Der B12-Schock des deutschen Veganismus und seine Nutznießer

Die vegane Szene in Deutschland ist sehr heterogen, allerdings kommt eine große Gruppe der Veganer hierzulande aus dem linksgrünen Spektrum mit sehr vielen „Gaia-Esoterikern“ und Neopantheisten. Also Menschen die in die Mathematik physikalischer Prozesse Phantasiebilder einer Natur und Natürlichkeit zeichnen, die nicht nur im Widerspruch zu der elektronisch vernetzten, postmodernen Alltagsrealität steht, sondern die auf eine naiv-nervige Weise der Dreamworld der Aborigines entlehnt scheint.

Wenn diese Gruppe Veganer für den Veganismus und in dem Kontext für vegane Ernährung argumentiert, kommen immer wieder Schlagwörter zum Vorschein wie Natürlichkeit und schwer belegbare Behauptungen, wie z. B. dass vegane Ernährung die „natürliche“ Ernährung des Menschen sei.

Fakt aber ist, der Mensch ist ein Allesfresser, und auch Veganer sind Allesfresser. Gerade *weil* der Mensch Allesfresser *ist*, kann er sich ja problemlos vegan ernähren. Schließlich bedeutet alles fressen *können* nicht alles fressen *müssen*. Auch seine Hände kann man dazu benutzen, ein Haus zu bauen oder ein Kind zu schlagen. Niemand würde versuchen Gewalt gegen Kinder zu rechtfertigen, weil die Hände es ermöglichen jemanden zu schlagen.

Menschen die sich ideologisch in Symbol- und Placebowelten versteigen wie Ideen über „Natürlichkeit“, und versuchen daraus zu argumentieren, knallen, das ist nur eine Frage der Zeit, sehr heftig mit einer Realität zusammen.

Ein solch herber Realitätstest stellte die Vitamin B12-Kontroverse dar, welche für Veganer aus der Mutter-Erde-Ecke eine kaum zu überwindende Hürde darstellte und darstellt, denn das Klientel ist nicht selten beratungsresistent.

Vitamin B12, CC:HouseOfSims, Link im Foto

Vitamin B12 wird durch Bakterien gebildet, und zwar auch das Vitamin B12 welches in tierbasierten Nahrungsmitteln vorkommt. Zum Beispiel vergären diese Bakterien im Pansen der Kuh mit das Gras, scheiden dort B12 aus und über den Verdauungsapparat gelangt es dann in die Blutbahn. Auch beim Menschen sitzen B12-bildende Bakterien im Verdauungstrakt, allerdings im Dickdarm und von dort findet keine Aufnahme in den Blutkreislauf statt, das ist Aufgabe des Dünndarms und der ist steril.

Für menschliche vegane Ernährung muss B12 über Gärmethoden hergestellt werden und in die Ernährung eingebracht, denn in Pflanzen, Pilzen, Hefen, Algen kommt es nicht, und schon gar nicht in nennenswerten Mengen vor. Natur betonte Veganer, anstatt diese Realität zur Kenntnis zu nehmen, winden sich oft in seltsamen Argumenten wie z. B. dass die Ernährung heute „zu hygienisch“ sei und früher durch Verschmutzung B12-bildende Bakterien in nicht tierbasierter Nahrung anwesend gewesen sei. Belastbare Quellen gibt es für diese Behauptungen nicht.

Eigentlich wäre das ja aber überhaupt kein Problem, denn schon in den 1950ern hat der Gärexperte Professor Bärwald aus Berlin nachgewiesen, dass mit einer besonderen Gärmethode B12 in veganen Nahrungsmitteln wie Gemüsesäfte oder Sojamilch fermentiert werden kann.

Diese Methode hat sich zur Herstellung Vitamin B12-haltiger Lebensmittel aber nicht durchgesetzt, denn extrahiertes B12 in Reinform, also das selbe B12 welches in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist, wird massenhaft und billig hergestellt und in gesäuberter Reinform verkauft als Supplement oder als Anreicherung in Lebensmitteln wie Sojamilch zugesetzt.

Für Natürlichkeitsveganer erschließt sich dieser Zusammenhang jedoch überhaupt nicht, der *Glaube* dass vegane Ernährung *perfekt* sei, und zwar in ihrer primitivsten Ausführung, also die Projektion des Garten Edens auf den Veganismus und somit die Zurichtung einer säkularen, ethischen Orthodoxie als trojanisches Pferd für religiöse Zerrbilder, dieser Glaube ist durch die Nichtanwesenheit von Vitamin B12 ohne menschliche Manipulation schwer erschüttert.

Seltsamerweise gelten die gleichen Parameter nicht für Dinge wie Hefe, Brot backen, das in seiner Logistik hochkomplexe Netzwerk der Nahrungsfernversorgung, der Traktor auf dem Acker und die Beleuchtung im Biosupermarkt; all diese Realitäten blendet der Natürlichkeitsveganer komplett aus und ergibt sich zitternd und wimmernd dem B12-Schock.

