Hence veganism poses a great threat to the leftist political justification. Evidence for this thesis are attacks on the first vegan supermarket of Germany which faced a similar smear-campaign by proxy, the guilt by association was strikingly similar of the reasoning against Kim. Because the supermarket would not expel obvious right-wing-looking (!) customers from its premises, it therefore must support a right wing ideology. In another irony, the windows got smashed with rocks. There are historical parallels where shops catering to a specific cultural group (Jews) had their windows smashed in. The psychotic doing what you accuse others of, is another hallmark not of antifascists, but antivegans. Carnists in an antifa dress [ https://en.wikipedia.org/wiki/Carnism ].

Tragically, the smear campaign was and is highly successful in the sense of the perpetrators true motivation. A dead vegan pioneer, a destroyed business, harassment of another vegan business and the public examination of a womans intimate relationship.

If you want to know who the real target is in a line of fire, look who’s falling… In this case, it isn’t the right wingers.

For any vegan out there whose rotten media competence allowed you to join the lynch mob, may you wake up to your shame.

.Ava Odoéména
new ethical orthodoxy (neo)
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Edikt zur politischen Sachbeschädigung [Mobbing gegen Veganz GmbH]

12. Mai 2015

In der Angelegenheit erlasse ich folgende, vegan-ethische Rechtsauskunft:

Wer Sachbeschädigung ausführt die nicht unmittelbar dem Schutz oder der Befreiung von Tierpersonen dient, oder zumindest Zentralinteressen von Veganern an sich; sondern Sachbeschädigung ausführt die politischem Druck, Angst und Einschüchterung bestimmt ist, ist nicht mehr als Veganer oder vegane Gruppe anzusehen. Ihm oder ihr steht es demnach auch nicht mehr zu, vegane Interessen zu vertreten oder dies zu behaupten oder sich als vegan zu identifizieren.

Begründung:

Das gezielte Generieren von Bedrohung oder anderen belastenden Emotionen zum Zwecke der Willensbrechung ist unvegan. Psychischer Stress in Form von Mobbing ist vorsätzliche Gewalt an Anderen und ähnlich wie Körperverletzung ein Übergriff auf die Integrität eines Individuums und eine Missachtung des Rechts auf Unversehrtheit und somit (auch) mit veganer Ethik unvereinbar.

Hintergrund:

In Filialen der Supermarktkette VEGANZ wurden mehrmals im Rahmen „antikapitalistischer Kritik“ u.a. Fensterscheiben eingeworfen.

Erweiterter Kontext:

Was sind Zentralinteressen, die zivilen Ungehorsam rechtfertigen könnten?

Die Diskriminierung veganer Kinder am Beispiel von Berliner Schulen wird mit der Position der DGE e.V. zur veganen Kindernährung gerechtfertigt. Die DGE („Deutsche Gesellschaft für Ernährung“) greift also aktiv in die Grundrechte veganer Familien ein, angeblich zum Schutz veganer Kinder. In Wahrheit ist die DGE e.V. jedoch eng verflochen mit der Tiervernichtungsindustrie. Wären die Akteure der DGE e.V. tatsächlich am Wohl veganer Kinder interessiert und nicht am Wohl ihrer Mitglieder aus der TVI, würden sie Aufklärung für an veganer Kindsernährung Interessierten betreiben statt Diskreditierung dagegen.

Die Tierbenutzungsideologie darf nicht auf dem Rücken veganer Kinder ausgetragen werden! Dies auch noch als Kinderschutz zu vermarkten ist eine Verkehrung tatsächlicher Verhältnisse in ihr Gegenteil und unerträglich. Eine politische Kommunikation geeigneter Mittel wäre daher im Kontext der schieren Selbstverteidigung zum Beispiel ein vertretbares, ethisches Dilemma.

Kein Zentralinteresse dagegen ist Antikapitalismus. Selbstverständlich fordern Veganer eine gerechte Wirtschaftsordung und das Indienststellen von Wirtschaft unter die Interessen der Menschen und nicht umgekehrt; und daher auch das Verändern der Diktatur der Vermögenden. Diese Forderung steht jedoch *innerhalb* veganer Ethik. Es macht einen Unterschied ob Kapitalismuskritik aus veganer Ethik heraus formuliert wird, oder ob Kleingeistige die sich selbst als linksradikal erleben und die seit neuestem halt auch vegan essen, ihre Ohnmacht an einem veganen Feinkosthändler abarbeiten.

