Selbstkritik: Die Betreibung der veganen Ernährung über den Hausarzt (und was dein Arzt über dich denkt)

30. November 2014

Es ist eine Sucht. Wer einmal einen Bluttest hat machen lassen für irgendeinen Wert, entwickelt schnell eine “Anspruchsunverschämtheit” und geht davon aus, dass der Blick ins Innere des Körpers ein Recht ist was man den Mitversicherten aufbürden darf. Solidarisch ist dieses Kontrollbedürfnis nicht, eher ein Missbrauch des Systems. Die vegane Ernährung über den Hausarzt zu betreiben ist aber nicht nur eine Frechheit nach außen, sondern auch nach innen, konstruiert das doch den Veganer um zum Patienten und den Veganismus zu einer chronischen Erkrankung.

Diese Anmaßung stößt durchaus bereits einigen Medizinern sauer auf. Auch wenn bei Ärzten oft der Veganismus selbst gerne als psychologische Plattform benutzt wird, beruflichen Hämestau zu entladen, ist der Kern der Beschwerde legitim. Dr. Thomas Georg Schätzler verschafft sich im Kommentarraum der Ärztezeitung Luft über einen veganen oder vegetarischen Google-Hypochonder.

Natürlich gibt es auch bei Ärzten irrige Kritik an der Grenze zur Demagogie bis hin zur antiveganen Hetze. Dr. Wolfgang P. Bayerl zum Beispiel kommentiert fast jeden Veganartikel in der Ärztezeitung, mit der Forderung zur Entmündigung von veganen Eltern weil die – Atem anhalten – ihre Kinder vegan ernähren. Als Beispiel nennt er ein Paar welches in den USA inhaftiert wurde, er unterschlägt leider dass dieses Paar nicht inhaftiert wurde weil die Ernährung des Kindes vegan war, sondern unzureichend. Gleiches Argument führte, wenn es “oben” statt “unten” angeführt wurde in der Vergangenheit zu einer Rüge des Presserats. Während die Springerpresse in der Frage eine 180°-Drehung hingelegt hat, fast schon zur vorbildlichen Berichterstattung, muss man an der Stelle fragen warum die Ärztezeitung Kommentare mit demagogischer Struktur, dem Unterschlagen von Fakten toleriert. Darüber darf man spekulieren, aber das nur am Rande. Es soll ja viele Provinzärzte geben, die sich im grünlodenern Dunstkreis der Jägerschaft bewegen. Alleine die demagogische Ummünzung der positiven Studie zur Warnung vor Risiken der veganen Ernährung im Titel lässt etwas von der antiveganen Aggression durchscheinen, die hinter dem akademischen Anspruch brodelt. Veganismus muss in der Redaktion der Ärztezeitung, sowie in Teilen ihrer Leserschaft besondere Ängste hervorrufen.

Hm, wie viele Ärzte müssten eigentlich ihre Praxen schließen, wenn alle Gesundheitsvorteile der adäquaten veganen Ernährung wahr wären? 70%, 80%?

Diebisch freuen darf man sich im Zusammenhang mit dem antiveganen Geraune von “Kommentar-Troll” Dr. Bayerl auch über die blanke Ironie: Denn gerade die verinnerlichte, schwarze Propaganda löst Unsicherheit bei Veganern aus – der Gang zum Arzt ist oh Ironie ein Bumerang der medialen Hetze gegen Veganer in den letzten 20 Jahren.

Wenn man dem gegenüber jedoch die legitime Kritik, abzüglich Häme, von Dr. Schätzler stellt, muss man zustimmen, dass es nur eingeschränkte Rechtfertigungen für das Abfragen von Blutwerten gibt.

Völlig inakzeptabel ist die Konsumentenhaltung: “Ob meine Ernährung eine gute oder schlechte vegane Ernährung ist, ist mir egal, ich gehe schließlich zweimal im Jahr zum Arzt für mein Eisen, Calcium, B12, Vitamin D” etc. pp. Noch schlimmer sind die, die bereits eine adäquate Ernährung betreiben, also ein guter Mix aus Verantwortung und, nunja, Sinnlichkeit und trotzdem zum Arzt rennen.