Und da diese… „Gesinnungsausrichtung“ oft in Personalunion mit Beratungsresistenz einher geht, verpuffen Versuche den Sachverhalt -und zwar den Sachverhalt der Denkblockade- aufzuklären sehr oft völlig ohne Wirkung.

Denn vor dem geistigen Auge rotiert das Nahrungsergänzungsmittel, welches also zwingender Bestandteil der veganen Ernährung ist und an dieser Rotation des kleinen Plastikdöschen prallt jede Aufklärung und somit Emanzipation ab.

Die Vitamin B12 Kontroverse hat sich daraufhin in „naturnahen“ Kreisen memhaft als „Makel des Veganismus“ ausgebreitet und macht diese Veganer damit natürlich äußerst verwundbar für antivegane Propaganda die selbstverständlich genau da ansetzt.

Professor Bärwald ist übrigens ein sehr intelligenter und vitaler Mann, seines Zeichens nicht nur Gärexperte sondern auch Ingenieur, der gerne bereit wäre seine Methode weiter zu geben, aber Natürlichkeitsveganer scheinen gar nicht wirklich an der Lösung ihres Problems interessiert.

Ihres Problems, denn für emanzipierte Veganer existiert kein B12 Problem, da die Integration von reinem B12 als Nahrungsergänzungsmittel weder eine psychologische Hürde noch einen Makel für den Veganismus darstellt. Schließlich wird auch dieses B12 über bakterielle Gärung hergestellt, und für die Qualität ist es belanglos ob diese Bakterien in einem Kuhmagen oder Fermentkessel sind.

Im Gegenteil, B12 in Reinform wie es in Nahrungsergänzungmitteln oder angereichert in veganen Lebensmitteln vorkommt, hat den Vorteil dass es nicht mit Proteinen verklebt ist und so nicht abhängig ist von Faktoren im Magen, es steht dem Körper also immer zur Verfügung. Das ist bei B12 in tierbasierten Nahrungsmitteln nicht der Fall, ein Grund warum viele ältere Nichtveganer an B12 Mangel leiden ist das Fehlen dieser als intrinsischer Faktor bezeichneten Voraussetzung für die Aufnahme des tierbasierten B12s in den Blutkreislauf. Dieser Faktor baut im Alter oft ab und so kommt es bei älteren Nichtveganern zu B12-Mangelzuständen obwohl sie über tierbasierte Nahrung eigentlich genug B12 haben müssten.

Als soziale Bewegung wird sich der Veganismus in Deutschland nur etablieren und verbreiten können, wenn Selbstaufklärung und Emanzipation über Natur-Esoteriken und Dreamworld-Zustände aller Couleur dominieren, denn letztere haben gegen die säurehaltige Schlachthauswelt der Antiveganer nicht die geringste Immunität, sondern lösen sich umgehend und zischend darin auf.

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17 Antworten to “Der B12-Schock des deutschen Veganismus und seine Nutznießer”

  1. maro Says:

    divide e impera oder teile und herrsche ist ein altes römisch faschistisches doktrin und zwar nicht das geld und die nahrungsmittel miteinander teilen, sondern das volk oder eine gruppe zu teilen ist der sinn. Und genau das möchte ich nicht, weshalb mir alle veganer gleich lieb sind, ob sie aus der linken alternativen oder aus dem mainstream sind, oder wie soll mensch die andern nennen ? Ob sie supplementieren oder nicht und wie sie darüber denken ist wohl ein unterschied, aber keine abgrenzung für mich. Ich mag sie alle, aber die einen eben mehr als die andern. Auf alle fälle bin ich mir bewusst, dass die allermeisten sich bemühen etwas zur verbesserung dieser welt beizutragen durch entisches handeln und mithelfen das leiden der tiere (und auch der menschen) damit zu reduzieren. Es gibt aber auch solche die es nur für ihr körperliches wohlergehen und für ihre sportliche leistung machen.
    Ich komme auch gut aus mit vegan lebenden menschen die nicht supplementieren und denke, dass sie für ihr leben selbst verantwortlich sind und fühle mich durch ihren wunsch nicht zu supplementieren nicht gestört oder provoziert. So sehe ich das.

    Im titel dieses beitrags steht „und seine nutzniesser“. Doch wer davon nutzen hat finde ich im beitrag selbst nicht erwähnt, dass es aber nutzniesser (an der b12 diskussion) gibt, sehe ich schon, aber davon ein anderes mal.

    Ob menschen herbivoren oder omnivoren sind, scheint mir letzlich noch nicht ganz klar zu sein. Aber es spielt für mich auch keine rolle, oder es ist für mich nicht massgebend oder ausschlaggebend in der diskussion vegan zu leben und sich pflanzlich zu ernähren. Der ursprung für mein veganes sein ist mitgefühl (compassion) mit tieren (und menschen) und die ethik.

    • Ava Odoemena Says:

      divide e impera oder teile und herrsche ist ein altes römisch faschistisches doktrin

      *nerv* Eigentlich wäre damit schon die Debatte beendet, mach dich mal über Godwin schlau, damit du dich nächstes mal nicht gleich in Zeile Eins so blamierst.

      und zwar nicht das geld und die nahrungsmittel miteinander teilen, sondern das volk oder eine gruppe zu teilen ist der sinn. Und genau das möchte ich nicht, weshalb mir alle veganer gleich lieb sind, ob sie aus der linken alternativen oder aus dem mainstream sind, oder wie soll mensch die andern nennen ?