Ein Antikapitalismus, der den Veganismus als dekorativen Zusatz zur moralischen (Zusatz)Rechtfertigung benutzt, macht sich schnell dem Gegenteil verdächtig als dass, was er vorgibt zu sein. Schließlich haben inzwischen auch Reformhäuser und andere Lebensmittelhändler ein großes Programm veganer Produkte, warum trägt dieses Grüppchen vegandekorierter „Antikapitalisten“ seine Kritik nicht auch in die Fenster von ALDI, EDEKA usw.? Es scheint darum eher so, als ob die zarte Blüte einer Veganisierung der Wirtschaft am Beispiel von VEGANZ eher unterbunden und radikale Kritik als Instrument einer zersetzerischen Kolonisierung des Veganismus unterlegt werden soll…

Das bedeutet natürlich nicht, dass vegane Unternehmen bar jedweder (legitimen) Kritik sind. Denn inwiefern VEGANZ als Geschäft überhaupt auch als Vertreter veganer Werte gesehen werden kann, steht auf einem ganz anderen Blatt und muss an anderer Stelle eruiert werden. Wenn sich u. a. die Vorwürfe von Armuts/Scheinselbständigkeit bewahrheiten, wären da vegane Produkte halt auch nur eine Marketingstrategie für eine Geschäftsidee, so wie bei großen Händlern auch, die vegan deklarierte Produkte in ihr Programm integrieren. Es wäre allerdings ausreichend, wenn in dem Falle die Betroffenen diese Kritik äußerten, dafür brauchen die nicht die tatkräftige Unterstützung des hoffentlich minderjährigen, kreuzfriedrichköllner Proletariats.

.Ava Odoéména
Neue Ethische Orthodoxie (NEO)
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Weil ich nicht bin wie du, füge ich dir Schaden zu

30. März 2015

Beda Martin Stadler, Wissenschaftsrabauke und emeritierter Professor der Immunologie aus der Schweiz gab Bluewin.ch ein Interview über den Kampf eines Rationalen mit der Esoterik, befragt wurde er auch zum Veganismus. Corina Hany fragte ihn, ob Veganer auch ein rotes Tuch für ihn seien, weil die von den Gegnern als Glaubenssystem diffamiert werden.

Die amüsante Antwort von Professor Stadler, dass Veganer die besseren Argumente hätten, aber die Nichtveganer das bessere Essen mag auf uns erstmal zynisch wirken; im Kontext eines Gesprächs zweier Nichtveganer allerdings eine Besonderheit. Schließlich greift Professor Stadler die Steilvorlage nicht auf und nimmt somit Veganer gegen derlei Assoziationen in Schutz. Und dies wohlgemerkt, obwohl es bei Veganern eine große Schnittmenge gibt mit Naturwahn-Esoterikern, Impfgegnern, Homeopathen usw.

Gleich darauf aber verstrickt sich der Professor ohne Not in eine abenteuerliche Rechtfertigung warum er trotzdem immer noch Tiere benutzt (vulgo „Fleisch isst“): Diese hätten keine Fähigkeit zu planen, in die Zukunft zu denken und deshalb nähme man ihnen nichts, wenn man sie schmerzfrei töte.

Mit der gleichen (ethischen, nicht rechtlichen) Logik aber dürfte man einen Blinden überfahren wenn der versehentlich auf die Straße läuft, schließlich denkt derjenige er sei noch auf dem Bürgersteig und rechnet nicht damit überfahren zu werden. Es fehlt ihm eine Eigenschaft, das Sehen, um für diese Situation in die Zukunft planen zu können.

Das Fehlen einer Eigenschaft als Rechtfertigung für eine massive Grenzübertretung ist nicht nur unwissenschaftlich, sondern es ist auch missbräuchliche Rhetorik zum Zwecke der Manipulation. Denn so wird der Blick abgelenkt von allen anderen Fähigkeiten, Eigenschaften und Merkmalen (FEM), weswegen derer Tiere ethische Rechte haben.

