Anorexia Nervosa: Antivegane Gewalt in der Psychiatrie

Offensichtlich gibt es immer noch Einrichtungen, Kliniken die sich mit Essstörungen befassen, die Gewalt ausüben und die Persönlichkeitsrechte von Veganern massiv verletzen indem die veganen Patienten gezwungen werden unvegane Nahrung aufzunehmen.

Zum Verständnis: Es gibt an Anorexia Nervosa, oder wie man landläufig sagt Menschen, die an der Magersucht erkrankt sind, und die den Veganismus vorschieben um ihr autoaggressives Verhalten zu rechtfertigen und Nahrung ablehnen zu können.

Die sind aber nicht zu unterscheiden von Veganern die aus Überzeugung vegan leben und im nachhinein an einer Essstörung erkrankt sind!

Eigentlich ist der Unterschied auch irrelevant, denn eine vegane Ernährung ist durchaus auch in einer Magersucht durchführbar und kann so gestaltet werden, dass sie nicht nur alle Nährstoffe enthält, sondern auch eine hohe Kaloriendichte hat. Es ist ein Skandal erster Güte dass im 21. Jahrhundert in der Psychiatrie noch so massive Erniedrigungen vonstatten gehen.

Veganes Auge rät Betroffenen auf jeden Fall den Rechtsweg zu beschreiten wenn z. B. durch eine Zwangseinweisung keine Wahl der Klinik möglich war, die nicht die Persönlichkeitsrechte von Veganern verletzt. Minderjährige sollten versuchen ihre Eltern über den Unterschied aufzuklären und sie zumindest was das vegane Interesse betrifft auf ihre Seite ziehen.

Desweiteren bittet Veganes Auge antivegane Einrichtungen zu melden, seien es psych. oder sonstige Kliniken, Altenheime, Gefängnisse, Kindergärten oder andere Träger in denen antivegane Gewalt ausgeübt wird. Gerne auch per Epost und anonym. Wir schreiben diese Einrichtungen dann an und klären die Verantwortlich dort auf, sachlich und neutral. Meist genügt schon die Frage, ob sie einen Juden zwingen würden Schweinefleisch zu verzehren, um ein Umdenken auch in Bezug auf Veganer einzuleiten, bzw. um überhaupt mal den Veganismus in den Kontext einer kulturellen Entscheidung zu rücken.

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Ava Odoemena

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15 Antworten to “Anorexia Nervosa: Antivegane Gewalt in der Psychiatrie”

  1. reingestolpert Says:

    hallo ava guten rutsch schon mal vorab der link geht nach vegan.de, warum machst du dort keinen aufruf weil da sind einige mädchen die vegan sind / benutzen um wegen magensucht, oder die vegan sind und gleichzeitig magersüchtig sind in echt.

    weil die können dir dann direkt ihre erfahrung schreiben!

    • Ava Odoemena Says:

      Hallo Reingestolpert, kommentierst du von unterwegs auf Party oder so?:-) Mit welchem Gerät hat man denn unterwegs Zugriff auf WordPress, oder schleppst du deinen Netbook/Notebook mit in die Disco?

      Ich hatte das hier schon erwähnt irgendwo dass ich auf vegan.de gesperrt bin, wie viele, viele andere auch. Eigentlich seltsam dass die Zensur- u. Türsteherpolitik auf vegan.de bei der dort eingesperrten Population keinen Protest auslöst.

      EDIT: Hallo Mizz:-)
      Scheint so, als ob eine umtriebige Schreiberin auf vegan.de postuliert, ich könnte etwas mit dem ominösen Pseudonym „informationsnothilfe“ zu tun haben:-)

  2. „Orthorexie“, Antiveganismus von Perversen für Perverse « Veganes Auge Says:

    […] in der veganen Gemeinschaft eine offene Diskussion statt, zu der sich auch Veganes Auge schon geäußert […]

  3. ich Says:

    nerv …

  4. C242 Says:

    Hi Ava,
    auf den Aufruf antivegane Einrichtungen zu melden, werde ich evtl. demnächst zurückkommen. Geht um eine Bildungseinrichtung, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Stress machen wird. Ich schreib dir dann ne Mail an die im Impressum aufgeführte Adresse.