      Es sind es doch aber oft gerade Veganer aus dem linken Spektrum die den Veganismus nutzen um die eine oder andere Ideologie einzuklinken und somit einen teilenden Keil in die vegane Bewegung zu treiben. Das gibt es auch von Rechts. Wenn du wirklich glaubst die Kritik daran sei faschistoid dann bist du ein dummer Mensch.

      Ob sie supplementieren oder nicht und wie sie darüber denken ist wohl ein unterschied, aber keine abgrenzung für mich. Ich mag sie alle, aber die einen eben mehr als die andern. Auf alle fälle bin ich mir bewusst, dass die allermeisten sich bemühen etwas zur verbesserung dieser welt beizutragen durch entisches handeln und mithelfen das leiden der tiere (und auch der menschen) damit zu reduzieren. Es gibt aber auch solche die es nur für ihr körperliches wohlergehen und für ihre sportliche leistung machen.

      Kann mit Allgemeinplätzen leider nichts anfangen. Ist wohl eine Vorbereitung für den nächsten Absatz?

      Ich komme auch gut aus mit vegan lebenden menschen die nicht supplementieren und denke, dass sie für ihr leben selbst verantwortlich sind und fühle mich durch ihren wunsch nicht zu supplementieren nicht gestört oder provoziert. So sehe ich das.

      Bingo. Sehe das anders, denn wer sich den Grundkenntnissen veganer Ernährung verweigert und dadurch völlig vermeidbare gesundheitliche Nachteile für sich produziert, der schadet dem Veganismus selbstverständlich wie die große Verzehrstudie so deutlich unter Beweis stellte. Veganer scheiterten darin alleine an erhöhten Homocysteinspiegeln, ergo an Vitamin B12 Mangel. Für mich ist allerdings die Studie rein deshalb fehlerhaft, weil sie B12-Verweigerer zum veganen Maßstab macht an dem dann alle anderen gemessen werden. Fair wäre es gewesen, Veganer in zwei Gruppen zu trennen: Verünftige und B12-Verweigerer. Toleranz bedeutet doch nicht, jedes Fehlverhalten von Seiten der B12-Verweigerer kommentarlos hinzunehmen. Für die „Natürlichkeitsvegane“ gäbe es schließlich eine Möglichkeit mit der Methode von Professor Bärwald, B12 ganz einfach zu verweigern ist in etwa so irrational wie die Luft anzuhalten.

      Im titel dieses beitrags steht „und seine nutzniesser“. Doch wer davon nutzen hat finde ich im beitrag selbst nicht erwähnt, dass es aber nutzniesser (an der b12 diskussion) gibt, sehe ich schon, aber davon ein anderes mal.

      Doch, steht doch da. Antiveganer freuen sich tierisch (pun intended) über jeden Veganer mit Mangelerscheinung. Der Haupthebel gegen den Veganismus ist die Konstruktion von veganer Ernährung als mangelhaft. Jeder der sich dem Thema B12 verweigert und dadurch einen Mangel entwickelt ist Wasser auf die Mühlen der Antiveganer. Und bitte erspare mir die übliche Litanei von der Verschwörug der Pharmaindustrie.

      Ob menschen herbivoren oder omnivoren sind, scheint mir letzlich noch nicht ganz klar zu sein.

      Menschen die sich omnivor ernähren können über 100 Jahre alt werden, darüber hinaus spricht einfach die Epidemiologie für den Fakt, dass Menschen omnivor sind. Aber: Nur weil wir alles fressen können, bedeutet das schließlich nicht dass wir alles fressen müssen. Auch Hände können benutzt werden um entweder ein Haus zu bauen oder ein Kind zu erwürgen. Nur das Vorhandensein und die Fähigkeiten mit Händen die Umwelt zu manipulieren ist halt noch lange keine Rechtfertigung ethische Grenzverletzungen zu begehen.

      Aber es spielt für mich auch keine rolle, oder es ist für mich nicht massgebend oder ausschlaggebend in der diskussion vegan zu leben und sich pflanzlich zu ernähren. Der ursprung für mein veganes sein ist mitgefühl (compassion) mit tieren (und menschen) und die ethik.

      Da sind wir mal gleicher Meinung..