Professor Stadler macht es sich sehr einfach, denn er legt eine streng reduzierte und höchst anthropozentrische Sichtweise als Maßstab an, welche FEM für die Anwendung ethischer Rechte in Betracht kämen. Im Kern ist die von Professor Stadler kolportierte Tierethik aber eine Verkehrung von Ethik in Willkür, „nur wenn du so bist wie ich, verschone ich dich“. Das Fehlen einer einzigen Eigenschaft reicht aber nicht aus, um alle anderen FEM von Tieren als nichtig zu erklären, auch wenn der Professor uns das glauben lassen will.

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CCBYSA – Ava Odoéména
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Selbstkritik: Die Betreibung der veganen Ernährung über den Hausarzt (und was dein Arzt über dich denkt)

30. November 2014

Es ist eine Sucht. Wer einmal einen Bluttest hat machen lassen für irgendeinen Wert, entwickelt schnell eine „Anspruchsunverschämtheit“ und geht davon aus, dass der Blick ins Innere des Körpers ein Recht ist was man den Mitversicherten aufbürden darf. Solidarisch ist dieses Kontrollbedürfnis nicht, eher ein Missbrauch des Systems. Die vegane Ernährung über den Hausarzt zu betreiben ist aber nicht nur eine Frechheit nach außen, sondern auch nach innen, konstruiert das doch den Veganer um zum Patienten und den Veganismus zu einer chronischen Erkrankung.

Diese Anmaßung stößt durchaus bereits einigen Medizinern sauer auf. Auch wenn bei Ärzten oft der Veganismus selbst gerne als psychologische Plattform benutzt wird, beruflichen Hämestau zu entladen, ist der Kern der Beschwerde legitim. Dr. Thomas Georg Schätzler verschafft sich im Kommentarraum der Ärztezeitung Luft über einen veganen oder vegetarischen Google-Hypochonder.

Natürlich gibt es auch bei Ärzten irrige Kritik an der Grenze zur Demagogie bis hin zur antiveganen Hetze. Dr. Wolfgang P. Bayerl zum Beispiel kommentiert fast jeden Veganartikel in der Ärztezeitung, mit der Forderung zur Entmündigung von veganen Eltern weil die – Atem anhalten – ihre Kinder vegan ernähren. Als Beispiel nennt er ein Paar welches in den USA inhaftiert wurde, er unterschlägt leider dass dieses Paar nicht inhaftiert wurde weil die Ernährung des Kindes vegan war, sondern unzureichend. Gleiches Argument führte, wenn es „oben“ statt „unten“ angeführt wurde in der Vergangenheit zu einer Rüge des Presserats. Während die Springerpresse in der Frage eine 180°-Drehung hingelegt hat, fast schon zur vorbildlichen Berichterstattung, muss man an der Stelle fragen warum die Ärztezeitung Kommentare mit demagogischer Struktur, dem Unterschlagen von Fakten toleriert. Darüber darf man spekulieren, aber das nur am Rande. Es soll ja viele Provinzärzte geben, die sich im grünlodenern Dunstkreis der Jägerschaft bewegen. Alleine die demagogische Ummünzung der positiven Studie zur Warnung vor Risiken der veganen Ernährung im Titel lässt etwas von der antiveganen Aggression durchscheinen, die hinter dem akademischen Anspruch brodelt. Veganismus muss in der Redaktion der Ärztezeitung, sowie in Teilen ihrer Leserschaft besondere Ängste hervorrufen.

Hm, wie viele Ärzte müssten eigentlich ihre Praxen schließen, wenn alle Gesundheitsvorteile der adäquaten veganen Ernährung wahr wären? 70%, 80%?

Diebisch freuen darf man sich im Zusammenhang mit dem antiveganen Geraune von „Kommentar-Troll“ Dr. Bayerl auch über die blanke Ironie: Denn gerade die verinnerlichte, schwarze Propaganda löst Unsicherheit bei Veganern aus – der Gang zum Arzt ist oh Ironie ein Bumerang der medialen Hetze gegen Veganer in den letzten 20 Jahren.

Wenn man dem gegenüber jedoch die legitime Kritik, abzüglich Häme, von Dr. Schätzler stellt, muss man zustimmen, dass es nur eingeschränkte Rechtfertigungen für das Abfragen von Blutwerten gibt.