Einer der am meisten verlangten Blutwerte, und zugleich ein völlig sinnloser ist der B12-Wert. Besonders beliebt wie auch paradox ist der B12-Wert bei veganen “Natürlichkeitsliebhabern”. Einerseits ist das integrieren von B12-Supplementen ja total unnatürlich, aber die Ermittlung des Werts im Labor im Schweineserum fliegt völlig unterm Natürlichkeitsradar hindurch. Vollends pervers ist die Kombination des gewaltsamen Anhungerns eines B12-Mangels und dann ein Rezept um die Substanz per Spritze in den Körper zu bekommen.

Zumal dieser Wert auch noch völlig nutzlos ist, hat er doch nur echte Aussagekraft mit der gleichzeitigen Ermittlung von Homocystein oder Methylmalonsäure, am besten noch abgesichert durch Holotranscobalamin II.

Das lächerlichste am B12-Test ist allerdings, dass das Endresultat immer gleich ist:

1. Mangel: B12 muss supplementiert werden.
2. Kein Mangel: B12 muss supplementiert werden.

Hierin unterscheiden wir uns in keiner Weise von Nichtveganern: Auch Nichtveganer werden massiv mit B12 supplementiert, halt über den Umweg der Futtermittel.

Da die orale Aufnahme von B12 ohne Zweifel – und ich rede hier vom wissenschaftlichen Zweifel, nicht vom psychologischen – geeignet ist zur Beseitigung eines Mangels, wie auch der Aufrechterhaltung eines guten Status, gibt es für den B12-Test keine wie auch immer geartete Rechtfertigung.

Etwas anders sieht es aus bei Vitamin D. Der ist sowieso kein veganes Anliegen, Vitamin D-Mangel ist nördlich vom 41. Breitengrad ein Massenphänomen, und der individuelle Bedarf um einen suboptimalen 25(OH)D-Wert zu beseitigen und einen optimalen Wert zu halten kann stark variieren. Die Aufnahmemenge schwangt enorm. Die Autorin dieses Textes muss täglich 15.000-20.000 IE Vitamin D supplementieren, um einen 25(OH)D-Wert von +- 100 nmol/L zu halten. Ein Einpendeln der eigenen Menge ist ohne Blick in den Blutwert unmöglich.

Überprüfung aller anderen Nährwert-Parameter sollte Symptom behaftet sein, wer persönliche Betreuung seiner Ernährung sucht, sollte zur Ernährungsberatung gehen oder einen Butler einstellen. Der Weg zur gesunden Eigenverantwortung darf nicht zur Auslagerung der Verantwortung in die Arztpraxis mutieren. Wer sich von der Veganhetze vom Veganer zum Patienten umbauen lässt, erweist weder dem eigenen Selbstwert noch der veganen Gemeinschaft einen guten Dienst.

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CCBYSA – Ava Odoéména
(n. verantw. für Werbeeinblendungen)

Interna: Trollputz

26. November 2014

Wie einige schon bemerkt haben ist Veganes Auge jetzt trollfrei. Nach vielen Jahren unmoderierter Kommentare bin ich dazu übergangen, Kommentare vorher zu prüfen und freizuschalten. Bekannte Nutzer sind von der Änderung nicht betroffen.

Hauptgrund dafür ist die aggressive und hämische Stimmung, die antivegane Trolle verbreiten, und hatte das “Abschießen” von Trollen auch einen gewissen Spaßfaktor (für mich), wurde der Kommentarraum dadurch indirekt natürlich immer von den Negativen kontrolliert weil sich normale Nutzer von den Streitereien abgestoßen fühlten. Wir hatten hier stets ein unverhältnismäßig hohes Aufkommen an antiveganen Mobbern.

Der unmoderierte Kommentar wurde denn auch als Berechtigung gesehen, diskreditierende Unterstellungen, diffamierende Assoziationen, Suggestionen und Herabwürdigungen als “Serotoninspritze” einzusetzen, also wie eine Art asoziales Antidepressiva. Wer andere bespuckt dem geht es kurzfristig besser. Wer unterdrückt, fühlt sich erhaben. Dem hauptberuflichen Freizeittroll geht es nicht wirklich um Inhalte, das Thema ist nur Feigenblatt für die Abwertungssucht.