  2. maro Says:

    danke für „dumer mensch“ gleichfalls an dich

  3. Vegane Ernährung in 10 Punkten: Ein Crashkurs « Veganes Auge Says:

    […] haben. Obwohl eine Methode besteht die B12 in veganen Lebensmitteln fermentieren kann, erwähnt hier im Blog, konnte die sich nie durchsetzen weil B12 in Reinform, also das was auch in Supplementen […]

  4. Vitamin B12 und Professor Bärwald, die unterschätzte Bedeutung « Veganes Auge Says:

    […] bioaktives, also „gutes“ B12 bakteriell fermentierte. Veganes Auge hatte sich schon früher damit beschäftigt, aber die tragende Bedeutung peripherierte bisher unterhalb des […]

  5. Veganes Leben im gesellschaftlichen Mainstream « Says:

    […] dass diese Nahrungszusammensetzung zwingend erforderlich wäre. Verkürzt könnte man sagen: Gerade weil der Mensch ein Alles(fr)esser ist, ist es ihm möglich, sich auch frei von tierischen Produkten zu […]

  6. freeyourmind Says:

    Nun pauschalisiere mal nicht ‚links‘. Bei libertären Vorstellungen gibt es auch ein Spektrum; niemand würde auf Nachfrage ‚die Linke‘ mit Anarchisten gleichsetzen.
    Esoteriker und andere Feinde der Logik haben mit Freiheit und Emanzipation nichts zu tun.
    Das ‚linksgrüne Spektrum‘, welches das nicht weiter diversifizierte ‚linke‘ Element enthält, meint bei dir nichts weiter als Anhänger esoterischer und irrationaler Paradigmen wie der weltfremden Naturalismusideologie.

    Generell sind ‚links‘ und ‚rechts‘ keine wissenschaftlichen Terme, da allzu schwammig.

    • Ava Odoémena Says:

      ich stimme dir ja im prinzip zu, nur „fühlen“ sich die steinzeit-esoteriker und himalaya-salz verwender dem gesellschaftlichen spektrum zugehörig, das als ökolinksgrün wahrgenommen wird. ich nehme eigentlich keine zuweisung vor, sondern mache eine beobachtung. interessant aber, dass auch die linken nicht bei sich aufnehmen wollen. mit recht, denn viele von den natur-esoterikern haben eine dünne ökofassade, dahinter gehts streng (klein)bürgerlich und sozialdarwinistisch zu.

  7. Goldschatz Says:

    Wow…ich finde es bemerkenswert, wie stark du in Schubladen denkst. Du behauptest DInge über die „vegane Szene“ zu wissen und kannst sie nicht einmal untermauern.
    woher nimmst du dein Wissen? Wirfst mit Begriffen um dich ….und raus kommt noch nicht mal eine konstruktive Kritik. Nein, im Gegenteil, Leute, die Kritik an deiner Ansicht aüßern sind „dumm“.

    „Menschen die sich ideologisch in Symbol- und Placebowelten versteigen wie Ideen über “Natürlichkeit”, und versuchen daraus zu argumentieren, knallen, das ist nur eine Frage der Zeit, sehr heftig mit einer Realität zusammen.“

    Wenn du deine Überheblichkeit, die in deinem Beitrag deutlich heruaszuhören ist, so im Leben auch weiter lebst, dann, um es in deinen Worten zu sagen, wirst du, das ist nur eine Frage der Zeit, sehr heftig mit der Realität zusammenknallen.

    Die Art und Weise wie du über andere urteilst mag ich nicht, sie ist respektlos und beleidigend. Das du eine andere Meinung hast ist ja auch okay. Aber bedenke, deine Meinung ist auch nur eine Meinung, nicht Realität und auch wenn du glaubst recht zu haben, weil dein Verstand dir sagt, dass das logisch ist oder „Vernünftig“,heißt es nicht das es wirklich so ist. Der Verstand hat die Eigenschaft uns glauben zu lassen, dass wir recht haben.

    „Ein solch herber Realitätstest stellte die Vitamin B12-Kontroverse dar, welche für Veganer aus der Mutter-Erde-Ecke eine kaum zu überwindende Hürde darstellte und darstellt, denn das Klientel ist nicht selten beratungsresistent.“

    Ich weiß nicht mit welchem Veganer du zusammengetroffen bist, um so ein schlechtes Bild von Veganern zu haben, aber anscheinend hast du dir ziemlich die Zähne ausgebissen, mit deiner doch so logischen Meinung zu „beraten“.

    „Für menschliche vegane Ernährung muss B12 über Gärmethoden hergestellt werden und in die Ernährung eingebracht, denn in Pflanzen, Pilzen, Hefen, Algen kommt es nicht, und schon gar nicht in nennenswerten Mengen vor. “
    Kannst du deine Behauptung mit eine Studie oder ähnlichem untermauern? Woher nimmst du dein Wissen?

    „Natur betonte Veganer, anstatt diese Realität zur Kenntnis zu nehmen, winden sich oft in seltsamen Argumenten wie z. B. dass die Ernährung heute “zu hygienisch” sei und früher durch Verschmutzung B12-bildende Bakterien in nicht tierbasierter Nahrung anwesend gewesen sei. Belastbare Quellen gibt es für diese Behauptungen nicht.“

    Entweder spricht du über „natur betonte Veganer“ als eine konkrete Ansicht oder und das vermute ich eher als eine Gruppe, die du mit all ihren „Mitgliedern“ in eine Schublade steckst. Schwarz-Weiß-Denken nennt man das. Und das führst du noch weiter fort….