Völlig inakzeptabel ist die Konsumentenhaltung: „Ob meine Ernährung eine gute oder schlechte vegane Ernährung ist, ist mir egal, ich gehe schließlich zweimal im Jahr zum Arzt für mein Eisen, Calcium, B12, Vitamin D“ etc. pp. Noch schlimmer sind die, die bereits eine adäquate Ernährung betreiben, also ein guter Mix aus Verantwortung und, nunja, Sinnlichkeit und trotzdem zum Arzt rennen.

Einer der am meisten verlangten Blutwerte, und zugleich ein völlig sinnloser ist der B12-Wert. Besonders beliebt wie auch paradox ist der B12-Wert bei veganen „Natürlichkeitsliebhabern“. Einerseits ist das integrieren von B12-Supplementen ja total unnatürlich, aber die Ermittlung des Werts im Labor im Schweineserum fliegt völlig unterm Natürlichkeitsradar hindurch. Vollends pervers ist die Kombination des gewaltsamen Anhungerns eines B12-Mangels und dann ein Rezept um die Substanz per Spritze in den Körper zu bekommen.

Zumal dieser Wert auch noch völlig nutzlos ist, hat er doch nur echte Aussagekraft mit der gleichzeitigen Ermittlung von Homocystein oder Methylmalonsäure, am besten noch abgesichert durch Holotranscobalamin II.

Das lächerlichste am B12-Test ist allerdings, dass das Endresultat immer gleich ist:

1. Mangel: B12 muss supplementiert werden.
2. Kein Mangel: B12 muss supplementiert werden.

Hierin unterscheiden wir uns in keiner Weise von Nichtveganern: Auch Nichtveganer werden massiv mit B12 supplementiert, halt über den Umweg der Futtermittel.

Da die orale Aufnahme von B12 ohne Zweifel – und ich rede hier vom wissenschaftlichen Zweifel, nicht vom psychologischen – geeignet ist zur Beseitigung eines Mangels, wie auch der Aufrechterhaltung eines guten Status, gibt es für den B12-Test keine wie auch immer geartete Rechtfertigung.

Etwas anders sieht es aus bei Vitamin D. Der ist sowieso kein veganes Anliegen, Vitamin D-Mangel ist nördlich vom 41. Breitengrad ein Massenphänomen, und der individuelle Bedarf um einen suboptimalen 25(OH)D-Wert zu beseitigen und einen optimalen Wert zu halten kann stark variieren. Die Aufnahmemenge schwangt enorm. Die Autorin dieses Textes muss täglich 15.000-20.000 IE Vitamin D supplementieren, um einen 25(OH)D-Wert von +- 100 nmol/L zu halten. Ein Einpendeln der eigenen Menge ist ohne Blick in den Blutwert unmöglich.

Überprüfung aller anderen Nährwert-Parameter sollte Symptom behaftet sein, wer persönliche Betreuung seiner Ernährung sucht, sollte zur Ernährungsberatung gehen oder einen Butler einstellen. Der Weg zur gesunden Eigenverantwortung darf nicht zur Auslagerung der Verantwortung in die Arztpraxis mutieren. Wer sich von der Veganhetze vom Veganer zum Patienten umbauen lässt, erweist weder dem eigenen Selbstwert noch der veganen Gemeinschaft einen guten Dienst.

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CCBYSA – Ava Odoéména
(n. verantw. für Werbeeinblendungen)

Pflanzenrechte, kleine Analyse einer Idiotie

8. November 2014

„Leben“ ist im Prinzip ein weit flexibleres Konzept als es den Anschein hat. Denn genau so wie sich einst chemische Elemente verdichtet haben, so hat sich die Biologie als eine Erweiterung der chemischen Evolution verdichtet mit Hilfe von Daten. DNS/DNA ist in ihrem Kern ein chemisches Programm, deren kaskadierende Assoziation von Daten aus dem Tango von Ursache und Wirkung heraus entstanden ist. Und diese Verdichtung von Prozessen wird nicht in der Biologie verharren, sondern die Daten wandern schon lange weiter in die „Chemie der Maschinen“.