  5. Ava Odoemena Says:

    http://www.focus.de/panorama/vermischtes/prozess-misshandlungen-in-psychiatrie_aid_508974.html

  6. Luna Says:

    Hi,

    ich war auch magersüchtig, war auch in einer Klinik. Vor einem Jahr wurde ich entlassen, und ich denke mittlerweile gehts mir so gut als dass ich es für mich persönlich einschätzen kann:
    Während ich abgenommen hab, wurde ich Vegetarierin, und ich will auch nicht abstreiten, dass es mit den Kalorien zusammenhing. In der Klinik (ich war allerdings 12/13 und depressiv weg. Untergewicht) hab ich mich nicht getraut, denen das zu sagen und musste da Fleisch essen, zu Hause bin ich dann wieder Vegetarierin geworden. Mittlerweile kommen meine Eltern auch damit klar.
    Dann hat mich meine Cousine, Ernährungsberaterin, überredet, wenigstens Fisch zu essen, wegen dem Eiweiß. Das kam dann bis dieses Jahr September auf 1x pro Monat (was auch nciht so relevant gewesen sein dürfte). Tja, hab dann von der buddhistischen Leidprinzipie erfahren und für mich heißt das auch, Tieren Leid zu ersparen. Ab da war ich dann wieder richtig vegetarisch und bin vor 4 Wochen auf vegan umgestiegen, und ehrlich gesagt vermisse ich nichts.
    Ich krieg halt nur Haue von meiner Familie („das gentechnik-soja“ – „das sind doch ideologien“ – „du kannst gar nicht genug Kohlenhydrate zu dir nehmen“ – „iss doch wenigstens milchprodukte“ – „ich kann nichts mehr kochen“) aber sie werden sich damit abfinden müssen.

    Fazit: (buddhismus ist für mich nicht der Grund für Veganismus, aber es schärft das Bewusstsein für einges das in dieser Gesellschaft falsch läuft.) Ich bin erst durch die Krankheit dazu gekommen, unser Essen zu hinterfragen. Und veganismus missbrauche ich nicht zum abnehmen, es ist ein Grund, NICHT abzunehmen, weil ich sonst über kurz oder lang in die Klinik müsste, und die Ernährungsform aufgeben müsste, und nicht nur für die Klinikzeit. Und da sind mir Tiere und meine eigene seelische wie körperliche Gesundheit wichtiger!

    Ich bevorzuge also auch öko und scher mich nicht um Kalorien sondern um Vollwert.

    LG Luna

  7. Ava Odoemena Says:

    Aloha Luna, vielen Dank für deinen interessanten Bericht.

    Gegen die Repression mit Diskreditierungshülsen solltest du dich zur Wehr setzen. Ich finde das krass wenn das persönliche Umfeld zu solch perfiden Entwertungsstrategien greift.

    Davon mal abgesehen zeugen die Beispiele die du nanntest von Dummheit. Gentech-Soja wird als Futtermittel angebaut, dafür sind also gerade Nichtveganer verantwortlich. Über 90% der Weltsojaernte wird in den Todesfabriken an die Opfer verfüttert.

    Besonders idiotisch finde ich auch den Einwand, man würde ausgerechnet nicht genug Kohlehydrate bekommen, ist doch die vegane Ernährung besonders reich an komplexen (also guten) Kohlehydraten. Wer die 10 Grundregeln veganer Ernährung beherrscht, hat die beste Ernährung die Menschen zur Verfügung steht. (hehe, ratet mal was und wer bei Google zur Suche „10 Grundregeln veganer Ernährung“ Platz 1 belegt:-)

    Die Repressalien solltest du konsequent unterbinden. Sag einfach mal, „vegan leben ist jetzt Teil meiner Alltagskultur, und ich will nicht dass das permanent in Frage gestellt oder sogar runter gemacht wird. Ich habe Rechte.“

    Mit Menschen, die unfähig sind die Perspektive von jemand anders zu interpretieren muss man umgehen wie mit Dreijährigen. Es schadet nicht wenn du dich selbst in so einer Situation als Nanny vorstellst, die ungezogenen Dreijährige maßregeln muss, auch wenn die Personen mit denen du es zu tun hast, viel älter sind. Auch die Aussage mit dem nichts mehr kochen können ist totaler Headfuck. War das deine Mutter? Im Kern droht sie dir ja da mit Nahrungsentzug, und gibt gleichzeitig dir die Schuld dafür. Dass du in so einem repressivem Umfeld magersüchtig geworden bist, wundert nicht.

    Dein Interesse für den Buddhismus finde ich mit dem Hintergrund auch nicht überraschend, weil sich der Buddhismus auch gegen das Ego richtet. Mein größter Kritikpunkt an dieser Philosophie ist demnach auch das Prinzip der Hoffnungslosigkeit, dass hinter dieser Haltung steht. Moralische Reife kann demnach ein Mensch nur erreichen, der sein Ego zerstört. Ich sehe das genau andersherum. Moralisch-ethische Reife wird mittels dem Ego erst wirklich möglich, denn nur mit dem Wille zur Liebe kann man von einer ethischen Reife sprechen. Das ist echt. Wenn man das Ego aber unterdrückt, dann ist das eine Selbstfesselung. Das unterdrücken oder zerstören des Egos ist Repression nach Innen. Genau wie die Magersucht.