    „Für Natürlichkeitsveganer erschließt sich dieser Zusammenhang jedoch überhaupt nicht, der *Glaube* dass vegane Ernährung *perfekt* sei…“

    „Seltsamerweise gelten die gleichen Parameter nicht für Dinge wie Hefe, Brot backen, das in seiner Logistik hochkomplexe Netzwerk der Nahrungsfernversorgung, der Traktor auf dem Acker und die Beleuchtung im Biosupermarkt; all diese Realitäten blendet der Natürlichkeitsveganer komplett aus und ergibt sich zitternd und wimmernd dem B12-Schock.“

    Du behandelst den *Natürlichkeitsveganer* wie ein Archetypen. Es handelt sich heirbei aber um eine Gruppe mit mehren Menschen ber die du heir anscheinend allwissend bist.

    „aber Natürlichkeitsveganer scheinen gar nicht wirklich an der Lösung ihres Problems interessiert.“

    „Sie“ sind nicht an der Lösung eines Problems interessiert, weil sie aus ihrer Sicht keines haben.

    „emanzipierte“ Veganer sind dann also die Veganer, die deine Ansicht teilen, dass B12 im Veganismus ein Problem sei, die „Vernünftigen“.

    Ich bin gespannt, wie du auf meine Kritik an deinem Kommentar reagierst.

    • Ava Odoémena Says:

      Wow…ich finde es bemerkenswert, wie stark du in Schubladen denkst. Du behauptest DInge über die “vegane Szene” zu wissen und kannst sie nicht einmal untermauern.
      woher nimmst du dein Wissen? Wirfst mit Begriffen um dich ….und raus kommt noch nicht mal eine konstruktive Kritik. Nein, im Gegenteil, Leute, die Kritik an deiner Ansicht aüßern sind “dumm”.

      gleich als einstieg ein allgemeinplatz, das kann ja heiter werden. na mal schauen…

      “Menschen die sich ideologisch in Symbol- und Placebowelten versteigen wie Ideen über “Natürlichkeit”, und versuchen daraus zu argumentieren, knallen, das ist nur eine Frage der Zeit, sehr heftig mit einer Realität zusammen.”

      Wenn du deine Überheblichkeit, die in deinem Beitrag deutlich heruaszuhören ist, so im Leben auch weiter lebst, dann, um es in deinen Worten zu sagen, wirst du, das ist nur eine Frage der Zeit, sehr heftig mit der Realität zusammenknallen.

      allgemeinplatz zwei… seufz. du kritisierst also, als selbsterwählte erziehungsnanny, die form. na dann bin ich doch schon mal froh, dass wir uns hier nicht um inhalte zu kümmern brauchen *augenroll*.

      Die Art und Weise wie du über andere urteilst mag ich nicht, sie ist respektlos und beleidigend. Das du eine andere Meinung hast ist ja auch okay. Aber bedenke, deine Meinung ist auch nur eine Meinung, nicht Realität und auch wenn du glaubst recht zu haben, weil dein Verstand dir sagt, dass das logisch ist oder “Vernünftig”,heißt es nicht das es wirklich so ist. Der Verstand hat die Eigenschaft uns glauben zu lassen, dass wir recht haben.

      allgemeinplatz 3. und entschuldige mal, aber die naturtruppe ist nunmal dumm. sie verkrüppelt ihren nachwuchs, dem sie b12-hunger zumutet, und sucht b12, ein vitamin das von bakterien produziert wird in pflanzen. und ich betreibe hier explizit einen blog, um meine meinung zu äußern, was denn sonst? und hier werden dumme nicht zwangsharmonisiert und mit heuchlerischem „respekt“ verlogen eingemeindet (um danach rücklings erstochen zu werden wie das in der kommune der plüschfreundlichen so üblich ist, sondern auf veganes auge werden polemisch alle zustände kritisiert, die dem veganismus im wege stehen. ganz egal welche etiketten da auf der stirn pappen.

      Ich weiß nicht mit welchem Veganer du zusammengetroffen bist,

      aber *ich* weiss mit welchen mitgliedern der naturtruppe *ich* zusammengetroffen bin.

      um so ein schlechtes Bild von Veganern zu haben,

      ah, zwar etwas eklig der versuch, mich als außenstehende des veganismus zu konstruieren, aber nach dem schwall aus allgemeinplätzen fast schon erfrischend dieser ansatz aus manipulativer intelligenz. ich habe kein schlechtes bild von veganern, ich habe nur ein schlechtes bild von den idioten aus der naturtruppe. warum das so ist, das wird auf diesem blog ja nun wohl zu genüge ausgeleuchtet. ob das überhaupt veganer sind, das ist eine philosophische frage. denn wer sich selbst oder anderen gewalt zufügt, ist meiner meinung nach kein veganer. b12-verweigerung ist so eine art „ritzen“, bei der vegane ernährung die rolle der rasierklinge spielt.

      aber anscheinend hast du dir ziemlich die Zähne ausgebissen, mit deiner doch so logischen Meinung zu “beraten”.

      nee, ich hatte einfach keine lust mehr gegen windmühlen anzukämpfen. ich kümmere mich jetzt halt um die, die ernsthaft an einer echten veganen lebensweise interessiert sind, und keine versch(r)obenen steinzeit-romantiker, die noch nicht mal ihre banalsten ideosynkrasien im griff haben, wie z. b. die steinzeitliebe ausgerechnet über das internet zu verbreiten. wer dreck von möhren ableckt, um an „natürliches“ b12 zu kommen, der muss sich natürlich schon fragen lassen warum er über einen internetzugang verfügt.