Leben ist also ein physikalisches Metakonstrukt in der „Mittelwelt“ der Raumzeit, physikalisch verortet irgendwo zwischen dem Universum als ganzes und den Elementarteilchen. Und so lässt sich jede biologische Einheit kleinzoomen auf ihre chemische, atomare und irgendwann auch mal quantenmechanische Bestandteile. Lebensformen sind ergo ein materiebasierter Aggregatzustand von Konglomeraten, die sich aus kleineren Bestandteilen zusammen setzen. So weit so gleich.

Aber ethische Rechte lassen sich doch nicht aus der Atomebene ableiten!



Biomechanik ist keine Sinneswahrnehmung
cc-by-sa-nc Øystein Alsaker

Ethische Rechte fangen an ab einem *bestimmten* biologischen Zellkonglomerat: Bei Tieren. Denn (more…)

Betreibt der Berliner Senat & die DGE Hungerfolter gegen vegane Kinder?

5. April 2014

Dem aufmerksamen Betrachter ist nicht entgangen, dass der Wind sich gedreht hat. Nach einer Zeit wohlwollender Berichterstattung sogar in der bürgerlichen Presse wird manchen der Vegantrend wohl langsam unheimlich und die antiveganen Stimmen kommen wieder aus den Schatten, Spalten und Winkeln hervor, um sich als manische Priester wider die vegane Gefahr zu verdingen. Udo Pollmer zum Beispiel tingelt übers platte Land durch die Aulas der Kinder seiner tierverarbeitenden Verbündeten und warnt die Dorfjugend; der Remszeitung ist das wohl selbst etwas peinlich und vermarktet diesen Schulmissbrauch mit dem Feigenblatt der Satire… Im Deutschlandradio fallen von der veganen Mangelkost die Haare aus und die Autorin bekommt das große Kotzen (danke Michael), die Verbraucherzentrale warnt vor Salz und Fett bei McBurger veganer Fertigkost, und Mühlbauer von Telepolis dichtet die Skala journalistischer Integrität nach unten ab.

All dies ist pipifax gegen den Verdacht der institutionellen Diskriminierung (more…)

Killerveganer

2. März 2014

Instinktiv wissen die meisten Menschen, dass ohne gewisse ethische Grundsätze die Zivilisation nicht funktionieren würde. Dieses Wissen ist so alt, selbst sehr alte Wesen wie Fische haben ein Gespür dafür.

Killerveganer nach dem Frühstück by-nc-nd/2.0/ emersonquinn

Denn an sogenannten Putzerstationen dürfen Putzerfische sogar im Mund von Beutegreifern nach Parasiten suchen, ohne dass die Beutegreifer die Situation ausnutzen würden und den Putzerfisch runterschlucken, obwohl sie könnten. Die Fische beobachten sich auch gegenseitig ob diese stillschweigende Übereinkunft eingehalten wird, und diskriminieren gegen diejenigen, die gegen diese Regel verstoßen. (more…)

Eckhard Fuhr: „Die Autobahnpolizei euthanasiert Geisterfahrer!1!!“

1. Februar 2014

Halali, treue Mitveganer! Ich äste gerade ein Büschel Veganergras zu Mittag, als Zardoz hier einen Antiveganismus puitze.

In der „Welt“ geht Eckhard Fuhr mit schweren Bedenken dick, als Breitseite gegen Hilal Sezgin verpackt, kurz nachdem ich sie im Kommentar als eine wichtige Fürsprecherin der Tierrechte beschrieb, die die Bürgerlichen anspricht. Au weia.

Unabhängig davon, dass es sich hier wohl um einen zeitlichen Zufall handelt, möchte ich mir eine kurze Analyse zu Fuhrs Todesahnungen keinesfalls durch die Lappen gehen lassen.

Denn Tierrechte, so lost er, sollen zur Euthanasie führen. Fuhr spielt mit wenig bekannten Begrifflichkeiten wie Speziesismus und Tierethik, durch deren Abstraktheit das absurde für die meisten Leser verborgen bleibt. Im Prinzip sind Tierrechtler für Tierrechte, was Amnesty International für Menschenrechte ist.

Eckhard Fuhrs These ist also wie die Behauptung, Amnesty International sei verantwortlich für Diabetes.

Klingt bescheuert?

