esowatch.com: Kriminelle Hetzer machen „Aufklärung“

Wie die WordPress-Nachbarin piyh hier auf „Antiveganismus melden“ bemerkt hat, führt die Seite esowatch.com jetzt einen diffamierenden Eintrag über Veganismus.

Die antivegane Motivation offenbart sich wenn nicht gleich durch Lesen des Eintrags für Laien bereits beim Klick auf die Diskussionsseite des Eintrags, als Bezugsfeld für die Thesen wird antivegan.de genannt, eine deutsche Hetzseite die sich den Anstrich der Satire gibt, wobei allerdings fraglich ist ob dieses Selbstverständnis einer ernsthaften juristischen Überprüfung stand halten würde.

Bei Esowatch.com ist man schon einen Schritt weiter und brüstet sich sogar damit rechtskräftig verurteilte Kriminelle unter den eigenen Reihen zu haben, ein irritierender Umstand, denn eigentlich ist die Idee hinter Esowatch keine schlechte, sachlich und unvoreingenommen über irrationale Phänomene zu berichten wäre sicher eine Bereicherung für das Internet.

Esowatch.com fällt allerdings nicht alleine dadurch negativ auf, dass es sich rühmt rechtskräftig verurteilte Kriminelle in den eigenen Reihen zu haben, sondern sich auch erfolgreich der deutschen Justiz zu entziehen, indem es ihre Server in den USA betreibt und die Domain in Hongkong registriert ist.

Eine kritische Meldung nennt einen Peter Wind und einen Thomas Xavier als Betreiber.

Veganer, Engel des Nordens? cc-by-nc-nd-2:pauldcocker

Wer sich die Einträge auf der Plattform näher anschaut stellt schnell fest, dass Esowatch.com eigentlich auch nicht berichtet und informiert, sondern die gesamte Plattform dient augenscheinlich als Femegericht über alles und jedes was den „Aktiven“ da nicht in Kram passt. Dies wird besonders deutlich beim Eintrag über Veganismus, der sich neutral sachlich gibt aber als Quellen ausschließlich antivegane Presseberichte oder selektive Informationen bietet die beim unvoreingenommenen Leser ein vollkommen verzerrtes Bild entstehen lassen. Auch scheint man den Unterschied zwischen veganer Ernährung und Veganismus nicht verstanden zu haben, die beiden Konzepte werden austauschend verwendet und Alternativkostformen, die mit dem Veganismus nichts zu tun haben unter selbigem subsumiert.

Zumal bereits ein sachlich richtiger Eintrag unter dem Etikett Esoterik und irrationale Glaubenssysteme einen diffamierenden Charakter hätte, schließlich sind die vermeidbaren Opfer des Nichtveganismus real und keine Erfindung eines wirren Geistes. Oder bedarf das Bundesamt für Statistik auch eines Eintrages auf Esowatch.com? Wobei, dieses Argument könnte nach hinten los gehen, allerdings wird wohl kaum jemand leugnen, dass Millionen Tiere jedes Jahr umgebracht werden, aus dem banalen Grund weil sie und die Produkte ihrer Körper schmecken. Eine einleuchtende Begründung, warum Veganismus der Esoterikdefintion entspricht und überhaupt auf Esowatch geführt wird sucht man vergeblich.

Veganer im Glockenrock huldigen Vega? cc-by-nc-nd-2-utkukaynar

Ist der Haupteintrag noch bemüht um neutrale Sprache, aber die Diskussionsseite zum Eintrag schon entlarvend, geht es im Forum richtig zur Sache. Wer bis dahin noch glaubte hier handelt es sich um einen Grenzfall wird in diesem Thread schnell eines besseren belehrt. Veganer seien Sektierer, Ökofaschisten, und Menschenhasser,  die bei der Vorstellung , so wörtlich, einer menschenleeren welt feucht im schritt“ würden. Offensichtlich hat man auf Esowatch.com nicht nur ein Problem mit Veganer sondern auch mit Frauen.

Und so verwest dieses Projekt an seiner eigenen Verteidigungsstrategie, der Anonymität. Denn im Dunkeln der Hecke entlarvt so mancher Schütze rasch seine fiebrige Psychologie.

War Esowatch.com vielleicht mal ein lesezeichenwertes Nachschlageprojekt für kleine Kulte die auf der Wikipedia durch die Relevanzkriterien fielen, so ist sie spätestens seit dem entlarvenden Eintrag über Veganismus eine Ausdehnung auf und Konsolidierung einer reaktionären Ideologie und somit selbst eintragwürdig auf dem eigenen Projekt, denn es sollte niemand glauben, pseudorationale Reaktion sei in sich selbst keine Esoterik!