      “Für menschliche vegane Ernährung muss B12 über Gärmethoden hergestellt werden und in die Ernährung eingebracht, denn in Pflanzen, Pilzen, Hefen, Algen kommt es nicht, und schon gar nicht in nennenswerten Mengen vor. ”

      Kannst du deine Behauptung mit eine Studie oder ähnlichem untermauern? Woher nimmst du dein Wissen?

      hiermit scheitert dann auch der versuch, manipulierende intelligenz anzuwenden, da du von der materie offensichtlich nicht die geringste ahnung hast, und dir noch nicht einmal die mühe gemacht hast, zu recherchieren was die fakten zu b12 sind. stattdessen forderst du von mir, zu beweisen dass die erde keine scheibe ist.

      nein! so läuft das nicht! wer gegen den etablierten, wissenschaftlichen status quo argumentiert, *der* muss die beweise anschleppen.

      Entweder spricht du über “natur betonte Veganer” als eine konkrete Ansicht oder und das vermute ich eher als eine Gruppe, die du mit all ihren “Mitgliedern” in eine Schublade steckst. Schwarz-Weiß-Denken nennt man das. Und das führst du noch weiter fort….

      die titel die ich austeile sind doch scheiß egal. es geht um inhalte und somit um verhaltensweisen. ich kritisiere menschen, die ideologisch zu verbohrt sind, so etwas einfaches zu bewerkstelligen wie eine adäquate, vegane ernährung.

      ich liefere sogar eine lösung für deren dilemma! sollen sie doch ihr natur-b12 bekommen und mit der bärwald-methode b12 natürlich fermentieren. von mir aus können sie dann auch aus romantischen gründen etwas erde hineinkippen, dann können sie mutter erde endlich mal so richtig von innen spüren:-)) ok das war jetzt nutzlos, aber lustig:-)

      Du behandelst den *Natürlichkeitsveganer* wie ein Archetypen. Es handelt sich heirbei aber um eine Gruppe mit mehren Menschen ber die du heir anscheinend allwissend bist.

      man braucht nicht allwissend zu sein, um darüber den kopf zu schütteln, dass b12-verweigerer dem veganismus großen schaden zufügen.

      “Sie” sind nicht an der Lösung eines Problems interessiert, weil sie aus ihrer Sicht keines haben.

      genau meine rede… wir haben es mit einem handfesten wahn zu tun.

      “emanzipierte” Veganer sind dann also die Veganer, die deine Ansicht teilen, dass B12 im Veganismus ein Problem sei, die “Vernünftigen”.

      nein, die vernüftigen haben eben kein problem mit b12, die haben erkannt, dass man eine kuh nicht als fermentkessel für b12 missbrauchen darf, ergo kaufen sie b12 welches in einem fermentkessel hergestellt wurde.

      Ich bin gespannt, wie du auf meine Kritik an deinem Kommentar reagierst.

      mit einer mischung aus leichtem gähnen und genervt sein. da ja völlig klar ist, welche seite *du* vertrittst.

      • Goldschatz Says:

        Naja, so eine Antwort hatte ich irgenwie schon erwartet.

        Du kannst mit Kritik ja sehr schlecht umgehen. Bessere Antworten als „allgemeinplatz“ fallen dir ja nicht ein. Und gerade so jemand spricht von anderen als „dumm“.

        „gleich als einstieg ein allgemeinplatz, das kann ja heiter werden. na mal schauen…“
        „allgemeinplatz zwei… seufz. du kritisierst also, als selbsterwählte erziehungsnanny, die form. na dann bin ich doch schon mal froh, dass wir uns hier nicht um inhalte zu kümmern brauchen *augenroll*.“

        Ja, definitiv, du bist ein Zyniker wie aus dem Wörterbuch. Allein mit Spott kannst du auf eine Kritik reagieren. Was wohl hinter der Fassade steckt? Und ja, dass soll jetzt „manipulativ intelligent“ sein

        „und ich betreibe hier explizit einen blog, um meine meinung zu äußern, was denn sonst? und hier werden dumme nicht zwangsharmonisiert und mit heuchlerischem “respekt” verlogen eingemeindet (um danach rücklings erstochen zu werden wie das in der kommune der plüschfreundlichen so üblich ist, sondern auf veganes auge werden polemisch alle zustände kritisiert, die dem veganismus im wege stehen. ganz egal welche etiketten da auf der stirn pappen. “

        Wenigestens bist du da ehrlich. Aber richtiger Respekt ist nicht heuchlerisch, es geht dabei darum Gefühle nicht zu verletzten, sie nicht zu beleidigen, besonders nicht aus dem Grund weil man eine andere Meinung hat. Es wundert mich nicht, dass du bei deinen „Naturveganers“ nicht weiter gekommen bist. Du hast doch nicht wirklich geglaubt, dass jemand auf deine Meinung eingeht, wenn du sie so verbal angreifst? Und wenn man eben nicht die Fähigkeit hat eine anständige Meinungsverschiedenheit auszutragen, da sagt man einfach die anderen sind dumm. Du machst es dir einfach.