Damit ist Ende, es gibt keinen vernünftigen Grund, warum ich das dulden sollte. Veganer Standard bedeutet eben auch gewaltfreie Kommunikation.

Ava Odoemena
(n. verantw. f. Werbeeinblendungen)

Satire: Der Sexismus ist überwunden, haaalllooo.

9. November 2014

Ist euch schon mal aufgefallen? Keiner ist mehr sexistisch. Ist das nicht prima? Wir haben den Sexismus überwunden. Der Fremdenekel in seiner sexistischen Ausprägung hat sich offensichtlich in Wohlgefallen aufgelöst, die Aufklärung hat das psychologische Wissen derart erhitzt, dass dieses Überbleibsel aus der Steinzeithierarchie einfach verdampft ist in der Postmoderne. Super!

Wenn also Frauen für Menschenrechte in weiblicher Ausprägung kämpfen, dann ist das suspekt, schließlich ist der Sexismus überwunden! Das kann ja nur bedeuten, dass Feministen die wahren Sexisten sind; die brave, anständige Männer unterdrücken wollen für ein paar zehntausend Jahre.

Ich sag euch was. Älter werden ist großartig für eine Frau, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lästig das ist, ständig aggressiv um Sex angebettelt zu werden – nicht weil man jung, sympathisch und attraktiv ist Den Rest des Beitrags lesen »

Pflanzenrechte, kleine Analyse einer Idiotie

8. November 2014

“Leben” ist im Prinzip ein weit flexibleres Konzept als es den Anschein hat. Denn genau so wie sich einst chemische Elemente verdichtet haben, so hat sich die Biologie als eine Erweiterung der chemischen Evolution verdichtet mit Hilfe von Daten. DNS/DNA ist in ihrem Kern ein chemisches Programm, deren kaskadierende Assoziation von Daten aus dem Tango von Ursache und Wirkung heraus entstanden ist. Und diese Verdichtung von Prozessen wird nicht in der Biologie verharren, sondern die Daten wandern schon lange weiter in die “Chemie der Maschinen”.

Leben ist also ein physikalisches Metakonstrukt in der “Mittelwelt” der Raumzeit, physikalisch verortet irgendwo zwischen dem Universum als ganzes und den Elementarteilchen. Und so lässt sich jede biologische Einheit kleinzoomen auf ihre chemische, atomare und irgendwann auch mal quantenmechanische Bestandteile. Lebensformen sind ergo ein materiebasierter Aggregatzustand von Konglomeraten, die sich aus kleineren Bestandteilen zusammen setzen. So weit so gleich.

Aber ethische Rechte lassen sich doch nicht aus der Atomebene ableiten!



Biomechanik ist keine Sinneswahrnehmung
cc-by-sa-nc Øystein Alsaker

Ethische Rechte fangen an ab einem *bestimmten* biologischen Zellkonglomerat: Bei Tieren. Denn Den Rest des Beitrags lesen »

Interna: Edikt betreffend Freitod

1. September 2014

Viele werden denken, dieser Text ist kontrovers, sogar anmaßend und unpassend zu einem Zeitpunkt, an dem wir liebe Menschen verloren haben. Aber was ich zu sagen habe, wird immer unpassend sein, darum, wann wenn nicht gerade jetzt?

Wer freiwillig aus dem Leben scheidet, stirbt nicht als Veganer.

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Ist das hier noch Deutschland?

20. Juli 2014

Transatlantiker habens schwer im Moment. Waren sie einst die Vermittler, Lobbyisten und Botschafter der Aktionärseliten auf beiden Seiten des Atlantiks, hat sich seit dem NSA-Skandal einiges verändert. Versteht mich nicht falsch, der gesellschaftliche Nutzen dieser Geld-Subkultur Suprakultur war immer schon genau gegen das gerichtet, wovon sie immer geschwafelt hat: Freiheit.  Neoliberalismus, die Kernideologie der Transatlantiker bedeutet Freiheit von Ethik für die, die noch mehr haben wollen. Der Markt soll alles regeln, also die, die den Markt besitzen denn der Markt besteht aus seinen Akteuren und vor allem den Akteuren die ihn kontrollieren. Der größte Konkurrent in dieser krawattigen Dominanz- u. Kontrollfantasie ist der Staat, der mit seinen Regulierungen die Moralfreiheit der neoliberalen Suprakultur stört. In den USA ist dieser Verdrängungsprozess schon viel weiter fortgeschritten, und so ist die NSA zu sehen als eine Art Söldnertruppe des Freimarkts. Ein privater Sicherheitsdienst der Konzernaktionäre.