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Schuhmachers Unfall: Das Zombiekollektiv verzehrt sich nach einem Führer

1. Januar 2014

In Frankreich ist ein Multimillionär beim Skifahren hingefallen und hat sich weh getan. So weit so schlecht. Diese Randnotiz hat sich allerdings zur Lawine entwickelt, deren hysterische Ausmaße kritische Denker staunend und furchtsam zurück lässt. Angesichts der medialen Sirenen ist es fast verwunderlich, dass Silvester nicht abgesagt wurde, ein Staatstrauertag ausgerufen und Spendenkonten eingerichtet wurden wie für die armen Kinder in Afrika. Man muss doch irgendwas tun können, wie furchtbar! Es geht ihm so schlecht, er kann noch nicht einmal ausgeflogen werden nach Deutschland oder in die Schweiz, sondern muss vorerst im Dritte-Welt-Land Frankreich ausharren und hoffen auf etwas Besserung, dann aber hurtig zu richtigen Ärzten!

Ist diese Gesellschaft so dermaßen jeglicher Substanz beraubt, so durch und durch verseifenopert, die Lebensdarsteller darin so dermaßen abgestürzt, hinein in die Banalität ihrer konsumistischen Pseudo- und Funktionsexistenz, dass sie sich an einem tragischen Helden aufrichten muss? Jemand der sein Geld mit Werbeeinnahmen „verdient“ hat, weil er mit einem Explosionsmotor aus dem vorigen Jahrhundert im Kreis herum fährt?

Das landesweite Aufheulen der Betroffenheitsaktivisten lässt einem furchtsam zurück, weil die Speichellecker hier *nicht* heucheln. Sie sind wirklich (more…)

Methylcobalamin, verrecke. (Eine Polemik)

29. September 2013

Nein. Ich wollte mich wirklich nicht dazu äußern. Aber die Macht der veganen Dumpfbackenmafia und ihr aggressiver Internetarm hat Ausmaße erreicht, durch die sie inzwischen sofort jede Diskussion beeinflusst.



I shot the Methylcobalamin,
but I didn’t shoot the Cyanocobalamin…ooh yeah
Sean Huolihan: CC BY 2.0
Wikipedia: Public Domain

Wie alles dumme und böse im Veganismus, kommt auch die Wahnidee Cyano-B12 sei toxisch aus der Ecke der Natur-Esoteriker. SuperRTL-Gucker. Rohkostfritzen, Yogabewegte. Mittelalterverklärer. Steinzeitsehnsüchtige und Modernitätsfeinde. AfD-Wähler. Laufband-Pantheisten. Also genau diese ultranervige Borderlinebrut die dir ins Gesicht ohmmt und dir das Messer in den Rücken jagt. Chemisch-synthetisch-Sager. Diese Pseudosensiblen. Man könnte auch sagen, die Deppenveganer. Dumpfbackenmafia. Der intellektuelle Bodensatz der Veganschaft. Leute die den Unterschied nicht kennen zwischen Meinung und Fakt, These und Theorie. Gummidenker. Dummdreiste, die sich empört gegen Wahrheit wehren, und die Wahrheit für eine Meinung halten. Die in ihrer Realitätsschaumblase schwimmenden Allesrelativierer.

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Biolandwirtschaft: Geil auf Scheiße

27. September 2013

Ich halte die Bezeichung biovegane Landwirtschaft für etwas unglücklich, es klingt für meine Ohren wie „dieser Kuchen ist veganvegetarisch“. Warum nicht einfach vegan? Vegane Landwirtschaft ist meiner Ansicht nach ausreichend um die Prinzipien des veganen Landwirtschaftens zu umreißen. Denn trotz dieses, hm, Pleonasmus (nasses Wasser, kleiner Zwerg) haben die Befürworter der bioveganen Landwirtschaft ein Marketingproblem, denn sie reden quasi gegen eine Klowand.



Lauschig & Warm
Charlie Barnes: by-nc-2.0

Dass Landwirtschaft auch ohne Scheiße nicht nur möglich, sondern erfolgreich sein kann, ist in üblichen Landwirtschaftskreisen völlig undenkbar. Man fühlt sich zurückerinnert in die 1950er Jahre, wo die Menschen sogar Vegetarismus für unmöglich hielten, geschweige denn Veganismus.