        „ah, zwar etwas eklig der versuch, mich als außenstehende des veganismus zu konstruieren, aber nach dem schwall aus allgemeinplätzen fast schon erfrischend dieser ansatz aus manipulativer intelligenz.“

        blahblahblah…spott…blahblahblah…spott. Anders weißt du dir wohl nicht zu helfen.

        „hiermit scheitert dann auch der versuch, manipulierende intelligenz anzuwenden, da du von der materie offensichtlich nicht die geringste ahnung hast, und dir noch nicht einmal die mühe gemacht hast, zu recherchieren was die fakten zu b12 sind. stattdessen forderst du von mir, zu beweisen dass die erde keine scheibe ist.“

        Doch, sehr wohl habe ich davon Ahnung.

        „nein! so läuft das nicht! wer gegen den etablierten, wissenschaftlichen status quo argumentiert, *der* muss die beweise anschleppen. “

        Das ist jetzt wirklich schon lächerlich. Du denkst tatsächlich, dass deine Behauptung, dass „Für menschliche vegane Ernährung (muss) B12 über Gärmethoden hergestellt und in die Ernährung eingebracht werden muss, denn in Pflanzen, Pilzen, Hefen, Algen kommt es nicht, und schon gar nicht in nennenswerten Mengen vor. ” ein etablierten, wissenschaftlichen status quo (!!!) hat. DAS musst du erstmal herleiten.
        Welchen Quellen hast entnommen, dass es so ist? Das interessiert mich wirklich.

        „Ich bin gespannt, wie du auf meine Kritik an deinem Kommentar reagierst.“

        „mit einer mischung aus leichtem gähnen und genervt sein. da ja völlig klar ist, welche seite *du* vertrittst.“

        Mal wieder Spott…*gähn*. Ach dann kläre mich mal auf, welche Seite ich vertrete.
        Kleiner Tipp: Nur weil man einen Standpunkt versteht, heißt das nicht das man diesen auch vertritt.

      • Ava Odoémena Says:

        sag mal, was willst du eigentlich? außer stänkern jetzt? mach doch mal eine einzige inhaltliche ansage. alle fakten zu b12 sind hinlänglich bekannt, seit jahrzehnten. dagegen zu argumentieren völlig sinnlos. und ich glaube das weißt du auch, denn sonst würdest du dich nicht so an meiner person aufreiben sondern mal anfangen, etwas zu sagen.

  8. Sunny Heinke Says:

    Hey,

    hab wirklich Interesse daran ein Getränk zu vermarkten welches aktives Vitamin B12 an wem auch immer liefert. Ich lebe selbst vegan und stehe mal so gar nicht auf supplementierung. Ich würde gerne dabei 2 Fliegen mir einer Klappe erlegen: Gesundheit und Kohle :þ

    Falls jemand einen Tipp dazu hat bitte Mailen…

    antiplastik@gmx.de

    Greetz
    Sunny Jamo

    PS.
    Dr. Bärwald und einen Professor der Uni Hamburg hab ich schon angeschrieben und warte noch auf eine Antwort…

    PPS.
    Echt lustig was in diesem Zusammenhang hier los ist^^

  9. Uta Says:

    Was ist dein Problem? Lass‘ die Menschen doch essen wie sie wollen. Deine „Antinummer“ empfinde ich als genauso nervig. Es gibt viel Gründe für Veganismus-nicht nur schein-religiöse und moralische, sondern z.B. auch den handfesten Grund, dass über 50% der CO2 Gase weltweit durch Massentierhaltung entsteht. Die Veganer bemühen sich darum, dass sich was in der immer weiter verkommenden Industrialisierung unserer Nahrung was tut. Ich finde, daran ist erstmal nichts falsches. Außerdem hält Vegetarismus und Veganismus auch in völlig normalen Haushalten ohne schwarze Kleidung, Tunnelohrring, Piercing und knallig gefärbten Haaren (wobei ich mich auch da frage: wo ist das Problem?) Es lohnt sich, sich weniger mit Klischees als mit Inhalten zu befassen. Wenn man das nämlich tut, gibt es viele Gründe für einen veganen Lebensstil, Vitamin B12 hin oder her.

  10. edna Says:

    Zuerst doch mal eine Frage: wer sind denn nun die Nutznießer aus dem B-12 Schock?
    (Ich kann in Ihrem Artikel leider keine Antwort auf diese Frage finden)

    Und ansonsten: ja, Sie haben Recht! Jedenfalls in meinem Fall!

    Ich lese in Ihrem Artikel die Verantwortlichkeit für Andere heraus. Und dass es unverantwortlich ist, wenn zum Beispiel Kinder von veganen Müttern erkranken, weil diese sich nicht richtig mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

    Aber das will ja auch keine Mutter! Keine Mutter macht das mit Absicht!

    Es gibt viele unterschiedliche Texte zu dem Thema. Und wenn man bestimmten Texten glaubt, kann man fehlgeleitet werden und glauben das der Bedarf anders gedeckt werden kann.
    Wer aus welchem Grund welchem Text glaubt ist individuell.