Basierend auf der selben, frei verfügbaren Technologie wie die Wikipedia, wird Esowatch.com in der Enzyklopädie selbst aber nicht erwähnt. Ein Grund könnte dieser Eintrag bei Wikipedia liefern, bzw. ist zumindest ein Hinweis, dass es aus dem Dunstkreis von Esowatch Versuche gab, die Wikipedia zu unterwandern und ihr (diffamierende?) Inhalte unterzujubeln die nicht ihren Standards entspricht. Der Eintrag über Veganismus auf Esowatch.com erinnert in seinem verunglimpfenden Charakter auch stark an die sehr negativen Versionen über Veganismus in der Wikipedia selbst in der Anfangszeit, sodass die Vermutung naheliegt, die Diffameure seien durch ihren Gestank aufgefallen und haben dann halt einen eigenen Pfuhl aufgemacht.

Die Ironie des Ganzen ist, dass der Speziesismus und der Antiveganismus den die Hetzer ganz unverhohlen betreiben auf jeden Fall einen Eintrag im eigenen Projekt wert wäre, wer aber mit seinem Kopf so tief im eigenen Arsch steckt dass er seinen Magen für die Sonne hält, dem wird diese Erkenntnis auf immer verwehrt bleiben.

Bleibt nur übrig einmal kräftig Auszuspucken, unseren Protest kund zu tun, und unvoreingenommene Leser zu warnen, die ohne Zweifel über die Googles und Bings zu diesem Artikel gelangen werden.

Einen positiven Nutzen hat Esowatch.com dennoch: Nicht nur wird es Veganes Auge unfreiwillig zuarbeiten und sicherlich noch lange mit antiveganen Inhalten versorgen, sondern darüber hinaus exemplarisch darlegen wie Antiveganismus funktioniert und ihn so leichter erkennbar machen.

Akualisierung:

Die für dieses Blog verhältnismäßig großen Besucherströme von der esowatch.com Seite ebben nun langsam wieder ab. Wer sich die Debatte hier angetan hat, der wird nicht überrascht sein dass das Niveau in den Foren von esowatch.com nochmal unterboten wurde. Auffallend zwischen all dem üblichen Diskreditierungsdreck, Ad Hominem mit Link zu antivegan.de, lächerlichste Mentalakrobatik, hassvergnügte Bestrafungsrituale und sonstigem Wühlen in der Scheiße der untersten Schubladen wie man das halt von Antiveganern kennt, ist die Tatsache, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung überhaupt nicht stattfindet. Man bleibt streng an der Oberfläche. Der zentrale Punkt wird tunlichst vermieden, nämlich dass die esowatch.com-Gemeinde versagt hat schlüssig darzulegen, warum der Veganismus eine Glaubensfrage sein soll und einen Eintrag in einem Kulteindex für irrationale Glaubenssysteme (!) rechtfertigt.

Phrasen wie „Veganer gefällt der Eintrag bei esowatch nicht“ -„Das ist gut so“, oder „Da wurde wohl jemand getroffen“ reichen als Rechtfertigung nicht aus.

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Ava Odoemena

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42 Antworten to “esowatch.com: Kriminelle Hetzer machen „Aufklärung“”

  1. Larllatuesott Says:

    Hi :-)

    Nutzen Sie jetzt die Chance und erleben Sie, wie Viagra Generika Ihr Leben verändern wird. Erektionen von Morgen sind die vergessenen Sorgen von Gestern. Sie werden sich Dank Ihrer neuen Standfestigkeit fühlen wie neu geboren.