“We are’ll living in America, America is wunderbar”
Son of Groucho: ccbyncnd2

So waren die Privatisierungswellen, Erfindung von Hartz IV, Abbau von staatlichen Sozialstrukturen, Abkommen wie TTIP usw. eine brillant geplante Strategie, den Konkurrenten Staat auf Diät zu setzen um ihn dann leichter aus dem Weg räumen zu können. Was für die einen also Vermittler und Botschafter zwischen befreundeten Bevölkerungen waren, bei denen die Transatlantiker sogar einen guten Ruf genossen, das war für die anderen immer schon eine PR mit der die Reichen gegen die staatliche Ordnung agitierten. Wie eine Ordnung aussehen würde, Den Rest des Beitrags lesen »

[Kurzgeschichte] Das Jahrhundert der Traurigkeit

1. Juni 2014

Vater, wie die Zeit vergeht, jetzt ist es schon 2174. Wie selbstverständlich wir mit den technischen Neuerungen umgehen; obwohl auch ich mir schon vor zwei Jahren für mein Gehirnmodem eine nanoselbstassemblierende Flüssigkeit habe spritzen lassen, genieße ich das Schreiben mit der Hand auf Papier. Und doch fühlt es sich nicht mehr wirklich an. Seit dem Beweis in der Teilchenphysik für die große vereinheitlichte Theorie, dass der dreidimensionale Raum nur ein Kontext in einer Art eindimensionalem Übernichtraum ist, wir also in einem Bild leben, fühlt sich nichts mehr richtig echt an. Vielleicht bist du mit deiner Strafe im Kommunikationsgefängnis davon verschont, die Strafe nur einmal im Jahr Kontakt aufzunehmen mit der Außenwelt, und dass auch nur analog ist grausam und Gnade zugleich, hältst du doch etwas in den Händen und liest mit den Augen, so herrlich altmodisch.

eindimensionenraum

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Die Einfachheit des Veganismus: Replik zu Jürgen Kaube

13. April 2014

In der FAZ stellt Jürgen Kaube, seines Zeichens stellvertretender Leiter des Feuilleton, “Die Rätsel des Veganismus” vor und zeichnet ein Bild vom Veganismus als ein Irrgarten moralischer Komplexität und somit in sich selbst als widersprüchlich. Die Über-Überschrift “Ist Veganismus moralisch?” beantwortet er mit Nein, nur wirr kompliziert.

Im Subtext der Annäherung an das Glaslabyrinth “moralische Korrektheit” schwingt ein wenig die Analogie mit zu Debatten über politische Korrektheit, die für viele Zeitgenossen einfach zu kompliziert ist. Und die soziale Matrix mit der neu verhandelten Höflichkeit ist ja auch komplex. Wie, man darf nicht mehr Neger sagen? Sie sind verheiratet, kommt ihre Frau denn mit… ach ihr Mann kommt mit? Sie sprechen aber gut deutsch Frau Aktürk, ah sie sind in Wuppertal geboren? Dann wollen sie sicher auch nicht mehr zurück in die Heimat. Deutschland ist ihre Heimat, sieh an. Nein, schwierig war das immer schon nur für die Tumben.

Für die Tumben ist die Zahl der bereitstehenden Fettnäpfchen linear zu der Erweiterung des Kreises derer gestiegen, die ihren Objektstatus hinter sich lassen konnten und Menschen wurden. Das waren sie natürlich schon vorher, Menschen, es hatte nur niemand von den Tumben gemerkt. Politische Korrektheit ist im Kern also der Versuch, die Tugend der Sittlichkeit umzufirmieren um sie als abstraktes Objekt bearbeiten zu können. Es handelt sich um die Bestrebung, die neuen Menschen aus der Sittlichkeit wieder hinaus zu begleiten, hinaus aus der vertrauten Gräue.  Den Rest des Beitrags lesen »

Betreibt der Berliner Senat & die DGE Hungerfolter gegen vegane Kinder?