    „Natürlichkeit“ ist ein weiter Begriff und wird heutzutage schon nahezu inflationär gebraucht.
    Von daher kann man nicht jedem, der versucht „natürlich“ – was auch immer damit im konkreten Fall gemeint ist – zu leben, Unachtsamkeit hinsichtlich des B12 Themas vorwerfen.

    Leider lese ich das auch im Text. Hier werden – ja polemisch- Leute, die das Thema ignorieren gleichgesetzt mit , ich sag mal „naturverbunden Gaia-Esoterikern“.
    Ist das denn so? Sind nur Menschen dieser Schublade ignorant dem Thema gegenüber??? Und sind es aus dieser Schublade alle???

    Ok, aber darum geht es ja nicht. Es geht um die B12 Ignoranz.

    Ich persönlich lese die unterschiedlichsten Bücher und nehme auch viel an…lese aber auch weiter und versuche wirklich auch kritische Stimmen mit ein zu beziehen.

    Ich selbst lebe größtenteils vegan. Auch in der Schwangerschaft.
    Da habe ich aber auch wenn ich Heißhunger auf Fisch hatte Fisch gegessen.
    Nun ist mein Kind ein halbes Jahr alt und das Thema B12 steht wieder auf dem Tisch und ich werde supplementieren und meinem Kind auch vegetarische Kost anbieten.

    Ihr Artikel hat mich zuerst auch negativ angesprochen, weil es sehr offensichtlich in einer ärgerlichen Grundstimmung geschrieben wurde.
    Und ich kann verstehen, dass man wütend wird wenn man vielleicht leidende Kinder von Müttern sieht, die ignorant oder auch naiv dem Thema gegenüber stehen.
    Als Reaktion kann ich mir so einen Text wie diesen vorstellen.

    Ich persönlich lese viel – aber am meisten gebe ich auf ERFAHRUNGEN von Anderen.

    Und zu diesem Thema hab ich einen sehr schönen und aufrüttelnden Text gefunden:

    http://www.rohkostwiki.de/wiki/Bericht:_Sackgasse_vegane_Rohkost

    Nachdem ich das gelesen habe, konnte ich Ihren Text gleich wieder anders einordnen.

    Danke für diesen Text! Er hat mich mit einer meiner Schwachstellen konfrontiert.

    • Ava Odoémena Says:

      Aloha Edna.

      Die Nutznießer der B12-Debatte, bzw. wie diese Debatte von den „Natur-Esoterikern“ geführt wird, sind die Feinde von Veganern. Also erstmal alle, die mit der Ausbeutung von Tieren Lohn und Umsatz machen. Denn die haben das größte Interesse Veganer klein zu halten.

      Da es keinen verbrieften Standard gibt, was vegan ist und wer vegan ist, müssen alle Einzelpunkte ständig neu verhandelt werden. Die Bornierten wissen das, und ihre Strategie ist die Endlosschleife ihrer aggressiven Ignoranz. Mein Text richtet sich ja gar nicht gegen die Neulinge und Naiven, sondern gegen die Wahnhaften. Gestalten, die mit ihren verstrahlten Ideologien den Veganismus kaputt machen, indem sie ihn für ihre Zwecke kolonisieren und missbrauchen.

      Mit Abstand die größte Dichte an Verstrahlten hat man bei den Rohköstlern, das ist so schlimm, dass die sozial für mich den gleichen Status haben wie Heroinkranke. Das ist so auf der Ebene: „Du nimmst Herion? Danke für deine Ehrlichkeit aber dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben.“ Ich hab keinen Bock auf Junkies und Rohköstler.

      Übrigens befürchte ich, obwohl du meinen Text verstanden hast, dass du scheitern wirst. Wer Heißhungerattacken nicht vorüberziehen lassen kann, sondern billigend den Tod eines Tiers in Kauf nimmt, der hat vegane Kultur nicht verstanden. Du handelst vielleicht aus einem Selbstdruck heraus, tust so, weil man es so tuen sollte, nicht weil du es willst. Und du wirst deinem Kind vegetarische (also unvegane?) Kost „anbieten“?

      Was soll das denn bedeuten? Du nimmst deinem Kind gegenüber also die passivst möglichste Haltung ein? Keine Orientierung und Vermittlung eigener Werte, sondern die Entscheidung eines Kleinkindes als Feigenblatt der eigenen Unsicherheit und Schwäche. Und wenn es das erste mal Schokolade „angeboten“ bekommt und danach nichts mehr anderes essen will?

      Ich wünsche mir stolze, vegane Mütter, die in dieser neuen Kultur verankert sind, die progressiv und emanzipiert zu ihren veganen Kindern stehen und sich nicht schämen ihre Kinder zu Veganern zu erziehen. Die ihre Infos und Sinne beisammen haben um nicht nur dem Kind alles zu geben was es braucht, sondern auch um zu bestehen in einer feindseligen Umwelt. Unterscheiden können zwischen legitimer Kritik und Propaganda. Die sich untereinander vernetzen und korrigieren, voneinander lernen.

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