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Paleo-Diät: Placebo für Gegenwartsflucht

16. April 2013

Als ich zuerst von der Paleo-Diät gehört habe, dachte ich, oh Raumzeit, das ist für Midlife-Krise gebeutelte Mann-zu-Mann-Transsexuelle, also Männer die Testosteron spritzen um männlicher zu werden, sich ne Harley kaufen und nach dem Job als Buchverkäufer in der Sachbuchabteilung in Lederkleidung beim Rockerclub ein paar Bierchen zischen. Bald, so fürchtete ich, würde man auch Loblieder von postmuslimischen Hodenrappern auf Youtube zu Ehren des Fleischverzehrs in Steinzeitmanier zu hören bekommen. Ich ficke deine Mutter du Hurensohn und brate mir ein Steinzeitschnitzel:-) Oder so. Mal so wieder richtig Mann sein, wie die Vorbilder aus der Zeit ohne Parkuhr. Bitte!

cc:by-nc-sa/2.0/deed.en: NeuroWhoa
Vorbild Steinzeit
cc:by-nc-sa/2.0/deed.en: NeuroWhoa

Aber es gibt offensichtlich (mittlerweile)  auch genug bekloppte Frauen, denn nachdem die Atkins-Diät (explizite Aufnahme von Tierischem) nach zeitigem Ableben des Gurus in der Bedeutungslosigkeit verschwand, fanden die Drohnen alsbald eine neue friss-soviel-Fleisch-wie-du-willst-Diät, die Paleo-Diät. Wenig überraschend scheint es so, als ob der Trend auch unter bisher als vegan firmierenden Rohköstlern Fuß fassen würde.

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Skandal !!1! Vegane Kuchenfee hat Sex mit Zombie-Nazi !1!1

2. Dezember 2012

Auf der indischen Medienplattform Linksplattunten haben investigative Nachwuchs Schonnalisten herausgefunden, dass die vegane Kuchenfee Kim K. ihre Vulva nicht nur zum Pipi machen benutzt, sondern damit auch Sex mit Nazis, Zombies und Tätowierten hat, die vermutlich ihren Penis da hineintun!

CC BY 2.0 Bill Oberst Jr
Beweisaufnahme SOKO „KK“
CC BY 2.0 : Bill Oberst Jr / Ava Odoéména

Inhaltlich habe ich den Text erst gar nicht begriffen, ich war total abgelenkt von den rattenscharfen, eisprungauslösenden Fotos junger, nackter Muskeloberkörper, dachte erst es handelt sich um einen erotischen Text in DU&ICH.

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Wahnwettervorhersage: Gluten

11. August 2012

Vor etwa einem Jahr lief ich durch einen Biomarkt einer Berliner Biomarktkette und bemerkte, was heißt bemerkte – wurde erschlagend konfrontiert mit unzähligen Etiketten die über die Regale hinausragten. Überall! Der ganze Laden war übersät mit erigiert wirkenden Hinweisschildern, die horizontal in die Gänge ragend nach Aufmerksamkeit schrien und alles andere im Geschäft übertönten.

Prais Seitan by sharynmorrow
„Praise Seitan“ – ccbysanc:sharynmorrow

Es sah aus, als hätte sich über Nacht jemand mit Zwangsstörung ausgetobt und alle Produkte mit ungeraden Haltbarkeitsdaten markiert. (Falls das mal jemand vorhat, ich bin dabei:-)

Zu meinem großen Erstaunen handelte es sich nicht um eine super Angebotswoche mit Preisknüllern, oder gar vegan, auf den Etiketten stand glutenfrei.

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Brechende News: Die veganischalistische Ernährung führt zu einem grausamen Tod!1!!

9. Juli 2011

Der chinesische Superforscher Duo Li hat herausgefunden, dass Menschen die fanatisch auf alles lebendige verzichten, sich also veganistoschalisch ernähren, mit jedem Biss in den Apfel ein wenig kränker werden und Kopf-, Anus-, Hoden-, und Eierstockkrebs bekommen. Außerdem schädigt die veganischumbalische Ernährung die Gefäße. Wer also früher dachte, die blutunterlaufenen Augen kommen von der missionarischen Hungeraggression, weiß heute: Die Augenäderchen sind wegen CHOLESTERINMANGEL geplatzt.

Schimmelbrötchen
Was Veganer essen: Beispiel Tofu
( CC-BY-NC-ND/2.0 : jaboobie )

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