    Was mir bei Magersüchtigen aufgefallen ist, ist nämlich, dass es sich hier oft eigentlich um dominante Alphatiere handelt, deren Natur sich innerhalb der Kapsel einer repressiven Umwelt nicht nur nicht positiv entwickeln kann (Führungskräfte), sondern dass die natürliche Veranlagung zu Führen und Lenken kollabiert und sich dann gegen das Selbst richtet. Magersucht ist IMO eine „Implosion“, fehlgeleitete Energie die kein Ventil fand.

    Du solltest auch für dich deine Stärke (wieder) entdecken und diese nach *Außen* richten, im positiven Sinne.

  8. Mehr Licht! Says:

    Luna, solltest Du an den gesundheitlichen Aspekten einer veganen Ernährung interessiert und der englischen Sprache mächtig sein, so kann ich Dir http://veganhealth.org/ wärmstens empfehlen. Ich würde mich nicht nur auf die Informationsangebote von Ava Odoemena stützen, sondern möglichst unparteiische Quellen suchen. VeganHealth.org ist zwar selbst nicht unparteiisch, jedoch sind dessen Artikel voller Referenzen zu Fachpublikationen und es werden auch etwaige Risiken behandelt.

    • Ava Odoemena Says:

      Es ist anmaßend anzunehmen, Veganes Auge (dessen Informationen, wie gerade auch die Kommentare zu ernährungsphysiologischen Themen belegen nicht nur und schon gar nicht ausschließlich von mir zur Verfügung gestellt werden) sei Lunas einzige Infoquelle. Woraus leitest du das ab?

  9. Penne Rigate! Says:

    Hallo Ava,
    ich habe verschiedene Erfahrungen in Klapsen gemacht. Anorexia nervosa war nie Aufenthaltsgrund, vielleicht ist das ein Mitgrund des nichtfaschistischen Verhaltens der zweiten Klinik.
    – Erwachsenenklapse: Veganismus wird zur Essstörung erklärt und unter anderem als Zwangseinweisungsgrund missbraucht („Patientin exzessive Veganerin“ – Unlogik dieses Ausdruckes sagt sicher schon alles) und dementsprechend auch der Richter auf mich losgelassen („das ist doch nicht normal“/“in der Werbung wird ja auch immer gesagt, man soll Fleisch essen“ *Elite dezent in Frage stell*). Vegan essen durfte ich, belief sich dann aber auf Kartoffeln, Reis, Nudeln, Gemüse und Salat. Dank der „staatlich geprüften Diätassistenten“ in der Küche und mangelnder Bewegung nahm ich erst binnen weniger Tage 3kg an Muskelmasse ab und danach 7kg an Fett zu.
    – Psychosomatik: Oberarzt ein Idiot, aber hat an mir nie den Veganismus niedergemacht (bei weniger stabilen Patienten hingegen schon, wieso wohl?). Therapeutin fand es okay, Ernährungsberaterin hat sich mit mir für die Modifikation des vegetarischen Menüs zusammengesetzt. Küchenleute waren prima :) Salatbüffet gab es sowieso jeden Tag und für mich oft abends noch extra warme Reste, Antipasti oder Tofu-Gemüse-Pfanne. Lebte fast luxuriöser als die ollen Privatpatienten. :)

    • Ava Odoémena Says:

      Aloha Penne Rigate!

      Da hast du dir aber ein Appetit anregendes Pseudonym ausgesucht:-)

      Danke für deinen Erfahrungsbericht, Veganismus als Mitgrund für Zwangseinweisung, ich glaube das toppt alles was ich in dem Kontext bislang gehört habe.

      Ich hoffe dir geht es inzwischen wieder so gut dass du ohne Hilfe zurecht kommst.

      Leider ist ja die „Machterkrankung“ keine anerkannte Geisteskrankheit, sonst könnten viele Perverse die in dieser Branche arbeiten gleich die Kittel ausziehen und da bleiben…

  10. Ava Odoémena Says:

    Es gibt übrigens noch einen weiteren Eintrag im Blog der das Thema streift:

    https://veganesauge.wordpress.com/2010/02/17/offener-brief-an-die-klinik-am-korso-bad-oeynhausen/

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