5. April 2014

Dem aufmerksamen Betrachter ist nicht entgangen, dass der Wind sich gedreht hat. Nach einer Zeit wohlwollender Berichterstattung sogar in der bürgerlichen Presse wird manchen der Vegantrend wohl langsam unheimlich und die antiveganen Stimmen kommen wieder aus den Schatten, Spalten und Winkeln hervor, um sich als manische Priester wider die vegane Gefahr zu verdingen. Udo Pollmer zum Beispiel tingelt übers platte Land durch die Aulas der Kinder seiner tierverarbeitenden Verbündeten und warnt die Dorfjugend; der Remszeitung ist das wohl selbst etwas peinlich und vermarktet diesen Schulmissbrauch mit dem Feigenblatt der Satire… Im Deutschlandradio fallen von der veganen Mangelkost die Haare aus und die Autorin bekommt das große Kotzen (danke Michael), die Verbraucherzentrale warnt vor Salz und Fett bei McBurger veganer Fertigkost, und Mühlbauer von Telepolis dichtet die Skala journalistischer Integrität nach unten ab.

All dies ist pipifax gegen den Verdacht der institutionellen Diskriminierung Den Rest des Beitrags lesen »

Killerveganer

2. März 2014

Instinktiv wissen die meisten Menschen, dass ohne gewisse ethische Grundsätze die Zivilisation nicht funktionieren würde. Dieses Wissen ist so alt, selbst sehr alte Wesen wie Fische haben ein Gespür dafür.

Killerveganer nach dem Frühstück by-nc-nd/2.0/ emersonquinn

Denn an sogenannten Putzerstationen dürfen Putzerfische sogar im Mund von Beutegreifern nach Parasiten suchen, ohne dass die Beutegreifer die Situation ausnutzen würden und den Putzerfisch runterschlucken, obwohl sie könnten. Die Fische beobachten sich auch gegenseitig ob diese stillschweigende Übereinkunft eingehalten wird, und diskriminieren gegen diejenigen, die gegen diese Regel verstoßen. Den Rest des Beitrags lesen »

Veganer Staat – gibts nicht, geht nicht?

3. Februar 2014

Wenn ich Nichtveganer mal ärgern will, verlange ich nach einem veganen Staat. Die Reaktion ist wirklich überraschend, die wollen uns gar nicht wirklich loshaben:-) Ich bring das immer ganz trocken und nebenbei, meistens verknüpft mit einer Tagtraum-Utopie – eine vegane Technozivilisation in der Antarktis,



“Marie Byrd Land: ©NASA/Michael Studinger”

basierend auf erneuerbaren Energien und mit Meerwasser-Eiswasser-Reflektoren im Orbit, um im städtischen Radius für angenehme Temperaturen und Licht zu sorgen, auch im Dunkelhalbjahr. Hoch bekäme man das Wasser natürlich mit einem Weltraumaufzug und Roboter würden das Wasser im Orbit zu Reflektoren formen.

Nahrungsherstellung per innenräumlicher Hydrokultur wäre ja kein Problem, alles
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Eckhard Fuhr: “Die Autobahnpolizei euthanasiert Geisterfahrer!1!!”

1. Februar 2014

Halali, treue Mitveganer! Ich äste gerade ein Büschel Veganergras zu Mittag, als Zardoz hier einen Antiveganismus puitze.

In der “Welt” geht Eckhard Fuhr mit schweren Bedenken dick, als Breitseite gegen Hilal Sezgin verpackt, kurz nachdem ich sie im Kommentar als eine wichtige Fürsprecherin der Tierrechte beschrieb, die die Bürgerlichen anspricht. Au weia.

Unabhängig davon, dass es sich hier wohl um einen zeitlichen Zufall handelt, möchte ich mir eine kurze Analyse zu Fuhrs Todesahnungen keinesfalls durch die Lappen gehen lassen.