  2. Walter Andreesen Says:

    Das mit dem fehlenedem Impressum ist bestimmt keine gute Sache, die Argumentation mit dem Schutz von Gesundheit und Leben der Esowatcher, bei Betrachtung vieler Esoterikforen und des Geistes- und Gemütszustandes einiger der dortigen “Gläubigen”, allerdings leider auch nicht von der Hand zu weisen.
    Was ist denn eigentlich passiert? In den letzten Jahrzehnten, gefühlterweise seit die Flowerpowerbewegung das Zeitalter des Wassermannes ausgerufen hatte, ergiesst sich ein nichtendenwollender Strom erfühlter, geträumter und offenbarter Erscheinungen durch die Gesellschaft. Alles wird für wahr oder zumindest wahrscheinlich gehalten denn es gibt ja bekanntlich Dinge zwischen Himmel und Erde…..Jede einzelne dieser Grenzerfahrungen für sich betrachtet ist zwar völlig unsinnig, in der Masse aber und durch dauernde Verknüfungen untereinander hat sich über die Jahrzehnte ein solcher Wust an gefühlter Übersinnlichkeit ergeben, dass mit Esoterikern keine Disskussion mehr zu führen war. Immer gab es noch einen Professor der mal dies gesagt eine vermeindlich wissentschaftliche Studie die das ergeben hatte, jeder bezog sich auf jeden, Quellen gab es keine und ein Anargumentieren war nicht mehr möglich. Jeder konnte nun jedem unter dem Denkmantel der Aussersinnlichkeit jeden Unsinn verkaufen, wenn es nicht wirkte hatte der Käufer eben nicht richtig daran geglaubt. Ein Überblick war nicht mehr zu gewinnen, jeder Scharlatan geschützt vom Glaubensbrei der Erhellten. Dieser Schutz, unter dem ja auch sehr viel Geld verdient wurde, ist nun durch Esowatch schwächer geworden. Es ist die Angst vor der Enttarnung der diesen Feldzug gegen Esowatch ausgelöst hat, die Vertreibung aus dem gelobten Land des Aberglaubens lässt die Esoszene heisslaufen, nicht ein fehlendes Impressum. Und schliesslich wenn es da schwarz auf weiss steht ist sie auch endlich wieder dem Gelächter preisgegen, die Glauberei an jeden Unfug. Zum Abschluss noch ein Zitat aus einem SPIEGELinterview mit Umberto Eco:
    SPIEGEL: Magie funktioniert nicht ohne Geheimnis …
    ECO: … und Geheimnis nicht ohne Verschwörung. Die Verbindung von geistigem Krebs, Geheimnis und Verschwörung – das ist die Botschaft meines Buches, davon handelt es. Denn wenn man vorgibt, ein Geheimnis zu haben, dann besitzt man die Macht; wenn aber dieses Geheimnis zufällig enthüllt wird, verliert man jede Macht. Damit ein Geheimnis Macht verleiht und nicht enthüllt werden kann, muß es ein leeres Geheimnis sein

    • Ava Odoemena Says:

      Diese Argumentation ist legitim und so ein Projekt auf jeden Fall unterstützungswert.

      Aber Esowatch schießt sich halt in den eigenen Fuß (und verliert an Glaubwürdigkeit), wenn ein paar drüsige Vegetarier-essen-meinem-Essen-das-Essen-weg-Teenager aus einer persönlichen Ablehnung heraus da VEGANISMUS eintragen.

  3. Andreas Says:

    Hi,

    bin normalerweise ein kritischer Websurfer und hatte esowatch immer für eine seriöse Seite gehalten – nun wurde ich eines besseren belehrt. Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag :-)

  4. Werner Schulz Says:

    Hallo liebes Team

    Ein Tipp für
    a) für Esoteriker:

    Quelle: http://www.puramaryam.de/ernaehr.html

    Wenn Ihr Appetit auf Fleisch habt, dann esst es! Fleisch bindet Angst-Energien; also werdet Ihr in dem Falle noch sehr viel Angst in Euch haben. Dadurch habt Ihr auch eine Resonanz zu Angst, denn Gleiches zieht Gleiches an – und Fleisch enthält die Todesangst der Tiere!
    Wenn Ihr Appetit auf scharf gewürztes Essen habt, habt Ihr mit Sicherheit viel Wut-Energien in Euch.
    Also Euer Appetit ist auch ein Hinweis darauf, woran Ihr bei Euch arbeiten könnt!
    Ich selbst hatte mein ganzes Leben lang mit Begeisterung Fleisch gegessen und auch scharf Gewürztes – glaubt mir, dass ich Unmengen von Angst und Wut in mir hatte!

    Für psychologisch interessierte:

    Quelle: Hans-Joachim Maaz, Audiodokument

    b) Die psychologischen Grundlagen der ökologischen Krise haben etwas damit zu tun, daß die Umweltzerstörung und –verschmutzung ein Abbild unserer inneren Innenweltverschmutzung, -zerstörung, -verstörung oder Fehlentwicklung ist und daß diese beiden Dinge in einer Wechselbeziehung stehen.

    LG
    Werner Schulz

    • Ava Odoémena Says:

      Hallo Werner. Da es keine wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass Stress von einem Körper auf den anderen übergehen kann (es sei denn es handelt sich um eine psychologische Reaktion wie bei einer Massenpanik), ist das Argument wie andere Gesundheitsargumente sekundär.

      Denn auf der einen Seite haben wir die unsichere These, dass Fleisch den Konsumenten krank macht. Auf der anderen Seite haben wir die Tatsache, dass beim Fleischkonsum (und anderen unveganen Körperprodukten) die Opfer tatsächlich zu Tode kommen. Dies als Nebensache zu betrachten und den Fokus auf solch Sekundärmerkmale wie Konsumentengesundheit zu richten ist im Prinzip schon eine gewisse Form des Zynismus.

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