Denn Tierrechte, so lost er, sollen zur Euthanasie führen. Fuhr spielt mit wenig bekannten Begrifflichkeiten wie Speziesismus und Tierethik, durch deren Abstraktheit das absurde für die meisten Leser verborgen bleibt. Im Prinzip sind Tierrechtler für Tierrechte, was Amnesty International für Menschenrechte ist.

Eckhard Fuhrs These ist also wie die Behauptung, Amnesty International sei verantwortlich für Diabetes.

Klingt bescheuert?

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Schuhmachers Unfall: Das Zombiekollektiv verzehrt sich nach einem Führer

1. Januar 2014

In Frankreich ist ein Multimillionär beim Skifahren hingefallen und hat sich weh getan. So weit so schlecht. Diese Randnotiz hat sich allerdings zur Lawine entwickelt, deren hysterische Ausmaße kritische Denker staunend und furchtsam zurück lässt. Angesichts der medialen Sirenen ist es fast verwunderlich, dass Silvester nicht abgesagt wurde, ein Staatstrauertag ausgerufen und Spendenkonten eingerichtet wurden wie für die armen Kinder in Afrika. Man muss doch irgendwas tun können, wie furchtbar! Es geht ihm so schlecht, er kann noch nicht einmal ausgeflogen werden nach Deutschland oder in die Schweiz, sondern muss vorerst im Dritte-Welt-Land Frankreich ausharren und hoffen auf etwas Besserung, dann aber hurtig zu richtigen Ärzten!

Ist diese Gesellschaft so dermaßen jeglicher Substanz beraubt, so durch und durch verseifenopert, die Lebensdarsteller darin so dermaßen abgestürzt, hinein in die Banalität ihrer konsumistischen Pseudo- und Funktionsexistenz, dass sie sich an einem tragischen Helden aufrichten muss? Jemand der sein Geld mit Werbeeinnahmen “verdient” hat, weil er mit einem Explosionsmotor aus dem vorigen Jahrhundert im Kreis herum fährt?

Das landesweite Aufheulen der Betroffenheitsaktivisten lässt einem furchtsam zurück, weil die Speichellecker hier *nicht* heucheln. Sie sind wirklich Den Rest des Beitrags lesen »

So, es ist mal wieder soweit

1. Januar 2014

Ich hab mich gestern doch mitschleifen lassen, zur Touri-Nummer am Brandenburger Tor, aber am Potsdamer Platz hab ich die Hacken in den Asphalt gerammt, da hinten waren mir einfach zu viele Sozialsituationen. Stellt sich raus, am Potsdamer Platz sind all die coolen Säue und es war richtig fetzig. Neben den Hochhäusern war eine lockere Atmosphäre und man konnte noch frei überall hinlaufen und man hatte genug Platz um einen herum. Wir waren mit dem Fahrrad gekommen, die einzigen die wir unterwegs mit Fahrrad gesehen hatten. Ein Wunder dass wir später ohne Platten durch die Dünen aus Glas nach Hause kamen.

Link zu Kurzvideo am Potsdamer Platz, Neujahr 2014

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Ironie-Apokalypse um Forum “www.aus-respekt-vegan.de” von Susanne K.

12. Dezember 2013

Ich glaube ich werde alt.

Wenn ich früher die Gelegenheit hatte, einer Eisprinzessin den aufgeblasenen Plastikthron unterm Hintern wegzutreten, oder einem Psycho sein eigenes Erbrochenes einzulöffeln war ich dabei. Mit Lust und Geschrei, denn Arschlöchern darf man keinen Zentimeter überlassen. Das Arschloch ist nämlich eines der verbreitungswütigsten Wesen, sie verpesten ihre Umwelt mit ihrem Arschloch-Charakter und bereiten so den sauren Nährboden für mehr Arschlöcher. Denn Arschlöcher werden nicht geboren, sie entstehen sukzessive, oft so, dass sie es selbst gar nicht merken und meist durch äußere Einflüsse. Geborene Arschlöcher sind sehr selten, und welches Arschloch schaut schon morgens in den Spiegel und sagt: “Hey, ich bin ein Arschloch und das ist gut so.” Den Rest des Beitrags lesen »


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